28.01.2015

one tiny little story


Auf dem Weg zur Tagesmutter erleben wir immer sehr viel. Der Weg ist eigentlich ganz kurz; und weil Anton mittlerweile ziemlich schwer ist, kann ich keine Strecken über zehn Minuten mit ihm in der Manduca laufen. Vor allem nicht mit Unitasche und Absätzen. Wir laufen also die paar Meter zur Bushaltestelle, setzen uns dort hin, warten auf den nächsten Bus und beobachten dabei die vorbeifahrenden otooo(s) und b(usse) und Bulldozer. Nach zwei Bushaltestellen kommen wir schon an und laufen bis zum Haus, in dem die Tagesmutter lebt. Wir sehen unheimlich viele Raben an einer Straßenkreuzung und manchmal auch eine t t t (Katze), die auf einer Fensterbank sitzt. An einem Tag streckte sich Anton nach der Tagesmutter aus und grinste mich an, als ich mich von ihm verabschiedete. Alles also wieder gut. Er war diesmal alleine, weil die anderen Kinder krank und zu Hause waren. Die Tagesmutter erzählte mir, dass sie eine andere Tagesmutter mit ihren Kindern in Wiesbaden besuchen würden. Als ich Anton wieder abholte, ging es ihm sichtlich gut. Und ich durfte hören, dass sich Anton direkt zu den Kindern gesellt hatte und mit ihnen spielte und dass es dort auch einen kleinen mh mh mh (oder so ähnlich: Hund) gab. Ich fragte, ob er Angst vor ihm gehabt habe oder ihn anfassen wollte. Die Tagesmutter musste darauf kichern und sagte: "Er hat sich auf ihn draufgelegt. Und ihn an den Ohren gezogen. Der Anton hatte keine Angst."

Ich bin ehrlich ein wenig erstaunt, dass Anton so mutig ist. Ich habe so einen Respekt Angst vor Tieren, dass ich Anton gar nicht zeigen kann, wie man mit Tieren umgehen muss. Und der kleine Mann hat keine Scheu und stürzt sich einfach drauf.

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