15.01.2014

Buchtipp: Oje, ich wachse!


Das Buch "Oje, ich wachse!" von den Autoren Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij ist eines der bekanntesten Standardwerke für junge Eltern. Ich halte mich bewusst bei Erziehungsratgebern zurück, aber Bücher über die typischen Entwicklungen bei Babys finde ich höchst interessant.

So auch hier. Die Autoren beschreiben die Sprünge, die bei den meisten Kindern beobachtet werden. Nach einer informativen Einleitung über das Erleben und die Wahrnehmung eines Neugeborenen, werden in den nächsten Kapiteln jeweils die acht Sprünge, die sich in den ersten vierzehn Monaten bemerkbar machen, beschrieben. Praktisch ist hierbei, dass man nicht zwingend das gesamte Buch gelesen haben muss, um informiert zu sein, sondern man kann sich je nach Alter des Babys an den Kapiteln hangeln. Wenn man das Buch nicht zu ernst nimmt und man akzeptiert, dass nicht alle Kinder gleich sind und nicht alles so sein muss, wie es im Buch beschrieben wird, dann ist dieses Buch eine echte Bereicherung. Der Tenor lautet: Bei jedem Entwicklungsschub möchte das Baby vermehrt zur Mama, weil es sich dort vertraut fühlt und entspannen kann. Außerdem gibt es bei jedem Sprung neue Entwicklungen, die das Kind verarbeiten muss. Hier zeigt das Buch häufige und typische Schritte in den Bereichen Selbermachen, Greifen, tasten und fühlen, Sehen und Hören auf und gibt Ratschläge, wie man diese Schritte fördern kann.

Wir haben beide Sprünge sehr stark gemerkt; das Buch zeigte uns, dass es etwas ganz Normales ist und dass wir diese Phasen einfach aushalten müssen. So langsam können wir uns mit dem Sprung um die zwölfte Woche vertraut machen. Ich hoffe, es wird nicht ganz so schlimm wie bei den letzten beiden Malen.

Es gibt eine Homepage von "Oje, ich wachse!" mit allerhand Informationen zur Schwangerschaft, Geburt, Baby und Kleinkind.

Kommentare:

  1. "Wenn man das Buch nicht zu ernst nimmt und man akzeptiert, dass nicht alle Kinder gleich sind und nicht alles so sein muss...", das finde ich so wichtig! Ich habe gestern einer Unterhaltung zweier junger Frauen gelauscht, von der eine erzählte dass ihre Schwester jetzt alle möglichen "Trainingsmittel" benutzt, damit ihr Kind mit 14 Monaten "endlich anfängt zu laufen"... Da kann ich nur den Kopf schütteln.

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    1. Ich kann mir gut vorstellen, dass man schnell unsicher ist und dann gibt es soo viele Meinungen und Ansätze. Ich muss immer wieder feststellen, dass man gute Instinkte hat und sich nicht beirren lassen sollte. Aber natürlich Infos einholen sollte.

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