30.06.2014

une vie magnifique auf Facebook


Die Überschrift sagt es ja schon - une vie magnifique hat nun auch eine eigene Seite auf Facebook. Eigentlich keine große Sache, aber ich musste trotzdem ein wenig darüber nachdenken. Das ist vielleicht vor allem für diejenigen interessant, die keinen Reader bei Bloglovin oder Feedly haben, oder die es ganz einfach klassisch bei Facebook mögen, um alle Neuigkeiten zu erhalten. Also, liken und teilen :-)

25.06.2014

one tiny little story


Die Betreuungsplatzsuche ist ein Thema, das immer wieder mal aufploppt. Dann denke ich drei, vier Tage an kaum etwas Anderes, telefoniere, schreibe und mache mir Sorgen. Darauf folgen Wochen, in denen ich kaum daran denke und fest davon überzeugt bin, dass das schon alles irgendwie klappt. Aber tatsächlich ist es ja so, dass Anton noch keinen Platz hat und wir unbedingt ab September einen brauchen. Es gibt diese Vormittage, an denen bin ich voller Tatendrang und arbeite meine Liste ab, recherchiere nochmal und nehme das Telefon zur Hand (ich hasse Telefongespräche). Ganz motiviert war ich auch heute Morgen und telefonierte mit einer überaus freundlichen Dame. Unsere Anmeldung war angekommen, aber sie versicherte uns, dass wir zu 99% keinen Platz bekämen, weil wir aus Hessen kommen und die Uni in Mainz liegt. Wir sollten uns überlegen, ob wir nicht wieder nach Mainz ziehen wollten. Dieser.blöder.Rhein.Diese.blöde.Landesgrenze. Ein neuer Tiefpunkt bei der Kitaplatz-Suche. Nicht einmal an der Uni klappt es mit einem Platz. Dass Anton gerade zahnt, machte den Moment nicht gerade leichter. Aber irgendwie konnte ich meine negative Energie kanalisieren und kontaktierte drei weitere Kitas in unserer (weiteren) Umgebung. Wir sind deutlich vorangekommen! Wir stehen auf drei Wartelisten mit eventuellen Chancen und eine Krippenleiterin hat mir eine persönliche Empfehlung für eine Tagesmutter gegeben. Und auch die Dame vom Jugendamt, die ich sehr schätze, hat mit mir einen "Plan" überlegt und meldet sich noch diese Woche mit einem Vorschlag für eine Tagesmutter in unserem Ort. Es geht also doch voran.

23.06.2014

Studieren mit Baby // Teil 3



Wir hatten letzten Dienstag die "Notsituation", dass meine Eltern im Urlaub waren und ich uns noch nicht bei der Notfallbetreuung vorgestellt hatte. In der Woche zuvor war ich guter Dinge und freute mich fast schon auf diese Herausforderung. Aber an diesem besagten Dienstag war ich dann doch ziemlich aufgeregt. Was hatte ich uns nur eingebrockt? Anton kann zwar ein lieber Junge sein, aber still sein, das ist kaum möglich.

Bei mir startet alles mit einer guten Vorbereitung. :) Ich habe mir vorher die Veranstaltungsräume gut angeschaut und mit beiden Dozenten gesprochen. Während einer sofort einverstanden war, meinte die andere, dass wir es versuchen könnten, sie sich aber nicht sicher sei, ob es klappen würde. Sie habe selbst zwei kleine Kinder und wisse, dass Kinder nicht nur still seien. Ich packte eine Decke, Knäckebrot zum Knabbern (und somit Stillsein), genug Wasser und leises Spielzeug ein. Am Dienstag starteten wir unseren Tag wie gewohnt und Anton machte ab 10 Uhr seinen Vormittagsschlaf. Gegen 11 Uhr musste ich ihn allmählich aufwecken, weil er angezogen werden sollte und wir mit dem Bus hochfahren mussten.

Wir kamen zehn Minuten früher an und ich wollte unsere kleine "Station" aufbauen, wobei unser Kurs dann spontan den Raum wechseln musste. Der erste Raum ist ein großer Hörsaal mit vielen Stufen und einem schneller Zugang nach draußen. Eigentlich perfekt. Am Anfang der Veranstaltung saß Anton noch im Kinderwagen und bekam sein Mittagessen. Diesmal ausnahmsweise in Form von Fläschchen statt Brei. Anton war ganz ruhig und entspannt und ich konnte mich wirklich gut auf die Folien konzentrieren. Allmählich wurde er natürlich wacher und wollte sich bewegen. Aber auch hier klappte es gut mit der Aufmerksamkeit. Als ungefähr die Hälfte der Zeit vergangen war, musste ich Anton wickeln und bin danach wieder in den Raum reingegangen. Aber so lange wollte er dann nicht mehr ruhig spielen. Er quietschte immer wieder, schmiss irgendwas zu Boden und schließlich fing er an zu meckern. Ich bin dann wieder schnellstens rausgegangen, weil ich niemanden verärgern wollte. Letzten Endes war Anton wach und gut drauf, er wollte spielen, und deshalb blieb ich draußen vor der Tür. Zum Schluss war die Tür aber offen und ich bekam noch Einiges mit.

Zu Beginn des zweiten Seminars schlief Anton ein. Und für mich ganz unglaublich, schlief er die kompletten eineinhalb Stunden im Kinderwagen! Die Dozentin begrüßte anfangs alle Studenten, "auch die kleinsten unter Ihnen".

Mein Fazit: Als Notlösung ist das Mitnehmen von Babys auf jeden Fall möglich. Aber dennoch hoffe ich, dass ich nicht so schnell wieder in dieser Lage sein werde. Ich war den kompletten Morgen angespannt und hoffte, dass alles klappt. Anton war zwar perfekt drauf (besser als zu Hause!), aber ich fand es ganz schön unfair, ihm ständig den Mund zu halten zu wollen; egal ob mit Schnuller, Flasche, Beißring oder Knäckebrot. Trotzdem hat Anton sehr gut mitgemacht und ich habe in der ersten Veranstaltung ungefähr die Hälfte aktiv mitbekommen. Ein Versuch war es also wert.

20.06.2014

Erfrischung auch für Babys: Avène Eau Thermale




Bis ich mir letztes Jahr die erste Sprühdose des Eau Thermale von Avène kaufte, belächelte ich das kleine Wunderwässerchen mit seinen ach so vielen Möglichkeiten. Es schien mir als Geldmacherei, reines Wasser in eine Dose gefüllt. Aber dann sah ich es bei einigen Freundinnen im Badezimmerschrank. Irgendwas musste wohl an dem Thermalwasserspray dran sein; und ich kaufte mir in Paris eine Reisegröße.

Und was soll ich sagen? Es ist ein gehyptes Utensil, eine Sprühflasche mit Wasser. Und dennoch hat sie ihren gewissen Reiz. Das Wasser kommt in so feinen Tröpfchen aus der Drüse, das man sich tatsächlich direkt angenehm erfrischt fühlt. Die Reisegröße ist handlich und passt bei mir in jede Tasche. Und es kann scheinbar noch mehr. Es schenkt der Haut Feuchtigkeit unter der Pflege, es fixiert das Makeup, es desinfiziert und es soll das Kratzen im Hals lindern. Die Heilwirkung des Wässerchens muss jeder für sich herausfinden.

Aber eine Funktion haben wir in den letzten heißen Tagen kennengelernt. Wir saßen am Rhein unter Bäumen und Anton war nölig, ihm war einfach zu heiß. Doch dann kamen wir auf die ganz naheliegende Idee, ihn mit dem Thermalwasser vollzusprühen. Er liebt es!


Avène ist natürlich nicht das einzige Thermalwasser, das es auf dem Markt gibt. Weitere Hersteller sind z. B. Caudalie, La Roche-Posay oder Vichy.

Hier stellt Avène ein paar Möglichkeiten, wie man das Thermalwasserspray nutzen kann.



19.06.2014

Studieren mit Baby // Teil 2



Studieren mit Baby - das ist bei uns gerade ein wichtiges Thema. Seit dem Sommersemester studiere ich Kunstgeschichte und AVL an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Im Teil 1 ging es um unsere aktuelle Situation, unseren Zeitplan und die Betreuungssituation.



Notfälle
Glücklicherweise hatten wir noch keine ernsthaften Notfälle. Aber da diese mit einem kleinen Baby schnell mal vorkommen können, habe ich im Vorfeld alle Notlösungen gecheckt. Diese gelten auch, sollten meine Eltern im Urlaub sein oder mein Freund im Büro arbeiten müssen. Zum Einen haben wir zwei, drei Freunde, die keine allzu feste Wochenstruktur haben und uns ihre Hilfe angeboten haben. Das Problem hier ist nur, dass alle noch kein einziges Mal auf Anton bzw. auf Kleinkinder aufgepasst haben. Im Zweifelsfall wäre es aber möglich, dass sie während des Seminars mit Anton (beispielsweise) auf dem Unigelände spazieren gehen. Die andere Möglichkeit ist ein Angebot der Universität. Es gibt eine Notfallbetreuung, die man zwei Mal im Semester in Anspruch nehmen darf. Dafür muss man sich vorher die Einrichtung angeschaut haben. Und die andere Lösung ist, dass ich Anton mit in die Veranstaltungen nehme. Diese Situation haben wir nächste Woche. Ich habe das vorher mit den Dozenten abgeklärt und beide erlauben es uns. Ich bin sehr gespannt, wie Anton mitmachen wird - vielleicht schläft er ja? - und sollte er laut sein, werde ich rausgehen. Beide Räume sind jedenfalls geeignet. Der erste Raum ist sehr groß, anonym und mit Stufen. Der andere Raum ist ebenerdig, aber es gibt hinten sehr viel Platz und man kommt direkt an die Tür.

die Universität
Natürlich sollte jede Universität als staatliche Einrichtung besonders gut auf Studierende mit Baby/Kind ausgerichtet sein und entsprechende Einrichtungen haben. Wer sonst, wenn nicht sie? Ich hatte mich im Vorfeld informiert und mir einiges angeschaut. Ich berichte hier über die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, aber sicher gibt es auch ganz ähnliche Einrichtungen in allen anderen Unis.
Zum einen gibt es das Familienservicebüro, in dem ich bereits im Wintersemester in der Sprechstunde war. Dabei können Fragen zur Finanzierung und Übergangs- oder Kita-Betreuung geklärt werden. Außerdem bekam ich den kinderfreundlichen Lageplan der Uni ausgehändigt - sehr sinnvoll. Aurel (Autonomes Referat für Eltern der AStA der Universität Mainz) ist eine weitere Anlaufstelle. Die Studierenden bieten Sprechstunden an und veranstalten Erste-Hilfe-Kurse und Flohmärkte. Es gibt einige Kindertagesstätten auf dem Universitätsgelände. Diese werden für Studierende und Uni-Angestellte angeboten. Wie vorhin beschrieben, ist es nicht einfach, einen Platz zu bekommen. Von den drei Kitas, die ich besucht habe (ein Termin für die vierte Kita wurde telefonisch abgesagt), gefielen mir zwei sehr gut. Auf dem Campusplan ist u.a. der Eltern-Kind-Raum eingezeichnet. Im Herbst schaute ich ihn mir an. Hier gibt es eine Küche, viel Spielfläche und Computerarbeitsplätze. Der Raum ist jedoch relativ weit von meinen Instituten entfernt, sodass es wohl selten Sinn macht, dorthin zu gehen. In der Institutsbibliothek gibt es aber alles, was wir benötigen: einen kleinen Eltern-Kind-Raum und einen Wickelplatz. Auch sind einige Kopierer in extra Räumen untergebracht, sodass ich den Semesterordner kopieren konnte, während Anton auf dem Boden gespielt hat.


Rechtliches
Grundsätzlich haben Studenten mit Kindern Anspruch auf einige Sozialleistungen. Das erstreckt sich von Kindergeld, Mutterschaftsgeld, Kinderzuschlag auf die Bafögzahlung bis hin zu Stipendien. Da jeder Einzelfall individuell behandelt werden muss, macht es hier am meisten Sinn, sich beispielsweise mit dem Familienservicebüro in Verbindung zu setzen. Der Mutterschutz ist gesetzlich vorgeschrieben, Elternzeit und Urlaubssemester können genommen werden. Wichtig ist, dass man sich eingehend über alle Rechte informiert!

Lernen
Bei drei Klausuren am Ende des Semesters, muss ich bereits seit den ersten Wochen gut organisiert sein. Nicht umsonst sagt man, dass Mütter Organisationstalent besitzen sollten. Mir ergeht es da ganz ähnlich. Mein Zeitplan ist voll, mit einigen Puffern für den Faktor Kind, Ausruhzeiten, Hausarbeit, Freunde oder Bloggen, und was ich sonst so mache. Aber der ganze Orgaaufwand zahlt sich aus. Meistens klappt es sehr gut, dass ich an den beiden festen Lerntagen die freie Zeit wirklich fürs Lernen nutze. Bestenfalls mache ich das tagsüber, wenn Anton schläft. Weil ich aber so viel Stoff wiederholen und aneignen muss, habe ich mir mittlerweile auch am Abend eine Lernsession eingerichtet. Aber ehrlich gesagt finde ich es ziemlich schwer, mich abends noch auf die Folien zu konzentrieren. Bisher habe ich es noch nicht ausprobiert, im Eltern-Kind-Raum in der Bereichsbibliothek zu lernen. Die meiste Lektüre konnte ich kopieren und zu Hause an unserem Esstisch kann ich prima lernen. In der heißen Lernphase werde ich wohl auch zu meinen Eltern fahren und dort lernen. Dann ist Anton gut aufgehoben und ich kann mit freiem Kopf lernen.

alles Andere
Das Studium mit Baby unterscheidet sich momentan noch stark von einem Studium ohne Baby. Das liegt daran, dass ich nur wenige Veranstaltungen habe und gleichzeitig immer unter "Termindruck" bin. Sobald das Seminar vorbei ist, stürme ich raus, um den Bus zu bekommen, damit ich die lieben Betreuer ablösen kann. Wirklich "Freunde" machen geht also gerade nicht. Muss aber auch nicht sein. Ich genieße es sehr, dass ich zwei Mal die Woche ein bisschen Zeit für mich habe und wieder tollen Input bekomme. Das reicht mir momentan vollkommen. Die Busfahrten nutze ich, um wieder zu lesen und ich habe schon zwei Bücher gelesen! Das tut mir gut. Wenn ich an der Uni bin, dann bin ich ganz Studentin und zu Hause habe ich (oft oder meistens) den Kopf ganz für Anton frei.


Wie schafft ihr euch Freiräume zum Lernen? Ist euer Partner länger zu Hause? Wohnen die Großeltern ein paar Straßen weiter? Habt ihr Urlaubssemester genommen? Wie sieht euer Notfallplan aus?

18.06.2014

one tiny little story


Erst vor ein, zwei Wochen habe ich damit begonnen, Anton ganz regelmäßig Tiernamen und die dazugehörenden Tiergeräusche zu zeigen. "Anton, wie macht die Katze?! Miaaau, miaaau, miaaau." Anton, wie macht der Hund? Wuff, wufffff, wuff, wau, wau."

Anton findet es ziemlich lustig und schaut ganz interessiert. Am häufigsten habe ich ihm bisher Hund und Katze gezeigt und bei diesen beiden Tieren gibt es schon kleine "Lernerfolge": Wenn ich miau mache, dann macht er immer ein aaah im Takt meines Sprechens und beim Hund hält er die Hände vor sich und fängt an zu kichern. Und das jedes Mal.

Die anderen Tierlaute sind aber auch ganz toll. Zum Beispiel ruft die Eule huhuuu, der Hahn kräht kikerikiiii und der Fisch macht ein stummes Blubb.

15.06.2014

Studieren mit Baby // Teil 1


"Das Studium ist die beste Zeit, um Kinder zu bekommen!" höre ich ziemlich häufig, aber kaum eine Studentin aus meinem Bekanntenkreis möchte im Studium schwanger werden. Es gibt wohl nie den perfekten Zeitpunkt, um ein Kind zu bekommen. Aber es stimmt schon, in kaum einer anderen Phase im Leben kann man seine Zeit so flexibel planen wie im Studium.

Seit dem Wintersemester bin ich an der Uni eingeschrieben und seit dem Sommersemester studiere ich "richtig", Kunstgeschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Es sind bereits einige Wochen vergangen und ich habe mich an den neuen Wochenrhythmus gewöhnt. Ich möchte euch ein wenig an meinen Vorbereitungen und den Alltagssituationen teilhaben lassen.


Warum warte ich nicht mit dem Studium, bis Anton ein Jahr alt ist?
Der Weg zum Studium war ein sehr weiter. Vom Gymnasium abgegangen, weil ich eine Ausbildung machen wollte, verließ ich früh das schulische System und wollte am liebsten nie wieder etwas damit zu tun haben. Aber nach Ausbildung und ein paar Jahren in der Arbeitswelt entwickelten sich meine Interessen in eine andere Richtung und relativ bald wurde klar, ich brauche das Abitur, um meinen Berufswunsch ausüben zu können. Also Umzug und drei Jahre wieder hinter der Schulbank, um dann vor einem Jahr ein Abitur mit sehr gutem Schnitt in den Händen zu halten. Nach fünf Jahren wünschen und daraufhin arbeiten war für mich Anfang des Jahres klar: jetzt möchte ich (endlich) studieren. Ich hatte mich schon im Wintersemester akkreditiert und konnte drei Wochen lang die Vorlesungen besuchen, bis der kleine Mann kam. Noch während meiner Arbeitnehmertätigkeit fuhr ich ein Mal pro Woche von Aschaffenburg nach Mainz, um als Gasthörerin an den Veranstaltungen teilnehmen zu können. Im Sommersemester war für mich also der Zeitpunkt gekommen. Ich langweilte mich ganz und gar nicht, aber ich hatte einfach richtig Lust, mit dem Studium zu beginnen. Anton war fünfeinhalb Monate alt und hatte gerade begonnen, Beikost zu essen.

Zeit-/Stundenplan
Den Start der Beikost mit dem Studienstart zusammenzulegen, war vielleicht nicht die sinnvollste Idee. Mein Wochenzeitplan änderte sich auf einmal drastisch. Damit wir uns alle dieses Semester ganz allmählich an die "working mum" gewöhnen, wählte ich nur drei Veranstaltungen aus. Alle drei Veranstaltungen bilden das Einführungsmodul in Kunstgeschichte und es gibt drei Klausuren am Ende des Semesters. Mein Ziel war/ist es, schon im ersten Semester ein Modul abzuschließen und damit einen kleinen Schritt gemacht zu haben. Ich habe dienstags zwei Veranstaltungen und freitags eine. An zwei Tagen der Woche habe ich Lern- bzw. Wiederholungstage fest eingeplant. Somit bleibt (abgesehen vom Wochenende, an dem sowieso alles ganz anders ist, weil mein Freund auch zu Hause ist) ein einziger wirklich freier Tag in der Woche. Für mich als Menschenfreund war das also eine große Umstellung. Ich treffe mich nun deutlich seltener mit Freunden, da ich, vor allem an den Lerntagen, jede freie Minute nutze (oder nutzen sollte), um den Stoff zu wiederholen.

Betreuung
Ich hatte zu viel im Kopf und hatte es teilweise verbummelt; schon vor der Entbindung nach einer Kita zu suchen kam mir einfach komisch vor. Nach der Entbindung war ich zu beschäftigt und erst nach ein paar Monaten nahm ich mir das Projekt Betreuung zu Herzen. Wie sich herausstellte und von Anfang an klar war, war das etwas zu spät. Eine Betreuung ab dem Sommersemester war also zu kurzfristig. Weil ich dennoch sehr gerne schon im April mit dem Studium beginnen wollte, musste eine Lösung her. Ich bin sehr froh, dass ich Menschen um mich habe, die mich bei meinem Wunsch unterstützen. Unsere Notlösung für dieses Semester sieht also wie folgt aus: an einem Tag passen meine Eltern auf Anton auf und nehmen dafür wöchentlich einen Weg von insgesamt 160 km und häufige Staustoßzeiten auf sich. Am anderen Tag arbeitet mein Freund halbtags von zu Hause aus.
Für das nächste Semester bin ich schon seit Januar dabei, eine Betreuung für Anton zu suchen. Auch das stellt sich als gar nicht so einfach heraus. Wir haben ein großes Wohnort- und Zugehörigkeitsproblem, was bedeutet, dass wir im Mainzer Stadtgebiet keinen Kitaplatz bekommen, dafür aber in Wiesbaden Anspruch haben. Wiesbaden ist aber zu weit weg, die wenigen Kitas in den umliegenden Ortschaften sind entweder belegt oder wir stehen auf der Warteliste und ansonsten bleiben nur die Uni-eigenen Kitas. Eine Kita für Kinder unter einem Jahr war hoffnungslos unterbesetzt, die andere Kita hat den Infotermin telefonisch abgesagt, weil die freien Plätze schon mit Geschwisterkindern besetzt werden würden und bei der großen Kita eröffnete man uns beim Infoabend, dass es keine freien Plätze mehr gebe, aber bald eine neue Kita gebaut werden solle. (Tragisch!) Seit einigen Wochen sind wir schon mit einer Tagesmutter in Mainz im Gespräch. Grundsätzlich finde ich die Idee sehr gut, dass Anton mit wenigen Kindern zusammen ist und sich eine Frau nur auf fünf Kinder konzentrieren muss. Aber auch hier gibt es wieder ein paar noch ungelöste Probleme: Die Mainzer Tagesmutter ist zu weit weg (im Zweifelsfall ist es aber die beste Lösung) und für die Tagesmütter in unserem Wohnort muss ich auf einen Vorschlag vom Jugendamt warten (wahrscheinlich bis September...). Regelmäßig bin ich kurz vorm Verzweifeln, wenn ich an die Situation denke, aber ich bin mir sicher, dass wir bis zum Wintersemester (bzw. ein paar Wochen vorher für die Eingewöhnung) eine Lösung finden werden.


Gibt es unter euch Lesern auch Mütter, die studieren? Oder vielleicht (wieder) arbeiten? Wie geht es euch damit, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Seid ihr schnell wieder in den Unialltag eingestiegen oder macht ihr eine lange Pause? Ich freue mich, wenn ihr berichtet!


Im Teil 2 geht es um Lernzeiten, Notfälle, Rechtliches und die Universität.

04.06.2014

one tiny little story


Huch, diese Woche verging aber schnell - schwupsdiwups steht eine neue tiny little story an.   Anton genießt sichtlich die Zeit mit seinen Großeltern, während ich in der Uni bin. Er ist das Vorzeigebaby schlechthin, schläft viel, ist zufrieden und schäkert. Wenn ich heimkomme, erzählen mir meine Eltern begeistert, was Anton alles angestellt hat. Und, so wie gestern, zeigen sie mir Videos, die sie im Laufe des Tages auf dem Handy gedreht haben. Ja, und da sehe ich doch tatsächlich, was Anton Neues von den Großeltern gelernt hat: er schnalzt mit der Zunge!