30.08.2014

Geschenkideen für (Neu-)Mamas: Nervennahrung


Ich habe eine große Leidenschaft, eine wirklich sehr große Leidenschaft: ich liebe Schokolade. Und eigentlich reicht mir dann auch nicht ein kleines Stückchen zum Kaffee, auch nicht unbedingt nur eine Rippe, sondern gerne mal eine halbe bis ganze Tafel. Meine große Leidenschaft ist auch mein großes Laster und wenn ich an den kommenden Urlaub und meine Nicht-Bikinifigur denke, ärgert es mich natürlich noch mehr, dass ich bei diesem Punkt so grandios undiszipliniert bin.

In den ersten Wochen als Mama stieg mein Schokoladenkonsum deutlich an. Selten aus Frustration, meistens aus Energiemangel. Denn bei so einer großen Umstellung, mit kurzen Nächten und einer pausenlosen Verantwortung,  hatte ich Energie in Form von Schokolade mehr als nötig. 

Deshalb schenke ich Neumamas wie auch allen anderen Müttern (es wird ja nicht leichter ;-) ) gerne hübsch verpackte Schokoladentafeln. Dafür packt man die Schokolade bis zum Aluminiumpapier aus. Die kleinen Täfelchen von Heilemann haben einen tollen Goldton ohne Aufdruck. Manche Aldi-Schokoladen sind auch von goldfarbigem Papier umgeben. Ich habe dieses Mal auch Lindt-Schokolade verpackt. Die meisten Verpackungen sind silber und mit Firmenaufdruck. Ich habe japanisches Musterpapier auf die Größe zugeschnitten und entweder mit Maskingtape oder Doppelseitigem Klebeband zusammengeklebt. Alles andere ist Geschmackssache. Ich habe die Bezeichnung der Sorte aufgeschrieben, Stempel, Dymo Schriftbänder und Bäckergarn benutzt.

Für alle, die lieber einen gesunden Snack haben wollen, kann man Studentenfutter oder Nussmischungen in kleine Zellophantütchen packen oder Gläser nutzen.









28.08.2014

Buchtipp: Mama muss die Welt retten


Dass Mama die Welt retten muss, ist selbstverständlich. Jeden Tag. Für einen kleinen Buben. Wenn er auf die Nase fällt, weil er den Ball bestimmt noch kriegen könnte, ist Mama die Trostspenderin. Wenn er Durst hat und trinken möchte, ist Mama entweder die Quelle selbst oder hat in Nullkommanichts eine Flasche vorbereitet. Und wenn dem kleinen Mann langweilig ist, spielt Mama den Clown.

Bei all den vielen Aufgaben einer Mutter -meiner Meinung nach ein unterbezahlter und zu wenig wertgeschätzter Vollzeitjob- gibt es auch noch die Seite der Business-Frau, die Frau, die auch in der Arbeitswelt mit einem starken Highheelstandbein steht.


Wie Mütter vom Wickeltisch aus Karriere machen ist das Thema des Buches Mama muss die Welt retten von Caroline Rosales und Isa Grütering. Das Buch hat in der Mamablogosphäre weite Kreise gezogen, da die Autorinnen selbst Mütter und Bloggerinnen sind. In einem gesonderten Post werde ich auf das Kapitel "Studieren mit Baby" eingehen, möchte hier aber einen Überblick über das gesamte Buch geben. Ich beschreibe hauptsächlich die Themen oder Passagen, die mir selbst wichtig waren.


Während der Schwangerschaft stöberte ich viel in den Eltern-Kind-Regalen der Buchläden. An dem Tag, als dieses Buch auf meinem Stapel lag, saß ich eine halbe Stunde im bequemen Sessel und kam einfach nicht von diesem Buch los. Und jetzt, in der Elternzeit und im Studium, hat Mama muss die Welt retten noch mehr Relevanz.

Schon nach den ersten Seiten des Buches dachte ich mir immer wieder: Ja, genau! So ist das bei mir auch. Aber es gab auch einige Aussagen, die ich infrage stellen musste.


Wochenbett - und dann?
Viele Mütter hinterfragen am Anfang ihrer Mutterschaft ihre aktuelle Situation. Nach Wochen völliger Fixiertheit auf das Neugeborene, kommt fast jede Frau an den Punkt, an dem sie sich neu definieren will. Ist man zufrieden mit seinem Leben oder muss sich etwas ändern? Die Elternzeit bewirkt also bei vielen einen Perspektivwechsel, es ist die perfekte Zäsur und kann als Chance genutzt werden.

Die Schriftstellerin Caroline Rosales beschreibt zunächst ihre eigene Situation nach der Geburt ihres ersten Sohnes und erklärt, wie sie sich anfangs fühlte. Bestimmt finden sich die meisten Mütter, in welcher Form auch immer, in ihren Worten wieder. Denn "plötzlich" ist da ein Baby, das gefüttert, gewickelt und geherzt werden will. Doch nach Wochen des Gewöhnens und Genießens und mit dem Selbstständigerwerden des Kindes, gibt es eben wieder Raum für eigene Träume, und manchmal vor allem Zeit. Caro verspürte diesen Wunsch ganz stark. Sie traf sich mit vielen anderen Müttern, traf auf Isa, die die Idee zu diesem Buch hatte und bekam neue Energie.

Mittlerweile haben die beiden Autorinnen ganz schön viel auf die Beine gestellt. Wobei an dieser Stelle wohl, nicht allzu polemisch gemeint, erwähnt werden müsste, dass Caro und Isa die absoluten (Berlin-)Powerfrauen sind, die durch Fleiß, ihren Standort und ein Netzwerk viel bewegt haben.


Schritt für Schritt - Punkte, die beachtet werden müssen
Zurück zum Inhalt des Buches. Bevor nun einzelne Frauen mit ihren Ideen und Aufgaben vorgestellt werden, werden einige sehr wichtige Themen angeschnitten oder diskutiert.

Bei allen Möglichkeiten der Selbstverwirklichung mit Baby ist beispielsweise die Betreuungsfrage zentral. Man muss beachten, dass ein Baby wirklich eine Doppel"belastung" bedeutet und dass man mit Kindern nicht unbedingt genauso arbeiten könne wie bisher. Nur wenn die Betreuung gewährleistet ist (egal ob durch das andere Elternteil, Familie oder Kita/Tagesmutter), hat man selbst die Möglichkeit, seinem Ziel näher zu kommen.

Häufig kommt das Thema des aktuellen Leitsbildes einer perfekten Mutter auf. Das Ziel sei es, ein individuelles und zeitgemäßes Verhältnis von Familie zu entwickeln, das jenseits von Kischees ist.

Auch der Begriff der Mompreneur findet seinen Platz.

"Mütter schaffen alles, wenn sie wollen", auch wenn es einen enormen Kraftaufwand bedeutet (S.36). Doch dabei sei die Grundvoraussetzung, dass man ein gesundes bzw. kein krankes Kind hat. Solche Aussagen treffen meine Meinung ziemlich genau. Aber auch "Und ich hatte es mir leichter vorgestellt." (S. 36)

Ein wenig kritisch sehe ich die Zeilen, in denen die Rollen der Mutter und des Kindes beschrieben werden. Ist das Baby Mittelpunkt oder Zuschauer? Die Mutter lebe weiter, das Kind mache mit und nehme an ihrem Leben teil. (S. 16) Wie könne alles unter einem Hut gebracht werden? Mir stellt sich beim Lesen solcher Zeilen die Frage, in wie weit man sich selbst als Mutter zu wichtig nimmt. Es ist mehr als einleuchtend, dass man sich selbst nicht vergessen sollte und sich das Kind auch an den Rhythmus der Familie anpasst, doch müssen hier individuelle Grenzen gesetzt werden. (Die mir bei den Autorinnen etwas sehr weit gezogen vorkommen, ich kann das jedoch nur anhand der Texte beurteilen, da ich beide nicht persönlich kenne.)


Praktische Anwendungshinweise
Isa und Caro geben auch ganz praktische Anwendungshinweise (und meiner Ansicht nach findet man davon deutlich zu wenig auf Mama-Blogs): Sie beschreiben zum Beispiel ihr "Heim-Karriere-System". Sobald das Kind schlief, holten sie sich einen Kaffee und setzten sich an den Laptop. Diese Fokussierung erzeugte einen besondere Energie.

Im zweiten Kapitel werden also Mütter vorgestellt, die sich in der Elternzeit beruflich neu orientierten oder eine neue Geschäftsidee hatten. Isa's Bericht macht den Anfang. Sie gründete zwei Blogs (darunter auch hauptstadtmutti.de). Auch hier gibt es ganz praktische Einblicke: mit einem Partner, mit dem sie sich die Nachmittage teilt, einem Coworking Space und einer zehnminütigen Telco mit ihren Mitbloggerinnen um 9 Uhr morgens arbeitete sie effektiv. Auch nutzte sie die Schlafenszeiten ihres Bubens zum Arbeiten. Was jede Mutter wohl brauch sei "ein bisschen Wahnsinn, ein bisschen Alltag, aber auch ein bisschen Glamour" (S. 39) Dem kann ich nur zustimmen.

Caros Einstellung zu den Phasen, in denen nicht alles nach Plan läuft: "Tja, wenn bei mir zu Hause alle Kinder krank sind, springen die anderen beiden Mädels ein. Oder es gibt halt keine Posts und keine Mails. Ist dann eben so." (S. 63)

Es wird dann sogar noch praktischer. Auf die Berichte der Mütter folgen Checklisten, welche Themen zu beachten sind. Beim Blogger-Thema ist die Liste in die Punkte Die Planung, Der Inhalt, Partnerschaften, Einkünfte unterteilt.


Drittes Kapitel
Nach den Mompreneur-Berichten geht es um Erschöpfungszustände und Entspannungsmöglichkeiten, über Work-Life-Balance und die Zukunft der Mompreneurs. Es folgen in den letzten Seiten viele Links zur Existenzgründung, Finanzierung, diverse Netzwerke und Portale, Magazine und Jobbörsen, Kinderbetreuung und Lieferdienste.


Und hier nur noch kurz für den Überblick:
Das Buch ist in drei Hauptthemen gegliedert. "I. Vom Baby-Blues zur Wiedergeburt als Selfmade-Mama", "II. Links das Baby, rechts der Laptop" und "III. Die beste Mutter der Welt - das bist du!"


Mein Fazit
Mama muss die Welt retten ist definitiv ein Buch, das viel Input und Inspiration gibt. Spätestens nach dem ersten Kapitel hat man das Gefühl, dass man als Mutter alles schaffen könne. Es ist gut, dass die Autorinnen immer wieder betonen, dass dies nicht der Weg für alle Mütter ist, doch gibt das Lesen die Motivation, seine eigene Situation noch einmal neu zu überdenken. Ich bin sehr begeistert davon, dass man entweder zwischen den Zeilen oder in den Checklisten ganz praktische Tipps und Hinweise bekommt, wie man an die ganze Sache rangehen kann und dass es keine allgemeinen "Wir können die Welt verändern"-Parolen beinhaltet. Der zweite Mompreneur-Bericht (Summa cum Baby: Wie Caro das Studium mit Neugeborenen stemmt) hat mir vor der Geburt sehr viel Mut gegeben. Es gibt hier und da ein paar Stellen, in denen Begriffe wie "ihr altes Leben" vorkommen. Oder "Die Mutter lebt weiter, das Kind macht mit und nimmt an ihrem Leben teil." (S. 16) Sätze, die ich nicht voll unterstütze und die mich die Einstellungen von Müttern hinterfragen lässt. Es ist doch vielmehr so, dass durch die Elternzeit eine neue Facette einer Frau zu Tage tritt (mit Jenny Jungs Worten) und dass das Kind nicht nur ein Anhängsel ist. Doch abgesehen von diesen Passagen ist Mama muss die Welt retten ein sehr guter Rat- und Ideengeber für Mütter, die sich langweilen, die schon einen konkreten Plan haben oder die einfach noch kleine Gedankenanstöße gebrauchen können.


Ich danke dem Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar.


Habt ihr das Buch schon gelesen? Könnt ihr etwas mit dem Thema anfangen oder ist es nicht relevant für euch?

27.08.2014

one tiny little story


Letzten Donnerstag, ein Tag vor der Hochzeit von Antons Oma, stand Antons Outfit fest. Doch mein Outfit bestand aus ... äh Unterwäsche? Vor lauter Vorbereitungen und Antons schlechter Laune kam ich einfach nicht dazu, mir Gedanken über mein Outfit zu machen. An diesem Tag machten wir uns also auf den Weg nach Wiesbaden und verbrachten die Zeit dort. Anton machte prima mit, er ist seit einer Woche wieder gut drauf, also wirklich gut drauf. Und das erleichtert so einen Tag natürlich. Er konnte sogar gut im Kinderwagen schlafen, sodass ich selbst in seiner Schlafenszeit einige Kleider anprobieren konnte. Insgesamt waren es wohl fünfundzwanzig. (War das eine anstrengende Tour.) Am Ende der fünf Stunden und mit drei Kleidern in der Einkaufstüte (ich entschied dann zu Hause), machte ich im Lalaland Pause. Das war genau das Richtige für eine leicht genervte Mutti und einem etwas überdrehten Buben. Ich bekam Cappuccino und Crêpe und Anton konnte sich austoben. Und das gefiel ihm richtig gut. Zwei eineinhalb-jährige Buben spielten mit einem schicken Bobbycar und Anton robbte im Sitzen mit seiner ausgefeilten Technik von einer Ecke zur anderen. So ein Bobbycar hat ja Räder und bewegt sich fort. Perfekt für meinen kleinen Mann. Mich machte diese Stunde im Lalaland so glücklich. Anton hatte Platz und bewegte sich ganz flink. Ich hatte meinen Spaß beim Zuschauen und unterhielt mich nett mit den anderen Müttern. Mir wurde erneut bewusst, dass es so viel wert ist, wenn man sich ganz bewusst Zeit für sein Kind nimmt, dann entsteht echte Quality Time.

25.08.2014

DIY_Spielwürfel


Ich habe mich seit Langem wieder einmal im Nähen versucht. Die Geburt des kleinen Lion war für mich der Grund, mich hinter die Nähmaschine zu setzen und ein Geschenk zu nähen. Dabei ist mir erneut bewusst geworden, dass ich überhaupt keine Geduld bei handwerklichen Tätigkeiten habe. Und wenn dann die Nähmaschine auch noch zickt, kann das Nähen zu einer echten Odyssee werden. Ich bin dennoch sehr froh, dass ich gerade noch so viel Geduld aufbringen konnte, um den Fehler zu beheben und das Geschenk fertig zu nähen.

Die Idee für einen Spielwürfel habe ich von einer guten Freundin, die uns den unten stehenden grauen Würfel zur Geburt von Anton schenkte. Anton spielt gerne mit ihm und mir gefällt es, dass sich jemand so viel Mühe macht und ein Spielzeug selbst hergestellt hat.

Wie bin ich also als komplette Nähanfängerin vorgegangen? Ich habe mir eine Schablone zugeschnitten und aus verschiedenen Stoffsorten insgesamt sechs Quadrate ausgeschnitten. Dann habe ich jeweils zwei Quadrate mit der "bunten Seite" aufeinander gelegt und die zu nähende Seite mit Stecknadeln gesteckt. Jetzt habe ich auch noch Spitzenborten und verschiedene Bänder, teilweise mit Perlen besetzt, dazugesteckt. Für die Babys sind nämlich nicht nur die unterschiedlichen Muster und Stoffe der sechs Würfelseiten interessant, sondern auch die kleinen Schlaufen, durch die sie den Würfel anfangs besser greifen können. Nun müssen alle Kanten zusammengenäht werden, bis auf eine halbe Seite. Durch dieses Loch kann der Würfel auf rechts gedreht werden und die Watte und ein Glöckchen eingefüllt werden. (Bei uns haben sich laute Glöckchen bewährt.) Dann diese Öffnung zunähen - fertig.

Ich freue mich riesig und bin ein bisschen stolz, dass der Spielwürfel so gut geworden ist und wünsche dem kleinen, neuen Erdenbürger ganz viel Spaß damit.







23.08.2014

Buchtipp: Meine kleine Maus


Anfang August feierte ein kleiner, wunderbarer Junge seinen ersten Geburtstag und auf der Suche nach einem Geschenk für ihn stieß ich auf das Buch: Meine kleine Maus von Britta  Teckentrup. Es gibt drei Dinge, die das Buch ganz besonders machen. Zum einen ist es die Geschichte. Mit wenigen Zeilen wird ein Tag im Leben der kleinen Maus beschrieben. Da die Maus dann abends ins Bett geht, passt es gut als Vorlesegeschichte für kleine Kinder, die sich hauptsächlich die Bilder anschauen wollen (Anton ist schon in diesem Alter). Außerdem sind die Illustrationen sehr schön. Die Farben und die Stempeltechnik gefallen mir richtig gut. Und als drittes sind die Materialien zu erwähnen. Das Buch ist auf 100% Recyclingpapier mit pflanzlichen Ökofarben gedruckt; also im zweifelsfall "essbar". Offiziell ist das Buch für Kinder ab 24 Monaten gedacht, doch können Babys sicher auch schon etwas mit den Bildern anfangen.

Im ars Verlag sind noch drei weitere Bücher dieser Reihe im Frühjahr 2014 erschienen. (Meine kleine Ente, Meine kleine Eule, Meine kleine Katze)





20.08.2014

one tiny little story


Antons Launen (und Schmerzen) sind immer noch die selben. Vom Nachmittag bis zum Aufstehen heißt das also für uns fast ausnahmslos durchhalten. Mir ist bewusst, dass wir in einer "Phase" stecken. Aber diese blöde Phase fordert nun wirklich zu lange schon unsere Kräfte und allmählich fühle ich mich etwas ausgelaugt. (Und auch wenn die doofen Zähne immer noch nicht durchgebrochen sind, können wir tatsächlich jeden Tag einen neuen Mini-Schritt sehen: er winkt, hat schon ein paar Krabbelversuche auf dem Bett gemacht, er robbt schnell durch die Wohnung, er spielt morgens ganz zufrieden, etc.)

Gestern stand ein Pediküre-Termin an (seit der Schwangerschaft plane ich ein paar Besuche pro Jahr ein). Ich versprach mir nicht nur von Grund auf gepflegte Füße, sondern auch eine halbe Stunde Auszeit von Anton. Aber es ist ja klar, dass ich ihn bei einem 10-Uhr-Termin mitnehmen muss. Obwohl Anton an diesem Vormittag nicht schlafen konnte, klappte unser Ausflug richtig gut. Anfangs bestach ihn zwar mit zwei Stücken Brot, sodass er ruhig an seinem Brot knabberte und uns zuschaute. Und als er unruhig wurde, nahm ich ihn für die letzten zehn Minuten auf den Schoß. Glücklicherweise war genau in seinem Sichtfeld ein Spiegel angebracht. Ich hatte also friedliche, ruhige und stressfreie 30 Minuten Zeit für mich. Der Tag wurde dann mit einem Marktfrühstück mit Tetyana, vielen pinken Blumen, einem grandios schönen grauen Himmel, einem kleinen ruhigen Spot in der Mainzer Altstadt und einer langen Basteleinheit am Nachmittag gekrönt.

Wenn Anton so schlecht drauf ist, überlege ich mir manchmal, Termine wieder abzusagen, weil ich ab und zu einfach keinen Nerv für noch mehr Aufregung habe. In den seltensten Fällen mache ich das dann tatsächlich. Ich bin aber immer sehr froh, wenn ich meine Vorhaben einfach durchziehe. Denn meistens verläuft der Tag dann deutlich besser. Anton vergisst seine Schmerzen, wenn wir unterwegs sind und er andere Menschen und vor allem Babys sieht.

16.08.2014

die perfekte Wickeltasche - ein Update


Erinnert ihr euch? Ich habe "damals", vor einem Jahr, nach einer perfekten Wickeltasche für unseren Bugaboo Cameleon gesucht. Ehrlich gesagt fand ich meine Auswahl zwar wirklich schön, aber ich habe keine dieser Taschen gekauft. Weil ich mich die ganze Zeit nicht entscheiden konnte (Leder oder Stoff? Preislimit? Form?), beließ ich es dabei und nutzte ein alte H&M Kunstledertasche. Sie erfüllte eigentlich fast alle Kriterien. Sie war geräumig, schwarz, hatte viele Einzeltaschen und Fächer und der Riemen passte perfekt auf den Kinderwagen. Nur das Material ist eine Katastrophe. Diese Tasche wurde so viel beansprucht, fand ihren Platz auf den unterschiedlichsten Fußböden und musste Antons Spucke standhalten, so dass sie mittlerweile völlig abgenutzt aussieht. Vor allem sind Teile des Kunstleders abgegangen. Sehr unschön.

Direkt zu Beginn meiner alltäglichen Ausfahrten mit Anton kaufte ich in einem Drogeriegeschäft eine einfache schwarze Kinderwagentasche, die mit Klickverschlüssen am Kinderwagen zu befestigen ist und deren Henkel so groß sind, dass ich die Tasche auch mal als Rucksack tragen kann, nebst Anton auf dem Arm und Einkäufe auf dem anderen, die Treppe hochgehend. Ich machte damals das Firmenlabel ab und somit war sie ein ganz simpler schwarzer Beutel.

Diese Tasche nutze ich auch weiterhin, wenn die Käufe doch etwas umfangreicher ausfallen, als gedacht. Aber bei der Wickeltasche bin ich mittlerweile an dem Punkt gekommen, an dem unbedingt schnellstens eine neue her muss. Jetzt stellt sich mir wieder die Frage: Viel Geld für eine "richtige" Wickeltasche ausgeben oder eine "normale" Tasche umfunktionieren? Brauche ich Abteilungen in meiner Wickeltasche oder nicht?

Ich bin ganz froh, dass bisher niemand nach dem Inhalt unserer Wickeltasche gefragt hat. Wenn ihr wüsstet, was sich dort alles findet. Nebst vier, fünf kleinen Spielzeugen (wir fahren ständig mit der Bahn), einem Spucktuch, einer zusätzlichen Decke, Fläschchen, evtl. einer Mütze und Wechselwäsche, auf jeden Fall Windeln und Feuchttücher und meinen "Kleinigkeiten" müssen häufig auch noch der Nachmittagssnack plus Lätzchen und Löffel und eine zusätzliche Flasche mit Antons Mischwasser Platz finden. Manchmal verliere ich den Überblick. Und bekanntlich ist der Kinderwagenkorb vom Bugaboo nicht sehr groß.

Ok, ich bin also noch einmal auf die Suche gegangen. Dieses Mal aber ausnahmsweise nicht nach offiziellen Wickeltaschen geschaut (obwohl, wenn ich knapp 800 € über hätte, würde ich mir die Madeleen von Bugaboo x Kaviar Gauche zulegen), sondern nach Handtaschen. Ohje, dabei finde ich es ja schon auch ohne Vorgaben ziemlich schwer, schöne Taschen zu finden... Also, eine Auswahl an meist schwarzen, großen Handtaschen, mit meist viel Stauraum und einem langen Gurt. Was meint ihr, welche gefällt euch am besten?

13.08.2014

one tiny little story


Beim letzten Monatsbericht und auf Instagram kam wahrscheinlich durch, wie anstrengend die letzten Wochen waren. Erkältungsleid und Zähne, die viel Zeit benötigen, um durchzubrechen, erschwerten unseren Alltag. Seit einer Woche ist alles wieder "normal". Wobei normal ein Ständig-Beschäftigtwerden und ein Immer-Wieder-Jammern miteinschließt. Die Zähne sind zwar noch nicht durch, aber scheinbar schmerzen sie weniger.

Für anstrengende Phasen gibt es bei uns immer eine Art Bonus: Anton macht innerhalb kurzer Zeit viele Entwicklungssprünge. Dass er sich an allem hochzieht, fest stehenbleibt und nur ganz selten umkippt, finde ich schon bemerkenswert. Oder dass er unbedingt die Käsetortellini und Zucchinistücke von meinem Teller haben will und sie ganz aufisst. Und dass er viele Silben ausprobiert und viel spricht. Aber eine Sache fasziniert mich am meisten.

Ich setzte Anton vor den Spiegel und ging kurz aus dem Raum. Als ich wiederkam, war er am Schreibtisch und zog Briefumschläge aus der Schublade.
... Er robbte sich im Sitzen vom Bett zu den Schuhen meines Freundes und probierte sie.
... Er fand das Backpapier, das in einer Schublade unter dem Herd verstaut ist.
... Er robbte im Wohnzimmer einen weiten Weg bis zur Gitarre und haut auf ihr rum.

Und das könnte ich noch fortsetzen. Es ist einfach abgefahren. Erst war er noch im Wohnzimmer, auf einmal schaut er bei uns im Schlafzimmer vorbei. Wenn er Lust hat, kann er wahnsinnig schnell sein, egal ob im Liegen oder im Sitzen. Unser Baby ist mobil!


12.08.2014

Geschenkideen für (Neu-)Mamas



Gehört ihr zu den Leuten, die immer mit einer 1,5 Liter Wasserflasche herumlaufen und ständig an ihr nippen? Oder seid ihr so wie ich, ständig am Erinnern, wieder etwas mehr zu trinken, um mit Ach und Krach auf 1,5 Liter am Tag zu kommen?

In der Schwangerschaft hatte ich zwar einen ständigen Durst, doch ließ dieser am Ende des Wochenbettes nach - trotz Stillen. Und dabei ist ja bekannt, dass viel trinken gut und gesund ist, vor allem für stillende Frauen! Und die meistens Stillenden haben dauernd Durst. Spätestens wenn man auf dem Sofa oder einem bequemen Sessel sitzt, das Baby friedlich saugt und man nun die nächsten zwanzig Minuten (bei uns waren es anfangs sechszig Minuten!) erstmal nicht vom Platz wegkommt, macht sich der große Durst bemerkbar. Und weil die Stilldemenz die Frauen meistens fest im Griff hat, wurde das Bereitstellen von Getränken nicht bedacht. Nicht umsonst liest man in vielen Ratgebern, dass man sich eine Thermoskanne mit Tee oder eine Wasserflasche an den Stillspot stellen soll.

Viel besser lässt es sich trinken, wenn das Wasser aus einem schönen Behältnis kommt. Da ist es egal, ob es eine Kanne, ein Krug, eine Karaffe oder eine Thermoskanne ist. Ich trinke zwischendurch am liebsten Leitungswasser mit Zitrone und Minze, gerne auch mit Beeren. 

Ich habe die Onlineshops nach Karaffen und Krügen durchforstet und hier ist meine Auswahl. 

Wie ging/geht es euch in der Stillzeit? Seid ihr fleißige Trinker oder müsst ihr euch auch mit solchen hübschen Hilfsmitteln erinnern?







06.08.2014

one tiny little story


Heute fällt die tiny little story noch kürzer aus als sonst. Anton schläft und es herrscht Ruhe in der Wohnung. Ruhe! Unser kleiner Mann hat böse mit den doofen Zähnen zu kämpfen. Sie wollen und wollen einfach nicht durchbrechen. Unsere Nächte werden ständig unterbrochen und Anton quengelt viel. // Morgen wird er schon 9 Monate alt! Und damit sage ich Gute Nacht und bis morgen. Ein langer Bericht wartet auf euch.

04.08.2014

Hochzeitsgast: Outfitoptionen für die (stillende) Mama


Bevor ich Mama wurde und Anton stillte, wusste ich gar nicht, was es für ein Aufwand sein kann, ein Baby in der Öffentlichkeit zu stillen. Da ich aber auch in den ersten Wochen schon viel unterwegs war und nicht alle paar Stunden auf unserer Couch im Wohnzimmer stillen wollte, waren ganz schnell alle Unsicherheiten und Hemmungen verschwunden - ich stillte, wo ich wollte, wenn Anton es brauchte.

In dieser Zeit wurde mir aber auch klar, wie schwierig es doch ist, stillkompatible Kleidung zu finden. Die Option Top plus Strickjacke passte nicht zu mir. Mit einem Rock oder einer Hose und einem knöpfbaren Oberteil konnte ich mich sehr gut arrangieren, doch merkte ich auch schnell, dass es nicht einfach ist, schöne Blusen zu finden, die nicht direkt die Milch- oder Sabberflecken behalten und dennoch aus hochwertigem Materialien hergestellt sind. Irgendwann zog ich auch einfach das Oberteil hoch und bedeckte meinen Post-Babybauch mit Antons Spucktüchern oder Decken. Bei all den wenigen Möglichkeiten fand ich es besonders hart (ja wirklich), dass ich keine Kleider anziehen konnte. Auf der Suche nach dem perfekten Stillkleid wurde ich zwar fündig, aber die Auswahl war/ist dennoch sehr begrenzt.

Was bleibt dann für die stillenden Muttis, die auf eine Hochzeit eingeladen sind? Entweder das Kind macht einem die Freude und trinkt aus der Flasche oder man stillt auf dem Fest. Man kann sich für die zwanzig Minuten im Bad einschließen und das Kleid einfach hochschieben oder ausziehen, oder macht tagelang Internetrecherche und findet ein stillkompatibles Kleid. Puh, wirklich nicht so einfach.

Ich habe einige Kleider gesucht, die nicht offiziell als Stillkleider ausgeschrieben sind und trotzdem die Chance bieten, diskret zu stillen. Und ausnahmsweise mal nicht schwarz sind. Als zweiten Schritt könnten man noch darauf achten, wie stillfreundlich die Materialien sind. Das schränkt aber die Auswahl erheblich ein, daher lasse ich diesen Punkt meistens außer Acht.

Ein Schal oder Tuch ist wohl das wichtigste Accessoire. So kann die Brust oder der Bauch während des Stillens abgedeckt werden und wenn im schlimmsten Fall tatsächlich Milchflecken auf dem Kleid bleiben sollten, bleibt der Schal an. Ich mag diese und diese Auswahl.

Hier also eine Zusammenstellung an möglichen (Still-)Kleidern für stillende Hochzeitsgäste, ohne Komplettierung des Outfits.






mit Reißverschluss: gemustertes Kleid

 doch mal Schwarz: Tabitha Smoking Kleid

"richtige" Stillkleider: Lace Dress, Kleid Renata und Stillkleid Zofia


Vor ein paar Wochen habe ich Anton abgestillt, ganz natürlich, ohne Druck, irgendwann war es einfach vorbei. Unsere Stillgeschichte war nicht immer einfach und dennoch habe ich, vor allem in den letzten Wochen, sehr gerne gestillt. Ich trauer der Zeit nicht hinterher, vielmehr fühlt es sich jetzt auch großartig an. Keine Milchflecken, keine spannenden Brüste, normale BHs und endlich Kleider! Mein Hochzeitsoutfit wird sich daher nicht mehr an Anton anpassen, sondern einfach nach meinem Gusto.


Hier geht es zum Teil 1: Hochzeitsgast: Outfitoptionen für's Baby

01.08.2014

Geschenkideen für (Neu-)Mamas


In der Schwangerschaft bekam das Wort Selfie eine ganz neue Bedeutung für mich. Als Frischling in der Instagram-Community und als werdende Mutti, fing ich an, meinen immer größer werdenden Bauch zu fotografieren und das Wachsen zu dokumentieren. Mir macht(e) es Spaß, alle Spiegel und spiegelnde Oberflächen in den Häusern oder auf den Straßen zu entdecken und uns darin abzulichten. So sammelte ich unter den Hashtags #weekxy meine Bauchbilder der jeweiligen Schwangerschaftswoche und hatte bei #week40 die letzten kugeligen Fotos.

Zur Geburt bekam auch ich netterweise Geschenke und in einem Päckchen fand ich elf Magnete, auf denen meine Instagrambabybauchfotos abgedruckt sind. Seitdem zieren sie unseren Kühlschrank. Immer wieder sehe ich die Bilder und kann kaum glauben, dass ich mich im 4. Monat schon so rund gefühlt habe, obwohl noch (so gut wie) gar nichts zu sehen war. Und dass Anton tatsächlich mal in meinem Bauch war. Der dann doch ziemlich groß war! Es gibt wohl kaum eine Schwangere, die nicht ihren Bauch von Zeit zu Zeit fotografiert. Sammelt die Bilder, sucht euch die schönsten aus und lasst sie auf Magnete drucken. Das Wachsen des Bauches auf den Fotos zu sehen, ist eine schöne Erinnerung.

Instagramfotos kann man u. a. bei Sticky9, Picpack oder Magneteo auf Magnete drucken lassen. (Da die Magnete jedoch ein Geschenk waren und ich diesen Service noch nicht selbst genutzt habe, kann ich keine Empfehlung oder Bewertung für eine bestimmte Website aussprechen.)