29.09.2014

Die Affen rasen durch das Bett... äh den Wald! im Schlafsack von aden+anais



Ganz plötzlich ist es kalt und ich stehe wieder einmal vor der Frage, was ziehe ich meinem Baby eigentlich an? Und nicht nur dann, wenn wir auf dem Spielplatz oder in der Stadt unterwegs sind, sondern auch in der Nacht beim Schlafen. Wir haben Antons Schränke wieder aufgestockt und er ist nun in Besitz eines neuen Schlafsacks.

Ich bin immer ganz entzückt von den schönen Mustern von aden+anais. Wie soll man sich da entscheiden. Ich liebe dieses Sternenmuster, finde dunkle Farbtöne wunderschön und bin ganz begeistert von der Jungle Jam Kollektion. Ganz untypisch für mich, habe ich mich für etwas "Lustiges" entschieden, für etwas, das niedlich ist, ohne kitschig zu sein (und das bekommt aden+anais immer richtig gut hin): den Jungle Jam Schlafanzug mit kleinen Äffchen.

Ich liebe Antons Schlafsack. Nicht nur wegen der Äffchen. Der Stoff, feiner Baumwollmusselin, (also wenn ihr euch das angenehmste Spucktuch vorstellt,) wurde bei jeder Wäsche noch weicher. Der Stoff ist leicht und luftdurchlässig, hält aber gleichzeitig warm. Und der Schlafsack hat selbst eine große Spuckattacke überlebt. Bei einer 30 Grad Wäsche ging alles prima wieder raus. Der Reißverschluss lässt sich von unten öffnen, das heißt, es gibt keine Kratzer an Hals und Kinn und das nächtliche Wickeln wird einfacher.  Anton kann sich im Schlafsack gut bewegen, sich im Bett hinsetzen und aufstellen. Bei unseren anderen Schlafsäcken funktioniert das nicht so gut, weil sie sehr steif sind. Das Material ist bei aden+anais jedoch so weich und fließend, dass Antons Kletteraktionen eben auch mit Schlafsack funktionieren. Beim nächsten Mal würde ich mir aber noch einmal gut überlegen, welche Version ich haben möchte. Wir haben uns für den Klassischen Schlafsack entschieden, der relativ dünn und somit perfekt für normale Sommer- oder Frühlingsnächte geeignet ist. Da wir Anton meistens im Schlafsack plus Decke schlafen lassen (er ist ja alt genug), ist es also eine ganz sinnvolle Wahl, da der Schlafsack eigentlich das ganze Jahr über genutzt werden kann, im Herbst und Winter mit Decke und an warmen Tagen alleine. Wenn einem der Stoff dennoch zu dünn ist, empfehle ich, auf die anderen beiden Linien zurückzugreifen: die Cozy Schlafsäcke und Cosy Plus Schlafsäcke aus vier Lagen Musselin. Sie halten in klimatisierten Räumen und in kalten Nächten richtig warm, ganz ohne zusätzliche Decke.

Ich kann euch die Produkte von aden+anais also nur ans Herz legen. Ist auch immer ein tolles Geschenk ;-)

Wenn ihr immer auf dem Laufenden bleiben wollt, welche neuen Kollektionen bald auf den Markt kommen, meldet euch beim Newsletter an.


Vielen Dank an aden+anais!







26.09.2014

DIY_Stoffe stempeln




Ich liebe meinen Sohn und ich liebe es, wenn bei mir ist und um mich rumwuselt. Aber ich liebe es auch, wenn er sein Vormittagsschläfchen hält und wenn er womöglich noch die zwei Stunden ausschöpft. Diese Ruhe... In diesen ein bis zwei Stunden am Morgen habe ich meine kreative Phase, manchmal bedeutet das, Zeit zu haben, um aufzuräumen und zu duschen, (bald auch zum Lernen), oft aber setze ich mich an den Esszimmertisch und bastel oder arbeite an einem (DIY)Projekt. So auch heute wieder einmal.

Endlich konnte ich alles andere bei Seite schieben und mir die beiden Stoffen aus dem Regal holen, die schon so lange warteten. Ein weißes Spannbettlaken und ein einfaches, weißes Spucktuch sollten bedruckt werden. Ich greife meistens auf Stempel zurück, die ich im Laufe der letzten Jahre selbst geschnitzt habe, für neue finde ich momentan keine Zeit.

Das Prozedere ist immer das Selbe: Stempelfarbe auf den Stempel auftragen, stempeln, trocknen lassen und von links bügeln, damit die Farbe fixiert wird.

Bei den Kreisen habe ich ausprobiert, die Farbe mit dem Pinsel in verschiedenen Strichen aufzutragen und mag das Ergebnis sehr gerne. Man sieht dem Druck an, wie der Pinsel geführt wurde.

Das nächste DIY Projekt wird genäht - ich bin gespannt, wie das funktionieren wird.




25.09.2014

Anton verreist: Erfahrungen im Urlaub


Ich teile meinen Urlaubsbericht in die Teile "Vor der Reise", "Fliegen mit Baby, speziell Iberia" und "Erfahrungen im Urlaub" auf, die nach und nach veröffentlicht werden.

Im letzten Bericht möchte ich auch noch meine allgemeine Beobachtungen, die bisher noch nicht erwähnt wurden, mit euch teilen.


flexibel bleiben: Man muss bedenken, dass man mit Kind immer länger braucht. Ein paar Minuten vor diesem Fahrstuhl stehen, dann an der Ampel warten (müssen) und manchmal den nächsten Fahrstuhl gar nicht erst finden können. Außerdem findet man nicht immer einen geeigneten Wickelplatz oder kann das Gläschen nicht aufwärmen.

- Rhythmus beibehalten: Ich glaube, das hier ist ein sensibler Punkt, daher möchte ich euch nur davon berichten, wie wir es gemacht haben. Wir merken, dass es Anton grundsätzlich gut tut, wenn wir gewisse Dinge, wie Essens- und Schlafenszeiten, jeden Tag zur möglichst der selben Zeit tun. Das heißt, dass wir ihn zu seinen normalen Zeiten haben essen lassen und uns auch angepasst haben. Abends wollten wir gerne gemeinsam essen und dafür mussten wir aber um sieben schon fertig geduscht und angezogen sein. Das ist gar nicht so einfach. Ähnliches Anpassen mussten wir auch am späten Abend. Anton geht im Normalfall gegen halb 9 schlafen. er schläft am besten in einem Bett. Im Kinderwagen kann er zwar tagsüber oder nachts schlafen, aber er schläft dann entweder sehr unruhig oder eher kurz. Das heißt in der Praxis, dass wir nur wenige Male bis ca. 22 Uhr spazieren waren und dann später große Probleme hatten, Anton ins Bett zu bringen. Ziemlich doof. Aber so sind unsere Erfahrungen. Deshalb blieben wir an den anderen Abenden im Zimmer, setzten uns auf den Balkon, von dem aus wir einen direkten Blick auf den Mond und das Meer hatten, holten die Karten hervor und tranken spanisches Bier. Flexibel bleiben, auch wenn man sich einen klassischen Stranderholungsurlaub anders vorstellt. Auch für den Vormittagsschlaf, der in den meisten Fällen um die zwei Stunden dauert, konnten wir Anton nicht im unbequemen Buggy oder auf der Wiese schlafen lassen. Es ist ihm dann zu hell, er hat Probleme, überhaupt einzuschlafen und schläft dann höchstens eine halbe Stunde. (Wir haben es trotzdem probiert und waren unglücklich damit.) Also hieß es für uns, auch in der Mittagszeit im Zimmer bzw. auf dem Balkon zu bleiben. Während mein Freund in dieser Zeit häufig auch ein Mittagsschläfchen machte oder unser Mittagessen vorbereitete, las ich meistens auf dem Balkon, auf dem gerade die Sonne schien. Ich brauchte zwei Tage, bis ich kapierte, dass der Urlaub eben so aussehen würde. Trotzdem war es super, wir hatten eine gute Zeit am Strand, machten uns eine gute Zeit im Zimmer und genossen es dann einfach, endlich wieder in Ruhe lesen zu können. Das ist ja irgendwie auch Urlaub.





- Erholung: Erholung kann ja manchmal auch etwas zu kurz kommen, deshalb gab es ein oder zwei Mal am Tag für jeden eine halbe Stunde Auszeit. In dieser Zeit hatte der andere die volle Verantwortung für den kleinen Mann, sodass man in Ruhe lesen oder schwimmen konnte. Das tat gut, wir verbrachten trotzdem viel Zeit miteinander und man konnte kurz von Antons Beschäftigung abschalten.

- Sonnenschutz: Wir befanden uns meistens unter einer Palme oder einem Sonnenschirm, denn im Schatten gibt es einfach den allerbesten Schutz gegen die Sonne. Ansonsten crèmten wir Anton mit der Avène Sonnencrème ein und setzten ihm einen Sonnenhut auf. Vor allem wenn wir baden gingen! Auch beim Planschen im Wasser behielt er einen Sonnenhut auf und ich legte ihm ein Spucktuch auf dem Rücken. Die Sonneneinstrahlung war viel zu stark.



- Windel wechseln: Wo wir schon alles gewickelt haben! Da haben wir gar keine Probleme :) Bei den Windeln haben wir so unsere Erfahrungen gemacht. Wir hatten zirka eine halbe Packung in Antons Koffer gepackt, weil wir anfangs nicht wussten, wie schnell wir in einen Supermarkt kamen. Da unser Gepäck erst am nächsten Tag nachkam, mussten wir Windeln einkaufen. Von Caro wusste ich, dass die Pampers in Spanien Dodot heißen. Die Activity Windeln konnte ich aber auch an der Verpackung erkennen. In dem nächstgelegenen Supermarkt gab es nur sehr große Packungen, sodass wir uns für Biowindeln entschieden. Wir dachten, dass diese Packung inklusive die Windeln im Gepäck reichen würden, doch mussten wir dann noch eine Packung kaufen. Letztlich hätte eine große Packung gut bewährter Dodot gereicht. Denn mit den Biowindeln haben wir leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Anton hatte nach diesen Tagen so einen wunden Po, dass er sogar beim saubermachen aufschrie. Nie wieder spanische Biowindeln!!



- Mahlzeiten: Anton ist so ein guter und unkomplizierter Esser und das macht richtig Spaß. Im Urlaub haben wir den Übergang zur (Fast-)Familienkost begonnen. Eingepackt hatte ich Prémilchpulver für die Morgenmilch (grob abgewogen bzw. gelöffelt für die Urlaubszeit) , Getreidepulver für den Abendbrei und zwei Fruchtgläschen für den ersten Urlaubstag. Aufgrund des missgünstigen Umstands, dass unser Gepäck zu spät ankam, wurde schnell umdisponiert. Anton bekam nun morgens (außer eben am ersten Tag) seine Milch und saß dann mit uns am Frühstückstisch. Er hat immer Hunger! Und deshalb blieb er nicht lange ruhig und bekam ein zweites Frühstück. Mein Freund und ich wechselten uns mit der Fütterungs- oder Betreuungsaufgabe ab, damit wenigstens einer von uns seinen eigenen starken Hunger stillen konnte. Mittags bekam Anton entweder das, was wir aßen (meistens Brot, Avocados, etc.) oder ein Getreidegläschen. Nachmittags ein Fruchtgläschen und abends aß Anton wieder mit uns am Tisch. Da er abends immer um 19 Uhr sein Abendessen bekommt und wir gemeinsam essen wollten, mussten wir flexibel bleiben. Beim Buffet gab es warmes Essen, also Kartoffeln, Gemüse, Fleisch und Fisch, danach frische Früchte. Er bekam/bekommt immer seinen eigenen Teller, von dem er sich die Stückchen selbst holen kann oder wir ihn füttern. Für die Zubereitung der Milch oder der Breie habe ich stilles Wasser aus der Flasche genommen. Wenn Mütter stillen, ist es vielleicht die einfachste Form an Mahlzeiten geben. Doch finde ich, dass wir es auch sehr leicht hatten. Im Speisesaal gab es viele Hochstühle, sodass Anton mit uns am Tisch sitzen konnte. Außerdem konnten wir die Mikrowelle nutzen. Anton macht es nichts aus, wenn seine Morgenmilch kalt ist, er mag gekaufte Gläschen und selbstgemachte Breie. Wir hielten seine Essenszeiten während der Urlaubstage und der Flugzeiten ein, sodass es keine Verwirrungen gab.



- Buggy: Im ersten Bericht erwähnte ich bereits, dass wir uns für die Reise einen Buggy kauften, weil wir nicht wollten, dass unser Bugaboo Cameleon beschädigt werden könnte. Ich denke, dass das eine gute Idee war. Wir fanden für 30 Euro einen gebrauchten und gut erhaltenen Buggy, den wir am Tag vor der Abreise erstmals ausprobierten. Schon dort zeigten sich die ersten Mängel: Die Griffe sind leider nicht höhenverstellbar und
 zu niedrig für uns. Zum ersten Mal seit Antons Geburt hatte ich Rückenschmerzen. Und obwohl ich sehr darauf achtete, dass die Rückenlehne verstellbar war, war ich in der Praxis nicht damit zufrieden. Anton hing selbst bei der aufrechtesten Position wie ein nasser Lappen im Kinderwagen. Ich kann daher nur raten, dass man etwas genauer beim Kauf eines gebrauchten Buggys auf die Funktionen schaut, als wir das gemacht haben.



- Reisebett: wurde uns vom Hotel zur Verfügung gestellt. Darauf haben wir bei der Hotelauswahl geachtet.



- Stranddecke: Mir ist aufgefallen, dass uns eine Stranddecke gefehlt hat. Ich hatte nur ein Kapuzenhandtuch für Anton dabei, doch wollte er ja vor und nach dem Baden auf dem Sand oder der Wiese spielen. Weil wir meistens im Schatten waren und es manchmal schon die ersten frischen Winde gab, setzten wir Anton auch auf unsere Handtücher, damit er auf der kalten Wiese sitzen musste. Mit einer Extra-Decke wäre es etwas bequemer gewesen.




- Spielzeug: Ein Eimer mit Schaufel, Rechen, Förmchen und Gießkanne waren der absolute Hit. Ich nahm aber auch zehn, zwölf Bauklötzchen mit, viele Bücher, weil er diese wirklich sehr liebt, ein Auto, einen Ball (!) und bisschen Krimskrams. Wahrscheinlich schlagen jetzt manche die Hände über dem Kopf über so viele Spielsachen. Doch denke ich, dass es richtig war. Anton spielt sehr gerne, aber ihm wird auch schnell langweilig. Wir hatten genug für sieben Tage dabei. Natürlich sind dann auch noch genug Gegenstände in der Umgebung da, die spannend sind. Im Hotelzimmer beispielsweise konnte er gar nicht aufhören, mit dem Zimmertelefon zu telefonieren.

- Schwimmring: Zum Baden hatten wir auf einem Kinderbasar einen Schwimmring gekauft.

- Reiseveranstalter: Uns war es gar nicht bewusst, dass wir beim Transfer keinen Autositz für Anton hatten. Darüber hatten wir vorher gar nicht nachgedacht. Am ersten Tag brachte uns ein Reisebus ins Hotel. Wir saßen in der letzten Reihe und ich hielt Anton auf dem Schoß. Da er schon sehr müde war, funktioniert das sehr gut. Auf dem Rücktransfer saßen wir mit einem anderen Paar in einem Transporter. In Deutschland hätte ich es nie zugelassen, dass Anton einfach auf meinem Schoß mitangeschnallt wurde. Wir hatten irgendwie erwartet, dass ein Kindersitz zur Verfügung gestellt wird, wenn man eine Reise plus Baby bucht. Beim nächsten Mal werden wir das mit dem Veranstalter vor der Reise abklären.



Fazit

Mit einem Baby zu reisen und Urlaub zu machen, ist eine gute Sache. Irgendwie ist es auch das Normalste der Welt. Für uns war es gut, dass wir Antons Rhythmus beibehielten und er sich damit wohl fühlte. Anton hat viel gesehen und durch die neue Umgebung wurde er regelrecht animiert, Neues zu lernen. Bei der nächsten Reise würden wir auf einige Dinge achten. Aber auch dann werden wir Manches übersehen, weil Anton größer wird und damit auch andere Bedürfnisse hat. Wir hatten einen schönen Urlaub, auch wenn er nicht im klassischen Sinn erholsam war. Aber wir waren als ganze Familie unterwegs, verbrachten schöne Tage gemeinsam und waren an einem völlig anderen Ort. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal, ganz egal, ob mit Flugzeug, Bahn oder Auto, im Hotel oder in der Ferienwohnung, am Gardasee oder am Atlantik.



Und noch ein Tipp für die Mamis am Schluss. Beim Bikini solltet ihr auf einen Doppelknoten achten. Anton spielte so gerne mit den Bändeln des Bikinis, dass ganz plötzlich den Knoten nicht mehr hielt...




24.09.2014

one tiny little story


Wir haben uns jetzt durchgerungen und schaffen es, abends regelmäßig unsere Sportübungen zu machen. Yeah. Ich bin ja ein kleines bisschen stolz auf uns. Die ganze Familie bewegt sich und ist gleichzeitig zusammen.

Dabei muss man wissen, dass ich mich (leider) sehr schwer für sportliche Aktivitäten begeistern lassen kann. Ich spielte lange Volleyball in einem Hobbyverein und das machte Spaß. Aber joggen gehen ist für mich zum Beispiel der größte Horror. Einige Kickbox-Aerobic-/Aerobic-/Bauch-Peine-Po-/Pilates-/Rückbildungskurse später weiß ich, dass langsame, aufbauende Bewegungen für mich das Richtige sind. Letztlich wiederholen sie ja viele Übungen und im Internet kann ich mir diese auch ansehen.

So nehmen wir uns jetzt die Zeit während der Woche. Weil wir uns gegenseitig verpflichtet ermutigt fühlen, ziehen wir das auch gut durch und finden glücklicherweise auch jedes Mal einen Slot. Parallel zum Programm meines Freundes liege und stehe ich also auf meiner Matte und mache meine Übungen. Die Musik läuft und wir sind zusammen. Antons Part ist dabei der Beste. Er ist unser kleiner Störenfried :) Obwohl wir ihm sein Spieleparadies aufbauen, ist es natürlich viel interessanter bei Mama und Papa mitzumachen bzw. zu intervenieren. Wenn er sieht, dass meine Füße in der Luft sind, kommt er angerobbt und zieht sich an den Füßen hoch. Oder er ist mein zusätzlichen Trainingsgewicht, wenn er sich daran festhält. Oft lacht er dann ganz dreckig, wenn ich ihn bitte, doch wieder zu spielen. Und manchmal muss ich wegen ihm so stark lachen, dass es schon fast mein Übungsprogramm ersetzen könnte.

Natürlich, mit Baby kann man häufig etwas weniger konzentriert arbeiten oder eben so ein Programm durchziehen. Aber es ist trotzdem möglich. Oder man hängt eben nochmal zehn Minuten dran. Ich bin begeistert, dass wir etwas gefunden haben, bei dem wir auf unsere Kosten kommen und trotzdem Anton um uns haben, dass wir unseren Familienqualitytimebegriff um einen weiteren Aspekt erweitern können.

22.09.2014

Der Umgang mit Schmerz (vor und während der Geburt) und ein persönlicher Erfahrungsbericht



Vor einem Jahr habe ich mit einem Artikel angefangen, den ich dann nicht zu Ende schrieb. Ich blieb irgendwo in meinen Gedanken stecken und ließ den Text dann bleiben.

Zehn Monate nach der Geburt habe ich mich erneut an den Text gesetzt und überlegt, wie ich heute darüber denke. (Der alte Text ist kursiv.)


Der Umgang mit Schmerz.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, was mich erwarten wird. Man liest ja allerhand, aber die Schmerzen und die Gefühle, die einem wohl während der Geburt widerfahren, sind sicherlich nicht in Worte zu fassen.

Aber man will sich ja trotzdem darauf vorbereiten. Im Geburtsvorbereitungskurs haben wir dazu eine gute „Denkübung“ gemacht. Wir sollten uns vergegenwärtigen, wie wir bislang mit Schmerz umgegangen sind. Dafür schlossen wir die Augen und riefen uns bisherige Schmerzerfahrungen in Erinnerung. Brauchten wir Nähe? Wie schnell griffen wir zu Medikamenten? Herkömmliche oder alternative Medizin? Machten wie direkt einen Arzttermin? Gab es Tränen?
Nachdem ich mir bewusst gemacht habe, wie ich bisher auf Schmerzen reagierte, erklärte meine Hebamme die gängigsten Schmerzlinderungsmethoden.

Ich kann keine Vollständigkeit der folgenden Möglichkeiten gewährleisten und werde möglichst auch keine Bewertung dazu abgeben, es geht vielmehr um eine allgemeine Auflistung und danach meinen persönlichen Erfahrungsbericht.


Die Wehen der ersten Phase können sich wie ein leichtes Zwicken, ein Ziehen im Unterbauch, wie Krämpfe oder leichte Kontraktionen anfühlen. Bei den ersten Wehen macht es Sinn, noch so lange wie möglich und aushaltbar zu Hause zu bleiben. Im eigenen Heim ist man meistens am entspanntesten. Wichtig hierbei ist natürlich, ob die Fruchtblase noch nicht geplatzt ist, wie die letzte Untersuchung gelaufen ist, ob der Gebärmutterhals verkürzt ist oder nicht usw. Manche Frauen gehen in dieser Phase noch Eisessen und treffen sich mit ihren Freunden. Die Ablenkung tut gut und enspannt. Wenn man zu Hause ist kann auch eine Badewanne mit ein paar Tropfen Lavendelöl beruhigend wirken. Generell gilt, dass man noch keine Geburtswehen hat, wenn man sich noch unterhalten kann.

In dieser Phase kann es außerdem hilfreich sein, wenn man Ruhe bewahrt oder vielleicht noch schläft, um Energie für das bevorstehende Ereignis zu sammeln. Ein Wärmekissen oder ein erhitztes Getreidekissen kann die empfindlichen Stellen warmhalten.

Irgendwann werden die Schmerzen stärker und dabei ist es wichtig, auf seinen Körper zu hören. Manche Frauen möchten lieber liegen, doch die meisten Hebammen empfehlen, dass frau, wenn es kräftemäßig möglich ist, aktiv und aufrecht bleibt - auch während der CTGs. Man unterstützt damit sein Baby, ins Becken zu kommen, Schwerkraft sei Dank. Hier kommt auch der Punkt, an dem die meisten ins Krankenhaus gehen oder ihre Hebamme kontaktieren. Nun gibt es verschiedene Schmerzlinderungsmöglichkeiten, die je nach Belastung und Schmerz gut wirken.



Hier erst einmal die alternativen Methoden:

Eine Massage kann Wunder wirken. Und dabei kann der Partner gut eingebunden werden. Gerade am Steißbein tut es besonders gut. Auch Wärme hilft, sei es ein Wärmekissen oder die Körperwärme (Hand ans Steißbein). Positives Denken ist zwar manchmal „Selbstverarsche“, bringt einen aber in so einer Situation auch voran. Warmes Badewannenwasser kann entspannen und die Schmerzen lindern. Bei der Aromatherapie werden ätherische Öle als Badewannenzusatz ins Wasser gegeben und man atmet die Stoffe ein oder man mischt die Tropfen mit neutralem Öl und nutzt es als Massageöl. Auf einem Pezziball kann man sitzen, sich dennoch bewegen. Wenn man sich auf den Ball legt, wird der Rücken entlastet oder man sitzt kniend vor dem Ball und legt die Arme auf ihn. Wenn die Wehen in stärkeren und schmerzhaften Abständen kommen, wirken Atemtechniken Wunder. Und das Tönen während der Austreibungsphase kann Hemmungen und Stress abbauen und gemeinsam mit dem richten Atmen einen Rhythmus schaffen.


Natürliche Schmerzlinderung

Vor allem während der Schwangerschaft werden die folgenden Möglichkeiten genutzt. Viele Hebammenpraxen bieten Akupunktur an. Meine Angst vor den Nadeln war größer als der eventuelle Erfolg dieser Behandlung, sodass ich die Akupunktur gar nicht erst ausprobierte. Von den Mutigen hörte ich jedoch nur Positives. Gerade bei Schmerzen der Achillissehne wirkte die Akupunktur gut. Für Freunde der Homöopathie gibt es ein ganzes Segment an homöopathischen Mittelchen, die für Schwangerschaftsbeschwerden geeignet sind. Bei der Reflexzonenmassage sind sich Hebammen und Ärzte nicht ganz einig, wie gut sie in der Schwangerschaft ist, deshalb bei Interesse nachfragen. Etwas unbekannter ist die Hypnotherapie, die als hypnotische Geburtsvorbereitung ein mentales Training für die Geburt bedeuten kann.


Medikamentöse Schmerzlinderung

Von den Hebammen oft etwas verpöhnt und von den Ärzten gerne schnell gegeben, sind die medikamentösen Schmerzmittel. Es gibt Mittel, die die Schmerzempfindung nur dämpfen und andere, die betäuben. Außerdem gibt es verschiedene Darreichungsformen, z. B. intravenös oder selbst kontrolliert per Knopfdruck. Am bekanntesten sind wohl die PDA oder die mobile PDA, es gibt aber auch ein Lachgas-Sauerstoff-Gemisch, Opioide, die Spinalanästhesie oder die Vollnarkose. Diese Methoden werden meist erst dann angewandt, wenn die Gebärende keine Kraft mehr hat und der Zeitpunkt noch passt.



Im Geburtsvorbereitungskurs werden die meisten Methoden angesprochen und ich finde es sehr wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt. Wie anfangs geschildert, sollte man sich im Klaren werden, wie man bisher auf Schmerzen reagierte. Natürlich ist die (erste) Geburt so ein gewaltiges Erlebnis und man weiß nicht, wie man mit diesen vielleicht unbeschreibbaren Schmerzen zurecht kommen wird. Viele Frauen waren anfangs total gegen eine PDA und entschieden sich dann während der Geburt doch dafür. Ich glaube, dass man wirklich flexibel und offen bleiben muss, weil man nicht einschätzen kann, welche Schmerzen einen erwartet. Manche Frauen schreien, manche liegen und wimmern, andere sind ganz ruhig. So unterschiedlich wie die Schwangerschaften verlaufen, geschehen auch die Geburten.



Persönlicher Erfahrungsbericht

Nach wochenlangem Fest-im-Becken-Sitzen, rückte der errechnete Geburtstermin näher und in den letzten Tagen wurde ich doch ungeduldig. Am 06.11.2013, einem Tag vor dem errechneten Geburtstermin war ich zur Untersuchung bei der Frauenärztin; ohne verzeichnete Wehen, obwohl ich schon wochenlang Vorwehen hatte. Ein Treffen mit den werdenden Müttern des Geburtsvorbereitungskurses und ein langer, langer Spaziergang in Mainz standen an. Am späten Abend ging ich in die Badewanne. Eigentlich badete ich noch nie gerne, aber in der Schwangerschaft macht man das halt. Und an so kalten und verregneten Tagen findet man sogar Gefallen daran. Nach dem erholsamen Bad merkte ich, als ich auf dem Weg ins Schlafzimmer war, dass ich trotz Abtrocknen immer noch nass war, dass ich tropfte, dass der Boden nass wurde und es einfach nicht aufhörte. Aah, die Fruchtblase war geplatzt! (Wie meine Mutter mir erzählte, platzte ihre Fruchtblase auch gegen 22 Uhr und wenige Stunden später war ich auf der Welt.) Dieser Moment, wenn man erkennt, dein Baby kommt in den nächsten Stunden, höchstwahrscheinlich an dem errechneten Geburtstermin, wenn du weißt, du kommst mit deinem Baby wieder zurück in dein Zuhause. Diesen Moment vergesse ich nie, nie wieder. Aber gut, eigentlich möchte ich von den Schmerzmitteln erzählen und nicht den kompletten Geburtsbericht, daher nun etwas kürzer. Ohne Wehen kam ich ins Krankenhaus, wurde untersucht und „eingecheckt“ und bekam ein Untersuchungszimmer für die Nacht. Ich war am CTG angelegt und sollte mich für das kommende Ereignis ausruhen. Am Anfang der Nacht kamen die ersten regelmäßigen Wehen. Alle sieben Minuten hatte ich böse Bauchkrämpfe und ich rannte auf die Toilette. Ich fühlte mich, als hätte ich die Magen-Darm-Grippe. Doch der Wehenschreiber zeigte nichts!! Schon nach wenigen Stunden war ich ziemlich platt, konnte kaum schlafen, weil mich der nächste Krampf wieder aufweckte und stöhnte schon vor mir her. Obwohl mein Freund neben mir ein eigenes Bett bekam, schickte ich ihn irgendwann nach Hause. Wir wussten, so bald würde der kleine Mann nicht kommen. Er sollte sich auch noch ausruhen, aber in unserem Bett zu Hause. Mitten in der Nacht bestätigte mir eine Hebamme, dass die Wehen nicht geburtswirksam waren. Aber sie waren wirklich heftig. Ich sollte schlafen und konnte es nicht, ich konnte nicht ausruhen und hatte starke Schmerzen. Morgens kam ich in meinen „eigenen“ Kreißsaal und war ab da bis zur Geburt am Wehenschreiber festgeschlossen. Die Wehen wurden stärker, ich lief im Kreis umher, bis meine eigens für den Krankenhausaufenthalt neu gekauften Hausschuhe schräg abgelaufen waren, freute mich, als mein Freund kam (der einen Blumenstrauß und ganz viel Proviant mitbrachte), lernte die nächste Hebamme kennen. Puh, nach 12 Stunden Wehen war der Muttermund erst bei 3 cm. Ich war frustriert, ich wusste, dass das Prozedere nun vorsah, dass ich eine Einleitungsspritze bekommen sollte. Vorher wurde ich positiv auf B-Streptokokken getestet. Und hier unterbreche ich kurz den Bericht für ein paar Anmerkungen: Mir war damals gar nicht bewusst, in welchem Stadium der Geburt ich mich befinde - obwohl ich gut informiert war. Wäre ich nicht gerade nachts in der Klinik gewesen, wäre die Phase der „Bauchkrämpfe“ und der „Toilettengänge“ anders verlaufen. Ich hätte nicht versucht zu schlafen, sondern hätte mich von meinem Freund massieren lassen können, hätte mich an einem Stuhl festhalten und tief einatmen können, wäre spazieren gegangen und hätte gedacht, ich täte aktiv etwas für diese Geburt. Ich lag aber mit Schmerzen im Bett und wachte alle paar Minuten auf. Morgens waren die Wehen deutlich stärker, doch ich war permanent ans CTG angeschlossen. Auch hier sah ich nicht die Möglichkeit, viel FÜR die Geburt zu tun, außer die Schmerzen zuzulassen und sie zu veratmen. Ha, veratmen, dieser Begriff. Wie habe ich ihn während des Geburtsvorbereitungskurses belächelt. Und dann ging es nicht ohne. Irgendwann sprach ich mit der aktuellen Hebamme, die mich fragte, was denn mein Problem sei. Sie merkte, dass ich ziemlich frustriert war. Wie gesagt, ich wollte aktiv handeln, irgendetwas tun. Die letzten Stunden waren so kräftezehrend und doch kam die Geburt trotz Einleitung nicht voran. Ich bekam eine zweite Einleitungsspritze und ein Schmerzmittel, das mir in die Nähe des Steißbeins gespritzt wurde. Dieses Mittel ließ die Schmerzen zwar noch zu, doch konnte ich während der Wehenpause besser entspannen. So richtig entspannen; so, dass ich sogar zwischen den drei Minuten eingenickt bin. Jetzt verstehe ich, was diese Aussage bedeutete: „Nutzen Sie die Wehenpausen.“ Das Schmerzmittel war das Beste, was mir zu diesem Zeitpunkt passieren konnte. Nächster Hebammenwechsel. Ich bekam nun eine Wehe nach der anderen, ich veratmete (das viele Singen macht sich also bezahlt) und mein Freund las den Wehenschreiber. Damit half er mir sehr. Er sah, wann die Wehe kam, ließ mich dann kurz in Ruhe oder sagte, wie gut ich das machte, er reagierte einfach genau richtig. Wisst ihr, ich kann euch nicht wirklich erklären, wie sich eine echte Geburtswehe anfühlt. Es nimmt den Körper ein, es krampft, man muss sich in diesem Moment völlig auf sich und die Wehe konzentrieren, man blendet die ganze Welt aus, auch wenn man im Hintergrund die ermutigenden Worte hört. Es kommt wie eine Welle über einen, aber man kann sich darauf vorbereiten. Man merkt, dass der Höhepunkt erreicht ist und freut sich dann darüber, dass man kurz Ruhe hat. Und dann geht es wieder von Vorne los. Kennt ihr das Lied von Roger Cicero, in dem der Refrain so geht: „Ich atme ein, ich atme aus, setze ein Fuß vor dem ander‘n...“? Hat zwar eigentlich mit Liebeskummer zu tun, doch passten diese drei Zeilen einfach gut zu der Situation. Ich veratmete. Irgendwann war ich dann bei 7 cm. Das war der Moment, als ich dachte, ich nehme eine PDA, wenn die Geburt nicht voran geht. Die Hebamme kam, sie bereitete alles für unseren kleinen Mann vor, sagte, dass es nicht mehr lange dauern würde, sie käme in einer halben Stunde wieder. Sie kam aber nach nur wenigen Minuten. Es ging los. (...) und eineinhalb Stunden später war Anton auf der Welt.



Was mir wirklich geholfen hat, waren die Unterstützung meines Freundes, die tolle Hebamme, die die Geburt begleitet hat, das Veratmen ab der ersten starken Wehe und das Tönen während der Geburt. Es war wirklich befreiend, einfach mit einem Ton laut auszuatmen. Während der Wehen fand ich eine gute Position im Sitzen. Stehen klappte leider gar nicht, umherlaufen oder irgendwelche Positionen, die man im Geburtsvorbereitungskurs lernt, konnte ich gar nicht anwenden, weil das Kabel zum Wehenschreiber viel zu kurz war. Bei einer möglichen nächsten Geburt werde ich hier unbedingt für meine „Freiheit“ einstehen!! Der Vierfüßlerstand während der Geburt war für mich genau das Richtige, ich konnte mein Becken bewegen. Und ich würde das Schmerzmittel, (von dem ich nicht mehr weiß, welches es war,) wieder nehmen. Es hat mich so gut ausruhen lassen. Unglaublich, dass man zwischen zwei Geburtswehen einnicken kann. Mir ist erst im Nachhinein bewusst geworden, dass ich wirklich nicht wusste, was mich erwarten würde. Mir half es zwar sehr, während der Schwangerschaft Geburtsberichte von anderen Müttern zu lesen, doch verstand ich es während des Geburtsprozesses nicht, in welchem Stadium ich mich gerade befand. Ich kann bestätigen, dass man eine Geburt nicht planen kann und dass sie oft ganz anders verläuft, als man sich vorstellt.

Und dennoch, auch mit einem Stimmungstief, weil sich der Muttermund einfach nicht öffnen wollte, war dieses Ereignis so tiefgreifend, heftig und bedeutsam, so weltverändernd und schön, dass ich gerne zurückdenke. Gut, dass die Glückshormone viele Momente schön verklären :)


Welche Schmerzlinderungsmethoden waren bei euch hilfreich? Was würdet ihr nicht noch einmal machen? Könnt ihr den Geburtswehenschmerz erklären?

21.09.2014

Weltkindertag



Heute ist der internationale Weltkindertag. In Wiesbaden wird dieser Tag mit einem Fest auf dem Schlossplatz gefeiert. Uns erwarten Kreativangebote, Kinderschminken, eine Hüpfburg, Infostände zum diesjährigen Motto "Jedes Kind hat Rechte!" sowie ein vielseitiges Bühnenprogramm und vieles mehr.

Wir freuen uns schon auf die Klötzchenwelt und die Riesenseifenblasen und sind selbstverständlich mit der ganzen Familie dabei.

20.09.2014

Anton verreist: Fliegen mit Baby, speziell Iberia




Ich teile meinen Urlaubsbericht in die Teile "Vor der Reise", "Fliegen mit Baby, speziell Iberia" und "Erfahrungen im Urlaub" auf, die nach und nach veröffentlicht werden.


Vier Flüge mit einem Baby, das noch nie geflogen ist - hat bei uns prima geklappt.



Allgemeine Informationen und Tipps:

Im Vorfeld habe ich mich mit unserer Airline Iberia auseinandergesetzt. Welche Richtlinien gibt es für Babys und Kleinkinder? Bei Iberia speziell dürfen Babynahrung und -getränk (1 Liter) mitgenommen werden. Auf dem Rückflug haben wir das sogar ausgereizt. Wir nahmen  außer einem vollen Fläschchen noch zwei halbe Literflaschen mit Antons Getränk sowie in der Tasche meines Freundes noch einmal eine 1,5 Liter Flasche mit Wasser mit. Alles ist durchgegangen. Auch Nahrung haben wir viel mitnehmen müssen, da wir den kompletten Tag unterwegs waren, d. h. drei Mahlzeiten. Auch das hat geklappt. Weiterhin dürfen pro Kind ein Gepäckstück extra, ein Kinderwagen und eine Wickeltasche als Handgepäck mitgenommen werden. Wir haben jedoch nur zwei Koffer für drei Personen benötigt - dafür aber drei Taschen im Handgepäck.

Wir durften den Buggy, den wir eigens für die Reise gekauft haben, bis zum Flugzeug mitnehmen, dann wurde er uns abgenommen und im Frachtraum verstaut. Nach der Landung händigten uns die Mitarbeiter den Buggy relativ direkt aus, also direkt an der Flugzeugtür. Das war sehr praktisch. Die beiden Taschen konnten so gut transportiert werden, Anton konnte immer im Buggy liegen und teilweise schlafen und auch bei unserem dreistündigen Aufenthalt am Madrider Flughafen war er einfach nützlich. Interessant ist aber auch, dass es in Madrid kleine Buggys für den Flughafenaufenthalt gibt, die man sich einfach leihen kann.

Für kleine Babys gibt es im Flugzeug ein Körbchen, in dem sie liegen und schlafen können. Anton ist dafür schon zu groß und da wir keinen extra Platz für ihn gebucht hatten, musste er auf unserem Schoß sitzen. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet und als ich zwei Tage vor dem Flug mit der Service-Abteilung von Iberia schrieb, war ich etwas überrascht. Das konnte ja heiter werden, in einem engen Flugzeug mit drei Personen auf zwei Plätzen. Und dann noch ein paar Stunden.


Am Schalter kommt man mit Baby schneller durch und hat Priorität, teilweise werden Familien auch aufgerufen, früher zu kommen. 

Mir ist immer wieder aufgefallen, dass ich zu viel Handgepäck dabei hatte. Wegen des dreistündigen Aufenthalts in Madrid und einer Gesamtreisezeit von 13 Stunden hatte ich sehr viel Spielzeug eingepackt. Doch dieses musste auch immer getragen und verstaut werden. Das Flugzeug ist auch interessant für Babys, es gibt Knöpfe und Tüten, Menschen und Fenster. Dennoch bin ich soweit froh, denn Anton wollte trotzdem auch mit den Spielsachen spielen. Er ist gerade in dem Alter, in dem nichts lange spannend bleibt. Das Handgepäck wird das nächste Mal trotzdem definitiv leichter. Doch da werde ich dann schauen müssen, was zu Hause bleibt oder in den großen Koffer kommt.

Bei Abflug und Landung sollte das Baby trinken, damit es den Druck in den Ohren regulieren kann. Anton liebt es zu trinken und trank fast eine ganze Flasche leer.

Wie ihr gleich lesen könnt, hatten wir fast immer Glück mit Antons Rhythmus und den Flugzeiten. Aber bei der Planung macht es auf jeden Fall Sinn, sich die Flugzeiten ganz genau anzusehen. Vielleicht macht es bei manchen Kindern mehr Sinn, abends zu fliegen, wenn sie sowieso müde sind und überall schlafen können.

 


Und wie waren nun die Flüge?

Flug Nr. 1 FRA - MAD // Ein bisschen aufgeregt waren wir. Aber das legte sich schnell. Die Stewardess fragte uns, ob wir schon einmal mit Anton geflogen seien und erklärten uns dann, wie der Extra-Anschnallgurt funktioniert und dass ich im Notfall als erstes mir selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen sollte und danach dem kleinen Mann. Anton bekam Hunger und wir gaben ihm ein leckeres Vollkorn-Früchte-Gläschen. Danach spielte er mit dem Garderobenanhänger, lächelte alle Menschen an, hüpfte von Mama zu Papa, während diese abwechselnd lesen konnten, und las in seinem Lieblingsbuch. Schon jetzt bewährte es sich, dass er die Spielzeuge schon eine Woche lang nicht gesehen hatte. Nun waren sie richtig spannend.

Flug Nr. 2 MAD - AGP // Nach einem dreistündigen Aufenthalt in Madrid (siehe unten), in dem Anton über eine Stunde schlafen konnte, stiegen wir wieder in das Flugzeug. Dieser Flug war ganz kurz. Wir hatten aber Glück, dass das Flugzeug nicht sehr voll war und wir drei Plätze nebeneinander hatten. Endlich Platz! Anton konnte toben, so viel er wollte. Nur am Ende des Fluges, während des Landens, als alle angeschnallt sein mussten, stank es plötzlich furchtbar, aber wir kamen nicht bis zur Toilette durch.



Flug Nr. 3 AGP - MAD // Ein anderer kleiner Junge saß nur wenige Reihen vor uns, was großartig war. Die beiden Jungs saßen bzw. standen im Flur und "spielten" miteinander. Ansonsten war der Flug ähnlich wie Nr. 1, nur glücklicherweise ganz kurz.

Flug Nr. 4 MAD - FRA // Das erste Mal hatten wir nun eine brenzlige Situation. Anton war übermüdet und hungrig und dabei war das Boarding noch nicht einmal zu Ende. Wir saßen also wohl zwanzig bis dreißig Minuten im Flugzeug, bevor es überhaupt losging (Familien werden bevorzugt und dürfen als erstes rein). Das mit dem Essen war nicht das Problem, Gläschen hatte ich genug dabei. Aber während die Passagiere eintrudelten und wir Anton fütterten, mussten wir die Plätze wechseln, weil sich keine zusätzliche Sauerstoffmaske über unserem Platz befand. Nachdem Anton satt war und das Flugzeug startete, war er todmüde und konnte nicht einschlafen. Am liebsten ist ihm eine ruhige, dunkle Situation oder ein regelmäßiges Ruckeln im Kinderwagen. Also mussten wir und alle anderen Mitflieger ungefähr eine dreiviertel Stunde sein Gejammer aushalten, bis er endlich in meinem Arm einschlief. (Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann er das letzte Mal bei mir schlief...) Meine Methode: Spucktuch und Bauch reiben. Eine chinesische Familie hinter uns hatte auch ein schreiendes Kind, später sah ich, dass die Mutter das Baby stillte. Auch hier ein stinkende Windel ganz zum Schluss.


Unser Aufenthalt im Flughafen Madrid:

Als wir unsere abgeänderten Flugzeiten in der Email sahen, war ich etwas sauer. Wir hatten doch ganz bewusst nach einem Flug gesucht, der so kurz wie möglich sein sollte. Aber gut, mit der Reise fängt der Urlaub an. Und somit ließen wir uns nicht unterkriegen und machten uns dort eine schöne Zeit. Das Baby schlief direkt nach Ankunft ein und für uns gab es erstmal ein Mittagessen und danach einen Kaffee im Starbucks. In Madrid gibt es sehr viele Restaurants und Shops.



Man kann sich damit wirklich gut die Zeit totschlagen. Als Anton aufwachte, saßen wir noch auf einer gemütlichen Couch im Starbucks, tranken den Kaffee und fütterten und spielten mit ihm und machten natürlich Familienselfies :) Anstatt bummeln zu gehen, fanden wir etwas viel besseres. Es gibt einen Spielraum für Kinder. Hier gibt es ein Bällebad, eine Küche, Stillzimmer und einen großen Wickelraum mit Waschbecken so groß wie eine kleine Badewanne. Auch Feuchttücher und Babycrèmes werden zur Verfügung gestellt. Und das ganz kostenlos, man muss nur seine Bordkarte vorzeigen. Einziger Nachteil ist, dass die Räume nicht sehr liebevoll gestaltet sind. Man könnte aus dem Raum so viel machen. Anton hatte wirklich seinen Spaß. Er saß lange im Bällebad und spielten mit den Bobbycars. Er fand es auch ganz spannend, die anderen Kinder zu beobachten. Ich kann den Spieleraum also nur empfehlen!




Am Flughafen gibt es viele Wickelräume.

Und in Madrid gibt es Automaten mit teils veganer Babynahrung und Windeln plus Feuchttücher. Auch im Café The Soho Coffee gab es vegane Babygläschen zu kaufen. Da wir nicht mehr von den Gläschen abhängig sind, gab es bei uns teilweise auch einfach belegte Brötchen etc.


15 Minuten freies Wifi an spanischen Flughäfen sind ein Träumchen :)



Und das Sahnehäubchen:

Als wir in Malàga ankamen, kam die böse Überraschung - unser Gepäck war noch in Madrid! Das war sehr ärgerlich. Nachdem wir eineinhalb Stunden mit der Dame am Iberia Schalter sprachen, hatten wir nur zwei Überlebenssets (mit Deo, Zahnbürste, -pasta, Schlafanzug, Rasierer) in der Hand und die Aussage, das Gepäck käme am nächsten Tag. Wir hätten eine hohe Priorität aufgrund des Babys. Aber was macht man, wenn man erst gegen 22 Uhr ins Hotel kommt, nicht mehr einkaufen kann, keine Milch für's Frühstück hat und nur noch zwei Windeln in der Tasche? Sorgen erstmal. Das Hotel half uns leider auch nicht richtig weiter (ansonsten bin ich aber mit dem Hotel zufrieden). Anton bekam dann für die Nacht Ananassaft in sein Mischwasser und wir wickelten ihn vor und dann erst wieder nach dem Schlafen. (Eigentlich müsste er nachts gewickelt werden, weil er sooo viel trinkt.) Morgens war dann unsere erste Amtshandlung des Tages der Gang in den Supermarkt, in dem wir uns mit Babyartikeln eindeckten. Gegen halb zwei kam unser Gepäck und der "Urlaub Urlaub" startete endlich.

Davon aber bald im dritten Bericht.


19.09.2014

Geschenkideen für (Neu-)Mamas: Kuchen im Glas



Ich habe gestern gebacken - ich, die es überhaupt nicht gerne mag, wenn Mehl die Arbeitsfläche verstaubt, wenn man die klebrigen Teigreste kaum aus den Schüsseln  bekommt oder wenn ein Kuchen meistens nur dann gelingt, wenn man sich genau an das Rezept hält. Aber ich wollte eine Idee ausprobieren und schauen, ob es selbst für Leute wie mich geeignet ist.

Wenn man junge Familien zu Hause besucht, steht ein Kuchen als Mitbringsel ganz hoch im Kurs. Tee oder (koffeinfreien) Kaffee kann selbst eine müde Mama noch machen, doch wird sie sich wohl kaum hinter die Arbeitsplatte in der Küche stellen. So ging es mir jedenfalls. Und Zucker hatte ich in den ersten Wochen dringend nötig. Ich liebte daher den Kaffeeklatsch mit meinen Freundinnen.

Wenn man als Gast etwas mehr Zeit hat und nicht nur zum Bäcker huschen möchte, kann man den Kuchen also im Glas mitbringen. Es gibt unzählige Rezepte für einen Rührteig, der als Basis genommen werden kann. Dazu kann dann der Teig je nach Lust und Laune mit Geschmackszutaten verfeinert werden, also Schokolade, Kakao, Beeren, Nüsse, Gewürze, etc. Ich habe die Schale einer Bio-Zitrone reingerieben.


Und so bin ich vorgegangen:

Zunächst sollte man sich überlegen, ob die Kuchen direkt gegessen werden sollen oder ob diese verschlossen mitgebracht werden. Für die geschlossene Variante eignen sich am besten Weck-Gläser. Für die offenen Gläser habe ich leere Brei-Gläschen von Anton genommen.

Möchte man den Kuchen später rausstürzen, dann sollten die Gläser gefettet und mit Mehl eingestaubt werden. Zum Stürzen empfehle ich auch Gläser, die eine weite Öffnung haben.
Diese Kuchen sollten im Glas bleiben, doch habe ich sie gedankenlos auch gefettet - sieht im Nachhinein etwas unschön aus.

Den Teig zubereiten, mit einer kleinen Schöpfkelle in die Gläschen füllen und im nicht vorgeheiztem (wichtig! sonst können die Gläser springen) Backofen bei 175 Grad (Umluft) ca. 30 Minuten backen. Meine Gläser habe ich zu 3/4 mit Teig befüllt und fast überall ist der Teig zu hoch gegangen. Daher würde ich empfehlen, die Gläser nur halbvoll zu füllen.

Ich habe die Gläser im offenen Backofen auskühlen lassen und sie dann verziert. Hier kann man seine Fantasie frei entfalten. Ich habe Zuckerguss mit und ohne Lebensmittelfarbe gemacht und den Guss mit Blüten und Zuckerstreusel verziert. Die Gläser selbst können mit Labels mit Stempelmotiven, Dymotape, Washitape, Spitzenbänder usw. verziert werden. Nicht auf den Bildern zu sehen, aber dennoch umgesetzt, habe ich die Deckel weiß gesprüht.

Macht Spaß und geht schnell. Die Mehlwolke musste eben mal sein.