04.03.2015

one tiny little story


Heute ist ein Tag, da will ich eigentlich am liebsten keine tiny little story schreiben. Weil wenn ich sie schriebe, gäbe es nur negative Worte. So wie heute. Aber das gehört ja auch zum Alltag dazu.
Gestern holte ich ein murrendes Kind von der Tagesmutter ab, seit Montag erkältet, mit etwas Schleim in den Augen, ganz schwach. Wir verbrachten zunächst den Nachmittag zu Hause, aber ihr kennt diese Tage wohl alle - das Kind ist so knatschig, dass man es kaum zu Hause aushält. Wir gingen also spazieren, (der Kaffee war dringend nötig!) liefen zum Spielplatz und hielten es dort nicht lange aus. Anton war die ganze Zeit ruhig, lag im Kinderwagen, ruhte sich aus. Abends war ich ziemlich platt. Der Tag war anstrengend und ich redete mir ein: "Schlimmer wird's ja wohl nicht."

Ha, falsch gedacht. Es kann immer schlimmer kommen! Die Nacht war furchtbar, Anton hatte hohes Fieber, sprach bzw. sang im Delirium, wir holten ihn zu uns ins Bett und er trat mich die ganze Nacht. Völlig gerädert sind wir drei heute Morgen also aufgewacht und für mich war klar, dass wir heute zum Arzt mussten. Anton hustet viel, seine Nase läuft, er hat permanent eine erhöhte Temperatur oder Fieber und seine Augen sind verklebt. Nach 75 Minuten im Wartezimmer waren Anton und ich schon völlig fertig. Mit der Diagnose "angehende Mittelohrentzündung und ansteckende Bindehautentzündung" wurde Anton für die nächsten Tage krank geschrieben und wir zur Apotheke geschickt. Termine gecancelt, die Hausarbeit auf den Abend verschoben, sitzen wir nun in der Wohnung fest und hoffen auf schnelle Besserung.

Bitte, irgendwann brauche ich mal zwei Wochen ganz ohne Krankheit!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen