29.12.2013

Weihnachten


Hallo zurück, wie war denn euer Weihnachten (mit Kind)? Unser erstes Weihnachtsfest als Familie war .... interessant. Schon bei den Vorbereitungen zeigte sich, dass alles nun doch etwas anders abläuft: obwohl ich jeden Tag zirka zwei bis drei Stunden draußen bin und meistens in die Mainzer Innenstadt fahre, hatte ich gefühlt wenig Zeit, um Geschenke zu organisieren. Sobald ich im Laden bin, muss ich darauf achten, dass Anton nicht aufwacht. Natürlich mag er die warme Kaufhausluft nicht so gern und beginnt meistens sich zu winden oder zu meckern. Deshalb darf ich ihn dann bespaßen und schiebe den Kinderwagen immer hin und her oder "ssssssch" ihn in den festen Schlaf. Das Bummeln sieht also nun anders aus. Das bedeutet auch, dass es dieses Jahr gar nicht so einfach war, ein Weihnachtsoutfit zusammenzustellen. An dieser Stelle belasse ich es mal bei dieser Aussage, im Alltag kann man mich ständig schimpfen hören, dass ja auch gar nichts stillkompatibel ist, dass eine schöne Bluse beim Waschen bei 30 Grad eingegangen ist und dass ich nichts mehr zum Anziehen habe. Gut, dass mir rechtzeitig wieder bewusst geworden ist, dass die Kleidung an Weihnachten eine der unwichtigsten Dinge ist (wenn auch ziemlich schön) und ich konnte den Abend mit neu gekauftem Vintage-Lederrock und ziemlich unpraktischem Angora-Pullober richtig genießen. Bei unserem ersten Weihnachten als Familie haben wir schon kleine Rituale eingeführt, auch wenn der kleine Mann noch gar nichts verstehen kann. Wir haben zwei Mal Plätzchen gebacken, wir waren auf dem Weihnachtsmarkt, es gab einen Adventskranz und ein bisschen Deko, Weihnachtslieder und Geschenkverpackaktionen. Ich muss aber sagen, dass mich trotzdem keine Form von Weihnachtsstimmung gepackt hat. Sogar an allen Weihnachtsfeiern. Ich habe mich zwar wirklich sehr über die Geschenke und das Verschenken gefreut, und vor allem war es richtig schön, mit Anton seine Geschenke zu öffnen und sie jetzt zu benutzen, aber gleichzeitig ist alles ein wenig an mir vorbeigezogen. Ich hatte immer im Hinterkopf, wann habe ich das letzte Mal gestillt, wie soll ich es timen, ihm die Flasche mit abgepumpter Milch zu geben, damit ich mein erstes halbes Glas Sekt trinken kann, wann will er ins Bett und bei welchem Familienmitglied ist denn der kleine Mann gerade? Ich war zwar entspannt, aber hatte nicht diese typische weihnachtliche Aufregung oder eine festliche Stimmung. Dennoch, wir hatten sehr schöne Tage mit einem besonders pflegeleichten Sohn - er hat fast den gesamten Heiligen Abend verschlafen (und am 2. Weihnachtstag fast nur geschrien...) - und unseren tollen Familien. Es war vor allem ein Weihnachten, das Anton miterlebt hat und an dem er viel Zeit mit seinen Großeltern und Onkel verbringen konnte. Ein kleines Geschenk haben wir auch von Anton bekommen: er greift so langsam nach den Gegenständen, die um ihn sind und hatte schon ein paar Mal seinen Daumen (eher seine Faust) in seinem Mund.

02.12.2013

an A full of little things


Wie toll ist denn bitte dieses Holz-A?! Meine liebe Freundin, die Kari, hat es Anton uns mitgebracht, als sie letztens zum Kennenlern-Kaffee vorbeikam. Herzlichen Dank! Ich bin nach wie vor begeistert.

Einen festen Platz hat der Holzbuchstabe noch nicht, ich bin noch am Überlegen, ob ich ihn stellen oder an die Wand hängen möchte. Bis dahin dient mir das A mit den vielen Stufen als Aufbewahrungsort für einige Kleinigkeiten, die ich im Alltag ständig oder immer wieder benötige.


Das Hipp Pflege-Öl gibt es bei uns auch in groß und wird meistens nur als Badezusatz eingesetzt. (Mit Sonnen- und Mandelöl, Vitamin E, ohne Mineralöle, aber mit Parfum.)

Die Haarbürste war das erste Geschenk, das Anton von meiner Mutter bekam.

L'Erbolario Naturkosmetik sagte mir bis vor Kurzem noch nichts. Als ich auf der Suche nach einem guten Pflegeöl für Babys war (habe immer noch nicht das perfekte gefunden, Tips gerne an mich!), wurde ich in der Parfümerie Hussong in Mainz sehr gut beraten und erhielt Proben einer Creme. Das italienische Unternehmen hat seine eigene Kinderlinie in sehr hübschem Design. Die schützende Hautcreme für Kinder (mit Karitébutter und Malve) riecht so gut, dass ich die Proben nun für mich aufbrauche. Online kann man die Produkte im Onlineshop kaufen.

Die Windelcreme von Avène Pédiatril war ein Geschenk von Lisa. Auch nochmal ein großes Dankeschön! Nachdem ich tagelang ziemlich viel Blutorangensaft trank, war der kleine Hintern von Anton so wund, dass die Creme direkt getestet und nach zwei weiteren Wickel-Sessions als gut befunden wurde. Kann ich empfehlen! 

Auch von der Kinderlinie Avène Pédiatril sind der Reinigungsschaum und die Feuchtigkeitsmilch. Beide Produkte habe ich noch nicht benutzt, weil ich grundsätzlich versuche, alle möglichen Cremes erst dann zu gebrauchen, wenn sie erforderlich sind, sprich wenn Antons Haut vollständig akklimatisiert ist oder sich z. B. Schorf bilden sollte. Weil momentan Wasser, etwas Öl oder Muttermilch völlig ausreichen, halte ich mich also mit den neuen Produkten zurück und konnte mir noch keine Meinung dazu bilden.
(Ich bin übrigens auch ziemlich zufrieden mit dem Avène Körperöl, das ich mir in der Schwangerschaft kaufte und seitdem fast täglich benutze. Ich schrieb vor ein paar Monaten hier darüber.)

Wir haben wirklich viele Handtücher für den kleinen Mann. Diese hübschen waren auch ein Geschenk meiner Mutter. Sie hat eine schöne Spitzenborte auf die Handtücher genäht. Fast zu schön, um sie zu benutzen, aber bei nur feinen Handtüchern sind sie dennoch oder gerade deswegen in Gebrauch.

In den letzten Tagen habe ich den Schnuller lieben gelernt. Bei manch brenzliger Situation in der Innenstadt mit einem kränkelnden Kind, war der Schnuller unsere Rettung.







28.11.2013

Wunschliste: Kuscheldecke


Schon vor der Geburt des kleinen Mannes habe ich ein paar Decken gekauft. Ich dachte zunächst, dass es viel zu viel seien, merkte jetzt im Alltag aber, dass man kaum genug Decken haben kann. Die Krabbeldecke ist natürlich noch nicht in Gebrauch. Eine Decke liegt im Kinderwagen, eine auf der Couch, zwei im Stubenwagen (Anton liegt aber im Schlafsack und die Decken werden darüber bis an die Brust gezogen), jetzt wird auch die Wippe genutzt und es gibt noch viele Situationen, in denen wir Kuscheldecken gut nutzen können. Also schaden ja ein, zwei weitere Decken nicht, oder? Vielleicht kann ich ja einen Kauf rechtfertigen, wenn wir die Decke auch für uns zum Kuscheln auf der Couch nutzen? Denn so eine Kaschmirdecke ist doch was Feines und würde sich gut auf unserer grauen Couch machen.


1 / Wolldecke mit silbernem Sternenmuster / Zara Home Kids / 45,99 €
2 / Kaschmirdecke Kids / Zara Home Kids / 69,99 €
3 / Kaschmirdecke grau / Numae / 87,56 € 
4 / Elefanten Musterbettdecke / Smiling Planet / 77,61 €
5 / Scribble Scrabble Bettdecke / Garbo&Friends / 48,75 € 
6 / Kaschmirstrickdecke in grau melange / Bellybutton / 49,90 €
7 / Merinodecke Schaukelpferd / le petit beurre / 69,90 €
8 / Pointelle Decke / Mamarella / 34,95 €

27.11.2013

20 Tage


Hui, die Zeit fliegt. Natürlich. Aus meinem Vorhaben, auch mit Baby regelmäßig zu bloggen, ist bisher nichts geworden. Aber das ist ja auch nicht das Wichtigste.
In den letzten drei Wochen habe ich so viele Eindrücke gesammelt, so viel gelernt und bin gleichzeitig zu so wenigen Dingen gekommen. Ein Babygeschenk muss noch fertig gebastelt werden, ein paar Termine bei den Ärzten organisiert und das Bad mit einem Powerreiniger geputzt werden, und meine Nägel würde ich gerne wieder einmal rot lackiert und nicht schnell mit Klarlack drübergestrichen sehen. Diese Dinge mussten warten. Nicht umsonst heißt die Zeit nach der Entbindung Wochenbett. Nach dem verlängerten Aufenthalt in der Klinik hielt mich ziemlich wenig im Bett und ich war einfach nur froh, wieder zu Hause zu sein.


Mein Freund arbeitet knapp vier Wochen halbtags von zu Hause aus und hat die Nachmittage frei. Wir haben viel "Familienzeit", in der wir uns einspielen und kennenlernen, kuscheln und die Zeit genießen. Wir hatten viel Besuch, aber immer nur so viel, wie wir "ertragen" konnten und es ist toll, die Freunde wieder zu treffen. Aber ich genieße es momentan, eben nur oder viel zu dritt zu sein. Ich werde vorzüglich bekocht, wir gehen jeden Tag spazieren und ansonsten sitze ich noch ziemlich viel auf der Couch im Wohnzimmer und stille den jungen Mann. Mitte nächster Woche ändert sich unser Tagesablauf, weil mein Freund wieder den ganzen Tag arbeitet und ich werde viel Zeit alleine mit dem kleinen Mann verbringen können; hallo Kaffeeklatsch :) Bis dahin ist es einfach schön und ich genieße die Tage wirklich sehr. Ich hätte nie gedacht, dass ich doch so viel Ruhe (v)ertragen kann und dass mir die Dreisamkeit in den ersten Wochen wirklich ausreicht.

Auch wenn ich mir immer vorgestellt hatte, dass ich meinen Alltag nicht komplett von einem Baby bestimmen lassen würde, sieht die Wirklichkeit noch ganz anders aus. Anton hatte beispielsweise am Wochenende so einen Hunger, dass ich ihn tatsächlich drei Stunden fast ununterbrochen gestillt habe. In der Nacht zuvor meldete er sich fast stündlich. Meine Zeitwahrnehmung verschob sich dadurch vollkommen und ich verbummelte sogar einen Termin mit ein paar Freundinnen. Das ist mir bisher nicht passiert. Aber das zeigte mir auch, dass ich noch im Wochenbett bin. Der kleine Mann ist nicht "berechenbar", hat aber Priorität und ich brauche noch Zeit und Erfahrung, um solche Situationen gut zu meistern. Am besagten Sonntag kamen wir erst um 16 Uhr aus dem Haus; geplant war ein Frühstück ab 10 Uhr in der Stadt. Solche Phasen wird es bestimmt immer wieder geben. Jedoch merke ich auch, dass wir immer routinierter werden. Irgendwie klappt es immer meistens, innerhalb einer halben Stunde zu duschen, die Wäsche zusammenzulegen, alle Stillutensilien bereitzustellen, Frühstück zuzubereiten usw. Zeit fehlt mir momentan noch für "meine" Dinge. Dinge, die mir gut tun, wie eben den Nagellack aufzutragen, Karten (oder Adventskalender) zu basteln oder Texte zu schreiben. (Dabei schlafen doch Babys so viel?! In den Schlafphasen wird aber gegessen, aufgeräumt, ausgeruht,...)


Es ist wirklich spannend, welche Entwicklung der kleine Mann schon vollzogen hat. Das sind keine riesigen Sprünge, aber ich merke die kleinen trotzdem deutlich. Anton wird immer fitter und kräftiger. Manchmal hebt er seinen Kopf so weit, dass ich wirklich aufpassen muss, dass er mir nicht runterfällt. Seine wunderschönen Haare werden immer länger, er ist ziemlich kräftig und kann mittlerweile auch richtig laut schreien oder kreischen (anfangs war es eher ein nettes, hohes Wimmern). Die Hormone machen sich nicht nur bei mir bemerkbar und er hat viele kleine Pickelchen im Gesicht :) Der Baum vor unserem Wohnzimmer ist viel spannender als die Eltern, auch toll ist Licht. Anton hat große, dunkelgraue Augen und hat genug Wachphasen, in denen er alles betrachten kann. Heute konnte er uns beim Essen zuschauen, weil er zum ersten Mal in der Wippe lag. Die Manduca findet er gar nicht so schlecht und beim Baden hat er eigentlich nur geschrien, weil wir ihn dafür aufwecken mussten und er Hunger hatte. Anfangs war er aber ganz gespannt. Er ist eigentlich ein sehr ruhiger und braver Junge. Er meckert nur, wenn er wach wird und dadurch merkt, dass er ja Hunger haben könnte. (Seit dem Wochenende hat er immer Hunger, also meckert er auch häufiger als bisher.) Oder wenn er gewickelt wird, nackig sein findet er nicht lustig. Anton hat selten Lach-Reflexe und sieht meistens eher skeptisch aus. Ich liebe es! Wenn er am Aufwachen ist, macht er die lustigsten Grimassen und verzieht das Gesicht. Seine Falten auf der Stirn sind schon ziemlich tief und manchmal fragen wir uns, wann er seine Unterlippe aufisst.

Obwohl er schon bald drei Wochen da ist und ich mich auch in der Schwangerschaft mit dem Gedanken beschäftigt habe, ist es doch immer wieder ganz unwirklich, dass ich einen kleinen, feinen Sohn habe. Es ist überwältigend und schön und völlig verrückt.

21.11.2013

Lönneberga. Kaffeehaus für Familien in Mainz


Ich lebe gerne in Mainz. Ich liebe den Rhein, ich mag den Wochenmarkt am Dom und das dazugehörige Marktfrühstück an Samstagen und es ist toll, immer wieder auf bekannte Gesichter zu stoßen. Es gibt ein paar Dinge, die dennoch Verbesserungspotential haben, vor allem im Kulturbereich.

In den letzten drei Jahren hat sich ziemlich viel im Bereich Gastronomie getan. Ein Glück. Man kann leckeren Kaffee auch in Mainz trinken!

Im Sommer bin ich durch Frankfurt gestreunt und habe ein Familiencafé entdeckt. In solchen Momenten ärgere ich mich manchmal, dass es mich nach Mainz verschlafen hat, selbst 45 km weiter hätte ich mehr Möglichkeiten, mehr Cafés, mehr Museen, interessantere Veranstaltungen, Designläden, etc. Aber wie eben gesagt, ich lebe gerne hier und habe eben in Mainz meine "home base".


Wirklich glücklich hat mich gemacht, als ich vor ein paar Monaten das Kaffeehaus für Familien Lönneberga in einem Hinterhof in der Gaustraße fand. Das Café wurde liebevoll im schwedischen Stil eingerichtet und bietet Platz für Mamitreffs, Familien oder auch einfach ein Kaffeeklatsch mit Freunden. Der Kaffee ist besonders gut, es gibt Bio-Säfte, ein Frühstücksangebot, das schwedische Titel trägt, belegte Brote und leckeren Kuchen. Als Special gibt es für die Kleinen Obstschnitze.

Im Sommer oder an schönen Tagen kann man auch auf den Außenbereich ausweichen. In dem kleinen Garten wurden Biertische aufgestellt, an denen Muttis ihren entkoffeinierten Kaffee trinken können (ha!), während die Kids im Sandkasten spielen.

Besondere Highlights sind außerdem die Buggy-Garage im Innenhof, ein Fahrstuhl für den Kinderwagen und ein hübsches Stillzimmer.

Kleiner Nachteil ist der enorme Geräuschpegel, der sich gerne mal bei so vielen Kleinkindern entwickeln kann. Aber es geht auch ruhiger: als wir an einem Sonntag Mittag mal zum Kuchen vorbeischauten, waren kaum Familien da und wir konnten gemütlich sitzen. Andererseits wird unser kleiner Mann wohl auch bald auf dem Boden robben und meckern :)





17.11.2013

DIY_Schnullerkette


Ob der petit monsieur in Zukunft wirklich einen Schnuller in den Mund nehmen wird würde,  das weiß wusste ich nicht. Aber irgendwie war das schon immer eine romantische Vorstellung von mir, eine Namensschnullerkette selbst zu basteln.

Manchmal ist ja das Problem an DIY Projekten, dass man letzten Endes so viel Geld reinsteckt, dass es sinnvoller gewesen wäre, das Produkt fertig zu kaufen - abgesehen vom Spaß- und Stolzfaktor. Dasselbe gilt auch hier. Aber Fehlkäufe lehren mich, in der Zukunft den Bastelbedarf besser zu planen.

Das Schnullerkettenset habe ich bei lemonissimo gefunden. Allerdings war die Schnur zu kurz und ich musste diese nachkaufen. Nachdem ich zwei Buchstabensets gekauft hatte (Achtung für so Verpeilte wie mich: Jeder Buchstabe ist nur ein Mal drin!), entschloss ich mich, die Buchstabenperlen im Schnullerkettenladen zu bestellen. Ich bin mit dem Onlineshop super zufrieden und kann ihn wärmstens weiterempfehlen. Wichtig ist ja bei der Schnullerkette, dass alle Einzelteile speichelfest und schadstofffrei sind. Beide Onlineshops versichern, dass ihre Produkte die wichtigen DIN Normen einhalten.

Nach so einem großen Aufwand ist die Schnullerkette sehr schlicht und einfach geworden. Ich bin aber dennoch froh, dass ich mir diese "Arbeit" gemacht habe.


13.11.2013

a n t o n


Darf ich vorstellen?! Unser kleiner Mann Anton kam pünktlich zum Entbindungstermin und hat unsere Welt auf den Kopf gestellt. Ich bin völlig überwältigt, ziemlich verknallt und sprachlos. Es hat wirklich eine neue Zeitrechnung angefangen.

Uns geht es gut und nach einem längeren Aufenthalt in der Klinik, bei dem sich herausgestellt hat, wie fit und gesund Anton ist, sind wir seit vorgestern Abend zu Hause und genießen die Zeit. Vor der Geburt informiert man sich viel und hat einige Vorstellungen vom "danach", aber tatsächlich ist dann doch alles irgendwie anders und jede Familie hat seine eigene Geschichte.

Anton ist ein braver, tapferer und skeptischer Junge mit großen, ganz dunklen Augen, schläft mit offenem Mund, den er von seinem Papa hat und kann ganz schön schreien, wenn seine Eltern zu lange beim Wickeln brauchen. Dabei machen sie es so gerne. Denn ohne Kleidung ist er noch mehr zum Anbeißen. Dann sieht man seine langen Lulatsch-Beinchen und seinen behaarten Rücken :)

So langsam schaffe ich es, meinen Reader und meine Emails zu bearbeiten. Ich komme kaum zum Fotografieren, weil wir einfach so viel Zeit zum Wickeln, Stillen und Kuscheln brauchen. Also, habt ein bisschen Geduld mit mir :)

05.11.2013

warten


Am Ende der Schwangerschaft warten die meisten Frauen auf die Entbindung. Ich habe das nie ganz nachvollziehen können. Alles hat doch seine Zeit. Nach einem vollgepackten Tag (und einem Entspannungsbad), sitze ich auf der Couch und merke, dass mich das Thema "Warten" doch mehr beschäftigt als gedacht.

In den letzten Monaten hatte ich sehr viel zu tun. Während des Abiturs hatte ich kaum die Möglichkeit, mich mit den Veränderungen zu beschäftigen. Irgendwann kam dann aber die Zeit, dass ich die ersten Besorgungen machte, den ersten Body kaufte und mich mit der Geburt und dem Buben auseinandersetzte. Aufgrund von Wohnungssuche, Genießen der freien Zeit, dem Umzug und den Start in das Studentenleben sind die Wochen sehr schnell vergangen, sie waren spannend und ausgefüllt. Und auf "einmal" hatte ich jeden Punkt auf meiner to do Liste abgehakt. Zum Ende hin ging auf einmal alles sehr schnell. Um gar nicht erst Langeweile aufkommen zu lassen, behielt ich meinen Aktionismus - der Gesundheit sei Dank - und so war ich jeden Samstag auf einem anderen Kinderbasar und kaufte die fehlenden Teile oder verirrte mich unzählige Male in den Drogerien, nur um die Produkte und die Preise zu vergleichen. Ich konnte einige DIY-Projekte umsetzen, verbringe unglaublich schöne Tage mit meinem Freund und habe sogar vorgekocht bzw. den Gefrierschrank aufgefüllt.

Bis dahin war/ist alles schön und gut. Als ich aber vor eineinhalb Wochen von meiner Frauenärztin hörte, dass der Muttermund bereits 1 cm geöffnet war und sie sich nicht vorstellen könne, dass wir uns noch einmal vor der Entbindung sehen würden (der Vorsorgetermin ist morgen), rechnete ich ziemlich fest damit, dass es bald losgehen könnte. Außerdem hatte sich der Schleimpfropf schon gelöst und ich hatte ein relativ starkes Ziehen und Drücken in den kommenden Tagen. Alles Anzeichen, dass der Bub sich bald auf den Weg machen könnte. Aber dann folgten ruhige Tage, ein Donnerstag mit starken Schmerzen und wieder relativ ruhige Tage. Dem kleinen Mann scheint seine Behausung eng zu werden, er bewegt sich ständig und drückt ganz schön auf mein Becken.

Gestern war ich seit langer Zeit mal wieder einen kompletten Tag nur zu Hause und habe ruhige Dinge gemacht. Ich war am Abend so unzufrieden, weil ich merkte, dass ich unbedingt wollte, dass es nun losgehe. Ich habe wirklich gewartet... Aber das ist doch Unsinn. Der kleine Mann ist zwar schon in Startposition, aber eben noch nicht bereit. Ich liebe es, schwanger zu sein und ich liebe den Bauch. Es ist eine extrem besondere Erfahrung und ich wünsche jedem, so etwas Schönes selbst einmal erleben zu können (ich hätte nie gedacht, dass ich mal sowas sage!). Ich fühle mich nicht allein und der kleine Mann kommuniziert mit uns; manchmal interpretiere ich natürlich zu viel :) Aber Frauen haben ja bekanntlich eine tolle Intuition. Daher, mir geht es gar nicht so sehr darum, dass er nun endlich kommen soll, weil ich ihn endlich kennenlernen möchte. Das ist natürlich der Fall und ich freue mich riesig, seinen kleinen Körper zu sehen und zu entdecken, was er von meinem Freund oder von mir hat. Ich bin bei diesem Gedanken jedoch ziemlich gelassen und habe mein Motto "alles zu seiner Zeit" verinnerlicht. Das Problem ist nur, dass es diesen besagten Freitag bei der Frauenärztin gab. Auf einen Schlag kapierte ich, dass heute der Zeitpunkt sein könnte und erwartete ihn. Er kam nicht und ich war ready. Ich glaube, es ist noch vielmehr das Ungewisse. Ich habe Wehen und weiß auch, dass sie nicht geburtswirksam sind, gleichzeitig verstehe ich, dass sie den Körper auf das Ereignis vorbereiten. In den letzten zwei Wochen hat sich meine Körperwahrnehmung stark verändert und das ist doch ein gutes Zeichen.

Ich habe sehr viele Geburtsberichte gelesen und ein paar erzählt bekommen. Wie unterschiedlich jede Schwangerschaft ist, so ist auch jede Entbindung anders. Und dennoch gibt es immer wieder einige Schnittpunkte. Ich weiß z. B., dass es Sinn macht, ins Krankenhaus zu fahren, wenn die Wehen ca. alle fünf Minuten kommen. Und ich weiß, dass man Geburtswehen nicht verwechseln kann - wenn man nicht mehr ansprechbar ist bzw. selbst nicht mehr reden kann, weil die Schmerzen so stark sind, dann sind das auf jeden Fall Geburtswehen. Toll. Soweit war mein Körper noch nicht. Was ich aber nicht weiß und was eben sehr unterschiedlich ist, das ist der Vorlauf. Bei manchen Frauen kommen die Wehen relativ schnell in einem immer kürzeren Abstand, bei anderen dauert es Tage. Ich bin relativ ruhig und gelassen, aber ich bin extrem gespannt, wann der Zeitpunkt ist und wie ich ihn erleben werde, wenn ich verstehe, "ok, jetzt geht es los, das sind jetzt keine Vorwehen". Diese Ungewissheit bei einer Spontangeburt ist wohl das, was mir gestern die schlechte Laune beschert hat. Und gleichzeitig hat das Ungewisse auch etwas Reizvolles. Denn das Geplante, das "morgen stehe ich auf und werde mein Kind in den Händen halten" bei einem Kaiserschnitt (unabhängig von der eventuellen Notwendigkeit) ist doch ziemlich unromantisch.

Eigentlich ist mir das Geburtsdatum egal. Ich mag den 07.11., weil ich mich daran gewöhnt habe, aber ich habe keinen Bezug zu den Zahlen. Einige aus meinem Bekanntenkreis haben in den nächsten Tagen Geburtstag, doch ist es mir völlig gleich, ob unser Bub dann seinen Tag "teilen" muss oder nicht. Einzig und allein gefällt mir der 11.11. als Geburtstermin nicht. Vor allem nicht in Mainz. Daher, der kleine Mann muss nicht am Donnerstag kommen, weil es dieser Donnerstag ist. Ich kann mich gut anfreunden mit dem Gedanken, dass er schon früher kommt, aber ehrlich gesagt macht mich der Gedanke unruhig, dass er den Termin verstreichen lässt. Statistisch gesehen ist es sehr wahrscheinlich, gerade bei Erstgebärenden. Doch dann würde ich sicher ziemlich unruhig werden - denn die Wahrscheinlichkeit einer Einleitung würde steigen.

Hier komme ich auch an den Punkt, an dem ich gedanklich eben nicht weiterkomme. Unser kleiner Mann liegt in bester Startposition und meine Ärztin hätte ihn schon längst erwartet. Gleichzeitig ist der Termin noch nicht erreicht und die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung sehr hoch. Was mache ich mir also so viele Gedanken? Er kommt, wann er möchte (oder eben nicht möchte). Und wirklich wichtig ist ja, dass es ihm gut geht, er gesund ist und wir einen guten Start haben. So triste Tage wie gestern, an denen es stürmt und man nicht rausgehen möchte, sind jedoch für mich momentan nicht gut. Dann verfalle ich doch noch ins Warten. Es ist toll, dass die restliche Woche so gut verplant ist und ich viele schöne Dinge unternehme. Morgen wird mich dieser Gedanke wohl auch nicht mehr so stark beschäftigen und ich kann, so wie bisher auch, die Zeit einfach nur genießen. Das Aufschreiben und Sortieren tut gut.

Und ich freue mich übrigens sehr über jede Nachricht, wie es uns denn gehe und was der kleine Mann mache. Und noch viel mehr werde ich mich freuen, wenn ich euch den kleinen Mann vorstellen kann.

01.11.2013

Geschenke von Mutti



Dass meine Mutti die Beste ist, habe ich ja schon erzählt. Zur familieninternen Babyshower gab es ordentlich Geschenke und ich möchte ein paar Kleinigkeiten zeigen.
Zum einen hat sie ein Lavendelsäckchen für den guten Schlaf genäht und außerdem gab es eine Wärmekompresse mit passendem Bezug. Der Wäschesack verrät den ersten Buchstaben des Bubens. Praktisch auch das Reisetäschchen mit einigen notwendigen Utensilien, die dann gut sortiert auch in einer Handtasche Platz finden können (eine Wickeltasche habe ich noch nicht gekauft).



31.10.2013

SSW 40



E I N E  W O C H E
unfassbar

Wie weit bin ich: 39+0
Momente dieser Woche: 
Der Bub, ein Novemberkind! (außer entschließt sich doch noch heute zu kommen...)
Das erste Baby von unserem Stammtisch ist ein unglaublich süßes, feines Mädchen. Es ist spannend, ein frisches Baby zu beobachten. Die Vorstellung, dass unser Bub auch schon "fertig" dabei ist, nur innerhalb des Bauches, ist beeindruckend.
Ich vermisse nichts.
Heißhunger auf: Mandarinen
Wehwehchen: Jeder Tag ist ein wenig anders. Nach dem letzten Vorsorgetermin hatte ich so ein starkes Ziehen, dass ich wirklich damit gerechnet habe, er kommt am Wochenende. Ab Sonntag war dann aber alles wieder normal. Aktuell strampelt er heftig, mir ist immer wieder etwas übel und ich bin müde. Das können alles Anzeichen sein, dass es bald losgeht, genauso gut kann es noch zwei Wochen dauern. Ich fühle mich gut, bin sehr dankbar, dass alles so gut läuft, bin gespannt.
Ich freue mich: auf unseren geplanten Ausflug ins Vitra Design Museum bei Basel :)
Gekauft/Bestellt: Wir sind nun eingerichtet und haben alles für den kleinen Buben gekauft. Ich bin wirklich begeistert von den Kinderbasaren. Wenn es keine manischen Mütter gibt, kann man entspannt "bummeln", Kuchen essen und günstig einkaufen. Gefunden habe ich einen Fußsack. 

30.10.2013

Wunschliste: Mützen


Ich habe einen Stapel an Mützen vererbt bekommen. Dennoch ist kaum eine Mütze dabei, die das Köpfchen des kleinen Mannes im Winter wirklich warm halten kann. Deshalb habe ich mich auf die Suche gemacht und bin natürlich bei smallable fündig geworden. Wenn ich stricken könnte, würde ich ja eine selbst herstellen.

1 / Mütze pompon von Babe & Tess / 36,00 €
2 / Mütze von Babe & Tess / 32,00 €
3 / Mütze Eulen von Louis Louise / 42,00 €
4 / Mütze Chapka Pili von Aymara / 39,00 €

29.10.2013

gedankenamabend



Seit einer Woche lagen meine Favoriten für das "Nachhausekommen"-Outfit des Buben auf der Wickelkommode und ich konnte mich nicht entscheiden, was ich davon einpacken möchte. Nachdem ich die Kleidungsstücke meinem Freund gezeigt und ein paar Dinge wieder aussortiert habe, konnte ich nun endlich alles einpacken. Meine Ärztin gibt nur das Schätzgewicht, nicht aber die geschätzte Größe an. Deshalb nehme ich ein paar mehr Klamotten mit und entscheide mich dann im Krankenhaus. (Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich, seitdem ich schwanger bin, Probleme habe, Entscheidungen zu treffen?!)


Der Gedanke, dass so bald ein kleines Wesen unseren Alltag bestimmen wird, raubt mir die Worte. In den letzten Tagen spielen wir gedanklich immer wieder zukünftige, mögliche Situationen durch. Mein Freund und ich hatten nie besonders viel mit Kindern zu tun und gewisse Abläufe sind für uns völlig unbekannt. Es ist doch spannend, dass man sich so viele Monate auf einen Augenblick vorbereitet (und man benötigt diese Monate auch) und dann fühlt man sich doch nicht gut genug vorbereitet. Was aber auch nicht schlimm ist.
Am Wochenende hatte ich permanent ein so starkes Ziehen, Krampfen und Drücken, dass ich dachte, die Geburtswehen könnten jederzeit losgehen. Mittlerweile ist alles wieder normal. Aber wir haben ja auch noch Zeit. Das Wochenende hat mir jedoch erneut gezeigt, wie überwältigend das kommende Ereignis ist. Obwohl ich mich seit Tagen "ready" fühle - im Krankenhaus angemeldet, Strecke abgefahren, Listen erstellt, Koffer gepackt, Kinderzimmer und Wohnung "fertig" eingerichtet, die letzten Items fürs Baby gekauft - hat mir die Erkenntnis, es könne jederzeit losgehen, doch etwas Angst gemacht. Aktuell bin ich sehr entspannt. Mir tut es jedenfalls sehr gut, dass ich mich fit fühle und mir nicht langweilig ist. Ich habe nicht das Gefühl, ich säße nur da und wartete auf das Baby. Das Wetter ist so unglaublich schön und ich genieße es sehr, Dinge in der Wohnung zu erledigen, Freunde zum Kaffee zu treffen und in der Uni zu sein, vor allem aber auch die Unternehmungen mit meinem Freund. Manchmal habe ich so viel tun und ich mache Pläne für nächste Woche, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass manches vielleicht gar nicht mehr stattfinden wird. Auf einmal werden wir zeitlos sein, völlig aus der Bahn geworfen und erleben ein anderes Universum. In meinem Kopf und meinem Herzen dreht sich alles und ich fühle eine Mischung aus Respekt, Angst und unglaublicher Vorfreude.

28.10.2013

DIY_Lampe


Ich bin wieder einen Schritt im Kinderzimmer weitergekommen und das Zimmer hat etwas mehr Farbe bekommen. Die alte Papierlampe meines Freundes wurde mit Bordüre und Filzsternen beklebt. Ging ganz schnell und war ziemlich günstig: Bordüren zuschneiden und mit Sekundenkleber aufkleben, Sterne ausdrucken (drei verschiedene Größen), Schablone auf Karton ausschneiden, auf Filz übertragen, ausschneiden und mit Sekundenkleber aufkleben, fertig.

25.10.2013

SSW 39



Wie weit bin ich: 38+1
Momente dieser Woche: 
Der Klinikkoffer ist so gut wie fertig gepackt und der Weg zur Uniklinik wurde nochmal abgefahren. Wir sind ready. 
Beim Vorsorgetermin gab es wieder viele Neuigkeiten: der kleine Mann liegt nun fest im Becken und sein Köpfchen ist nicht abschiebbar. Er hat anscheinend ganz schön zugenommen und hat ein aktuelles Schätzgewicht von 3200 g. Meine Ärztin rechnet nicht mehr damit, dass wir uns vor dem Entbindungstermin nochmal sehen. Ich bin wirklich gespannt.
Ich habe es endlich zur medizinischen Fußpflege geschafft - mit hübschen Füßen und Zehen zur Geburt :)
Seit einer Woche bin ich offiziell Studentin (yeah) und dieses Semester nutze ich hauptsächlich für die Beschaffung von Informationen, wie mein Studium mit Kind aussehen kann. Die Veranstaltungen motivieren mich und sind soweit ganz interessant. Zwar ganz informativ, aber weniger motivierend waren die Beratungsgespräche: die Kitas der Uni sowie eine Dozentin gaben mir u. a. zu verstehen, dass ich doch erst im Frühjahr schauen solle, ob ich dann immer noch so eifrig bin und mich dann erst wieder melden sollte. Außerdem habe ich mir den Eltern-Kind-Raum der Uni angeschaut und ein Gespräch mit dem Familienbüro organisiert.
Ansonsten gab es ganz viele wunderbare Momente in Cafés, im Kino, mit Freunden, auf Ausstellungen, usw; einen kleinen Einblick davon erhält man wie immer auf Instagram.
Ich vermisse es ein ganz klein bisschen, faul auf der Couch zu liegen. Dafür habe ich gerade keine Zeit. Luxusproblem.
Heißhunger auf: nichts, aber immer Lust auf Kuchen
Wehwehchen: Das Ziehen im Becken hört nicht auf und ich schleiche wie eine Schnecke voran. Ansonsten kann ich nicht klagen.
Ich freue mich: auf den Buben. Und am Mittwoch lerne ich wahrscheinlich ein "frisches" Baby kennen - unser Stammtisch hat sich um ein kleines Mädchen vergrößert.
Gekauft/Bestellt: endlich fertiggestellt: die Lampe für das Kinderzimmer und die Schnullerkette. Bilder folgen bald.

24.10.2013

gute Freunde


Es ist gar nicht so einfach, eine süße, bubengerechte Plüschmaus zu finden. Häufig haben die Mäuschen eine viel zu große Schnauze oder rosafarbene Ohren. Bei smallable habe ich vor ein paar Wochen die tolle Maus (rechts) gefunden, doch wurde mir leider die falsche geliefert. Statt der Plüschmaus habe ich die Spieluhr bekommen, mit der Benachrichtigung, dass das Kuscheltier ausverkauft sei. Mist. Da hatten wir endlich die perfekte gefunden... Und das erste Kuscheltier, dass der kleine Mann von seinen Eltern bekommt, muss eine Maus sein. Ein kleiner Glücksgriff dann gestern bei Zara Home Kids. Zwar ist sie ein bisschen weniger goldig und sieht etwas aus wie ein Bär, aber sie ist eine braun-graue Maus ohne Tamtam, schön weich und hat die perfekte Größe. An der Kasse erzählte mir dann noch der Verkäufer, dass sie nur noch 1/4 des ursprünglichen Preises kosten würde. Perfekt. Die guten Freunde müssen sich aber voneinander verabschieden und das Mäuschen lernt bald das neue Mäuschen kennen. Sie werden sicherlich auch gute Freunde.

23.10.2013

DIY_ Stubenwagen


In Mainz steht sehr häufig Sperrmüll auf der Straße, immer wieder auch interessante Möbel. Ich habe schon einen hübschen Sessel gefunden, einen Kinderstuhl und einen Ikeatisch, den wir dunkelbraun lasiert haben. Ein toller Fund war im Frühjahr ein neuer Stubenwagen. Ich bin direkt an der nächsten Haltestelle aus dem Bus gesprungen und habe mir den Wagen angeschaut. Da ich erst wenige Wochen schwanger war und noch keinem die Neuigkeit erzählt hatte, war ich ein wenig überfordert: brauchen wir sowas denn? Was stelle ich damit an? Ich schickte meinem Freund direkt ein Foto und bekam die Antwort: ja, warum denn nicht?! Das Problem war nur, dass ich in einem anderen Stadtteil war und mir kein Auto zur Verfügung stand. Also bin ich die knapp 1,5 km durch einen Park gelaufen und habe den Stubenwagen hinter mir her gezogen. Es hat sich gelohnt. Denn nach vielem Abschleifen und Sprühen, mit Teewagenrollen und einem schönen Himmel (Mama sei Dank!) hat der petit monsieur für ein paar Monate einen wirklich tollen Schlafplatz. Es hat wirklich Spaß gemacht und ich freue mich so sehr, dass dort bald mein Sohnemann liegen wird.



Momentan steht der Stubenwagen im Kinderzimmer, bald kommt er dann mitsamt Buben ins Schlafzimmer.








Häkeldecke von Zara Home Kids im Sale gefunden, Mobile selbst gebastelt, Teewagenrollen vom Hornbach, Bettnest von Ikea, Himmelstange über einen ebay shop, Schlafsack auf einem Kinderbasar gefunden, Elefant-Greifling von meiner Mutter genäht, Hase-Greifling geschenkt bekommen

21.10.2013

Babyshopping in Frankfurt


Die Auswahl an Kinderläden in Mainz ist ziemlich dürftig. Gücklicherweise ist man mit der Bahn relativ schnell in Frankfurt und kann auch dort bummeln gehen.
Hier sind drei Kinderläden, hauptsächlich mit Vintageteilen.

Laubestraße 1, Sachsenhausen
Mein absoluter Favorit! Der Laden ist sehr hübsch gestaltet, eher wie eine Boutique mit schönem Holzboden. Die Damen sind freundlich und nicht aufdringlich, helfen aber solch unwissenden Damen wie mir kompetent weiter. Die meisten Kleidungsstücke sind Vintage, in bester Qualität und mittel- bis hochpreisig. Ich habe hier zwei sehr gute Erstlingsbodys von Petit Bateau sowie einen Schlafanzug von the little white company gefunden.

Wiesenstraße, Bornheim
Ein gut sortierter Vintageladen mit Kleidung und Spielwaren. Meiner Meinung nach zu teuer für Basicteile. Dennoch einen Besuch wert.

Mainkurstraße 11, Bornheim
Wirkt wie eine Kleiderkammer mit muffigem Geruch. Die Auswahl an günstigen und einfachen Basics ist hier jedoch enorm. Man findet hier nicht nur Kleidung, sondern auch Spielwaren, Erstlingsausstattung usw. Ein bisschen wie auf einem Kinderbasar.

18.10.2013

DIY_Kommode


Das Kinderzimmer wird allmählich fertig. Mittlerweile bin ich aber auch gelassen. Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, ich habe die Bilder und Regale noch nicht angebracht, es fehlt noch ein Teppich, usw. aber ansonsten ist ja alles da. Der kleine Mann darf aber kommen. Letzten Endes brauchen so kleine Wesen ja nicht viel mehr außer ihre Eltern. 
Beim Umzug tauchte diese einfache Ikea-Fichtenkommode meines Freundes auf. Sie hat nirgends richtig reingepasst, also sollte sie in den Keller. Aber weil ich Zeit und Muse hatte, wollte ich schauen, ob sie nicht doch einfach passend gemacht werden könnte. Abschleifen, neu lackieren und neue Knäufe anbringen und fertig ist die Staufläche für meine Bastelsachen.




 

17.10.2013

SSW 38



d r e i  Wochen



Wie weit bin ich: 37+0
Die besten Momente diese Woche: Wieder vier Stunden mit den tollen Mädels vom Geburtsvorbereitungskurs im Café verbracht. Unser Stammtisch ist wirklich eine Bereicherung!
Seit heute bin ich in der Uniklinik Mainz angemeldet. Ich hatte ein gutes Gespräch mit der Dame und weiß, dass ich selbstbestimmt die Entbindung erleben kann. Die Räume im kkm sind wirklich um Einiges schöner, aber ich denke, ich habe mich nun endgültig entschieden. (ohman...)
Die Uni hat angefangen. Bei bestem Herbstwetter den Einführungsveranstaltungen beizuwohnen, auf dem Gelände Freunde zu treffen und Informationen zum Studium zu sammeln, gibt mir unglaublich viel Energie. Etwas wehmütig bin ich aber dennoch, dass ich das Studium ein Semester nach hinten verschieben muss. Aber hey, so eine große und spannende Aufgabe liegt vor mir!
Mir ist wieder einmal bewusst geworden, wie gut die Schwangerschaft verläuft. Klar, es gibt viele Uffs und immer wieder Wehwehchen. Aber ansonsten bin ich wirklich fit, glücklich, habe ganz ganz selten emotionale Schläge (und dann sind sie begründet), ich spüre ihn viel und kann diese Zeit genießen, er liegt seit Wochen richtig und ich darf eine unkomplizierte Entbindung erwarten. Großer Segen.
Hochschwanger sollte man sich ja viel entspannen und nicht überanstrengen. Mache ich aber selten. Wenn ich fit bin, dann will ich doch raus, in die Stadt, an die Uni, Kaffee trinken gehen usw. Vor ein paar Tagen habe ich mir dann aber mal eine Ruhepause - ein Lavendelbad - gegönnt, mit viel Vor- und Nachbereitung :)
Ich vermisse es, reisen zu können! 
Heißhungerdurst auf: Kaffee
Wehwehchen: Den harten Bauch habe ich seit längerer Zeit, nun ist noch ein Ziehen im rechten Oberschenkel hinzugekommen - laut den Weiten des Internets kann das alles sein: (Übungs- oder Senk)Wehen, Baby drückt auf Nerv, Überlastung, etc. Das stört ein wenig beim Laufen. Aber jedes Wehwehchen bringt mich ja einen Schritt näher zu meinem kleinen Mann. Und ich kann mir vorstellen, dass er auch nicht mehr wirklich Lust hat, so lange bei Mutti zu bleiben. Er drückt und tritt gegen die Rippen und alle Innereien. Ich merke nun aber auch, dass ich langsamer machen muss. Ich fühle mich gut, aber ich merke manchmal dann doch am Abend, dass es zu viel war.
Ich freue mich: auf den Kinderherbstbasar am Samstag
Gekauft/Bestellt: auf dem Kinderbasar eine Babywiege und einen Schlafsack, eine Kinderwagentasche, ein Körbchen für Hygieneartikel sowie eine neue Wickelunterlage in hellgrau über mytoys.de