06.05.2015

one tiny little story


Eine kleine Szene aus dem Hof: Wir spielen nachmittags wieder im Garten. Ich nehme das Bobby Car und Antons Lieblingsball mit und wir gehen raus. Anton packt den Ball, hält ihn ganz fest, wartet und lässt ihn irgendwann los. Im Garten spielen viele Kinder aus den Nachbarhäusern. Wir haben richtig Glück, denn dieser Garten ist riesig, drei Hausnummern teilen sich das große Areal und in fast allen Wohnungen gibt es Familien, mit Kindern zwischen drei Wochen und dem Teenageralter. Die sehr quirlige, süße L., die ein Jahr älter ist als Anton, kommt auf uns zugerannt. Sie schnappt den Ball und legt ihn in Antons Hände. Anton freut sich. Er hat eine neue Freundin. Eigentlich hat er es schon seit langer Zeit drauf, Bälle zu werfen, aber an diesem Tag macht es ihm einfach nur Spaß, den Ball loszulassen. L. spielt mit ihm, hebt den Ball jedes Mal auf, rennt wieder auf Anton zu und gibt ihm den Ball, damit er ihn wieder loslassen kann. Ich stehe lange daneben und freue mich so sehr. Mein kleiner Junge kann spielen, stehen, lachen, Freunde machen, lieb sein, Bälle loslassen (und wenn er Lust hat auch werfen). Er ist ein richtiges Kind, schon lange kein Baby mehr und ich staune, dass dieser kleine Mensch tatsächlich schon fast eineinhalb Jahre alt ist.

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