12.03.2014

die Situation der Hebammen

Es besteht keinen Zweifel, dass Hebammen einen entscheidenden Teil dazu beitragen (können), wie die Vorbereitung auf die Geburt, die Geburt selbst, die Zeit des Wochenbettes oder die Rückbildung(sgymnastik) ablaufen. Ich hatte bisher mit fünf Hebammen zu tun. Als ich nach dem Blasensprung in die Uniklinik fuhr, betreute mich eine junge Hebamme in der Nacht, von der ich nicht so viel mitbekam, weil ich schlafen sollte; danach kam die Leiterin des Hebammenteams, mit der ich nicht so richtig warm wurde und dann, im entscheidenden Moment, kümmerte sich die allerallerbeste Hebamme, die ich mir hätte vorstellen können, um uns und half mir, den kleinen Anton auf die Welt zu bringen. Die erste Begegnung mit ihr war schon toll. Sie war in den entscheidenden Momenten da, sprach uns gut zu, sie hatte eine liebevolle Art mit uns umzugehen und sagte immer das Richtige. Von meiner Nachsorgehebamme, bei der ich auch im Geburtsvorbereitungskurs war, bin ich nicht hundertprozentig überzeugt. Sie ist sehr jung, hat selbst keine Kinder und es gab einige Situationen, in der sie nur "vom Gefühl her" antworten konnte - für meinen Freund und mich absolut nicht ausreichend. Dennoch ist sie auf jeden Fall eine liebe Frau, wir passten wohl nicht ganz zusammen. Mit der Hebamme aus meinem Rückbildungskurs bin ich sehr zufrieden. Obwohl sie nur für unsere Gymnastik zuständig ist, beantwortet sie alle unsere Fragen und hinterfragt auch unsere Erzählungen. Sie ist selbst Mutter und man merkt ihr die Erfahrungen an.

In den letzten Wochen las und hörte man immer wieder von der miserablen Lage, in der sich Hebammen und somit auch alle (werdenden) Eltern befinden: Hebammen dürfen nicht ohne Haftpflichtversicherung arbeiten, aber ab Mitte 2015 steigt der einzige Versicherer aus. Das bedeutet, dass viele oder vielmehr die meisten Hebammen ihren Beruf an den Nagel hängen werden. Desaströs. Anne und Anja, zwei Hebammen aus Berlin, setzen sich auf ihren Blogs mit den Missständen und den politschen Regelungen auseinander. Sie sind Damen vom Fach und ich überlasse ihnen die Erläuterungen.

Ich wollte hier aber auch noch auf einen Beitrag des SWR hinweisen, den ich letztens gesehen habe.

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