29.12.2013

Weihnachten


Hallo zurück, wie war denn euer Weihnachten (mit Kind)? Unser erstes Weihnachtsfest als Familie war .... interessant. Schon bei den Vorbereitungen zeigte sich, dass alles nun doch etwas anders abläuft: obwohl ich jeden Tag zirka zwei bis drei Stunden draußen bin und meistens in die Mainzer Innenstadt fahre, hatte ich gefühlt wenig Zeit, um Geschenke zu organisieren. Sobald ich im Laden bin, muss ich darauf achten, dass Anton nicht aufwacht. Natürlich mag er die warme Kaufhausluft nicht so gern und beginnt meistens sich zu winden oder zu meckern. Deshalb darf ich ihn dann bespaßen und schiebe den Kinderwagen immer hin und her oder "ssssssch" ihn in den festen Schlaf. Das Bummeln sieht also nun anders aus. Das bedeutet auch, dass es dieses Jahr gar nicht so einfach war, ein Weihnachtsoutfit zusammenzustellen. An dieser Stelle belasse ich es mal bei dieser Aussage, im Alltag kann man mich ständig schimpfen hören, dass ja auch gar nichts stillkompatibel ist, dass eine schöne Bluse beim Waschen bei 30 Grad eingegangen ist und dass ich nichts mehr zum Anziehen habe. Gut, dass mir rechtzeitig wieder bewusst geworden ist, dass die Kleidung an Weihnachten eine der unwichtigsten Dinge ist (wenn auch ziemlich schön) und ich konnte den Abend mit neu gekauftem Vintage-Lederrock und ziemlich unpraktischem Angora-Pullober richtig genießen. Bei unserem ersten Weihnachten als Familie haben wir schon kleine Rituale eingeführt, auch wenn der kleine Mann noch gar nichts verstehen kann. Wir haben zwei Mal Plätzchen gebacken, wir waren auf dem Weihnachtsmarkt, es gab einen Adventskranz und ein bisschen Deko, Weihnachtslieder und Geschenkverpackaktionen. Ich muss aber sagen, dass mich trotzdem keine Form von Weihnachtsstimmung gepackt hat. Sogar an allen Weihnachtsfeiern. Ich habe mich zwar wirklich sehr über die Geschenke und das Verschenken gefreut, und vor allem war es richtig schön, mit Anton seine Geschenke zu öffnen und sie jetzt zu benutzen, aber gleichzeitig ist alles ein wenig an mir vorbeigezogen. Ich hatte immer im Hinterkopf, wann habe ich das letzte Mal gestillt, wie soll ich es timen, ihm die Flasche mit abgepumpter Milch zu geben, damit ich mein erstes halbes Glas Sekt trinken kann, wann will er ins Bett und bei welchem Familienmitglied ist denn der kleine Mann gerade? Ich war zwar entspannt, aber hatte nicht diese typische weihnachtliche Aufregung oder eine festliche Stimmung. Dennoch, wir hatten sehr schöne Tage mit einem besonders pflegeleichten Sohn - er hat fast den gesamten Heiligen Abend verschlafen (und am 2. Weihnachtstag fast nur geschrien...) - und unseren tollen Familien. Es war vor allem ein Weihnachten, das Anton miterlebt hat und an dem er viel Zeit mit seinen Großeltern und Onkel verbringen konnte. Ein kleines Geschenk haben wir auch von Anton bekommen: er greift so langsam nach den Gegenständen, die um ihn sind und hatte schon ein paar Mal seinen Daumen (eher seine Faust) in seinem Mund.

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