29.12.2014

Studieren mit Baby


Meine Ferien sind nur bedingt Ferien im eigentlichen Sinne: es gibt die Feiertage, an denen ich entspanne und wirklich nichts mache, außer mit der Familie zusammen zu sein, zu faulenzen, gutes Essen zu essen usw. Und dann gibt es die Lerntage, an denen ich zwar auch manchmal prokrastiniere und mir Zeit für uns zu dritt nehme, aber dann auch immer mit dem Lernpensum im Hinterkopf.

Wenn ich dann also prokrastiniere, lande ich eventuell seit langer Zeit mal wieder auf Facebook und klicke mich durch unzählige Seiten. Und finde dann ganz zufällig eine Gruppe, die mich kaum glücklicher machen könnte: die Facebook Gruppe "Studieren mit Kind". Für alle, die Mutter oder Vater sind und gleichzeitig studieren, sei diese Gruppe ans Herz gelegt. Es gibt einen regen Austausch zu allen möglichen Fragen und tolle Webseiten und Hinweise für Interessierte. Vernetzung, wie sie funktionieren sollte!

Habt es gut und genießt die freien Tage.


24.12.2014

Weihnachtsgrüße



Ihr Lieben,

die letzten Wochen waren turbulent und ihr könnt mir glauben, ich vermisse das regelmäßige Bloggen sehr. Dieses Jahr hatte ich eine anstrengende Adventszeit, die durch ein paar schöne Momente wie dem Nikolaustag oder dem Plätzchenbacken aufgelockert und verschönert wurden. Wir kauften und schmückten sogar einen Weihnachtsbaum. So richtig erwachsen. Und bis zuletzt mussten Geschenke gekauft und verpackt werden. Vor einer Stunde kam noch das letzte Paket an. Der arme Paketbote - wenn alle so kurzentschlossen online bestellen, dann hat er heute viel zu tun. Die letzten vier Wochen waren also andere als besinnlich. Dennoch, nach einem wunderbaren Tag gestern bin ich zur Ruhe gekommen. Wir waren noch einmal in der Innenstadt und haben zwei Geschenke gekauft, tranken Kaffee und aßen gemeinsam mit Anton drei Mini Muffins; und es war so mild und angenehm warm. (Für mich das perfekte Weihnachtswetter.) Abends schauten wir einen Weihnachtsfilm, aßen Nachos mit selbstgemachter Salsa und packten Geschenke ein. Es tat gut, einen Tag zu haben, an dem ich nicht zu viel "abzuarbeiten" hatte und an dem wir alle gesund waren. Un nun freue ich mich umso mehr auf die kommenden Feiertage. Anton macht jetzt schon große, nein riesige Augen, wenn er unseren Weihnachtsbaum sieht und ich bin mir sicher, dass er sich wahnsinnig über seine feinen Geschenke freuen wird.

Ich wünsche euch, dass ihr auch zur Ruhe kommt, dass ihr gesund seid, dass ihr schöne Geschenke bekommt und viel Freude beim Schenken habt, dass ihr das Glück bewusst erlebt und die kommenden Feiertage genießt. Die letzten Tage des Jahres sind angebrochen, habt eine wunderbare Zeit mit euren Familien und schafft tolle Erinnerungen.

Frohe Weihnachten!

19.12.2014

one tiny little story


Eine Situation, in der man erneut merkt, wie schön es ist, ein Kind zu haben: wenn Anton andere glücklich macht.

Auf unserem kurzen Weg zum Arzt stiegen wir in eine der fünf Buslinien, die alle in Richtung Kinderarzt fahren. Der Bus war voller Schulkinder und so standen wir im Kinderwagenbereich mit drei Mädchen, die wohl alle ungefähr zehn Jahre alt waren. Anton schaute die ganze Zeit in ihre Richtung und war sehr ruhig, weil er krank war. Ich hörte irgendwann ein Kichern, so ein richtiges Mädchenkichern, und dann Worte wie "süß... schau mal... das Baby". Ich musste schon etwas lächeln, weil die Mädchen ja selbst noch ziemlich klein sind. Und dann sagte das eine Mädchen: "Der blinzelt ja gar nicht. Schaut mal. Er sieht aus, als ob er mit offenen Augen schläft." Und wieder dieses Gekichere. Ich musste dann mitkichern. Denn diese Mädchen zeigten genauso unverhohlen ihre Neugier wie ihre Freude oder ihr Erstaunen. Und das ist etwas, das ich auch an Anton so liebe. Dieses direkte Emotionen-zeigen. Das können Kinder am besten. Und es ist tatsächlich so, dass Anton ganz, ganz selten blinzelt.

15.12.2014

CampusMum: Jana


In der Reihe CampusMum stelle ich euch Frauen vor, die neben Kind und Kegel noch ein Studium meistern. 
Ich frage sie nach ihrem wie, was und warum.

Heute gibt es ein spannendes Interview über den Spagat einer alleinerziehenden Mutter, dem Uniwahnsinn und das Gefühl, angekommen zu sein. Jana, ist 24 Jahre alt und wohnt mit ihrem Sohn Emil (August 2013) in Gießen. Neben ihrem Studium genießt sie ihre Zeit mit ihrem Buben, näht Kleidungsstücke oder ist gemeinsam mit Emil an der frischen Luft. Auf Instagram findet ihr Jana unter dem Namen emilchen_und_das_zuckermadchen.





Liebe Jana, wie schön, dass du beim Interview mitmachst! Ich bin ganz gespannt, wie du dein Studium meisterst und welche Erfahrungen du machst. Erzähl' uns doch bitte, was und wo du studierst.

Wir wohnen beide in der Nähe von Gießen, wo ich auch studiere. Ich studiere an der Justus-Liebig Universität Gießen B.Sc. Geographie im 5. Fachsemester und L3 Biologie und Erdkunde im 2. Fachsemester. Wobei das mit den Fachsemestern so eine Sache ist; aus unterschiedlichen Gründen habe ich vier Urlaubssemester genommen, sodass ich nicht so ganz nach "Plan" studiere. Bei Elternzeit in Hessen ist es möglich, im Urlaubssemester normal weiter zu studiere, bzw. Prüfungen abzulegen. Als nette Info nebenbei für die Vielen, die es leider nicht wissen :-/


Wie sieht dein aktuelles Semester aus? Wie viele Veranstaltungen besuchst du bzw. welche Studienleistungen erbringst du?

Eigentlich ist es ja normal, ca. 30 CP (Credit Points) pro Semester zu erbringen, ob ich das dieses Semester wirklich schaffe, weiß ich noch nicht. Ich denke ca. 24 werden es am Ende werden.

Explizit handelt es sich um ein Bachelorprojekt (Block à 8 Stunden), in dem ich mit Geoinformationssystemen arbeite (In dem Bereich werde ich dann wahrscheinlich auch meine Abschlussarbeit schreiben.), ein Geographiedidaktik Modul (Vorlesung+Seminar), ein Humanbiologie Modul (VL+Übung+Seminar), Chemie (VL + Praktikum). Ein Biologiedidaktik Modul habe ich bereits Anfang des Semesters in zwei Blockseminaren absolviert. Diese Art von Veranstaltung besuche ich am liebsten. Man hat es dann einfach abgeschlossen und "direkt" etwas geschafft. Ich finde das gerade immer dann aufbauend, wenn man ein Tief hat und am liebsten alles hinschmeißen würde, weil sich alles wieder in die Länge zieht, weil Gruppenarbeiten nicht so funktionieren wie sie sollen, ein Tag vorher Referate abgesagt werden etc. Blöder Uniwahnsinn eben. Denke, das kennen wohl alle irgendwie und das ist einfach super nervig, wenn man seine Zeit gut einteilen muss.

Eigentlich war noch eine Vorlesung und ein Seminar in den Erziehungswissenschaften geplant, aber das wurde aus dem Stundenplan gestrichen, da ich nun doch beschossen habe, erst mal den Bachelor fertig zu machen, um mich dann voll auf das Lehramt konzentrieren zu können. Und vor allem ist mir die Zeit mit meinem Sohn, ihn aufwachsen zu sehen, wichtiger als in der Regelstudienzeit das Studium abzuschließen

Der Spagat als alleinerziehende Mama im Doppelstudium ist mir nicht sehr gut gelungen. Habe versucht, alles zu belegen, aber es war dann einfach zu viel.


Also bei diesen vielen Aufgaben, die du anpackst, denke ich schon, dass dir dieser Spagat sehr gut gelingt!
Wann nimmst du dir denn die Zeit zum Lernen oder für Recherche?

In meinen Freistunden am Vormittag bereite ich meist die Sachen für die Seminare und Vorlesungen vor und fertige meine Protokolle an. Je nachdem, was zur Abgabe ansteht, muss ich am Abend nochmal ran. Ab 14 Uhr ist "Emil-Zeit" und die mag ich gern von der Uni so gut es geht freihalten.

Konkret gelernt wird übrigens erst vor der Klausur, das hat bisher in den letzten Jahren immer geklappt. Denn ohne Druck geht da bei mir nichts. Dafür springt dann die Oma ganz lieb ein und nimmt sich extra Urlaub, um Emil zu betreuen. Dazu muss ich sagen, dass wir bei meiner Mama im Haus in einer eigenen Wohnung wohnen, Emil und ich.




Wie sieht ein typischer Unitag für dich aus?

Die Tage sehen sehr unterschiedlich aus. Von Blockseminar am Montag von 9-17 Uhr über frei am Freitag ist alles dabei. Meist ist es jedoch so, dass ich Emil um 9 Uhr in die Kita bringe und dann um 14 Uhr nach dem Mittagsschlaf abhole. In der Zwischenzeit finden dann meine Veranstaltungen statt, die leider über die ganze Stadt verteilt sind und ich so ständig mit dem Auto durch die Stadt pendel :-D


Das ist ja fast wie bei uns :) Wie ist Emils Betreuung organisiert?

Emil geht in eine ganz tolle Kita, welche vom Studentenwerk betrieben wird. Dort ist er meist von ca. 9 -14 Uhr (im Schnitt). Häufig aber auch weniger und ich hole ihn so ab, dass er seinen Mittagsschlaf zu Hause machen kann, damit hier der Haushalt am Laufen bleibt ;-)

Die Kita ist prinzipiell von 7.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, bietet 20 Plätze (10 Plätze und drei Betreuer pro Gruppe) und nimmt Kinder im Alter von 10 Monaten bis 3 Jahre.

Die Kids gehen oft raus und werden individuell gefördert, das gefällt mir sehr gut. Für den Notfall kann er auch mal länger als 14 Uhr da bleiben, oder ich kann ihn nur nachmittags bringen. Er ist sehr gerne dort, was mich wirklich beruhigt und das schlechte Gewissen nimmt.


Du bist nicht mehr mit Emils Vater zusammen. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass du unter "diesen Umständen" studierst. Obwohl wir zu dritt sind (mein Freund aber voll berufstätig), finde ich es manchmal ganz schön anstrengend, alles unter einen Hut zu bekommen. Welche Rolle spielt Emils Vater in deinem Studium bzw. bei der Betreuung von Emil?

Ich würde dem Papa von Emil keine große Rolle in meinem Studium beimessen. Er lebt und studiert in München und wir sind seit Beginn der Schwangerschaft getrennt. Deswegen ist das u. a. räumlich gesehen schwer möglich. Er holt ihn aber an einem Tag am Wochenende ab und verbringt die Zeit mit Emil. In dieser Zeit versuche ich, zu Hause Ordnung zu schaffen und die nötigsten Sachen für die Uni und Einkäuge zu erledigen.

Wir erfahren jedoch auch tolle Unterstützung von Freunden und meiner Familie. Meine Mutter nimmt sich oft Urlaub, um vor den Klausuren auf Emil aufzupassen. Sie wohnt zum Glück auch in der Wohnung unter uns. ;-)




Du hast vorhin erwähnt, dass du nicht ganz nach Plan studierst. Seit der Umstellung auf das Bachelor-Master-System gibt es viel Kritik an den festen Studienzeiträumen. Wie empfindest du das? Stehst du unter Druck, das Studium so bald wie möglich abzuschließen?

Aus finanzieller SIcht gibt es natürlich einen gewissen Druck, sobald wie möglich fertig zu werden. Für Studierende, sofern man keinen Anspruch auf Bafög hat, hält sich die finanzielle Unterstützung doch sehr in Grenzen. Es sind die vielen Kleckerbeträge, mit denen wir im Moment auskommen, aber sobald mein zweijähriges Elterngeld im Sommer wegfällt, werde ich mir etwas einfallen lassen müssen. Nebenbei arbeiten ist natürlich so eine Sache, da man dann noch weniger Zeit für das Studium hat und es dann wieder länger dauert. Eine Zwickmühle!

Die festgelegten Studienabläufe und Zeiträume sind keine HIlfe. Oft werden Veranstaltungen nur jährlich angeboten, ohne Alternative; das macht es schwierig. Auch die Auswahl zwischen Veranstaltungen ist selten gegeben, so dass man sich dem vorgelegten Studienplan und den Veranstaltungszeiten beugen muss.

Wenn ich das mit Bekannten vergleiche, die noch ein Diplomstudium im gleichen Studiengang absolviert haben, waren diese doch freier in der Gestaltung ihres Studiums.


Du hast eben schon erwähnt, dass ihr euch aus einer Gesamtheit an "Kleckerbeträgen" finanziert. Was heißt das genau?

Konkret setzt sich unser Einkommen aus Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt für Emil, Unterhalt von meinem Vater für mich und einem Alleinerziehendenzuschlag zusammen. Nicht wirklich viel, aber es reicht aus. Sparen und Urlaub sind da nur begrenzt möglich, aber es soll ja auch kein Dauerzustand sein.


Hast du besondere Erfahrungen an der Uni gemacht, weil du Mutter bist (bzw. schwanger warst)?

Kurz und kanpp, ich habe bisher weder Vor- noch Nachteile zu meinem Studium ohne Kind bemerkt. Sprich, es interessiert die Dozenten etc. nicht, ob man eine solche "Mehrbelastung" hat oder nicht. Den Chemiekurs wollte ich eigentlich schon vor vier Semestern abgeschlossen haben, durfte aber das Praktikum aufgrund von Schwangerschaft und Stillzeit nicht machen. Und ein Risiko will man da ja auch nicht eingehen. Gerade in den Naturwissenschaften und bei der Laborarbeit mit gewissen Gefahrenstoffen sollte man sowas mit einplanen.



Wie findest du einen Ausgleich zum Unialltag? Hast du manchmal Zeit für dich?

Ich denke, jeder braucht mal Zeit für sich. Wenn ich nicht allzu müde bin, setze ich mich an die Nähmaschine, wenn ich nicht gerade ein kreatives Loch habe. Ich bastle und gestalte gerne die Wohnung um. Zum Runterkommen tut es auch mal ein schönes Buch, das einen in eine andere Welt entführt. An ganz schlimmen Tagen nutze ich die Freistunden in der Uni und mache einen Spaziergang durch den Wald. Das tut mir wirklich gut und man tankt wieder Kraft.

Zeit mit Freunden nehme ich meist mit Emil gemeinsam wahr. Er fühlt sich dort auch sehr wohl und spielt schön, sodass Mama auch mal in Ruhe ihren Kaffee trinken kann. Im Notfall springt dann auch ab und an mal meine beste Freundin und ihre Eltern ein. Auch die Zeit, in der wir uns mit anderen Eltern bzw. Kindern treffen, beispielsweise die Besuche bei den Nachbarn, empfinde ich als entspannend, da die Kids sich dann miteinander beschäftigen und Mama sich nicht pausenlos Quatsch einfallen lassen muss. :) Das wird auf Dauer über den ganzen Tag nämlich doch ganz schön anstrengend. Sonst mache ich aber sehr gerne Quatsch mit Emil und schaue einfach über den ein oder anderen Blödsinn von ihm mit Humor hinweg.

Allgemein bin ich wohl nicht wirklich autoritär und doch eher der Laissez-faire-Typ. Ich denke, das Kostbarste, was ich meinem Kind mitgeben kann, ist die eigene Erfahrung. Deswegen lasse ich ihn doch meist einfach machen und alles ausprobieren und unterstütze ihn dabei. Gerade den Großeltern ist das ein Dorn im Auge. ;-) Sie haben da doch ganz andere Auffassungen.

Ich bin vor Emil sehr gerne und viel gereist und war eigentlich immer ohne Wurzeln. Er hat mir das erste Mal das eigentliche Gefühl von Heimat gegeben, wofür ich meinem Schatz unendlich dankbar bin.


Hast du einen besonderen Tipp für alle, die sich überlegen, während des Studiums ein Baby zu bekommen? Oder ganz allgemeine Ratschläge?

Ich denke, man sollte es sich genau überlegen, wenn es geplant ist. Auch wenn die Kleinen noch nicht so viel brauchen, sollte man sich im Vorfeld zum Beispiel über die finanziellen Zuschüsse informieren. Die halten sich nämlich in Grenzen. Für mich als alleinerziehende Mama bleibt da eigentlich nur das Kindergeld und der Zuschlag für Alleinerziehende vom Jobcenter, der jedoch auf das Elterngeld angerechnet wird. Es gibt jedoch tolle Sozialberatungen von Caritas und Co., die einem zeigen, was es gegebenenfalls für Möglichkeiten gibt. Bei uns gibt es vom Studentenwerk auch extra Wohnungen für Familien. Das kann sich auch, je nach Stadt und den üblichen Mieten, lohnen.

Zeitlich sollte man sich wohl im Klaren sein, dass es schwieriger wird, je älter die Kleinen werden. So empfinde ich es. Als Emil noch ein Baby war, habe ich trotz akutem Schlafmangel viel mehr geschafft als jetzt, und das, obwohl er in die Kita geht. Aber das ist wohl auch abhängig vom Kind. Es ist wichtig, einen Partner, Freunde oder Eltern zu haben, die einem auch mal den Rücken frei halten können, gerade bei Klausuren etc.

Wer unbedingt in der Regelstudienzeit studieren will, dem rate ich eher ab, denn man wird wohl wirklich vor die Entscheidung gestellt, was einem wichtiger ist: die Zeit mit dem Kind oder die Uni. Gerade wenn die Kleinen unerwartet vor der Klausur krank werden oder Ähnliches, dann ist das oft mies, wenn es nicht so klappt, wie geplant. Aber eben genau das gehört dazu und ist Alltag. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

Ich denke auch, dass es jeder individuell für seine Stiuation wissen muss! Ich selbst würde nicht mehr tauschen wollen, auch wenn mir das Reisen etc. fehlt, hat mir mein Baby etwas geschenkt, das ich vorher nie hatte: das Gefühl unendlicher Liebe und des Angekommenseins.


Liebe Jana, ich danke dir für die ehrlichen Worte und den spannenden Einblick, den du uns gibst. Ich wünsche dir und Emil das Beste und bin mir sicher, dass du es auch weiterhin so großartig meisterst.


Alle bisherigen Interviews der Reihe CampusMum findet ihr hier. Und hier kommt ihr zu allen Artikeln, die sich mit dem Thema Studieren mit Kind beschäftigen.

12.12.2014

wenn Fundstücke Lieblingsstücke werden



Auf einem Kindersachenbasar im Frühjahr fand ich zwischen all den Bergen mit uninteressanten Kleidungsstücken ein richtiges Goldstück; nämlich eine dunkelblaue Jacke von Papermoon. Ich war direkt begeistert von dem Schnitt, dem Material und den Perlmuttknöpfen. Ohne lange darüber nachzudenken, kaufte ich also diese leichte Jacke; zu einem unglaublich guten Preis. Und dieser Kauf hat sich in den Folgemonaten als genau richtig erwiesen. Denn es gibt doch in jedem Kleiderschrank immer ein paar wenige Kleidungsstücke, zu denen man jederzeit greifen kann, auf die man immer Lust hat und bei denen man gar nicht mehr viel nachdenken muss. So eben auch mit dieser Jacke. Leider ist sie mittlerweile zu klein, aber ich kombiniere sie einfach mit etwas längeren Ärmeln, kremple diese um und los geht's. Momentan passen diese Hose und diese Schühchen am besten dazu. Mit dabei hat er dann sein neues Buch "Mein kleiner Garten" und eine kleine Äffchenfigur, die in seiner Tasche steckt.

09.12.2014

ein paar Gedanken über das Bloggen, über den Konsum und eine Weihnachtswunschliste für einen Buben

In diesem Jahr kursieren ja ÜBERALL Wunschlisten und Einkaufszettel für die besten, schönsten und raffiniertesten Weihnachtsgeschenke. Und auch ich denke schon seit einigen Wochen darüber nach und habe mir nach und nach eine Wunschliste zusammengestellt.

In den letzten Wochen denke ich viel über das Bloggen nach, ich habe einige Ideen und keine Zeit, sie umzusetzen. Immer wieder komme ich zu dem Punkt, das Schreiben, die Inhalte und den Mehrwert zu hinterfragen. Nicht zuletzt führen auch Gespräche mit anderen Bloggern, Freunden, mit meinem Freund oder Kooperationsanfragen dazu. Wie viel Authentizität steckt hinter den Inhalten, lehne ich verlockende Kooperationsangebote ab und kann ich überhaupt das Bloggen vernachlässigen? Ich denke, dass ich für mich einen guten Weg gefunden habe; dass mir das Bloggen sehr wichtig ist (und ich auch irgendwie gar nicht anders kann), aber dass es wichtigere Dinge für mich gibt, dass ich ehrlich bin (auch wenn ich lieber über die positiven Seiten des Lebens sprechen möchte) und dass eine Zusammenarbeit mit PR-Agenturen nur dann statt finden kann, wenn sie Sinn macht, wenn ich die Produkte auch schon vorher gut fand oder ich diese auch als Kooperationen ausschreiben darf. 
Meine Gedanken sind aber nicht nur auf mein Blog bezogen. Vor allem in der Weihnachtszeit werde ich auf manchen Blogs mit Werbebannern zugespamt und bei ein paar Bloggern kann ich nicht mehr einschätzen, was tatsächlich eigenes Interesse und was bezahlte Meinung ist. Ich habe in der letzten Zeit viele Blogs aus meinem Reader gelöscht, weil ich keinen interessanten Input mehr bekam.
Aber grundsätzlich will ich nicht über Blogs herziehen - ich stelle mir ständig diese Fragen, und zur Weihnachtszeit vielleicht noch etwas häufiger.

Ein Punkt sind eben auch die Wunschlisten. Sie sind doch eigentlich erstmal ein Sinnbild für den Konsum, dem wir vor allem in der Weihnachtszeit so heftig ausgesetzt sind. Und den wir auch aktiv betreiben. Bei all dem habe ich nichts gegen einen gewissen Konsum, ich liebe es, Geschenke zu verpacken und genauso, welche zu bekommen. Ich habe eine wirklich lange Liste an Wünschen, die ich mir selbst nicht erfülle, sie dennoch gerne hätte, die mir eigentlich zu teuer sind oder die ich teilweise wirklich benötige. Ich kaufe selbst relativ wenig ein, auch die Sachen von meinen Einkaufstüten, einfach, weil die Kaufkraft fehlt. Aber es gibt eben so so viele schöne Dinge. In diesen ganzen Wirrungen von Gedanken habe ich mich dazu entschlossen, trotzdem Wunschlisten aufzustellen. Und setze einfach auf ein reflektiertes Konsumieren. 


Hier sind also ein paar Wünsche für einen kleinen einjährigen Jungen zu Weihnachten. Achtung, jetzt wird's ungewohnt bunt! :)



DIe Ostheimer Holzfiguren habe ich zum ersten Mal beim dm gesehen und ich schaue bei jedem "längeren" dm-Einkauf, welche neuen Tierfiguren gerade zum Verkauf angeboten werden. Nachdem wir L. einen tollen Elefanten schenkten und ich beim letzten Besuch gesehen habe, wie er den Elefanten fest in seinen Händen hielt, habe ich beschlossen, die Figuren nach und nach auch für Anton zu sammeln. Das Problem ist eigentlich nur, dass er mit Figuren, die keine Sounds von sich geben und womöglich noch aus Holz sind, nicht viel anfangen. Ich liebe sie umso mehr und hoffe, dass Anton auch bald Gefallen daran findet. Aktuell gefallen mir gerade der Panda (genau Antons Sitzhaltung), das Eichhörnchen (sehen wir ständig bei uns im Garten) und der Pavian (Anton liebt Affen).

Anton hat zum Geburtstag ein Starterset von Duplo bekommen. Mit dabei sind eine Schildkröte und ein Kaninchen, zwei Menschen, ein Auto, viele Bausteine, eine große Bauplatte usw. Anton baut sich natürlich noch keine Welten und spielt Geschichten, doch versucht er, die Bausteine aufeinander zu stecken oder sie zumindest auseinander zu reißen, lässt die Schildkröte durch die Tür gehen und packt die Steine in seinen neuen Kipplaster. Uns reicht dieses Set aktuell sehr gut, als nächstes kommen dann eventuell ein Bausteine-Set, ein Bauernhof (mit den Tieren kann Anton viel anfangen) oder das Müll"otoooo"

A propos Auto: zum Nikolaus bekam er dieses kleine Rückziehauto. Anton ist begeistert.

Ich bin mir sicher, dass Anton völlig aus dem Häuschen sein würde, bekäme er diesen Pinguin. Der rutscht nämlich die Rampe hinunter. Findet Anton großartig und super lustig.

Wir lesen ständig Bücher, oder blättern sie oder zerreißen sie im schlimmsten Fall. Deshalb sind die "guten" Bücher im Regal nach oben gewandert und die "normalen" sind in der ganzen Wohnung verteilt. Ein Buch, das definitiv im oberen Fach zu finden sein würde, ist "Mein kleiner Fisch". Dieses Buch lebt von wunderschönen Illustrationen und wenig Text, sodass sich die Kreativität entfalten kann. Vielleicht lernt Anton dann auch, dass die Katze miau und der Fisch blubb macht.

Jetzt kommt ein kleiner Ausrutscher in Sachen bunt und aus Plastik (Duplos sind so legendär, die zählen nicht): ein Badeschiff für die kleine Wasserratte Anton. Denn so allmählich weiß er, wie die Gießkanne funktionert oder wie man aus der Badeente und dem Badewal das Wasser rausspritzen lassen kann und macht nur noch Quatsch. Er weiß auch noch gar nicht, was ein Boot ist. Und wenn er etwas älter ist, kann er auch noch die Fische angeln.

Ein Geschenk, über das wir uns als Eltern wohl mehr freuen als Anton, ist ein Winteroverall. Anton ist momentan auch gut mit Fußsack und seiner Jacke bzw. seinem Outfit eingepackt, doch bin ich mir sicher, dass er es mit diesem Walkoverall noch wärmer hätte. Ich kann mich nur nicht entscheiden, welche Farbe ich nehmen soll: wieder etwas dunkles oder mal einen farbenfrohen Tupfer?


Was wünscht ihr euch für eure Kids zu Weihnachten? Habt ihr auch den Eindruck, dass man  dieses Jahr einen übersteigerten Konsum ausmachen könnt? Kauft ihr trotzdem wie gewohnt ein oder gibt es dieses Jahr vielleicht eher DIY-Geschenke? Und habt ihr auch das Gefühl, dass sich die Bloggerwelt mit den Werbeanzeigen verändert hat?

08.12.2014

meine Wickeltasche


Wisst ihr, ich vermisse es gerade sehr, regelmäßig zu schreiben und all meine Ideen auf Papier auf die Blogpostzeilen zu bringen. Heute öffnet sich ein Zeitfenster, weil Anton gerade mit Fieber im Bett liegt, ich nicht an der Uni war und bereits das erste Handout fertiggestellt habe. Zeit für eine Pause.


Als ich schwanger war, wusste ich, dass ich keine funktionale Wickeltasche haben wollte. Es gibt war sehr schöne (und vor allem welche aus Leder), doch wollte ich zum einen nicht so viel Geld ausgeben und zum anderen dachte, dass die vielen Taschen und Fächer unnötig seien.

Ein Jahr später und nach zwei Großsuchaktionen (hier und hier) habe ich endlich eine Tasche gefunden, die meinen Bedürfnissen entspricht. Meine aktuelle Kinderwagentasche fiel schon auseinander und mir war es ziemlich unangenehm, mit dieser verlotterten Tasche unterwegs zu sein. Doch hat sie eine wunderbaren Dienst geleistet, war groß und leicht genug und hat mich und uns lange begleitet.

Auf der Suche nach einem bestimmten Weihnachtsgeschenk bin ich auf der Hallhuber-Seite gelandet und habe mich durch die Sale-Artikel geklickt. Und siehe da: eine schwarze, geräumige Tasche unter 50 Euro! Bestellt, bekommen und für toll befunden.
Es ist nämlich so: Ich hatte viel zu viele Ansprüche an diese Tasche. Bitte schwarz, bitte aus Leder, bitte leicht, bitte groß, bitte viele Fächer, bitte unter 50 Euro. Und das ist ziemlich unmöglich; ich habe ja auch über ein Jahr danach gesucht. Denn während ich für alle anderen Handtaschen die Preise über 50 Euro gerechtfertigt finde, lohnt es sich meines Erachtens bei einer Wickeltasche nicht, oder zumindest nicht unbedingt. Diese Tasche landet nämlich überall, auf Gras und im Sand, sie dient als Spielplatz und Behältnis, in ihr findet man Krümel und Sand, sie ist Zahnungshilfe und Entertainment. Ich will nicht bei einer "wertvollen" Tasche ständig denken müssen: Kind, geh da nicht dran! Also habe ich nun eine perfekte Tasche. Sie ist schwarz und sehr geräumig, sie hat viele einzelne verschließbare und offene Taschen und selbst der Laptop passt rein. Sie steht und fällt nicht in sich zusammen und hat einen kurzen und einen langen Gurt. Das Material ist das einzige, dass nicht ganz überzeugt (kein Leder), aber weil alles andere stimmt, nehme ich das gerne in Kauf.

Ganz begeistert von unserer neuen Wickeltasche (die ich natürlich auch schon als Unitasche ausprobiert habe) haben wir also endlich eine "perfekte" Wickeltasche gefunden.






05.12.2014

one tiny little story


Juhuu, die Weihnachtszeit ist wieder da! Vor zwei Jahren hätte ich das noch nicht gesagt. Denn eigentlich mag ich es gar nicht so gern, Deko an den Wänden zu haben, auf Knopfdruck zwanzig Geschenke für die ganze Familie zu besorgen (aber verpacken sehr gern) und mir dann noch Gedanken darüber zu machen, was ich an den Feiertagen anziehe oder was man kocht. Aber ich mag Kerzen und den Duft von Zimt und Nelken, ich liebe es, den Adventskalender jeden Tag zu öffnen und manchmal finde ich Weihnachtslieder auch ganz toll. Seit Anton da ist, ist die Vorweihnachtszeit anders. Ich gewöhne mich an den Gedanken, Weihnachtskugeln und Tannenzweige auszulegen, freue mich über Glühwein und Bratwurst, finde sogar Backen gar nicht mehr so übel.

Wir waren bisher zwei Mal auf dem Weihnachtsmarkt und haben zwei unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Am ersten Abend war es gegen 19 Uhr. Wir trafen uns nach der Uni und Arbeit direkt auf dem Weihnachtsmarkt und wollten dort zu Abend essen. "Zur Feier des Tages". Aber 19 Uhr ist einfach keine gute Uhrzeit, wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist. Wir nahmen zwar schon die äußeren Wege, um gut durchzukommen und nahmen es auch in Kauf, dass wir nicht so schnell vorankamen. Doch das, was mich wirklich geärgert hat, war etwas, das ich bis dato so nicht erlebt habe: Wir wurden etliche Male, also wirklich nicht nur zwei, drei Mal, sondern oft, blöd angemacht, warum wir denn mit dem Kinderwagen auf dem Weihnachtsmarkt sind. ?! Warum denn nicht? Ich bin wirklich empört, denn Anton hat weder gejammert noch geschrien, noch hat er jemanden den Glühwein aus der Hand geschlagen. Er ist doch genauso berechtigt, dabei zu sein, wie jeder andere. Vor allem war es auch deutlich vor seiner Schlafenszeit.

Aber ein gutes Erlebnis hatten wir auch. Wohlwissend war ich unter der Woche gegen halb fünf auf dem Weihnachtsmarkt. Es begann gerade, dunkel zu werden und der Markt war noch nicht überfüllt. Wir kamen gut durch, probierten an einem Stand getrocknete Früchte (Anton liebt Rosinen) und hielten vor dem Kinderkarussell. Antons große Augen wurden noch größer und er schaute ganz gespannt auf die Pferde, Affen und Löwen. Und dann lief "Reise  rieselt der Schnee". Es war wieder ein Moment, in dem ich plötzlich in meine Kindheit zurückversetzt wurde. Nach ein paar Runden gingen wir weiter und führten unseren Einkaufsbummel fort.

Ich finde es so interessant, wie stark ein eigenes Kind die Wahrnehmung für die Welt verändern kann. Ich habe schon immer kleine Momente bemerkt und sie zu schätzen gewusst, aber mit einem Kind gibt es noch häufiger diese Momente. Kleine Glückseligkeiten.

03.12.2014

Studieren mit Baby // Teil 7


Nachdem ich gestern schon drei Stunden gelernt hatte, brauchte ich eine kurze Pause und nutzte die Zeit, um euch zu erzählen, wie die letzten Wochen im Studium waren. Ich tausche diese Woche diesen Bericht mit der one tiny little story. Wie ihr sicher bemerkt habt, kehrt während des Semesters eine gewisse Ruhe hier auf dem Blog ein. Ich schreibe zwar regelmäßig Artikel, doch gibt es noch sehr viel mehr auf meinem Blogplan, das verwirklicht werden will. Ich habe mich schon längst damit abgefunden, doch finde ich es einfach schade. Meine Zeit ist momentan ziemlich eingeschränkt und ich suche immer den Ausgleich zwischen Anton, Beziehung, Uni, Freundschaften, Blog, Haushalt und allen anderen Dingen, die ich machen möchte; Kunst sehen zum Beispiel, basteln oder fotografieren.


Aber wie sieht aktuell das Studium aus?

In den letzten Wochen gab es zwei Faktoren, die mich zum Rotieren brachten. Die eine, ganz nicht-universitäre Sache war Antons Gesundheit und Laune. Nicht nur, dass ein Zahn sich seinen Weg suchte und ihm ziemlich üble Schmerzen bereitete, auch eine Impfung und zwei kleinere Erkältungen setzten Anton teilweise außer Gefecht. Er war häufig übel gelaunt, die meiste Zeit sehr anhänglich und schlief sogar wieder schlechter. (Wenn man gewohnt ist, die Nacht durchschlafen zu dürfen, ist jedes Aufwachen eine Qual.) Das hieß im Klartext: sobald ich Anton abholte - er schläft nicht mehr am Nachmittag -, musste ich mich ausschließlich mit ihm beschäftigen. Weil selbst die häuslichen Aktivitäten nicht gut funktionierten, waren wir also fast jeden Nachmittag unterwegs. Natürlich verband ich das mit Spiel(platz)dates, doch konnte ich nachmittags nichts anderes machen.

Der zweite Faktor ist auch nicht unwesentlich. Ich muss im Dezember drei Referate fertig haben und mit den Dozenten besprechen, zwei davon auch halten. Da ich davon ausging, dass ich im November schon alle Referate fertig haben würde, stimmte ich allen drei Terminen zu. Doch unterschätzte ich den Umfang des ersten und des dritten Referats. Für den ersten Termin ist die Aufgabenstellung etwas schwammig und gleichzeitig das Werk sehr anspruchsvoll. Für jemanden, der zum ersten Mal vor einem Seminar ein Referat halten muss, ist diese Aufgabe etwas kompliziert. Das dritte Referatsthema ist mein liebstes, ich recherchiere sehr fleißig und werde in den Semesterferien auch eine Hausarbeit dazu schreiben. Aber gleichzeitig mache ich wohl zu viel für zwanzig Minuten Präsentation und so verliere ich mich in den Details und weiß schlussendlich nicht, was wirklich wichtig ist.



Bei drei Referaten gibt es also viel Recherchier- und Schreibarbeit. Und wann tut man diese? Dann, wenn das Kind bei der Tagesmutter ist. Doch da ist schon das nächste Problem. Durch den Halbtagesplatz und meinen Stundenplan (mit sieben Veranstaltungen) bin ich ständig am Hetzen und komme freitags immer etwas zu spät zur Veranstaltung. Ich habe ich genau genommen eine einzige Stunde am Tag ohne Kind und ohne Veranstaltung.  Natürlich bin ich in dieser Stunde in der Bibliothek und kopiere oder schreibe, doch nutze ich die Zeit auch oft, um mein Lesestoff für die nächste Woche auszudrucken.

Wo wir eigentlich schon beim nächsten Problem sind. Für meine Fächer, vor allem aber für mein Beifach, muss ich richtig viel lesen. Grundsätzlich stört mich das nicht (und mir war das ja auch bei der Studienwahl bewusst), doch habe ich mit diesem Umfang nicht gerechnet. Ich nutze natürlich die halbstündigen Busfahrten aus. Aber dennoch habe ich alles in allem nicht viel Zeit für die Lektüre. Gleichzeitig muss ich aber in drei Fächern Hausaufgaben erledigen. Und weil ich manche Texte nicht ganz verstehe, muss ich die Lektüre nacharbeiten. Also wieder Recherche und Schreiben.


Natürlich gibt es noch die Abende, in denen ich auch fast immer etwas tue, doch wie ich schon im letzen Semester geschrieben habe, bin ich abends deutlich weniger aufmerksam als tagsüber. Meine Konzentration reicht für andere Dinge, aber leider nicht für inhaltlich komplizierte Themen. Und die Wochenenden sind natürlich auch so eine Sache. Bisher hielt ich mir den Samstag frei für unseren Familientag und war sonntags fleißig. Ich arbeitete, während meine Männer Mittagsschlaf hielten und ging abends von sieben bis elf in die Bibliothek und war sehr effektiv. Freitags lasse ich manchmal eine Vorlesung ausfallen, um zu Hause eine Stunde effektiv lernen zu können.

Aber selbst das reichte nicht. Und so hatte ich im November zwei wirklich schlimme, frustrierte Wochen. Mir ist bewusst geworden, dass ich mit den Aufgaben dieses Semesters überfordert bin. Ich bin mir sicher, dass ich trotzdem alles gut schaffen werde, doch ist das mit einem immensen Aufwand verbunden. Außerdem bleibt die Erkenntnis: selbst wenn ich noch so viel für die Uni mache, es reicht nie - ich könnte immer noch mehr machen.



Ausblick

Im neuen Jahr wird es nicht unbedingt stressfreier. Sobald alle drei Referate überstanden sind, mache ich mich an die Themen der Hausarbeiten. Am Anfang des Semesters erfuhr ich, dass außer den beiden geplanten Hausarbeiten eine dritte "Mini"-Hausarbeit anfällt. Obwohl ich schon die einzelnen Kapitel während des Semester erarbeiten kann, heißt es dennoch, zum Ende des Semesters alles zusammenzustellen. Außerdem kommt am Ende des Semesters noch eine Klausur auf mich zu.

Ich muss mir bei der Planung für das nächste Semester ganz genau überlegen, wie viel ich mir "zumuten" möchte. Vielleicht entwickle ich auch die Gelassenheit, nicht jeden Text lesen zu müssen und nicht immer vorbereitet sein zu wollen, doch kann ich mir das gar nicht vorstellen. Zu meinen Vorstellungen für das kommende Semester werde ich aber im neuen Jahr noch ausführlich schreiben.

Am kompliziertesten ist es für mich, Freiräume zum Lernen zu schaffen. Da Anton nicht mehr schläft, sobald er bei mir ist, kann ich nur auf sehr ungünstige Zeiten ausweichen. Und selbst dann reicht mir die Zeit nicht. Ich werde wohl nun auch die Samstage nutzen müssen und mir einen genauen Zeitplan aufstellen.

Seitdem ich CampusMum ins Leben gerufen habe, habe ich mit vielen Müttern gesprochen, die auch studieren. Es tut so gut zu wissen, dass man mit dem Gehetze nicht alleine ist. Ich bin nicht die Einzige, die über den Stress schimpft und die ach so vielen Aufgaben eines Studentenlebens. :)

Und wie läuft euer Semester? Wart ihr vielleicht klüger und habt weniger Veranstaltungen gewählt? Findet ihr genug Zeit zum Lernen?




01.12.2014

Studieren mit Baby: Linkliste


Das Internet ist voll von wunderbaren Menschen und Webseiten. Und voll mit guten Artikeln. Doch nicht immer finde ich zum Thema Studieren mit Baby praktische Infos. Meistens ist es schwammig, sehr allgemein oder nicht das, wonach ich suche. Das ist ja nicht das erste Mal, dass ich von meiner Sammelleidenschaft erzähle. Gerade heute fand ich eine alte Kiste mit Servietten. (Ja, die kann man auch sammeln.) Und deshalb sammle ich auch Links. Heute möchte ich auf drei nicht ganz aktuelle Artikel verweisen, die alle etwas mit Muttersein und Studium zu tun haben. Dass die Aktualität ein bisschen zu wünschen übrig lässt, ist meiner Busyness geschuldet. Doch kommt es mir hier auf die Inhalte an; und die sind immer noch gültig. Also, habt Spaß beim Lesen.



Während ich schon bei dem Arbeitsvolumen der Uni mit einem Kind schnaufe, gibt es Menschen, die schaffen das auch mit drei Kindern. Bewundernswert. Lisa von Stadt Land Mama schreibt von der Vereinbarkeit und dem Aber. Vier Jahre berufsbegleitendes Studium mit Online-Vorlesungen und zweiwöchentlichen Pendelfahrten Berlin-Köln. Sie kommt zu dem Schluss, dass Vereinbarkeit möglich ist, aber nur, wenn man ein gutes "Auffangnetz" aufgebaut hat.



Ein Artikel über Menschen, die die Kinderbetreuung zu einem Co-Working-Place bringen. Tolle Idee! Es ist wirklich fortschrittlich, dass Kinder nicht als Störfaktoren gesehen, sondern im Arbeitstag der Eltern "integriert" werden. Produktivität für die Eltern und Spaß für die Kinder. Mit gemeinsamen Essens-und Spielzeiten. Dennoch wird gewährleistet, dass die Eltern konzentriert arbeiten können. Vielleicht findet ja allmählich ein Umdenken in der Gesellschaft statt. Viel Glück für dieses Konzept! Ich wünschte, in Mainz (und ganz generell an den Unis) würde so eine flexible Art der Kinderbetreuung umgesetzt werden.





Meine Freundin Lisa hat einen so lieben Artikel zur Reihe CampusMum auf helle flecken geschrieben - diesen möchte ich euch nicht vorenthalten.


28.11.2014

ein Nachmittag in Darmstadt

Ich habe ja schon häufiger erwähnt, wie sehr ich unsere Gegend liebe. Die Nähe zu Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sind unbezahlbar, und nicht weniger gut erreichbar sind auch Mannheim, Heidelberg, usw. Wir haben tolle Landschaften, wichtige Industrie, den Main und den Rhein und furchtbare, aber auch liebenswerte Dialekte.

Mir ist bewusst, dass die Geschichten um diese Städte nur für einen Teil der Leser interessant sind, doch bleibt es für mich undenkbar, ihnen hier keinen Raum zu geben.

Deshalb: wieder ein Nachmittag in Darmstadt. Gemeinsam mit Anton.


Wir kommen in Darmstadt an, wieder einmal zu spät, denn hier muss man einfach immer mit Verspätungen rechnen. Direkt am Bahnhof gibt es eigentlich ein gutes italienisches Café, doch davon erzähle ich ein anderes Mal. Wir sind nämlich auf dem Weg zu meinem Freund, um seine Mittagspause gemeinsam zu verbringen. Der Luisenplatz ist eigentlich der Hauptplatz der Innenstadt. Es ist ein Knotenpunkt, an dem Busse und Straßenbahnen kumulieren und von wo aus man einen direkten Zugang zum Luisencenter (überdachte Shoppingmeile) und den Einkaufsstraßen hat. Wenn man kurz Zeit hat, sollte man die Wilhelminenstraße hochlaufen. Diese Straße endet auf einer Anhöhe mit einer katholischen Kuppelkirche. Rechts davon gibt es ein großes Freifeld. Und dann außergewöhnliche Architektur. Ich bin jedes Mal erneut verblüfft, wenn ich von der Anhöhe aus auf das Staatstheater blicke und diese Weitläufigkeit und diese Formen betrachten kann. Es ist ein außergewöhnlicher Ort. Ich sollte mir einmal die Innenarchitektur ansehen.



Doch wir haben heute dafür keine Zeit und treffen uns in der Centralstation. Die Centralstation ist ein Kulturort, der ziemlich viel Programm bietet. Von Lesungen, Konzerten, Partys und Kinderstunden, bekommt man dort wohl das Beste an kulturellem Input (dieser Art), das Darmstadt zu bieten hat. Und außerdem gibt es hier ein Mittagsbuffet. Die Kulturkantine, wie dieser Ort in den Mittagsstunden heißt, bietet frisches Essen zu einem guten Preis an. Man hat die Auswahl zwischen Suppe und Buffet inkl. Salat. Das Tolle ist hier, dass es eine kleine Spielecke mit unendlich vielen Duplo- und Legosteinen gibt. Anton konnte sich gar nicht auf das Essen konzentrieren, weil wir uns so nah an die Spielecke gesetzt hatten. Außerdem gibt es viele Hochstühle und die Kinder essen kostenlos mit. Weil der Raum so groß ist, stört es auch nicht, dass die Kinder manchmal lauter sind, weil das Getöse in der Weite verhallt.


Zum After-Lunch-Cappuccino gehen wir zum SALVE!. Völlige Routine unsererseits. Aber es ist auch einfach lecker in diesem Eckcafé. Und was mir auch immer zusagt, sind die kleinen Blechtabletts, auf denen der Kaffee mit einem italienischen Amarettini und einem Glas Wasser serviert wird. So wie es eben sein sollte. Draußen sitzen lohnt sich, zum Leute gucken, innendrin ist es immer voll und mit Kind nicht unbedingt gemütlich. Wir verabschieden meinen Freund und laufen los. Ich mag es überhaupt nicht, in  Einkaufspassagen einzukaufen und bevorzuge es, in offenen Straßen zu bummeln. Und vor allem zu entdecken. Dieses Mal entdecke ich in der Wilhelminenstraße einen kleinen Einrichtungsladen mit dem kitschigen Namen Art and More, der nicht nur Geschirrtücher, Lampen und Körbe verkauft, sondern auch Schmuck, Geschirr und Papeterie. Ganz nett. Nebenan findet man einen sehr kleinen Laden namens Hackmann. Hier gibt es ausgewählte Kleidung, z. B. von Filippa K oder Black Lily. Für mich dieses Mal nur zum Windowshoppen interessant. Ach ja und der dm, genau wie der dm in der Ludwigstraße haben Wickelplätze - das ist immer gut zu wissen.

Wir machen noch einmal einen Schlenker und gehen in die Luisentraße. Ich schrieb schon einmal auf betsi über Hautsache - ein feiner Laden mit Beatuy und Pflegeprodukten. Warum Dr. Hauschka in der Drogerie kaufen, wenn man das auch an so einem Ort machen kann? Nebenan gibt es das Café Hochland. Es ist eine einfach gehaltene Version von Starbucks-Nachahmern. Der Kaffee und der Kuchen sind gut und man kann dort lange verweilen. Die Atmosphäre könnte netter sein. Doch gerade weil dort so eine ungezwungene Atmosphäre herrscht und man ja trotzdem guten Kaffe bekommt, gehen wir auch mal dort hin.
Eigentlich wollen wir schon in den Bus steigen, doch ich erzähle euch an dieser Stelle, wo in der Innenstadt ich mich am liebsten aufhalte.

Zum Einen ist das die Schulstraße. Hier reihen sich ein tolles Lokal oder Geschäft neben dem andern. Ein Miniladen für Bio-Lebensmittel, das Café apéro (ich berichtete hier), selbst das Brillengeschäft sieht toll aus, der Blumenladen Fleur In und in einer Passage, die sich nach links hin öffnet, findet man die Suppenküche Elisabeth. Bei gutem Wetter sitzt man draußen und schaut auf uralte Gegenstände im Schaufenster eines Antiquitätenladens. Bei schlechterem Wetter sitzt man mit fremden, hungrigen Menschen nebeneinander am Tisch und freut sich über die guten, warmen Suppen. Ganz viel Liebe steckt hier drin. Kein Wunder also, dass das Elisabeth zur Mittagszeit immer proppenvoll ist.

Mit dem Kinderwagen kann man leider nicht die Abkürzung (Treppen) zum Stadtkirchplatz nehmen, also macht man einen kleinen Umweg über die Ludwigstraße (hier ist der zweite  dm mit Wickelplatz). Diese Seitenstraße beherbergt das Café Zoo. Ich mag die Stimmung dieses ehemaligen Zoogeschäfts und es gibt Mittagsgerichte, die innerhalb von wenigen Minuten bereit sind. Ansonsten wirkt die Bar auch nicht schlecht. Bisher saß ich nur unten, weil das mit Kinderwagen eben freundlicher ist. Gehen wir die Straße weiter, kommen wir zum Marktplatz. Aktuell ist der Platz mit dem Weihnachtsmarkt verbaut, sonst findet hier der Wochenmarkt statt. Und Achtung - schaut man hoch auf die Häuserfront, sieht man eine Kuh. So blöd das auch klingt, ich schaue da jedes Mal hoch.
So, wir steigen endlich in den Bus, in Richtung Mathildenhöhe. Darmstadt ist bereits auf der Autobahn als Zentrum des Jugendstils ausgeschrieben und hier kommt man in eines seiner Zentren. Doch davon ein anderes Mal.




Wir steigen an der Haltestelle Spessartring aus und ganz plötzlich überkommen mich sentimentale Gefühle. Als ich das erste Mal hier in dieser Ecke war, waren wir frisch zusammen und ich noch nicht schwanger. Und als ich in diesem einen Winter lange krank war, liefen wir den Spessartring an einem Sonntag hoch, liefen zur Rosenhöhe und auf dem Rückweg tankten wir im Café Gretchen wieder auf. Das war auch mein eigentliches Ziel dieses Nachmittags. Manchmal geraten nette Cafés in Vergessenheit, weil wir nicht gerade "um die Ecke" sind. Und da mein Freund nicht mehr in Darmstadt lebt, sind wir meistens in einem anderen Stadtteil. Nachdem wir uns mit dem Kinderwagen ein wenig durch die enge Eingangstür quetschen müssen, finden wir ein gemütliches Plätzchen. Ich esse ein leckeres, sehr großes Stück Rüblikuchen, das herrlich nach Nuss und Rüben schmeckt. Und ich habe einen Moment ganz für mich. Anton schläft im Wagen, weil er gesundheitlich nicht fit ist, und ich genieße diese Zeit sehr. Ein Blick in die aktuelle Ausgabe der Couch (danke Lisa!) und ein bisschen Lauschen bei den Nachbarsdamen, die sich über Speeddating unterhalten. Wir bleiben eine Stunde dort, es wird nun richtig dunkel. Ja, der Frühwinter ist da. Den kann man nicht mehr verdängen. Wir verlassen also das blümchengemustertetapeten Café und laufen den Ring runter. Wir entdecken einen Spielplatz, der einen Bereich für größere und einen Bereich für kleinere Kinder hat. Das finde ich großartig. Und mache schnell ein paar Fotos, um mir diesen Ort zu merken. Viel zu wenige Spielplätze haben Babyschaukeln und ordentliche Kleinkindrutschen. Und wie wär's mal, die Parkbänke ein wenig näher an den Sandkastenrand zu stellen? Naja, wir laufen weiter und biegen rechts in die Liebfrauenstraße ein.


Hier werde ich noch ein wenig sentimentaler. Mein Freund wohnte in dieser Straße in einem wunderschönen Altbauhaus. Ich habe es gliebt, hieherzu kommen, mich so wohl zu wühlen und von meiner Base aus die Stadt kennenzulernen. Wir sind nämlich im hippsten und schönsten Viertel Darmstadts - im Martinsviertel. Es gibt fast nur Gründerzeithäuser mit tollen Innenhöfen oder -gärten. Es ist schon sehr dunkel, aber ich liebe es, in die beleuchteten Innenräume zu blicken. Und gerade in den vielen Designbüros brennen noch die Lichter. Vor manchen Fenstern halte ich sogar kurz inne, schaue mir ihre Einrichtung an. Ja, hier gibt es wirklich ein bestimmtes Lebensgefühl. Eigenartig, dass Darmstadt einem so etwas bietet. Ich hätte das nie vermutet. Wir laufen ein paar Straßen kreuz und quer, einfach, weil ich mich so gerne an "früher" erinnere und danach laufen wir zielbewusst zur Liebfrauenstraße. Links eine Änderungsschneiderei. Ich bleibe kurz stehen, weil mich die vielen Garnrollen an der Wand so faszinieren. Und gleich werde ich von dem Besitzer freundlich angesprochen. Eine Hausnummer weiter ein Beautysalon, den ich mir jedes Mal ansehe. Vielleicht sollte ich mir einfach mal dort einen Temrin geben lassen? (Das wäre doch mal die Geschenkidee für Weihnachten!) Zwei, drei Hausnummern weiter dann das Lejla. Hier war ich schon ewig nicht mehr und dabei ist es doch so besonders. Dieses Geschäft ist ein Second Hand Laden mit hochwertigen und preiswerten Kleidungsstücken, mit sehr vielen Ledertaschen, ausgesuchten, neuwertigen Artikeln und ein paar Kindersachen. Als ich schwanger war, kaufte ich dort eine Jeans für Anton und kam mit der Besitzerin ins Gespräch. Sie und ihre Mann führen diesen Laden mit so viel Liebe, das kommt direkt rüber. Die "Kinderabteilung" ist nicht sehr groß, aber die einzelnen Teile waren sehr günstig. Stöbern kann man ja immer.


Anton macht nicht mehr mit, er hat Hunger und ich könnte mich in den vielen Second Hand Teilen verlieren (ein grauer Egg-shaped Cos Mantel für 70 Euro), deshalb gehen wir weiter. Am Friedrich-Ebert-Platz finden wir wieder einen großen Spielplatz. Nur ist uns heute nicht nach Spielplatz. Wir befinden uns nun in der Schuhknechtstraße. Dort, wo sich letztens noch ein Kindersecond Hand Laden befand, ist nun ein neuer Kindersachenladen mit ausgewählten Second Hand Stücken drin. Mir gefällt es hier. Wie eine kleine Boutique, nur dass man sich nicht peinlich berührt fühlt, wenn man ohne Einkauf wieder raus geht. Ein Raum, der mit einer Fensterfront versehen ist. Nur wenige Schritte weiter sitzen einige Leute bei diesem Wetter noch draußen im Bistro Carpe Diem. Ich weiß nicht, was dieses Café an sich hat, aber es umgibt eine kultige Aura. Eigentlich sieht es gar nicht so einladend aus, aber hier entscheidet wohl die Lage. Oder ist teste einfach mal das Angebot. Gegenüber erkenne ich das Schwarz-Weiß-Café wieder. Wir waren hier einmal frühstücken, im Sommer, schon lange her. Draußen bei gutem Wetter ist dieser Platz ein toller Ort. Man findet hier auch noch einen Einrichtungsladen mit dem Namen Grüner Salon. Etwas kitschig, etwas zu viel Pünktchen und Schleifchen, aber dennoch wird man hier fündig.
Mir ist irgendwie ganz warm ums Herz. Hach, ich mag Darmstadt einfach. Und ich könnte mir tatsächlich vostellen, hier zu wohnen. Aber dann bitte in einer schönen Altbauwohnung, mit Garten versteht sich, und mit dem ganzen Mainzer Umfeld inklusive Uni.




Wir sind jetzt am Eingangstor zum Herrngarten. Auch hier habe ich nur schöne Erinnerungen. Es gibt einen kleinen Weiher mit vielen Enten, einen Aktivspielplatz, links die Hochschule, im Sommer sind die Wiesen voller Studenten. Wir kommen am Prinz-Georg-Garten vorbei, einen Lustgarten. Und dann das Hessische Landesmuseum (ich erinnert euch vielleicht an meinen Bericht). Wir haben zu wenig Zeit, um den ausgestopften Tieren und den Ritterrüstungen einen Besuch abzustatten, aber bald! Die aktuelle Ausstellung über Karl den Großen interessiert mich. Ganz nah am Museum im Herrngarten gibt es einen wirklich schönen Spielplatz für kleine und große Kinder. Anton und ich haben dort vor ein paar Wochen eine tolle Stunde erlebt. Jetzt ist aber alles dunkel und wir ziehen weiter. Wir gehen über die Schleiermacherstraße und die Zeughausstraße zur Luisenstraße, die zum Luisenplatz führt. Hier ist es nicht besonders schön. Es sind Verbindungsstraßen zur Innenstadt. Doch auch hier arbeitet jemand fleißig im Licht und ich bleibe stehen, um mir das genauer anzusehen. Und dann ein paar Schritte weiter sieht man ein mit Bäumen bewachsenes Haus, die Galerie Netuschil. Ein grünes Haus. Ich mag es sehr. Ich bleibe an der Garage stehen, weil ich interessante Formen finde. Meine Handykamera macht einfach keine guten Fotos im Dunkeln und ich beschließe, bald mit der Spiegelreflexkamera zu kommen und zu fotografieren. Nun sind wir also wieder am Luisenplatz - Dreh-und Agelpunkt der Innenstadt. Der Weihnachtsmarkt ist schon eröffnet und wir schauen einer Mini-Eisenbahn dabei zu, wie sie ihre Runden dreht. Anton ist völlig fasziniert. Bestimmt möchte er auch bald darin sitzen. Auf dem Platz warten wir auf meinen Freund, der von der Arbeit kommt, und fahren gemeinsam mit dem Zug nach Hause.





26.11.2014

one tiny little story


Letzte Woche beim Kinderarzt.
Anton hatte einen Impftermin und ich den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen. Normalerweise stehe ich dazu, dass wir Anton impfen (und hier wünsche ich keine Diskussionen zum Thema Impfen :) ), doch an diesem Tag fand ich es einfach doof. Weil ich weiß, dass es ihm danach schlecht geht und weil ich weiß, dass er sich an den Stich erinnert. Autsch. Aber nachdem ich diesen Termin schon einmal verschoben hatte, mussten wir eben durch. Normalerweise kommen wir schnell dran, doch dieses Mal sollten wir eine Stunde warten. Und um die kleinen Geschehenisse in dieser langen Wartestunde geht es mir. Ich war ganz die Löwenmutter, im wahrsten Sinne des Wortes. 

Anton beschäftigte sich erstmal selbst richtig gut. Er schaute sich die anderen Kinder an, hangelte sich von einem Stuhl zum anderen und schaute ins Vorzimmer. Später las ich ihm sein aktuelles Lieblingsbuch vor und er blätterte es im Stehen oder im Sitzen auf meinem Schoß durch. Dann kam aber ein Junge, nennen wir ihn mal Dennis, und wollte mitlesen. Ich kenne Dennis' Eltern vom Bus und finde sie ziemlich eigenartig. Sie achten kaum auf ihr Kind und lassen jeden Quatsch durchgehen. Aber nicht nur seine Eltern sind eigenartig, auch Dennis selbst ist ein komisches Kind. Dennis stellte sich also neben Anton an den Stuhl und wollte das Buch auch durchblättern. Ich war sehr nett zu ihm, ließ ihn eine Seite blättern, dann Anton die nächste. Warum auch nicht, die Kinder können ja gemeinsam spielen. Aber irgendwann ließ Dennis nicht mehr locker und wollte ständig das Buch haben. Aber wie soll sich Anton denn wehren? Er ist so ein lieber und vor allem kleiner Junge. Und Dennis konnte laufen und reden. Dann fing Dennis an, auch noch Anton anzufassen und lief mit dem Buch weg. Und gab es nicht mehr her. Sein Vater schlief währenddessen. Auch später noch, im Behandlungszimmer, kam der stinkende (kaka gemacht erzählte er mir) Dennis ständig zu uns.

Dieser Junge war nicht unbedingt gemein und auch nicht böse, aber er hat richtig genervt. Anton soll ruhig mit anderen Kindern spielen und seine Sachen mit ihnen teilen, aber vielleicht störte mich an diesem Tag einfach, dass der Junge das machte, was er wollte. Und dass ihm der Vater überhaupt keine Beachtung schenkte. Ich merke einfach, wie sehr ich Mama bin, weil ich direkt auf Habachtstellung war und meinen Buben verteidigen wollte.

24.11.2014

Buchtipp: Völlig fertig und irre glücklich


Ich wollte den richtigen Moment abwarten und Zeit haben, wenn ich mit der Lektüre von "Völlig fertig und irre glücklich" beginnen würde, weil ich genau wusste, wie es mich einnimmt.

Und genau so war es. In nur wenigen Busfahrten zur Uni war ich mit dem wunderbaren Buch durch - und wer Okka's Blog Slomo kennt, der weiß, ihre Worte lesen sich wie Butter.


Es ist ein herzerwärmendes, ehrliches Buch, das mich berührt. Nicht selten hatte ich Mini-Tränen in den Augen und schniefte im Bus. Okka schreibt im Tagebuchstil über ihre Schwangerschaft und die ersten beiden Jahre mit ihrer Tochter Fanny. Sie beschreibt ihre Gefühle und Ängste, ihre Freude und viele wunderbare Momente, die sie erlebt, ohne dabei irgendwelche Paradigmen oder Schemata aufzustellen. Ganz liebevolle Worte findet sie für ihren Mann, mit dem sie zwar auch hin und wieder wegen Nichtigkeiten streitet, für den sie aber immer eine tiefe Liebe verspürt. Er wird auch ganz bewusst Teil dieses Buchs, indem ein paar seiner Texte Raum finden. Es ist wirklich interessant, dieselbe Situation aus der Sicht eines Mannes zu lesen. Man selbst darf Okkas Entwicklung von der schwangeren Frau (und manchmal auch davor) zur liebevollen Mutter mitverfolgen. Man freut sich nach dem ersten Drittel so sehr über dieses kleine Bündel, das geboren wurde, dann über jeden noch so kleinen Schritt und das Glück, das diese Familie erlebt. Zwischendurch gibt es Listen der unerwarteten, schönen und manchmal doofen Schwangerschaftsgefühle, von Dingen, die sie ihrem Kind irgendwann zeigen möchte und Aufzählungen von Dingen, die sie tun möchte. Typisch Okka eben. Neologismen, Wortzusammensetzungen, Listen. Ihr ganz persönlicher Schreibstil. (Zuletzt hatte ich vielleicht zu viel davon, grundsätzlich mag ich es aber, einen Stil durchgehend lesen zu können.) Berührend sind immer wieder die Briefe an ihre Tochter Fanny, die man auch auf ihrem Blog nachlesen kann.

Wahrscheinlich sind es die vielen Analogien zu unserer kleinen Familie, zumindest ihr sehr persönlicher und berührender Einblick in ihren Familienalltag, der dieses Buch so besonders macht. Ich kann es wärmstens empfehlen.

Und weil Okka so gut Dinge beschreiben kann, die wohl die meisten erleben, aber sie nicht so gut in Worte fassen können, hier zwei Auszüge:

1. Dezember
[...] So sind unsere Tage jetzt: Aus der Zeit gefallen, es gibt gerade kein Gestern und kein Morgen mehr, nur Momente und Bedürfnisse. Ich wache aus meinem Halbschlaf auf, weil sie wach ist, weil sie schreit, weil sie Hunger hat. Ich stille sie, ich wickle sie, ich trage sie von einem Zimmer ins nächste, lege sich vom Sofa aufs Bett und vom Bett aufs Sofa, lege sie mir auf den Bauch, draußen wird es dunkel und wieder heller und wieder dunkel, so richtig hell wird es überhaupt nicht mehr, wir machen das Licht im Wohnzimmer selten aus.

(Jetzt wisst ihr, was frischgebackene Mütter den ganzen Tag machen.)

25. Mai
[...] Ein Kind zu haben, bedeutet loszulassen, Abschied zu nehmen, immer wieder und von Anfang an. Die Geburt, das allererste Abnabeln, ganz wortwörtlich, das Ende der Schwangerschaft. Das Abstillen. Das Krabbeln und Gehen. Jeder Schritt ein Schritt von den Eltern weg. Nicht immer fühlt sich das furchtbar dramatisch an. Ich habe es gemocht, meinen Körper nach dem Abstillen wieder für mich alleine zu haben. Ich habe mich schrecklich gefreut, als Fanny es zum ersten Mal geschafft hat, von einer Sofaecke zur anderen zu robben. Und ihre ersten Schritte, ausgerechnet am Weihnachtsabend, das schönste Geschenk überhaupt. Trotzdem mischt sich in die Freude immer wieder dieses Ziepen. Warum vergeht die Zeit plötzlich doppelt so schnell wie früher? Und woher kommen plötzlich all diese »eben nochs«? Hat sie nicht eben noch zum ersten Mal gelächelt und »Mama« gesagt? Bin das nur ich, oder kennen auch andere Eltern die Melancholie, die einen überfällt, sobald einem klarwird, wie schnell das Glück des Neuen wieder vorbei sein kann, wie schnell überhaupt alles vorbei sein kann, wie unendlich endlich alles ist? Noch zwei Mal blinzeln, und sie mach Führerschein. Drei Mal blinzeln, und ich bin Großmutter.

21.11.2014

CampusMum: Annika


In der Reihe CampusMum stelle ich euch Frauen vor, die neben Kind und Kegel noch ein Studium meistern. 
Ich frage sie nach ihrem wie, was und warum.



In der zweiten Runde CampusMum stelle ich euch heute Annika vor. Annika ist (fast) 29 Jahre alt und wohnt mit ihrer Familie in Wuppertal. Sie schreibt das Blog lebenpurmutterglück füttert ihren Instagram-Account ganz fleißig mit Fotos ihres süßen Sohns Jannis. Jannis ist jetzt 10 Monate alt und ein kleiner Wirbelwind. In ihrer freien Zeit singt sie, nicht nur zu Hause, sondern auch im Chor.


Annika, ich freue mich sehr, dass du beim Interview mitmachst! Was studierst du denn, in welchem Semester bist du und auf welche Uni gehst du?

Ich studiere auf Lehramt GHR H/R (Staatsexamen für Grund-, Haupt-, Realschulen) die Fächer Evangelische Theologie, Geschichte und Deutsche Didaktik. Ehrlich gesagt weiß ich mein Semester gar nicht mehr *schäm*, ich habe im Wintersemester 2006/07 angefangen zu studieren. Mit einem Urlaubssemester wegen Krankheit. Ich bin im Examen, also mit allen Veranstaltungen durch, wie heißt es so schön, "scheinfrei". Drei schriftliche Staatsprüfungen habe ich hinter mir. Es fehlen noch zwei mündliche Prüfungen (60 min jeweils), meine Examensarbeit (60-80 Seiten) und schließlich das Abschlusskolloquium in Erziehungswissenschaften im Mai/Juni 2015.
Ich studiere an der Bergischen Universität Wuppertal.


Du bist also mitten im Examen schwanger geworden. Darf ich fragen, ob es geplant war, am Ende des Studiums schwanger zu werden? Und wie war es, schwanger zu studieren? Hattest du mit der Schwangerschaftsdemenz zu kämpfen? :)

Also ich bin indirekt geplant schwanger geworden. Geplant war es nicht. Mein eigener Plan war es immer, vor dreißig mindestens ein Kind zu haben. Aber eigentlich nach dem Abschluss. Ich liebe Kinder, aber eigentlich wollte ich schon alles geregelt haben vorher. Zu dem Zeitpunkt als Jannis entstanden ist, hatte ich gerade eine schriftliche Examensprüfung hinter mir und wollte mich für die Examensarbeit anmelden. Auch mein Inhaltsverzeichnis usw. hatte ich schon fertig. Sven und ich waren gerade 6 Jahre zusammen. Es war Vatertag, der 09.05. und ich hatte meinen Eisprung. Einmal unverhütet und schon war Jannis entstanden. Also geplant aus einer heiteren Stimmung. Am 23.5. hatte ich meinen ersten positiven Test in der Hand und unser Leben hatte plötzlich einen anderen Sinn. Einen besseren.
Ich hatte eigentlich vor, bis Dezember 2013 zu Ende zu studieren, aber mir war sehr übel und hatte einmal Blutungen. So wurde alles verschoben. Eine Examensprüfung habe ich schwanger im September geschrieben. Das war echt schwer. Demenz lässt wirklich grüßen. Ich hatte gedacht, mit Baby könnte ich weiter studieren, aber Jannis ist so ein lebhaftes Kind. Das ist gut so, aber so mache ich meinen Abschluss hoffentlich im Mai 2015.


Ist also das Studienende für dich der perfekte Zeitpunkt, um schwanger zu werden oder rätst du interessierten Vielleichtschwangeren, eher auf den Abschluss zu warten?

Mmh. Der perfekte Zeitpunkt für das Kinderkriegen gibt es nicht, glaube ich. Ich glaube, am Studiumende bzw. während des Examens ist es schwierig mit den Prüfungen. Aber es wäre vielleicht leichter, wenn man z. B. die Masterarbeit schreibt, während man schwanger ist, und dann, wenn das Kind da ist, jede Menge Zeit hat. Aber wenn man eine komplizierte Schwangerschaft hat, könnte dies z. B. wieder schwer sein.
Ich glaube, aus jetziger Erfahrung zu sprechen, ist es gut, wenn der Partner bzw. einer von beiden ein geregeltes Einkommen hat. Mein Ehemann ist auch Student und hat einen 400 Euro Job. Ich bekomme 300 Euro Elterngeld als Student und das Kindergeld. Den Rest nur durch StudienKredit und Hilfe der Eltern finanziert. Das heißt, alles ist ein wenig knapp bemessen. Ich würde als Studierende erst schwanger werden, wenn es finanziell möglich ist und man auch die Möglichkeit der Unterstützung hat, dass jemand auf's Baby achten kann, wenn man lernen muss.


Super, dass du auch gleich die Frage der Finanzierung beantwortest! Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann nutzt du zwei Jahre Elternzeit aus, um dich in dieser Zeit ganz deinem Sohn widmen zu können. Vermisst du manchmal die Uni?

Ob ich die zwei Jahre Elternzeit ausnutze, ist nicht so richtig. Klar, ich "arbeite" zwei Jahre nicht, aber ich muss mein Examen machen und ich gehe montags für drei Stunden arbeiten. Ich würde gerne mehr Zeit mit Jannis verbringen, ohne schlechtes Gewissen im Hinterkopf. Immer zu wissen, du musst fertig werden, wir haben kein Geld, usw. Daher wird Jannis schon im Kindergarten in einer U 2 Gruppe eingewöhnt, sodass ich bald meine Examensarbeit anfangen kann. Dann ist er irgendwann vormittags im Kindergarten und ich kann in der Bibliothek schreiben. Glücklicherweise liegt der Kindergarten auf dem Weg zur Uni.
Ich fange im November 2015 mit dem Referendariat an, weil es nicht anders geht, hier in NRW fängt man entweder im Mai oder im November an.
Weil Jannis so überraschend in mein Leben kam, hat sich vieles geändert. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich beim zweiten Kind vieles anders haben möchte. Ich möchte mich dann voll und ganz auf das Kind konzentrieren und mir keine Sorgen wegen Geld und Ausbildung machen müssen. Daher ist unser zweites Kind erst in 4-5 Jahren geplant.
Ich vermisse das Studium. Aber ich war ja an sich auch schon vor Jannis fertig. Aber ich vermisse das Beisammensein mit Gleichaltrigen ohne Kinder - obwohl ich Jannis liebe ohne Ende. Aber ich bin auch noch ich. Ich saß immer gerne - besonders in Theologie - in den Seminaren und habe mitdiskutiert. Trotzdem finde ich es auch toll, Studentinnen zu treffen, die Mamas sind, und sich auszutauschen. Das gibt einem ein gutes Gefühl. Wir lieben unsere Kinder und bilden uns weiter.



Wie organisierst du dir die freie Zeit, um für deine Examensarbeit zu recherchieren?

Jannis wird wie gesagt in der Nestgruppe eingewöhnt, da sind zwei Erzieher und eine Kinderkrankenschwester. Es sind maximal 10 Kinder anwesend, aber meistens eher 5-6. Er könnte von 7-12 Uhr in die Gruppe gehen und von 14-16 Uhr. Das ist mir zu viel. Wenn er eingewöhnt ist, werde ich drei Stunden in die Bibliothek gehen. Falls ich mehr Zeit brauche, wird der Papa aufpassen. Die Großeltern wohnen beide leider nicht in Wuppertal und sind noch voll berufstätig. Da fehlt die Hilfe. Im Notfall würde meine Mutter auch einspringen.
Da ich bis jetzt noch so gut wie voll stille (wir machen Baby led weaning, damit ersetzen wir aber bis jetzt nichts) und er auch absolut keine Flasche nimmt, ist meine freie Zeit sehr eingeschränkt. Aber so muss man halt die Zeit effektiv nutzen.


Hast du zum Abschluss noch einen ultimativen Tipp für studierende Mütter oder etwas, das dir bei diesem Thema wichtig ist und du uns mitgeben möhtest?

Ich liebe Kinder, sie sind eine Bereicherung für das Leben. Ich würde niemanden, der sich sehnlichst ein Baby wünscht, diesen Wunsch abschlagen wollen. Aber ein Baby bedeutet viel Arbeit und daher ist es wichtig, vorher einen guten Rahmen zu haben. Das bedeutet die Finanzierung muss geklärt sein, Betreuung sollte organisiert sein, seien es Großeltern, Tagesmutter, Kindergarten, (es gibt auch Unikindergärten - leider waren bei uns ewig lange Wartelisten), Familie, Babysitter o. ä.. Am schönsten wäre auch eine Auszeit, ein oder zwei Urlaubsemester, die Babyzeit kommt nie wieder und daher ist es wichtig viel gute Zeit mit den kleinen zu haben. Daher gehört meine volle Aufmerksamkeit nach dem Lernen meinem liebsten Babyjungen ♡


Liebe Annika, ich danke dir für deine Zeit und deine offenen Worte! Und ich wünsche dir viel Power für die Recherche und das Schreiben deiner Examensarbeit!



Alle bisherigen Interviews der Reihe CampusMum findet ihr hier. Und hier kommt ihr zu allen Artikeln, die sich mit dem Thema Studieren mit Kind beschäftigen.