28.08.2015

Mahlzeiten on the road




Anton ist ein Vertreter dieser Spezialisten, die häufig beim Mittagessen keine Lust auf das Essen haben und nur ein wenig mit dem Gemüse auf der Gabel spielen, dann aber spätestens, wenn sie im Kinderwagen sitzen, wieder Hunger haben. Spezialisten eben. Früher hatte er jeden Tag gegen 15 Uhr Hunger und somit richteten wir uns nachmittags immer eine Zwischensnackzeit ein. Anton hat mittlerweile erst am Abend wieder richtig Hunger und ich habe ich meine Kaffeezeit behalten.

Es kommt also noch eher selten vor, dass Anton tagsüber nnger (Hunger) ruft und damit signalisiert, dass er etwas essen möchte. Das geschieht meistens nur dann, wenn wir unterwegs sind. Ihn erinnert wahrscheinlich das Reinsetzen in den Kinderwagen ans Essen. Mit Hunger hat das nicht viel zu tun.

Aber ich kenne das ja auch von mir. Sobald ich in der Stadt bin, habe ich Lust auf einen Kaffee. Und wenn es Kaffee gibt, dann habe ich dazu auch gerne noch etwas Süßes. Glücklicherweise habe ich mir aber das ständige Zum-Bäcker-Laufen etwas abgewöhnen können.

In der Phase, in der sich Antons Ernährung von Brei zur Familienkost umstellte, stand ich manchmal vor der Frage, was ich denn zu essen mitnehmen sollte. Natürlich kenne ich jetzt alle Optionen, ich weiß, was Anton gerne isst und wo ich es am schnellsten herbekommen kann.

Irgendwann fanden sich in meiner Wickeltasche keine Löffel und Lätzchen mehr, sondern Behälter und Brotdosen. Kleingeld war auch sehr wichtig. Nachdem ich wochenlang sehr viel Geld beim Bäcker gelassen hatte und mir die einseitige Ernährung meines Jungen etwas zu schaffen machte
weil wir viel unterwegs waren, überlegte ich mir Alternativen.


Und das sind unsere liebsten Mitnehm-Zwischensnacks:


Ja! Die Brezel ist und bleibt ein Favorit. Anton liebt sie und kann sie jederzeit essen. Selbst bei Zahnschmerzen. Austauschbar auch gerne mit Hörnchen. Ich kann sie aber nicht mehr sehen. Sie schmecken so gut zu Weißwürsten und mit Butter, aber das ist ja schon ein vollwertiges Abendessen. Weil Anton häufig nicht alles aufisst und ich die Reste dann essen darf, versuche ich es mittlerweile zu vermeiden, etwas beim Bäcker zu kaufen.

Was für Brezel spricht: Bäcker gibt es (fast) überall, der Preis, es kleckert nicht, Kind hat immer Lust darauf


Früher waren mir Eltern suspekt, die ihren Kindern Quetschefrüchte in die Hand drückten. Sie waren doch nur faul, das Obst kleinzuschneiden. Das war früher. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass diese kleine Tütchen eine tolle Alternative zu frischem Obst sind. So viele Varianten, wie es gibt, findet sich für jedes Kind eine leckere Mischung. Anton kriegt die Quetschefrüchte eher in Ausnahmefällen: wenn wir lange unterwegs sind, wenn ich ihm mal was besonders Gutes tun möchte oder wenn er starke Schmerzen hat. Aber irgendwie ist er damit nicht so geschickt und ich binde ihm meistens ein Tuch um, damit nicht alles auf seine Kleidung kommt.

Was für Quetschefrüchte spricht: es ist gesund und schmeckt lecker, ist in fast jedem Supermarkt/in jeder Drogerie erhältlich. (Dagegen sprechen aber teilweise der Preis und der Müll.)


Für die etwas Fleißigeren kommt wohl frisches Obst in Frage. Ich liebe Trauben, denn diese müssen nur gewaschen werden. Oder Bananen, einfach nur die Schale runter. Aber auch Beeren sind sehr praktisch. In vielen Situationen habe ich das Obst auf dem Markt gekauft und mit dem Trinkwasser, das ich immer dabei habe, schnell gewaschen. Es war somit also direkt essfertig. Manchmal bin ich schon so fleißlig und schnippel Apfelstücke. Aber es gab schon einige Tage, an denen ich Melone, Apfel und Birne umsonst aufgeschnitten hatte. Anton mag Obst nämlich nur bedingt. Und die Sauerei kann auch manchmal zum Problem wird.

Was für frisches Obst spricht: gesund gesund gesund!


Ohne hier Werbung für erdbär machen zu wollen, hatte ich zufällig genau von diesen Produkten Fotos gemacht. Erdbär ist aber deshalb so toll, weil sie mich darauf gebracht haben, dass Anton getrocknete Früchte sehr gerne mag. In der Kleinmarkthalle in Frankfurt ist es mir dann wieder aufgefallen: dort durften wir eine Mischung an getrockneten Früchten probieren und Anton hat mir fast alles weggegessen. Auch im Müsli pickt er sich regelmäßig die noniiine (Rosinen) raus. Wir haben ständig getrocknete Früchte zu Hause und Anton isst uns die Packungen weg. Praktisch sind hier eben die (ziemlich überteuerten, aber süßen) Packungen mit Rosinen und Aprikosestückchen.

Was für getrocknete Früchte spricht: handlich und sauber :)


Mein super ausgefallener Mega-Tipp (haha) sind Avocados. Anton isst ziemlich gerne Avocados. So habe ich sie einfach in ein Behältnis getan und einen Löffel miteingepackt. Als wir Pause gemacht haben, fütterte ich Anton mit der Avocado und er konnte zusätzlich noch ein Brötchen essen.
Man muss sich hinsetzen und "füttern", gleichzeitig macht es auch ziemlich viel Dreck.

Aber, was für die Avocado spricht: sie ist gesund und es gibt keinen Müll.


Wir haben natürlich auch häufig selbstgeschmierte Brote dabei, wenn ich rechtzeitig planen kann und ich mir die Mühe mache. Oder "Kinderkekse" ohne Zucker (iiih, wie sich dieses Wort anhört) packe ich auch manchmal mit ein.

Was sind denn eure besten Mitnehmsnacks?! Was ist gesund, günstig und macht keinen Dreck?! :)

Kommentare:

  1. Eig hast du schon fast alles genannt ;) was bei uns noch gut ankommt sind: Pfirsiche, Nektarinen, Mandarinen, Früchte- und müsliriegel, reiswaffeln und salamisnacks. Letzteres ist nicht so gesund, aber im schwimmbad wurde es gerne gegessen. Ansonsten gibt es bei uns auch oft was vom Bäcker oder selbst geschmierte Brote.

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    1. Oh, mein Kommentar ist irgendwie verschwunden...

      Ah, natürlich nehme ich die Riegel auch immer wieder mit. Anton isst die total gerne und ich habe so ähnlich auch während der Schwangerschaft gegessen.

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