31.10.2014

Buchtipp: Mamabeat


"Ich kämpfe jeden Tag mit mir, um den richtigen Rhythmus zu finden. Der Beat, der dein Leben unterlegt ist, ist der, der dich auch durch das Elternsein trägt."


Saralisa Volm ist Schauspielerin, 27 Jahre alt, Schriftstellerin, Bloggerin und Mutter von zwei Kinder. Ich kannte sie bisher nur über das Blog Glowbus, wo ich auf ihr erst kürzlich erschienenes Buch Mamabeat aufmerksam wurde.

In Mamabeat erzählt Volm über ihre Erfahrungen, die sie als Mutter gemacht hat. Sie spricht von den Geburten ihrer zwei Kinder (zwei Hausgeburten), ihrer Kindererziehung, die einen strengen Rahmen hat, und ihrem Sinn für Freiheit. Dabei schneidet sie jegliche Aspekte zum Thema Kind an: Vereinbarkeit mit Beruf, das Hebammensterben, die hippen Mütter am Prenzlauer Berg, Betreuung (vor allem durch Familie), ihre Kindheit, die tickende biologische Uhr, das Reisen mit Babys oder Babysicherheit im Haus. Man verliert leicht den Überblick über all die Themen, die sie anreißt und doch nicht immer vertiefen kann.

Interessant wird es, wenn sie ihre eigene Feldstudie zur Fragestellung "Warum hast du keine Kinder?" betreibt. Sie stellt neun Portraits von ihr bekannten Frauen zusammen, die ihr Lebensmodell erklären. Man liest also von einer Medizinerin, die alle Rahmenbedingungen geklärt haben möchte, bevor das Kind kommt. Aber sie und ihr Freund wünschen sich ein Kind. Die Mode-Unternehmerin ist erfolgreich und ihre Firma ist "zum Baby geworden". Sie mag zwar Kinder, doch kann sie sich auch ein glückliches Leben ohne eigenes Kind vorstellen. Auch eine ungewollt kinderlose Frau erzählt ihre Geschichte. Nach vielen gescheiterten Befruchtungsversuchen, vielen Tränen und Streitereien ist sie 40 und weiß, dass sie nicht mehr um jeden Preis ein Kind haben möchte.

Das Buch gibt einen sehr stark persönlich gefärbten Einblick in die Denk- und Handelsweise der Schriftstellerin. Sie liebt ihre Kinder und ihr Leben, das sie bis dahin gehabt hat. Und mit diesen Zeilen möchte sie Frauen ermutigen, die verschiedenen Seiten des Lebens nicht zu trennen. Sie macht das ganz praktisch, in dem sie weiterhin als Schauspielerin arbeitet. Dadurch hat sie an sich flexible Arbeitszeiten, die sich auf bestimmte Wochen im Jahr beschränken. In diesen Wochen zieht sie sogar in eine eigene Wohnung in Berlin, um sich voll ihrer Arbeit widmen zu können.


In all dem Klimborium ihrer Aussagen, in dem manchmal der Leitfaden aus den Augen verloren wird, gibt es einige Gedanken, die mich weiterhin beschäftigten.

"Jede Familie muss ihren eigenen Rhythmus finden." Vielleicht ist das die Hauptmessage des Buches. Mamabeat. Das ist der Beat, "der sich auch durch das Elternsein trägt." Man solle nicht vergleichen oder zu viel fordern.

Mir gefällt, wie sie sich die Beziehung zwischen Eltern und Kindern vorstellt. Ein Miteinander und auch Nebeneinander im Alltag. Außerdem entstehe vor allem dadurch das soziale Verhalten der Kinder.

Sie beantwortet auch einige Fragen zum Thema Studium. Dabei sind mir hier die praktischen Lösungsansätze am liebsten. Sie schreibt: "Lernen kannst du um die Kinder herum." Bei Museumsbesichtigungen sehe sie zwar nur einen ganz geringen Teil der Sammlung, doch ließen sich ihre Kinder immer von etwas ganz Anderem, Kleinem begeistern.  Auch in ihren Kindheitserinnerungen spielt das Studium eine große Rolle. Ihre Eltern studierten beide. Für Volm war es also ganz normal, dass ihre Eltern an der Uni waren und sie bei einer Nachbar-WG unterkommen durfte. Sie schreibt aber auch von dem "Organisationswahnsinn", den ein Studium mit Kind mitsichbringt. 

Mit Kindern lerne man noch mehr. Sie haben so viele Fragen, die Eltern nicht beantworten können, dass sich die Eltern damit auseinandersetzen müssen.

Volm geht an mehreren Stellen auf die "Mitte-Blase" ein. Familien, die in den Berliner Stadtteilen Prenzlauer Berg oder Mitte leben, die Kleidungsstücke, den Kinderwagen und die Spielzeuge bestimmter Marken kaufen und die sich an die "unausgesprochenen Regeln" halten. Eltern, die ihre Kinder als Selbstverwirklichungsmittel sehen. Volm kommentiert dieses Verhalten etwas später mit "Alles bleibt relativ." in großen, fettgedruckten Lettern, doch folgen darauf Zeilen zu ihrem eigenen Kaufverhalten und schreibt sehr überzeugt, welche folgenden "Dinge (sie) nie benutzt haben, obwohl sie wahrscheinlich auf jeder Erstausstattungsliste stehen". Auch habe sie genauso wenig "Geld in Geburtsvorbereitungskurse, Ratgeber und Umstandsmoden gesteckt."
Von den Mitte-Moms kommt sie auf ihr eigenes Leben und erklärt dann, warum gebrauchte Spielsachen nicht weniger wert seien als neue. Am Ende dieses sechsseitigen Kapitels kommt sie zu dem Schluss, dass "Kinder keine Frage des Geldes (sind), sondern eine Entscheidung, die wir treffen." Für sie sei es daher eigenartig, wenn Menschen darauf warten, bis sie ein bestimmtes Gehalt bekommen, ehe sie Kinder kriegen.
Vielleicht erkennt man an diesem kurzen Kapitel die Problematik, die ich mit diesem Buch habe. Es gibt vereinzelt Aussagen, denen ich nur zustimmen kann, doch teile ich Volms Ansichten an deutlich weniger Stellen. Das ist natürlich ein persönliches "Problem", doch kumuliert das mit ihrem sprunghaften Schreibstil und ihrer Überzeugung, dass sie das alles ziemlich gut hinbekomme. Ich finde es schade, dass sie sich an so vielen Stellen mit einem polemischen Unterton über die Mitte-Eltern auslässt. Für mich als Nicht-Berliner ist das uninteressant oder irrelevant bis mäßig interessant. Doch da sie das Thema immer wieder aufgreift, scheint es ihr viel zu bedeuten.


Auch wenn ich einzelne Aussagen und Passagen interessant und nachdenkenswert finde, begeistert mich dieses Buch als Ganzes nicht. Durch die vielen einzelnen Kapitel lässt sich das Lesen zwar gut im Mami-Alltag integrieren, doch erinnern die Texte viel mehr an zusammengestellte Blogposts, als an ein ausgereiftes, einheitliches Buch.


Was denkt ihr? Habt ihr das Buch gelesen? Was hat euch daran (nicht) gefallen?

29.10.2014

Einkaufstüte: Gray Label



Ich liebe klassische Schnitte und Stoffe nicht nur an mir, sondern auch an Kindern. Doch während ich für mich ziemlich schnell zu schwarzen Kleidungsstücken greife, kleide ich Anton oft etwas heller ein. Dennoch bleibe ich meiner Lieblingsfarbkombis treu und er trägt viel marineblau und grau.

Die Niederländerin Emily Gray betreibt einen Onlineshop und einen Laden in Amsterdam unter dem Namen Gray Label. Sie designt und verkauft schöne, schlichte Basics für Kinder, die aus organischem Jersey und hochwertiger Baumwolle bestehen.

Was mir besonders gut daran gefällt sind die warmen Farben. Dieses Gelb, dieses schöne Rosa und selbst der Grauton strahlt Wärme aus. Außerdem mag ich diese einfachen, praktischen, nicht kitschigen und genau den Punkt treffenden Schnitte. Ganz unaufgeregt und dennoch hübsch und besonders.

Ich konnte mich bei der Collage kaum für ein Farbe entscheiden.





27.10.2014

CampusMum: Maren


Pünktlich zu meinem Semesterstart, stelle ich euch heute ein neues Projekt vor. Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen und schwirrte schon lange in meinem Kopf. 

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend waren im Sommersemester 2009 rund 5 % aller Studierenden in Deutschland Eltern. Das ist natürlich nicht besonders viel und das ist wohl auch der Grund, warum es so schwierig ist, im Netz Informationen über studierende Eltern zu finden. Meistens geht es in den Artikeln um Finanzierung und Betreuungsnetzwerke, doch nur selten liest man über die praktische Erfahrungen dieser Eltern. Da ich mich selbst in dieser Situation befinde, bin ich natürlich sehr interessiert daran, wie andere Familien alles unter einen Hut bekommen.

In der Reihe CampusMum stelle ich euch Frauen vor, die neben Kind und Kegel noch ein Studium meistern. Ich frage sie nach ihrem wie, was und warum.


Die erste CampusMum ist eine bewundernswerte junge Frau, die eine tolle Einstellung zum Studium hat. Maren ist 26 Jahre alt und wohnt mit ihrem Freund und ihrem 15 Monate alten Sohn Tilo in Ludwigshafen. Ich habe sie in Instagram kennengelernt, wo sie als augustinchen Fotos von ihrem Alltag und ihren Nähprojekten zeigt.



Liebe Maren, schön, dass du bei dem kleinen Interview mitmachst! Ich habe dich ja schon kurz vorgestellt - erzähl uns doch bitte, was du studierst, in welcher Hochschule und in welchem Semester du bist.

Ich bin sehr froh, bei deinem Interview mitmachen zu dürfen!
Bis Juli habe ich an der Musikhochschule Mannheim Schulmusik studiert. Nachdem ich das Hauptfach erfolgreich abgeschlossen habe, studiere ich jetzt noch meine Beifächer Französisch und Englisch an der Uni Mannheim fertig.


Du bist Mutter eines jetzt 15 Monate alten Sohns. Das heißt, du hast deinen Sohn während des Studiums bekommen. Wie war das Studium in der Schwangerschaft? Hast du irgendwelche besonderen Erfahrungen gemacht? Und hast du ein Urlaubssemester genommen oder sogar ohne Pause weiterstudiert?

Ich hatte glücklicherweise eine absolut komplikationslose Schwangerschaft, wodurch ich bis in den Mutterschutz studieren konnte. Um das erste Jahr mit Tilo einigermaßen stressfrei genießen zu können, habe ich in den letzten Tagen der Schwangerschaft meine Instrumentalprüfungen absolviert, was wirklich anstrengend war. Die Lehrer sind mir aber, was die Planung angeht, super entgegen gekommen und haben mich toll unterstützt. Für seine Geburt hat sich Tilo einen guten Zeitpunkt ausgesucht - er kam pünktlich zu den Semesterferien zur Welt. Da sein Papa auch noch studiert, konnten wir einen unbeschwerten Sommer zu dritt erleben, bevor wir beide im Oktober wieder ins nächste Semester starteten.


Hast du also während deiner Elternzeit studiert? bzw. Wie hast du deine Elternzeit genutzt? Hast du die freie Zeit genossen oder dich auf das folgende Studium mit Baby vorbereitet?

Genau, ich habe während der Elternzeit studiert. Da ich mich ziemlich am Ende des Musikstudiums befunden habe, musste ich kaum noch Kurse besuchen, sondern vor allem für die Abschlussprüfungen lernen/üben und meine Examensarbeit schreiben. So konnte ich meine Zeit relativ frei einteilen und es war kein Problem, dass in den 7-8 Stunden pro Woche der Papa eingesprungen ist. Ich glaube, er fand es auch richtig schön, dass er von Anfang an regelmäßig Papa-Sohn-Zeit hatte.

Zulassungsarbeit geschrieben, während Tilo auf dem Schoß schlief


Das kann ich mir gut vorstellen, das ist wirklich ein Luxus. Und jetzt ganz praktisch: Wie ist deine Woche organisiert? Hast du einen Lernplan oder kannst du uns erzählen, wie du dir Zeit zum Lernen schaffst?

Wir müssen sehr gut planen!! Wir besprechen immer am Wochenende, welche besonderen Sachen in der kommenden Woche anstehen und wer wann für Tilo da sein muss. Dabei muss man auch schon die Wegzeiten zur Hochschule etc. immer berücksichtigen, damit der Plan nicht in sich zusammen fällt.
Beim Lernen bin ich leider meistens etwas unstrukturiert und mache vieles auf dem letzten Drücker, spätabends, wenn ich Ruhe habe. So kam es, dass ich große Teile meiner Zulassungsarbeit mit Baby im Tragetuch geschrieben habe, weil er genau in der Schlussphase eine richtige Mama-Phase hatte.


Ach, die Kinder, die haben wirklich immer ihren eigenen Rhythmus! Auf jeder Website zum Thema "Studieren mit Kind" stechen zwei Aussagen hervor. Zum einen gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, ein Studium mit Kind zu finanzieren. Zum Anderen solle man sich unbedingt ein Betreuungsnetzwerk aufbauen. Wie ist die Betreuung eures Sohnes geregelt?

Zur Zeit ist Tilo noch daheim. Mein Freund und ich teilen uns die Betreuungszeiten auf - das geht nur, weil wir in unserem Studium die Kurse frei wählen können. Zwar hätten wir auch einen vergünstigten Platz in der Uni-KiTa bekommen, den wollten wir aber nicht annehmen, da die Organisation dort für uns absolut nicht infrage gekommen wäre. Man hat in der KiTa nur die Wahl zwischen einem Halbtagesplatz (7-12 h) und einem Ganztagesplatz (7-17 h). Nun ist unser Studium aber so strukturiert, dass die meisten Kurse nachmittags stattfinden, und auch unsere Instrumentalschüler, die wir nebenbei betreuen, haben erst nachmittags Unterricht. Das heißt, wir hätten unser Baby morgens um 7 in die Krippe bringen müssen und hätten es erst abends wieder gesehen. Unsere Nachfrage, ob man ihn flexibel bringen und holen kann, wurde verneint. Ihn so lange wegzugeben wäre für uns undenkbar gewesen, und deshalb organisieren wir jetzt eben noch die Betreuung bis zum Kindergartenstart mit 2.

zum ersten Mal gemeinsam in die Hochschule gegangen

Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Und es ist großartig, wie ihr das gemeinsam regelt.
Ich musste schon einmal Anton mit in die Vorlesungen nehmen, weil ich keine Betreuung für ihn fand. Hattest du schon einmal "interessante" Situationen, weil du eine studierende Mutter bist? Oder musstest Absprachen mit den Dozenten treffen? Wie sind deine Erfahrungen mit den Kommilitonen?

Die Erfahrung "Baby im Hörsaal" habe ich häufig gemacht, und sie war durchweg positiv. Alle Lehrer waren einverstanden, dass ich ihn mitbringe, auch wenn dann das ein oder andere Mal die Vorlesung in den Hintergrund rutschte, weil alle Kommilitonen ganz verzückt waren von dem kleinen Baby im Tragtuch. Glücklicherweise habe ich bis zum Sommer an einer eher kleinen Hochschule studiert, an der alle sich kennen - so konnte man Tilo auch mal für eine halbe Stunde einer Freundin anvertrauen, wenn man in eine wichtige Sprechstunde musste.
Wenn ich genau darüber nachdenke, habe ich fast immer enttäuschte Gesichter gesehen, wenn ich ohne ihn in die Musikhochschule kam, und alle haben immer sofort nach ihm gefragt.


Verständlich bei so einem süßen, kleinen Buben!
Hast du dir eigentlich das Studium mit einem Kind so vorgestellt bzw. wie waren deine Erwartungen?

Ich habe mich im Vorfeld schon ziemlich intensiv mit der Situation beschäftigt, um sicher zu sein, dass wir das bewältigen. Es gab in den drei Jahren vor meiner Schwangerschaft allerdings mehrere Studentinnen, die auch Kinder bekommen haben und mir immer mit guten Ratschlägen zur Seite standen, daher wurden meine Erwartungen komplett erfüllt und ich bin sehr froh, diesen Weg gewählt zu haben, da es für uns genau der richtige ist.


Hast du Kontakt zu anderen Müttern oder Vätern an deiner Uni?

Tatsächlich kenne ich einige andere Mütter an der Musikhochschule, es sind aber, bis auf eine, keine Spielplatzfreundschaften geworden, da ihre Kinder schon älter sind als Tilo. Ein richtiges Elternnetzwerk besteht aber nicht wirklich, was ich ein bisschen schade finde. Man könnte sich gegenseitig so gut unterstützen, da man die Probleme der anderen nachvollziehen kann.


Hast du einen guten Ratschlag (gerne auch mehrere) für studierende Mütter oder einen besonderen Wunsch?

Ich empfehle allen Müttern, direkt am Anfang des Semesters (und schon bei der Kurseinschreibung) mit den Dozenten Kontakt aufzunehmen. Ich wollte oftmals nicht aufdringlich sein und eine Extrawurst bekommen, weil es ja "meine Sache ist", dass ich ein Kind habe. So hatte ich häufig Stress mit Abgabeterminen und Hausaufgaben. Dabei hat absolut jeder Dozent, mit dem ich bisher darüber gesprochen habe, Verständnis gezeigt und ist mit bezüglich Terminwünschen etc. entgegen gekommen.
Mir persönlich hilft es sehr, über Internet Kontakt zu anderen Studi-Mamas zu halten. Man kann sich schön austauschen und sich wertvolle Tipps geben. Ich habe hier leider in vielen Krabbelgruppen die Erfahrung gemacht, das man als junge Studenten-Mama kaum gemeinsame Gesprächsthemen mit den anderen Müttern hat und deshalb nur schwierig Teil der "Gemeinschaft" wird. Außerdem kann ich durch mein Studium nicht zu jeder Zeit auf den Spielplatz und muss meinen Tag gut durchplanen - das trifft leider oft auf Unverständnis. Schade, dass man die ganzen lieben Studenten-Mamas von den ganzen Blogs nicht so einfach treffen kann, weil die meisten so weit weg wohnen!!
Das war jetzt wirklich ein schönes Interview, weil ich einmal das ganz letzte Jahr Revue passieren lassen konnte und sieht, was man alles geleistet hat! Studierende Eltern dürfen wirklich stolz auf sich sein, finde ich!


Liebe Maren, ich danke dir für die Offenheit und die inspirierenden Antworten! Ihr leistet wirklich viel und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg im Studium und viel Spaß mit deiner Familie!


Alle bisherigen Interviews der Reihe CampusMum findet ihr hier. Und hier kommt ihr zu allen Artikeln, die sich mit dem Thema Studieren mit Kind beschäftigen.

24.10.2014

mit Baby oder Kind im Hessischen Landesmuseum Darmstadt


Anton und ich waren gestern im erst kürzlich wieder eröffnetem Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Ich war wirklich sehr gespannt, was uns erwarten würde, denn das letzte Mal war ich dort als Fünfzehnjährige mit meiner Klasse. Das ist eine lange Zeit - aber auch das Landesmuseum war für einige Jahre geschlossen und wurde von Grund auf renoviert. Mitte September konnten wir leider nicht zur Eröffnungsfeier gehen und deshalb nutzte ich die letzten Semesterferientage, um mit Anton die Ausstellungsräume zu besichtigen.

Das ist ja nicht der erste Museumsbesuch mit Baby, so dass ich schon Einiges im Museum erlebt habe. Meistens sehe ich weniger, als wenn ich alleine unterwegs bin, oft bin ich auch unkonzentrierter und nehme etwas weniger Input mit. Aber es bleibt ja immer etwas hängen! Deshalb war ich wieder sehr froh, als Anton schon auf dem Weg ins Museum einschlief. Der Museumseingang für den Kinderwagen befindet sich auf der linken Seite über den Museumsshop. Und dann wird es fast ein wenig kompliziert. Es gibt zwei Fahrstühle, die aber nicht alle Etagen anfahren. Man muss also zwischendurch "umsteigen". Mit einem Plan für Rollstuhlfahrer findet man sich aber ganz gut zurecht oder man fragt einfach die freundlichen Mitarbeiter.



In der Zeit, in der Anton schlief, raste ich also durch die Ausstellungsräume. Ich wollte mir einen Überblick verschaffen und nur punktuell die Arbeiten näher betrachten. Das gelang mir ganz gut. Das Landesmuseum Darmstadt beherbergt eine Gemäldegalerie mit Kunstwerken aus dem 13. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Außerdem findet man Säle der Vor- und Frühgeschichte, der ägyptischen Archäologie, Kunsthandwerkstücke der Kirchlichen und Fürstlichen Schatzkammer, Jugendstilarbeiten und viele weitere Abteilungen. In den eineinhalb Stunden habe ich natürlich nur einen groben Abriss gesehen. Aber es wird schnell klar, wie umfassend dieses Haus ausstellt.

Anton wachte auf, als ich gerade vor Lovis Corinths "Harem" stand. Ich unterbrach also meine Betrachtungen und ließ mich auf Anton ein. Glücklicherweise gibt es in dieser Etage Wickelräume für Papas und Mamas, in denen es viel Platz für den Kinderwagen gibt.

Dann machten wir uns auf den Weg in die Zoologische Abteilung. Ich wollte Anton die Tiere zeigen. Bei den Museumsbesuchen achte ich sehr darauf, dass ich nicht nur das mache, was mir gefällt, sondern dass ich auch für Anton immer ein bisschen Programm biete; dass wir eben beide etwas davon haben. Ihm gefielen die Tiere gut und auch ich staunte nicht schlecht. Was für eine Vielfalt.

Ich kann das Hessische Landesmuseum Darmstadt für einen Familienausflug wirklich sehr empfehlen. Da nicht nur bildende Kunst gezeigt wird (die natürlich auch sehr spannend für Kinder sein kann) und man alles von Tellern bis hin zu Ritterrüstungen findet, haben nicht nur die Eltern Spaß an der kulturellen Bildung, sondern auch schon die Kleinsten.


Und der Fun-Faktor: Die Zoologische Abteilung ist natürlich der Hammer. So viele (ausgestopfte) Tiere auf einem Fleck. Da gibt es unzählige Affen zu bewundern, verschiedene Vogelarten, einen Riesenkrebs, heimische und fremde Tiere oder eine große Sammlung von Skeletten. Selbst Anton fand es ganz interessant, vor allem, wenn ich die Tiergeräusche nachmachte. Nicht nur für die größeren Kinder ist der mittelalterliche Raum mit all den Ritterrüstungen und Helmen interessant. Es gibt viel zum Gucken und Staunen.

Auch überzeugen die Multimedia-Bildschirme für einen Familienausflug. Ich habe viele kleine Kinder gesehen, die sich riesig darüber gefreut haben, auf die Bildschirme zu drücken. Die Ausstellungstexte sind sehr informativ, so dass man bei Unwissenheit auch schnell mal spicken und dann ganz wissend die Möglichkeiten der Präparation vorstellen kann.


Wenn das Kind dann unruhig wird oder man einfach zwischendurch einen Kaffee trinken möchte, hat man dafür die Gelegenheit im Museumscafé. Bei schönem Wetter empfehle ich, sich in den Innenhof zu setzen.

Und wenn man lieber geschulte Museumspädagogen an die Kunstvermittlung der eigenen Kinder lassen möchte, dann gibt es verschiedene Angebote. Mir gefällt der Rundgang mit der Handpuppe "Museumsdirektor Dinkeltaler" sehr gut. In 45 Minuten entdecken Kinder im Alter von 4-6 Jahren die "kostbaren und spannenden Dinge des Hauses", wie es so schön im Programm heißt. (Eintritt frei) Oder zwei Mal im Monat können Familien mit ihren ab 6 Jahre alten Kindern beim Familienausflug teilnehmen. Hier werden in diesem Jahr vor allem Tiere in all ihren Formen besprochen (z. B. Vom klugen Fisch, der nicht mehr im Wasser leben wollte"). Auch Geburtstagsfeiern können in der Außenstelle veranstaltet werden. Hier lernen die Kinder in Workshops, wie sie Papier schöpfen oder Bücher binden usw. Für alle Großeltern ist der Großelterntag interessant. An diesen Tagen zahlen sie einen ermäßigten Eintrittspreis, wenn sie mit ihren Enkelkindern im Alter von 4-6 Jahren ins Museum gehen. Es gibt natürlich auch noch viel Programm für Kinder und Jugendliche, das ihr euch hier ansehen könnt.


Solltet ihr also aus der Umgebung sein oder ein paar Tage in Darmstadt verweilen, empfehle ich euch wärmstens, dem HLMD einen Besuch abzustatten. Uns hat es sehr gut gefallen.





23.10.2014

Liebster Award



Nina von Mausekinder hat mir vor einigen Tagen den Liebster Award verliehen. Mir gefällt die Idee ganz gut, dass man Fragen gestellt bekommt, die man beantworten kann. Nina hat sich tolle Fragen überlegt und hier sind meine Antworten.


 1. Wie kam es zu deinem Blog?
Ich schreibe seit 2008 das Blog betsi. Mein Leben war irgendwann so turbulent, dass ich einfach nicht zum Schreiben kam. Deshalb ruhte betsi fast ein Jahr. Dann wurde ich schwanger und ich merkte, dass ich gar nicht anders konnte als zu schreiben, mitzuteilen und die wunderbaren Fundstücke online zu stellen.

 2. Wann und wo schreibst du am liebsten?
Am liebsten schreibe ich an unserem Esstisch im Wohnzimmer, mit Blick auf die Fenster und den Baum, der davor steht. Der Tisch sollte aufgeräumt und sauber sein, mit ein paar Stapeln voller Zeitschriften und Zettel auf den Stühlen neben mich.

 3. Was tust du gegen Schreibblockaden?
Die 15-Minuten-Regel! Fünfzehn Minuten einfach runterschreiben, was mir zu dem Thema einfällt, in einem Blogpostfenster, Notizen, die ich dann zu einem Artikel zusammenfüge.

 4. Meer oder Berge?
Das Meer. Die Weite, die ruhigen Wellen oder ein stürmisches Getöse. Aber ich war schon soo lange nicht mehr in den Bergen, dass ich mir das sehr für nächstes Jahr wünsche. Am liebsten würde ich mal wieder Wandern gehen.

 5. Gibt es ein Erlebnis, das dich geprägt hat?
Das Leben besteht ja eigentlich nur aus Erlebnissen, die einen prägen. Ganz bewusst natürlich die Geburt von Anton. Ich war fast eine Woche lang offline und habe niemandem zurückgeschrieben. Vor einem Jahr merkte ich einfach, dass man die Prioritäten noch ganz anders setzen kann. Ich bin also etwas besser im Planen geworden, lasse mich von "Verplanungen" nicht aus der Ruhe bringen und bin generell etwas gelassener.

 6. Bist du eine Nachteule oder ein early bird?
Es kommt drauf an für was. Ich habe seit Antons Geburt gelernt, vormittags während seines Vormittagsschlafes viel zu erledigen und auch produktiv zu sein. Lernen kann ich am besten morgens. Doch für Recherche bin ich abends am Aufmerksamsten. Und ich liebe laange Abende mit Käse und Wein.

 7. Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
Nachts durchschlafen, erst um 9 Uhr von alleine aufwachen, mit der Familie lange frühstücken. Kaffee, frisch gepresster Orangensaft, Nutella und Brötchen. Zeit zum Bloggen haben, konzentriert arbeiten können, um dann den Laptop zuzuklappen. MIt meiner Familie nach Frankfurt fahren, ins Museum gehen, bummeln und am Main spazieren gehen. Kaffee trinken gehen, ein neues Café entdecken. Inspirationen aus der Stadt und aus dem Museum holen. Abends lecker kochen (bzw. bekocht werden) und einen guten Film schauen (oder ohne Anton ausgehen und Wein trinken).

 8. Welchen Wunsch möchtest du dir in deinem Leben noch erfüllen?
Weil es mich aktuell betrifft: einen sehr guten Abschluss schaffen. Irgendwann echte Fotoskills entwickeln. Ein Buch schreiben. Vielleicht für ein paar Monate mit meiner Familie in Paris leben.

 9. Welche drei Worte beschreiben dich am besten?
Plan, Lebensfreude, Zufriedenheit  (? das ist ziemlich schwer)

10. Hast du einen Lieblingsort?
Es gibt so viele tolle Orte! Am Rhein, am Fenster eines Cafés, auf dem Spielplatz, im Städel in den Räumen des 19. Jahrhunderts. Je nach Laune immer ein anderer Ort.

11. Was möchtest du deinem Kind mit auf dem Weg geben?
Ich wünsche mir, dass Anton immer weiß, dass ich ihn lieb habe und dass das Leben schön und gut ist.


Weil ich eigentlich kein Fan von Staffelposts bin, ändere ich die Regeln ein wenig ab. Wenn also Cuchikind, Mainzer Wohnzimmer und Tonimamaroni meine Fragen beantworten möchten, freue ich mich sehr. Die Themen sind schön Mama-lastig :)

(Hier die Originalregeln:
1. Verlinke die Person, die dich verlinkt hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die du unten findest.
3. Finde 11 Blogger, die unter 200 Follower haben und nominiere sie.
4. Denke dir 11 neue Fragen aus.)

  1. Was gefällt dir am meisten am Muttersein?
  2. Was sind die blöden Momente?
  3. Hat sich dein Kleidungsstil seit der Schwangerschaft/Geburt verändert?
  4. Wie sieht für dich ein gelungener Familienausflug aus?
  5. Was kann dich immer glücklich machen?
  6. Und was macht dein Kind immer glücklich?
  7. Was hast du immer dabei?
  8. Kannst du deinen Erziehungsstil beschreiben?
  9. Wie schaffst du es, dir Freiräume zu schaffen, Zeit für dich selbst?
10. Was inspiriert dich?
11. Bloggst du spontan oder plant du deine Blogposts?


Alle anderen dürfen sich natürlich auch angesprochen fühlen und mitmachen. Viel Spaß beim Beantworten der Fragen!

22.10.2014

one tiny little story


Anton und seine Zähne sind ein Thema, die mich regelmäßig in den Wahnsinn treiben könnten. Ich habe mittlerweile eine Art Gelassenheit entwickelt, aber dennoch gibt es immer wieder diese schlimmen Momente. Anton hat einfach jedes Mal wirklich starke Schmerzen, wenn die blöden Zähne einschießen, wenn sie durchbrechen und wenn sie wachsen. Also mehrere Wochen hintereinander.

Gestern brach endlich der fünfte Zahn durch und Nummer 6 kommt auch bald. Das ist immer ein Grund zum Feiern.

20.10.2014

Geschenkideen zum ersten Geburtstag

Ich wurde in den letzten Wochen häufiger gefragt, was wir uns zu Antons Geburtstag wünschen. Was schenkt man denn einem Einjährigen? Bis vor wenigen Wochen hatte ich keine Ahnung. Nach kurzer Überlegung fielen mir dann aber immer mehr Sachen ein.

Ob sie alle wirklich sinnvoll sind, sei dahingestellt, aber dennoch gefallen sie mir selbst sehr gut  oder ich weiß, dass Anton daran Spaß haben wird.


Wir haben eine laaange Liste an Büchern, die wir uns ich mir wünschen: Von Kopf bis Fuß, Eine lange Straße lang, Der große Bär

Bei unseren Freunden konnte Anton mit einem Murmelhaus spielen. Das hat ihm sehr Spaß gemacht.

Wahrscheinlich dauert es gar nicht mehr so lange, bis Anton läuft. Um ihm das Üben zu erleichtern, wäre ein Lauflernwagen perfekt. Vielleicht dieser oder dieser oder dieser hier.

Anton spielt schon lange mit den normalen Bauklötzchen. Langweilig wird es ihm damit nicht, aber ein kleines Upgrade darf gerne bei uns einziehen. Und zwar Duplo Steine. So ein Klassiker. 

Wir sind so häufig auf dem Spielplatz und Anton liebt es, im Sand zu buddeln. Nachdem wir unsere Schaufel verloren haben, soll also nicht nur eine neue her, sondern soll auch noch aufgestockt werden: Wir suchen noch einen schönen Bagger für den Sand.

Dass Anton Autos liebt, habe ich bereits häufiger erwähnt. Sein Fuhrpark darf jederzeit erweitert werden. Vor allem mit einem großen "Auto", mit einem Bobby Car. In unserem Gemeinschaftsgarten befinden sich fünf alte Bobby Cars, doch sollte Anton auch seinen eigenen haben, auch für die Wohnung.

1 / 2 / 3 / 4

Als großartiger Esser schadet es nie, noch mehr schickes Kindergeschirr zu haben. Natürlich bekommt Anton auch ganz normales Geschirr, aber manchmal bin ich schon ganz froh, wenn die Teller nicht aus feinem Porzellan sind, wenn Anton sie auf den Boden wirft.

Bei Antons Essverhalten können wir Lätzchen immer gebrauchen. 

1 / 2 / 3 / 4

 Eine schöne Alternative zum Bobby Car ist das Rutschauto von Baghera.

Bücher! Hier viele tolle Illustrationen.

Tierfiguren für einen kleinen Zoo

Spielwürfel, um seine motorischen Fähigkeiten weiter auszubauen

1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 11

Ich gestalte gerade Antons Zimmer neu. Es sollte etwas kindgerechter werden. Auf einigen Mamablogs habe ich eine Kuschelecke für die Kinder gesehen. Ich weiß nicht, ob Anton diese schon nutzen würde, aber ich stelle mir das ganz gemütlich vor. Viele Kissen in einem Zelt oder Tipi, eine Lampe in Form einer Wolke, die warmes Licht erzeugt und weiche Bettwäsche.


Vielleicht feiert auch bald jemand in eurem Bekanntenkreis seinen ersten Geburtstag und ihr seid noch auf der Suche nach einem passenden Geschenk. Im Onlineshop smallable, in dem meine Wunschliste immer ellenlang ist, bekommt ihr einen Rabatt von 10 € ab einem Mindestbestellwert von 100 €. Der Code lautet VIESML und ist gültig bis zum 15.11.2014 (leider nicht auf Deko, Möbel, Geschenkkarten und Outlet). Viel Spaß beim Stöbern!

18.10.2014

Mami's Spielplatzoutfit im Herbst




Diese Woche war ich in Wiesbaden auf einem Spielplatz. Während ich manche Mainzer Spielplätze und ihre Mütter ziemlich gut kenne, fand ich es ziemlich spannend, die Wiesbadener Eltern zu beobachten. Mir fielen vor allem drei Mütter auf. Sie waren Mitte Dreißig, hatten jeweils zwei Kinder und hatten so ziemlich das Gleiche an.

Wir gehen momentan fast jeden Tag auf den Spielplatz und genießen die warmen Tage. Anton kann zwar die Ausrüstung noch nicht richtig ausnutzen, aber er isst den Sand, entleert das Förmchen wieder oder stellt sich an ein Gerüst. Viel mehr passiert nicht. Sobald er laufen kann, wird es noch so viel mehr Spaß machen. Darauf freue ich mich sehr. Ich suche schon lange für Anton eine passende Matschhose (sie sind überall ausverkauft in seiner Größe), damit ich den Sand nicht ständig abklopfen muss und er kalt ist. Dann ist mir aufgefallen, wie unpassend ich eigentlich angezogen bin. Meine Boots mit Absatz lassen mich durch den Sand staksen und mein Rock ist etwas zu kurz, um die ganze Zeit auf dem Boden zu kriechen. Wenigstens ist alles schwarz und hält auch etwas Dreck aus.

Was trugen also die Wiesbadener Muttis? Sie sammelten mit ihren zwei Kindern anscheinend schon mehr Spielplatzerfahrungen als ich bisher, so dass sie mit ihrer Kleidung alles richtig gemacht haben:
Einen olive-grünen Parka kombiniert mit Jeans, Tshirt und warmen Cardigan. Bikerboots, in die man auch mit Kind auf dem Arm gut reinschlüpfen kann und deren Schaft hoch genug ist, um keinen Sand reinkommen zu lassen. Ein abwaschbarer Beutel für Förmchen und Schaufel. Mütze und Schal aus Cashmere für die kalten Tage.

Das Outfit à la Wiesbaden Herderstraße ist zwar nun wirklich keine Innovation, aber es ist schlicht und simpel, ganz hübsch und vor allem praktisch. Ihr habt ja schon mitbekommen, dass ich bei meiner Kleiderwahl meist auf klassisch und schwarz zurückgreife, so auch hier. Vielleicht ein bisschen langweilig, aber für mich genau richtig.


16.10.2014

Protokoll der Eingewöhnung


Vorgestern bei der Übergabe, als ich Anton fest drückte und er mir einen Kuss auf die Wange gab (Mund einfach offen halten und die ganze Feuchtigkeit an Mama abgeben), verabschiedete sich die Tagesmutter von uns mit den Worten: "Damit wäre Anton eigentlich eingewöhnt." Ich war ganz erstaunt. Was? Das war jetzt die Eingewöhnung? An acht Tagen? Zack bumm.


Tag 1: Wir beginnen im Wohnzimmer und sitzen gemeinsam auf dem Boden. Anton hat die Tagesmutter ganz fröhlich begrüßt und ist offen und zufrieden. Die beiden spielen miteinander auf dem Teppich, ich werfe immer wieder kurz was ein ("Anton, nicht das Bauklötzchen gegen den Glastisch schlagen."). Tagesmutter und Anton schauen sich die Wohnung an und nach dem Rundgang spielen sie für eine viertel Stunde gemeinsam im Spielzimmer. Ich warte im Wohnzimmer, höre Anton jauchzen und brabbeln. Eine gemeinsame Besprechung und eine fröhliche Verabschiedung folgen.

Tag 2: Anton streckt die Arme nach der Tagesmutter aus, als wir die Haustür erreichen. Er freut sich, sie zu sehen. Das ist doch ein gutes Zeichen. Die beiden gehen direkt ins Kinderzimmer zum Spielen, während ich im Wohnzimmer lese. Sie kommen immer wieder vorbei, damit Anton weiß, ich bin noch da. Er schaut sich einmal nach mir um, ist aber mit der Tagesmutter ganz zufrieden und "braucht" mich nicht. Sie wickelt ihn, obwohl die Windel trocken ist. Das klappt sogar besser als bei uns. Kein Gejammer. Er freut sich über das Bobby Car und läuft (!) mit dem Lauflernwagen durch den Flur. Ich habe Tränchen im Auge. Wieder ein lange Nachbesprechung.

Tag 3: Anton freut sich wieder, die Tagesmutter zu sehen. Er liebt ihre Deko an der Haustür und will gleich den Schmetterling anfassen. Man merkt, dass er sich wohl fühlt und er alles kennt. Ich verabschiede mich gleich an der Haustür und winke. Während ich nun ein dreiviertel Stunde auf der Bank vor dem Haus lese, spielt Anton. Er spielt sogar alleine, protestiert dann aber auch schnell wieder. Anscheinend ist das ein Zeichen dafür, dass er nicht ängstlich ist, selbst wenn die Tagesmutter in die Küche geht (sonst würde das Kind sich nicht bewegen und ängstlich schauen). Er liebt das Bobby Car, die Musik und die Fingerspiele. Er beobachtet die Tagesmutter, ahmt sie nach, kann zwei Bälle mit seinen beiden Händen aufnehmen und sie gegeneinander schlagen. Er freut sich sehr, mich zu sehen und möchte zu mir. Wir besprechen gemeinsam im Kinderzimmer, wie der nächste Tag ablaufen wird.

Tag 4: Wieder eine Übergabe an der Tür und ich verabschiede mich. Anton ist eine Stunde und 20 Minuten bei der Tagesmutter und es lohnt sich sogar für mich, nach Hause zu gehen. Ich gebe ein Früchtegläschen mit, irgendetwas Bekanntes. Anton isst nicht viel, hat aber auch eigentlich keinen Hunger. Das erste Mal lasse ich ein paar Utensilien da, gepackt in einem kleinen Köfferchen. Lätzchen, das Gläschen, einen Schnuller, meine Telefonnummer. Ein Minigespräch an der Tür, Anton freut sich wie immer und schläft auf dem Heimweg ein.

Tag 5: Die Übergabe läuft immer gleich ab. Dieses Mal aber vormittags, zum gemeinsamen Frühstück mit den anderen drei Kindern. Diese kommen schon früher und sitzen am Tisch, als Anton reinkommt, so, dass er sich nicht erschrickt. Eigentlich ist Anton schlecht drauf, weil ihm sein sechster Zahn zu schaffen macht. Doch knatscht er während der fast zwei Stunden nur ein Mal. So kenne ich ihn gar nicht. Dieses Mal isst er Brot und Wurst. Ich bekomme ein Foto geschickt, wie Anton mit dem größeren Jungen auf dem Boden sitzt. Wie goldig. Anscheinend fühlt er sich richtig wohl. Alle drei Jungen wollen mit dem Bobby Car spielen und Anton verteidigt sich lautstark. Ich freue mich riesig, Anton abzuholen. Er hat, wie die anderen Kinder auch, einen Klecks Crème auf der Nase. Er gehört dazu. Hm, und er riecht ein bisschen nach der Tagesmutter.

Tag 6: Anton freut sich und geht gerne zur Tagesmutter. Nur ein 17 Monate alter Junge ist heute da. Die beiden verstehen sich prächtig. Als Anton gewickelt wird, möchte der andere Junge auch gewickelt werden. Sie stecken die Köpfe zusammen und fassen sich an. Sie essen und spielen gemeinsam. Ich hole ihn nach 2,5 Stunden ab.

Tag 7: Anton ist über das Wochenende leider krank geworden und hat sehr schlecht geschlafen. Weil er kein Fieber hat und morgens ganz gut drauf ist, packe ich ihn ein und wir gehen zur Tagesmutter. Er freut sich, sie zu sehen. Nach Absprache mit ihr soll er nur zu Hause bleiben, wenn er Fieber hat. Weil er ganz gut drauf ist, lasse ich ihn da, bin aber rufbereit und bleibe zu Hause. Die Kinder warten schon an der Tür. Sie essen und spielen gemeinsam. Ich rechne damit, Anton gegen 12 Uhr abzuholen, doch die Tagesmutter ruft mich schon kurz nach elf an. Anton ist sehr müde, hat aber gut gegessen und wenig geknatscht. Ich hole ihn ab, damit er zu Hause schlafen kann. Trotzdem lernt er noch den Kinderwagen kennen.

Tag 8: Nach der U6 kommen wir verspätet zur Tagesmutter. Anton hat noch einen leichten Husten dazubekommen, ist aber gut drauf. Die Kinder haben mit dem Frühstück gewartet, damit sie gemeinsam essen können. Sie gehen auf den Spielplatz und Anton sagt die ganze Zeit Auto. Der "kleinere" Junge stimmt mit ein. Als sie heimkommen, gibt es Joghurt mit Früchten und Anton darf danach schlafen gehen. Er schläft direkt ein. Ein Wunder. Die Tagesmutter ruft mich an und gibt mir Bescheid, dass ich Anton um 14 Uhr abholen kann. Was soll ich nur mit so viel freier Zeit anfangen?! :) Als ich Anton abhole, ist er fit und hat nach seinem Mittagsschlaf noch ein bisschen gespielt. Jetzt schlafen die anderen beiden Jungs. Bei der Besprechung an der Tür sagt mir die Tagesmutter, dass wir nun alle Eingewöhnungsstufen erreicht haben und dass Anton an sich nun eingewöhnt ist.


In zwei großen Wellen habe ich uns mit viel Arbeit bei allen möglichen Kitas und Krippen angemeldet, schaute sie mir an und sprach mit den Leiterinnen. Ich fand das ziemlich anstrengend und nervig. Wir bekamen fünf Zusagen und zwei Kitas gefielen mir davon ganz gut. Bei jeder Absage fragte ich mich, ob ich das denn überhaupt machen könne. Muss man nicht überaus dankbar für jeden Platz sein?

Aber ich bin mir sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Ich bin so so zufrieden, dass wir uns für diese Tagesmutter entschieden haben. Sie ist eine sehr liebe und herzliche Frau, die sich für ihre Tageskinder aufopfert, die empathisch und flexibel ist, die selbst kocht und gute Umgangsformen pflegt. Soweit ich das beurteilen kann, hat sie ihre Tageskinder sehr lieb. Und ich bin sehr zufrieden, dass wir uns für einen Halbtagesplatz entschieden haben. Die Kitas boten das nicht an, sonst hätten wir vielleicht gar nicht daran gedacht, auch Tagesmütter kennenzulernen. Mir tut es gut, dass ich den Vormittag frei habe und bald in dieser Zeit aktiv studieren kann. Ich sehe, welchen Spaß Anton dort hat und wie viel er in diesen wenigen Tagen gelernt hat. Bei mir kommt überhaupt nicht das Gefühl auf, ihr würde ihn "abschieben" oder "weggeben". Und mir tut es gleichzeitig gut, dass ich ihn dann am frühen Nachmittag wieder bei mir habe und mit ihm Zeit verbringen kann. Wahrscheinlich werden unsere Wochenenden noch mehr bewusste Familienqualitytime.

In den letzten Wochen schaue ich Anton immer wieder an und merke, wie "groß" er schon ist. Er ist alleine bei einer "fremden" Frau mit "fremden" Kindern und spielt und isst ganz selbstständig. Es ist manchmal ein eigenartiges Gefühl, doch meistens bin ich einfach nur stolz auf diesen kleinen Menschen.

Ich bin mir sicher, dass Anton ist wenigen Wochen richtig verstehen wird, dass er jeden Vormittag bei der Tagesmutter ist und dass ich dann wirklich nicht da bin. Auch wenn die Eingewöhnung so super gelaufen ist, kann es natürlich noch vorkommen, dass er mich vermisst oder dort nicht hin möchte.

Jetzt genieße ich noch drei freie Stunden und freue mich dann riesig, meinen kleinen Buben mit Küssen zu überschütten.


15.10.2014

one tiny little story


Anton gibt mir Küsschen. Manchmal einfach so. Manchmal, wenn ich ihn darum bitte. Er kennt das natürlich von meinem Freund und mir, wenn wir uns küssen. Oder wenn ich Antons Wangen abknutsche und ihm dabei sage, wie lieb ich ihn habe. (Ist übrigens ein ganz gutes Mittel, um "runterzukommen", wenn man sich über sein Baby ärgert. Man liebt es ja sowieso.)

Seine Art zu küssen: Mund aufhalten und mit vor lauter (Zahnungs-)Sabber ganz nassen Lippen die Wange abreiben

Auch wenn meine Wange dann ganz feucht ist, finde ich es so schön, dass mein Baby mir seine Liebe zeigen kann.

14.10.2014

Vom Tragen und Getragenwerden

Es gibt ein Thema, das mich immer wieder stark beschäftigt: Das Tragen von Babys. In der Schwangerschaft freute ich mich darauf, mein Baby mit einer Tragehilfe durch die Gegend zu transportieren, ganz nah an meinem Körper würde ich ihn wärmen und er könnte meinen Herzschlag spüren.

Dann kam Anton, die perfekte Manduca bekamen wir von lieben Freunden zur Geburt geschenkt und nachdem er die 3,5 Kilos erreichte, freuten wir uns riesig, ihn endlich einzupacken. Doch da kam die Erkenntnis: Nicht jedes Baby lässt sich gerne tragen. Wir hatten wirklich viel Mühe damit. Unter Anleitung unserer Nachsorgehebamme packten wir Anton in die Manduca, doch er schrie und schrie. Wir versuchten es mit dem Entengang, zur Beruhigung, liefen drinnen und draußen. So gerne wir ihn mithilfe der Manduca tragen wollten, ihm gefiel es nicht. Ich schielte immer ganz neidisch zu meinem Mit-Muttis, die ihre Babys stundenlang spazieren trugen. Einige Zeit später, als Anton zahnte, versuchte ich es erneut und gab der Tragehilfe eine weitere Chance. Und es klappte! Aber auch nur draußen und für eine halbe Stunde. Dann wurde es ihm wieder unbequem. Schlafen konnte er darin so gut wie nie. Außerdem wollt er sich umschauen, weil er so neugierig war. Nun ist Anton größer und lässt sich gut tragen. Er schläft ein, schaut sich um, ich kann ihn auf dem Bauch oder auf dem Rücken tragen. Doch ist er nun richtig schwer und ich bekomme nach einer Stunde die ersten Schmerzen.

Da ich ihn nicht von Anfang an trug, gewöhnte ich mich natürlich schnell an einen Kinderwagen und an die Vorteile. Man kann sooo viel verstauen, Anton liebte den Kinderwagen und schlief dort nicht nur eine halbe Stunde, sondern gerne auch mal zwei Stunden. Und die Mainzer sind wirklich freundlich und helfen einem immer, halten die Türe auf oder tragen den Kinderwagen in den Zug. Ich fand es dann natürlich auch richtig praktisch, wenn ich staubsaugen musste und kein Kind erschwerte mir die Arbeit. Das Positive in der Notwendigkeit sehen.

Aber nachdem ich mich in der Schwangerschaft schon so viel mit dem Tragen von Babys auseinander gesetzt und mich darauf gefreut hatte, war ich ziemlich enttäuscht. Bei all dem muss man aber auch wissen, dass Anton es liebt, auf dem Arm gehalten und so getragen zu werden. Nur eben nicht in der Tragehilfe. Wie oft habe ich ihn schon während eines gesamten Museumsaufenthaltes auf dem Arm gehalten und ihm so die Kunstwerke gezeigt. Ihr solltet mal meine Armmuskeln sehen! :)


Aber zurück zum eigentlichen Problem. Es ist nämlich so: Liest man Hebammenblogs oder schaut auf die Instagram-Accounts von Müttern, weiß man, dass Tragen das allerbeste für das Kind ist (sprich sein soll). Unter den Hashtags #borntobeworn #unterdemherzen #babywearing #keepthemclose #tragenistliebe zeigen Mütter wunderschöne Tragebilder und verbreiten damit eine Einstellung. Eine Einstellung, die ich auch mal hatte, die jedoch durch die Realität einen harten Dämpfer erlitten hat. Ich schätze diese Mütter, keine Frage! Wirklich. Es ist wunderbar, dass sich ihre Kinder gerne tragen lassen. Aber ich werde immer wieder damit konfrontiert, dass es bei uns nicht gut klappte. Manchmal scheinen die Hashtags schon fast ein Vorwurf zu sein. Wie, du trägst nicht?! Aber das schiebe ich einfach mal auf meine persönliche Empfindung mit dem Hintergrund, dass es bei uns nie so recht funktionieren wollte.

Mir geht es vielmehr darum zu sagen, nicht jedes Baby möchte mit einer Tragehilfe getragen werden. Ich möchte uns den Druck und die Illusion nehmen, dass das Tragen das Allerbeste für das Kind ist. Und dass sich das Kind auch sehr wohl und geborgen im Kinderwagen fühlen kann. Ich wünsche jedem einen entspannt(er)en Blick auf dieses Thema und vielleicht keine frustrierenden Probleme mit den ersten Versuchen.

Tolle Frauen, die ihre Kinder tragen sind zum Beispiel A lovely journey, Fox & Beau und Hebammenblog. Sie stellten erst kürzlich Anleitungen und Informationen zu verschiedenen Tragehilfen online. Auch auf der Homepage des Tragenetzwerks gibt es allerlei Informationen.


Wie sind denn eure Erfahrungen? Welche Trage könnt ihr empfehlen? Hatten ihr vielleicht auch Probleme oder ließen sich eure Kinder einfach nicht tragen?



P.S. Es gibt natürlich sehr viele unterschiedliche Hersteller von Tragetüchern und -hilfen, die bei einer Trageberatung durchprobiert werden können. Vielleicht hätte sich Anton in einem Tuch besser tragen lassen, doch war mir der Wechsel ehrlich gesagt zu teuer und zu umständlich.

13.10.2014

Inspiration zur Geburtstagsfeier


Ich stecke mitten in den Geburtstagsvorbereitungen für den kleinen Mann. Wir feiern zwei Tage nach seinem Geburtstag mit unseren Familien und am Ende des Monats mit allen Kindern des Babytreffs gemeinsam. Ich finde diese Lösung perfekt. Denn sechs Kindergeburtstage innerhalb eines Monats plus Familienfeier wären doch etwas zu viel für so kleine Menschen.

Wir haben beschlossen, die Familiengeburtstagsfeier nicht zu groß zu gestalten und auch nicht, die ganze Wohnung umzuräumen. Dennoch gibt es Einladungskarten, viel Kuchen (Antons erstes Stück Kuchen!) und ein Vier-Gänge-Menü am Abend sowie dekorierte Räume. Ich habe lange überlegt, unter welchem Motto die Feier stehen könnte: Anton liebt Autos und Räder, er findet Tiere lustig und mag Bücher. Diese Themen konnten mich nicht als Partythema überzeugen. Ich mag Sterne und das Zirkusmotto sehr gerne. Nach einiger Recherche im Netz habe ich mich für Wolken entschieden. Das hat nicht direkt etwas mit Anton zu tun, aber ich habe gemerkt, dass es sich gut umsetzen lässt, nett ausschaut und nicht zu präsent sein wird.

Hier ist ein Teil meines Moodboards. Ich finde es ganz toll und liebe diese Farben. Einiges habe ich schon umgesetzt und ein paar Dinge muss ich noch vorbereiten - aber wir haben ja auch noch Zeit. Ich zeige euch dann in ein paar Wochen, was ich alles gebastelt habe.

Wie gefällt euch dieses Motto? Wie habt ihr den 1. Geburtstag gefeiert?

1 / 2 / 3

1 / 2 / 3

10.10.2014

Geschenkideen für (Neu-)Mamas: DIY Gedankenstützen


Nach der Schwangerschaftsdemenz kommt die Stilldemenz! Wirklich. Und danach geht es weiter mit der Post-Stilldemenz. Es hört also nicht auf, dass man ständig den Gedanken von eben vergessen hat, dass man den Strom-Bialettikocher auf die Herdplatte stellt und die Wohnung tagelang nach geschmortem Kunststoff riecht oder dass Freunde tagelang nicht zurückgerufen werden.

Die Beschäftigung mit dem Kind und seiner Bedürfnisse lassen oft alle anderen Wichtigkeiten verschwimmen. Mal ist es besser, mal ist es ganz schlimm. Was kann man dagegen tun? Als große Fürsprecherin von To Do-Listen und -Stapeln kann ich jeder werdenden Mutter oder schon vergesslichen Mami raten, jede Kleinigkeit aufzuschreiben. Denn viel zu schnell ist die Idee wieder weg, sobald das Kind ruft, die Waschmaschine piepst oder der nächste Blogeintrag offen ist.

Ein paar Gedankenstützen kann man auch ganz einfach selbst machen. Vielleicht wäre das ja auch eine DIY Geschenkidee für (Neu-)Mamas.

Notizbücher selbstgemacht oder gekauft, Wäscheklammern mit Maskingtape beklebt

Postit-Block auf mit schönem Papier (hier Geschenkpapier) beklebte Pappe kleben, mit Dymoband oder Maskingtape verzieren / lose Zettelchen (ich schneide sie immer aus Zeitschriften aus) mit Foldbackklammer an beklebter Pappe festmachen 

Ingres-Papier in gleichgroße Bögen schneiden, an einer Seite lochen und mit Nieten (aus dem Nähbedarf) festmachen, mit Maskingtape Linien kleben und mit Aquarellfarbe die Flächen ausfüllen, Maskingtape abziehen

Stoff oder Papier mit Pappe hintendran in einen Bilderrahmen einfügen, Zettel dranpinnen


Wäscheklammern mit Farbe bemalen und trocknen lassen, mit Dymoband die Funktion benennen


Diese Ideen sind ganz fix umgesetzt und kosten nicht viel. Mein Favorit ist neben einem Notizbuch für jedes "Projekt" (ich habe ein Notizbuch für das Blog, für die Uni, für Antons Entwicklungen, mehrere für die Reisen, etc.) auch die losen Zettel an der Foldbackklammer. Das funktioniert bei mir am Besten. 

Auf Pinterest gibt es natürlich auch unzählige Ideen. Ich habe hier eine Pinnwand dazu erstellt. Alle, die nicht selber basteln möchten, könnten auch hübsche Klebezettel und einen besonderen Stift schenken oder auf Notizbücher zurückgreifen.

08.10.2014

one tiny little story


Das wohl bedeutendste Ereignis letzte Woche war Antons Umzug in sein eigenes Kinderzimmer. Wir haben uns einfach dafür entschieden, es gab keinen bestimmten Anlass. Anton schläft nicht zwingend besser, seitdem er in seinem Zimmer nächtigt - er wacht immer noch ein, zwei Mal auf. Doch wir müssen jetzt abends nicht mehr leise sein, können das Licht anmachen und lesen. Das ist so eine großartige Umstellung. Und es gibt auf einmal soo viel Platz im Schlafzimmer. Heute Nacht hat er endlich wieder eine Nacht durchgeschlafen. Ich bin guter Hoffnung, dass das so weiter geht. Wehe, ihr blöden Zähne, ihr kommt jetzt bald und macht uns alles wieder durcheinander.

06.10.2014

Buchtipp: Antons große Reise


Wenn es in einem Kinderbuch um einen Anton geht, werde ich natürlich ganz hellhörig. Ich mag es, wenn ich meinem Sohn eine Geschichte vorlesen oder zeigen kann, in der es um "ihn" geht. Als mir eine befreundete Mutter ein Bild mit diesem Buch schickte, war es also klar, dass ich sofort reinschauen wollte.

Antons große Reise ist eine süße Geschichte, in der der kleine Bär Anton seinen Freund Paul besuchen möchte. Er nimmt seinen blauen Koffer mit und erlebt einige Abenteuer auf dieser Reise. Natürlich kommt er zum Schluss gut bei seinem Freund an.

Neben den schönen, bunten Bildern gibt es auf jeder Doppelseite ein Guckloch, in der ein Element der nächsten Seite reinpasst. Die hervortretenden Objekte lassen die Kleinkinder fühlen. Und Anton ist von den Gucklöchern ganz begeistert.

Aber auch für alle Kinder, die nicht Anton heißen, kann ich das Buch natürlich empfehlen. Durch die etwas längeren Texte ist das Buch ab 24 Monaten, aber aufgrund der Gucklöcher und den vielen Tieren, die vorkommen, lese ich es Anton jetzt auch schon vor.