23.04.2015

kinderfreundliches Hamburg


Wir sind nun schon einige Tage wieder zurück von unserem kleinen Trip in Hamburg. Familienzeiten sind wunderbar. Hin und wieder mit der kleinen Familie pausenlos zusammenhängen. Das ist toll. Natürlich auch ein bisschen anstrengend, aber grundsätzlich doch besonders schön.

Ich habe Hamburg als sehr familienfreundlich empfunden. Das kann ich natürlich nur aus Sicht eines Urlaubers sagen, der durch die Straßen schlendert und in den Cafés sitzt. Aber im Vergleich zu den anderen Städten, die wir in den letzten Wochen besucht haben, sah ich besonders viele Familien und Möglichkeiten.



Zugegeben lebten wir in einem Stadtteil, der für Familien sehr attraktiv ist, in Eimsbüttel. Ich kenne die Mietpreise nicht, aber als Urlauber sehe ich vor allem die wunderschönen, sehr großen Wohnungen mit den wunderbaren Häuserfronten. Da lacht das Auge und das Herz, allein schon vom Vorbeigehen. Also, wenn man Glück hat, kommt man schon einmal in eine nette Umgebung und in eine große Altbauwohnung. Und wenn man sich für ein Stadtleben entscheidet, weiß man, dass man eher nicht auf einen eigenen Garten, sondern viel mehr auf die Grünflächen der Stadt ausweichen muss. Davon gibt es aber in Hamburg genug. Der größte Park der Stadt bietet sich beispielsweise an, Planten un Blomen. Dann gibt es viele Spielplätze. Wir haben auf unseren Spaziergängen einige Spielplätze angesteuert. Für Kleinkinder haben mir zwei ganz besonders gut gefallen. Ein großer Spielplatz an der Haltestelle St. Pauli. Hier waren gleichzeitig drei unterschiedliche Kita-Gruppen zu Gange und die Kinder tobten auf dem Rutschenhügel, schoben Murmeln durch die Wasserspielkonstruktion und hüpften auf dem Trampolin. Am liebsten alles gleichzeitig. Der andere Spielplatz war für uns interessant, weil er nicht weit weg von unserer Wohnung war. Außerdem liebe ich es, wenn man kleine Schätze in den Hinterhöfen findet. Der kleine Spielplatz  hatte viel Sand, ein paar Schaukelpferde, eine Rutsche für Kleinkinder und eine Wippe. Finden könnt ihr ihn in einem Hinterhof an der Weidenallee. 

Wer raus aus der Stadt und einen Ausflug machen möchte, dem kann ich einen Ausflug am Falkensteiner Ufer empfehlen! Obwohl unser Sohnemann genau in dieser Zeit so tief wie ein Baby schlief. Ihn konnte nicht unser leckeres Picknick, nicht der starke Wind, weder das Wasser noch die vielen bellenden Hunde aufwecken. Die Campinganlage Elbe Camp ist ein weiterer Tipp. Denn während Mama und Papa eine Limonade trinken können, gibt es für Kinder ein großes Areal um sich auszutoben. 


Zurück zur Stadt. Auf einem Spaziergang ohne meine Männer hielt ich vor einem Geschäft mit Kindersachen an: Sprösslinge Design. Das ist so ein Laden, in dem man am liebsten alles mitnehmen würde. Ich hatte Glück, dass ich gerade Geschenke kaufen wollte. Denn hier finden sich nicht nur wunderschöne Papeterie, Schmuck und einzelne Kleidungsstücke, sondern auch Geschirr, Möbel, Kissen und allerhand Schnickschnack, den man eigentlich nicht wirklich braucht, aber sooo gerne haben möchte. 

Wir waren meistens zu Fuß oder mit der U-Bahn unterwegs. Besonders gut gefallen hat mir, dass die barrierefreien U-Bahn-Haltestellen in den Plänen markiert sind. Außerdem ist an einer angegebenen Stelle der Bahnsteig erhöht und ermöglicht einen leichteren Ein- und Ausstieg.

Bei einem kurzen Spaziergang habe ich in zwei Straßen acht Kinderläden gezählt, also Kindertagesstätten. Ich bin beeindruckt. 

Wisst ihr, warum ich Hamburg so kinderfreundlich erlebt habe? Ich habe überall Kinder gesehen! Wenn ich aus unserem Wohnzimmerfenster geschaut habe, liefen ständig Familien vorbei, abends saßen die Familien vor ihrem Haus und aßen ihr Abendessen auf Bierbänken, in jedem Café gab es mindestens ein Kind, das die anderen Gäste bespaßte. Im Karoviertel sahen wir selbst zur späten Stunde noch viele Familien. Es schien, dass die Kinder "eben dabei seien", es wirkte alles so selbstverständlich. Familienfreundlich eben. Nicht als Accessoire, sondern als gleichwertiges Familienmitglied. Und man sieht nicht nur Mittdreißiger-Hipster-Mütter, sondern auch junge Frauen mit Kindern, Väter, die ihr Winzling im Tuch tragen und Großfamilien. Und selbst wenn kein Kind dabei war, fuhren Mütter mit ihren Fahrrädern mit Kindersitz durch die Gegend. So etwas, in so einer Häufigkeit, habe ich bei uns noch nie erlebt. 

Hier unsere Eindrücke, mit der Kamera eingefangen.


der Spielplatz im Hinterhof in der Weidenallee









der Spielplatz in St. Pauli










Kinderladen "Sprösslinge Design"








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