18.08.2013

Babykleidungskauf

Chaos im Zimmer, alles wird "inventarisiert"


Eigentlich sollte man ja meinen, dass es für eine Schwangere kaum etwas Schöneres geben dürfte, als Kleidung für das kommende Baby zu kaufen. Ein Mal hat man die Gelegenheit, Geld ohne Bedenken auszugeben und nach Lust und Laune die Babyabteilungen zu durchstöbern.

Doch ich muss ehrlich sagen, dass es in der Realität ein wenig anders aussieht. Wenn Zeit, Muße und Geld da sind, merkt man nämlich schnell, dass man nicht nur die süßen Bodys und Mützchen braucht, sondern dass man sich ebenfalls um Babyschalen, Kinderwagen und Nasensauger kümmern muss. Die Liste könnte ich noch endlos weiterführen.

Aber eigentlich macht ja das auch Spaß, selbst das stundenlange Recherchieren im Internet, was nun wirklich das ultimativ Beste oder Sinnvollste für das Baby ist.

Neben dem Kauf einer passenden Babyschale und schöner Möbel für das Bubenzimmer, beschäftige ich mich seit einigen Wochen mit der Kleidung. Das Einkaufen und Suchen läuft bei mir eigentlich immer mit und in den letzten Wochen war ich in vielen Second Hand Kinderläden.

Ich habe bereits Einiges von meiner Cousine "vererbt" bekommen. Gestern teilte mir meine Mutter mit, dass sie eine weitere große Kiste voller Erstlingskleidung von einer anderen Cousine erhalten habe. Gleichzeitig habe ich ein paar Basics neu und ein paar Einzelteile gebraucht gekauft. Und dennoch fehlt mir noch Vieles. Natürlich, ich will auch nicht zu viel unnötig kaufen und das Geld, soweit möglich, "sinnvoll" anlegen.

Und dann sind noch die (eigentlich) hilfreichen Tips aus meiner Umgebung: Wenn der Kleine viel spuckt, benötigt man mehr Bodys als wenn er nicht spuckt, ein kleiner Haushalt wäscht eher weniger häufig die Wäsche als eine Familie mit vielen Mitgliedern usw., und ach ja, Babys wachsen vor allem in den ersten Wochen soo schnell raus! Aber was heißt das nun konkret? Wirklich, das frage ich mich immer wieder. Wie viele Bodys, Oberteile und Strampler brauche ich also in den kleinsten Größen (50 und 56)? Denn selbst wenn mein Bub zwei Wochen lang eine 50 tragen wird, brauche ich ja auch genug Teile für diese zwei Wochen. Oder er wird ein Brummer und passt direkt in die 56. Puh, gar nicht so einfach.

Aber so langsam habe ich den Dreh raus, weiß, was ich noch benötige und kann die wichtigen von den unwichtigen Dingen unterscheiden. Aber das ist wirklich ein bisschen Arbeit - und macht gleichzeitig Spaß :)

Kommentare:

  1. Liebe Betsi,

    hier mein Tipp: kauf nicht zu viel, ob gebraucht oder neu. Die schönsten Sachen stellen sich häufig später als völlig unpraktisch heraus (passt nicht richtig, lässt sich im "beschissenen Fall" nicht schnell genug öffnen, lässt sich nicht heiß genug waschen, läuft dann ein oder der Fleck geht nie wieder raus...). Zudem hast du noch keine Vorstellung davon, was du alles geschenkt bekommst, wenn der Wurm denn erst einmal da ist (z.B. in unserem Fall fünf Spieluhren mit der gleichen Melodie...).

    Meine Erfahrung ist, probiere ersteinmal aus was sich als gut erweist, nachkaufen geht dann immernoch. Ich finde nach wie vor die Bodys von H&M unschlagbar, sie passen lange, weil recht dehnbar, die Druckknöpfe halten bombenfest (reißen bei billigeren UND teureren Bodys häufig ein), lassen sich aber dennoch gut öffnen (häufig sind sie zu fest zu, so dass man sich beim Wickeln die Fingernägel abbricht).

    Kauf nichts in Größe 68, das ist erfahrungsgemäß die meistgeschenkte Größe! Ich würde mal sagen zehn langärmlige Bodys und fünf Strumpfhosen, vier Schlafanzüge, zwei Pullis oder Jäckchen, vier weiche Baumwollhosen, ein paar Söckchen und zum drüberziehen an kalten Tagen ein Fleece- oder Wollanzug, dazu zwei warme und zwei Baumwollmützen. Mehr brauchst du am Anfang nicht.

    Viel wichtiger: ein Tragetuch, eine Babytrage, eine Wärmelampe, eine Wickelunterlage, eine Wiege oder Bettchen (wir haben sechs Monate lang die Hartschale des Kinderwagens als Bett benutzt und waren superglücklich damit), ein Kinderwagen, eine Spieluhr. Ein Zimmer und geschweige denn Spielzeig braucht ein Baby in den ersten Wochen/Monaten nicht. Und, auch wenn es unromantisch klingt: Windeln, Feuchttücher, Mullwindeln, diese riesigen Krankenhausbinden (Pezzy), und bequeme Kleidung für dich.

    Amazon ist super wenn am Ende noch etwas fehlt, ich habe dort nach der Geburt das meiste bestellt und es war immer am nächsten Tag schon da.

    Alles Gute für dich letzten Wochen, es kann am Ende doch noch viel schneller gehen als gedacht.

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    1. Liebe Caro,

      vielen, vielen Dank dir für deine Antwort! Genau solche Tips finde ich spannend.
      Es ist wirklich wahr, ich habe nur eine mäßige Vorstellung davon, was ich noch zur Geburt geschenkt bekommen werde bzw. was der kleine Mann überhaupt benötigt. Gleichzeitig macht ja das Einkaufen wirklich Spaß, va. weil ich in den meisten Fällen selbst für mich nicht besonders gerne einkaufen gehe.

      Ich habe seit letzter Woche einen "Schlussstrich" gezogen und kaufe nichts mehr an Babykleidung ein - mittlerweile haben mir drei Cousinen ihre Kisten dagelassen (alle Größen bis 74, teilweise aber auch nicht unbedingt "hübsche" Sachen und teilweise sehr ausgewaschen) und mit meinen Second Hand Käufen habe ich nun genug bis etwas zu viel von allem.

      Ich glaube, ich möchte es auch ein wenig vermeiden, dann plötzlich doch noch nach zwei Wochen einkaufen gehen zu müssen, weil ich merke, dass ich falsch geplant/gedacht/eingekauft habe. Und andererseits ist es auch völlig egal.

      Die H&M Bodys mag ich auch, obwohl ich gerade zwei zurückgegeben habe. Ich versuche, erstmal mit allen Teilen auszukommen. Aber was ich mich immer wieder frage ist, warum so wenig Langarmbodys mit Druckknöpfen in den Second Hand Läden verkauft werden... Die Ärmchen sind fast immer kurz. Bei einem Novemberbaby möchte ich aber nicht auf Langarm verzichten.

      In Größe 68 habe ich tatsächlich nichts gekauft - nur in 50 und 56 (ich bin mal gespannt, was er wie lange tragen wird...) und vielen Dank für konkrete Zahlen!

      Und eben alle anderen Dinge, wie z.B. Tragetuch oder alles für und rund um den Wickelplatz kaufe ich, wenn ich in zwei Wochen in meiner neuen Wohnung lebe. Dann habe ich den Kopf auch dafür.
      Der Kleidungskauf war bei mir wohl einfach der Schritt zwischen "Oh wow, ich bin schwanger!" und "Der Geburtsvorbereitungskurs beginnt" (ganz ganz weit gefasst). Ich bin froh, dass ich diesen schönen Teil jetzt "abschließen" kann und noch die letzten Anschaffungen tätigen muss.

      Ich bin immer wieder begeistert, dass man diese Monate zum Vorbereiten hat und ich mir deshalb keinen Stress machen muss. Manchmal überkommt mich, wie gewaltig doch alles ist und meistens ist es ein gutes Step by Step. Ich bin gespannt, was die letzten Wochen noch so bringen :)

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