21.01.2015

one tiny little story


Anton ging schon immer sehr gerne zur Tagesmutter. Aber nach zwei Wochen intensiver Elternzeit in den Weihnachtsferien und den zwei Wochen zuvor, in denen er krank war, ist er zu einem richtigen Papa- und (wenn's sein muss) Mamakind geworden. Das, was ich im Alltag sehr schön finde, ist morgens beim Abgeben eine Mini-Katastrophe. Seit diesem Jahr fängt er nämlich schon auf dem Parkplatz und spätestens im Treppenhaus an, in der Manduca rumzurutschen und zu meckern. Und wenn ich mich dann an der Tür verabschiede, streckt er sich nach mir aus und weint oder schreit. So kenne ich ihn gar nicht! Und obwohl ich meistens ziemlich hart im Nehmen bin und mir sein Hinfallen oder Ärgern meistens nicht soo viel ausmachen, ist diese Situation anders. Mir tut es dann richtig leid, ihn abzugeben und ich würde ihn am liebsten mit zur Uni nehmen. (Naja, eigentlich genieße ich es ja, mich in der Uni so gut konzentrieren zu können. Trotzdem, wenn er so jammert und zu mir möchte, will ich ihn natürlich nicht abgeben.) Dabei weiß ich ja, wie gut es ihm bei der Tagesmutter geht. Und spätestens, wenn die Tür zufällt, ist auch wieder alles in Ordnung. Das beruhigt mich ungemein. Nichtsdestotrotz bleibt ein komisches Gefühl und ich gebe Anton seit gestern ein kleines Spielzeug mit. Gestern war es die Eisenbahn und heute ein Duplomännchen. Und siehe da, ich weiß nicht, ob es wirklich daran liegt, aber seit gestern gab es kein Geschrei. Vielleicht ist es ja tatsächlich beruhigend für ihn zu wissen, dass etwas von zu Hause mitkommt. 

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