09.12.2014

ein paar Gedanken über das Bloggen, über den Konsum und eine Weihnachtswunschliste für einen Buben

In diesem Jahr kursieren ja ÜBERALL Wunschlisten und Einkaufszettel für die besten, schönsten und raffiniertesten Weihnachtsgeschenke. Und auch ich denke schon seit einigen Wochen darüber nach und habe mir nach und nach eine Wunschliste zusammengestellt.

In den letzten Wochen denke ich viel über das Bloggen nach, ich habe einige Ideen und keine Zeit, sie umzusetzen. Immer wieder komme ich zu dem Punkt, das Schreiben, die Inhalte und den Mehrwert zu hinterfragen. Nicht zuletzt führen auch Gespräche mit anderen Bloggern, Freunden, mit meinem Freund oder Kooperationsanfragen dazu. Wie viel Authentizität steckt hinter den Inhalten, lehne ich verlockende Kooperationsangebote ab und kann ich überhaupt das Bloggen vernachlässigen? Ich denke, dass ich für mich einen guten Weg gefunden habe; dass mir das Bloggen sehr wichtig ist (und ich auch irgendwie gar nicht anders kann), aber dass es wichtigere Dinge für mich gibt, dass ich ehrlich bin (auch wenn ich lieber über die positiven Seiten des Lebens sprechen möchte) und dass eine Zusammenarbeit mit PR-Agenturen nur dann statt finden kann, wenn sie Sinn macht, wenn ich die Produkte auch schon vorher gut fand oder ich diese auch als Kooperationen ausschreiben darf. 
Meine Gedanken sind aber nicht nur auf mein Blog bezogen. Vor allem in der Weihnachtszeit werde ich auf manchen Blogs mit Werbebannern zugespamt und bei ein paar Bloggern kann ich nicht mehr einschätzen, was tatsächlich eigenes Interesse und was bezahlte Meinung ist. Ich habe in der letzten Zeit viele Blogs aus meinem Reader gelöscht, weil ich keinen interessanten Input mehr bekam.
Aber grundsätzlich will ich nicht über Blogs herziehen - ich stelle mir ständig diese Fragen, und zur Weihnachtszeit vielleicht noch etwas häufiger.

Ein Punkt sind eben auch die Wunschlisten. Sie sind doch eigentlich erstmal ein Sinnbild für den Konsum, dem wir vor allem in der Weihnachtszeit so heftig ausgesetzt sind. Und den wir auch aktiv betreiben. Bei all dem habe ich nichts gegen einen gewissen Konsum, ich liebe es, Geschenke zu verpacken und genauso, welche zu bekommen. Ich habe eine wirklich lange Liste an Wünschen, die ich mir selbst nicht erfülle, sie dennoch gerne hätte, die mir eigentlich zu teuer sind oder die ich teilweise wirklich benötige. Ich kaufe selbst relativ wenig ein, auch die Sachen von meinen Einkaufstüten, einfach, weil die Kaufkraft fehlt. Aber es gibt eben so so viele schöne Dinge. In diesen ganzen Wirrungen von Gedanken habe ich mich dazu entschlossen, trotzdem Wunschlisten aufzustellen. Und setze einfach auf ein reflektiertes Konsumieren. 


Hier sind also ein paar Wünsche für einen kleinen einjährigen Jungen zu Weihnachten. Achtung, jetzt wird's ungewohnt bunt! :)



DIe Ostheimer Holzfiguren habe ich zum ersten Mal beim dm gesehen und ich schaue bei jedem "längeren" dm-Einkauf, welche neuen Tierfiguren gerade zum Verkauf angeboten werden. Nachdem wir L. einen tollen Elefanten schenkten und ich beim letzten Besuch gesehen habe, wie er den Elefanten fest in seinen Händen hielt, habe ich beschlossen, die Figuren nach und nach auch für Anton zu sammeln. Das Problem ist eigentlich nur, dass er mit Figuren, die keine Sounds von sich geben und womöglich noch aus Holz sind, nicht viel anfangen. Ich liebe sie umso mehr und hoffe, dass Anton auch bald Gefallen daran findet. Aktuell gefallen mir gerade der Panda (genau Antons Sitzhaltung), das Eichhörnchen (sehen wir ständig bei uns im Garten) und der Pavian (Anton liebt Affen).

Anton hat zum Geburtstag ein Starterset von Duplo bekommen. Mit dabei sind eine Schildkröte und ein Kaninchen, zwei Menschen, ein Auto, viele Bausteine, eine große Bauplatte usw. Anton baut sich natürlich noch keine Welten und spielt Geschichten, doch versucht er, die Bausteine aufeinander zu stecken oder sie zumindest auseinander zu reißen, lässt die Schildkröte durch die Tür gehen und packt die Steine in seinen neuen Kipplaster. Uns reicht dieses Set aktuell sehr gut, als nächstes kommen dann eventuell ein Bausteine-Set, ein Bauernhof (mit den Tieren kann Anton viel anfangen) oder das Müll"otoooo"

A propos Auto: zum Nikolaus bekam er dieses kleine Rückziehauto. Anton ist begeistert.

Ich bin mir sicher, dass Anton völlig aus dem Häuschen sein würde, bekäme er diesen Pinguin. Der rutscht nämlich die Rampe hinunter. Findet Anton großartig und super lustig.

Wir lesen ständig Bücher, oder blättern sie oder zerreißen sie im schlimmsten Fall. Deshalb sind die "guten" Bücher im Regal nach oben gewandert und die "normalen" sind in der ganzen Wohnung verteilt. Ein Buch, das definitiv im oberen Fach zu finden sein würde, ist "Mein kleiner Fisch". Dieses Buch lebt von wunderschönen Illustrationen und wenig Text, sodass sich die Kreativität entfalten kann. Vielleicht lernt Anton dann auch, dass die Katze miau und der Fisch blubb macht.

Jetzt kommt ein kleiner Ausrutscher in Sachen bunt und aus Plastik (Duplos sind so legendär, die zählen nicht): ein Badeschiff für die kleine Wasserratte Anton. Denn so allmählich weiß er, wie die Gießkanne funktionert oder wie man aus der Badeente und dem Badewal das Wasser rausspritzen lassen kann und macht nur noch Quatsch. Er weiß auch noch gar nicht, was ein Boot ist. Und wenn er etwas älter ist, kann er auch noch die Fische angeln.

Ein Geschenk, über das wir uns als Eltern wohl mehr freuen als Anton, ist ein Winteroverall. Anton ist momentan auch gut mit Fußsack und seiner Jacke bzw. seinem Outfit eingepackt, doch bin ich mir sicher, dass er es mit diesem Walkoverall noch wärmer hätte. Ich kann mich nur nicht entscheiden, welche Farbe ich nehmen soll: wieder etwas dunkles oder mal einen farbenfrohen Tupfer?


Was wünscht ihr euch für eure Kids zu Weihnachten? Habt ihr auch den Eindruck, dass man  dieses Jahr einen übersteigerten Konsum ausmachen könnt? Kauft ihr trotzdem wie gewohnt ein oder gibt es dieses Jahr vielleicht eher DIY-Geschenke? Und habt ihr auch das Gefühl, dass sich die Bloggerwelt mit den Werbeanzeigen verändert hat?

1 Kommentar:

  1. Ooooh! Die Ostheimer Holzfiguren kenne ich auch noch, die hatten wir auch - ich glaube sogar als Weihnachtskrippe - und ich habe sie geliebt! Meine Meinung zum Thema Blogger Relations & Kooperationen kennst du ja: Es wäre so viel schöner, würden wir alle nur Kooperationen eingehen zu Themen, über die wir auch unbezahlt schreiben. Für Helle Flecken ist das mein persönlicher Maßstab, aber wenn man unter dem Druck bloggt, davon leben zu müssen, sieht es da schon wieder etwas anders aus...

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