28.09.2015

Buchtipp: Vive la famille von Annika Joeres


Dass ich Frankreich liebe, ist kein Geheimnis. Dass ich mich also nicht nur für französische Essegwohnheiten, Mode und Architektur interessiere, sondern auch für die Erziehungsmethoden der französischen Nachbarn liegt auf der Hand.

In der Schwangerschaft las ich bereits das Buch Warum französische Kinder keine Nervensägen sind von Pamela Druckerman (meine Rezension könnt ihr hier nachlesen) und folgte aufmerksam allen Berichten und Rezensionen, die daraufhin erschienen sind. Schon damals war mir klar, dass ich niemals in Gänze die französische Erziehung gut heißen kann, aber dass ich manche Aspekte sehr spannend und anwendbar finde. Wie toll ist denn bitte der Gedanke eines cadre, eines Rahmens, das die Eltern vorgeben, in dessen Grenzen sich aber das Kind frei entwickeln darf? 

Ich war also sehr angefixt von dem Buchcover von Vive la famille von Annika Joeres, als ich das Buch in den Händen einer hochschwangeren Frau im Bus sah. Als deutsche Schriftstellerin in Frankreich lebend hatte sie bestimmt schon viele interessante Situationen erlebt, in denen sie die französische mit der deutschen Erziehung vergleichen konnte.

Natürlich kann man Erziehung auch nicht pauschalisieren. Ich bin zwar in Deutschland aufgewachsen, habe aber aufgrund meiner gläubigen Eltern einen ganz anderen Zugang zur Welt erfahren, als Kinder mit nicht gläubigen Eltern, nicht christlichen Eltern, mit Kindern aus der Stadt (ich das Dorfkind) oder mit Kindern aus einem anderen Bundesland.


Joeres interessiert sich vor allem für folgende Fragen: Wie kommt es, dass französische Frauen viel selbstbewusster wieder früh arbeiten gehen? Warum sind französische Eltern und ihre Kinder so gelassen? Und warum ist die Geburtenrate in Deutschland so katastrophal?

Und sie gibt auch viele Antworten. Hauptsächlich in persönlichen Erfahrungsberichten und durch Erzählungen aus ihrem französischen Umfeld analysiert sie vor allem die guten Seiten der typisch französischen Erziehung und vergleicht sie hauptsächlich mit den negativen Erziehungsmethoden der Deutschen. So zeichnet sie ein ziemlich düsteres Bild für unser Land. 

Und was machen also die Franzosen so besonders gut?

Das Vorbild der Franzosen mache Lust auf Nachwuchs. "Frühe Eltern führen zu frühen Eltern" und so gehen Franzosen viel lockerer mit dem Kinderkriegen um. Die Deutschen trauen sich einfach immer seltener Kinder zu. Sie warten auf den perfekten Partner, der möglichst den selben Bildungsstand haben sollte, der die gleichen Interessen hat und finanziell abgesichert ist. Die Franzosen fragen sich eher, warum sie noch mit dem Kinderkriegen warten sollten, wenn sie gerade in einer guten Partnerschaft leben. Die Deutschen warten auch auf den perfekten Zeitpunkt, den es ja bekanntlich nicht gibt und der dann auch nie wirklich kommt. 

Für mich sind auch einige andere Punkte sehr spannend, die Joeres aufgreift. In Deutschland gebe es den Mythos der "perfekten Mutter". Kennen wir alle, oder? Die Mutter bringt, sollte sie tatsächlich vormittags (aber doch nicht nachmittags) arbeiten, den perfekt gebackenen Kuchen zum Nachmittagsgruppenlesen in der Kita mit. Das Muttersein wird auf ein Podest gestellt. Ganz anders in Frankreich. Mütter müssen nicht alles machen. Sie bringen nicht den Kuchen mit, sondern die Köchin der crèche (Krippe) bereitet ihn für alle vor. 

Frauen dürfen in Frankreich auch früh wieder arbeiten ohne schief angeschaut zu werden. Die französischen Frauen sehen es als Selbstverständlichkeit, dass sie ihren eigenen Interessen nachgehen können. Sie nehmen sich einfach die Zeit für sich. Der Rat von Joeres' Hebamme, dass man sich immer Zeit nehmen könnte, mit jedem weiteren Kind würde man sich ja auch die Zeit für jedes einzelne Kind nehmen können, zeigt ganz klar die Einstellung der französischen Mütter.

Andere Themen sind die Geburt, die freie Zeit, das lange Aufbleiben oder der gepflegte Körper.


Joeres kritisiert vor allem das deutsche Bildungssystem und stellt fast nur die Vorteile des französischen vor. Mir scheinen die Aussagen immer wieder etwas einseitig zu sein. Natürlich bieten die Franzosen großartige Möglichkeiten der Betreuung an. In Frankreich ist das System ziemlich ausgefeilt, mit langen Öffnungszeiten, Kinderkrankenschwestern und einem umfangreichen Mahlzeitenangebot. Die Franzosen sind einfach der Meinung, dass die Betreuung das Beste für das Kind sei. Kinder werden als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen, die ihr eigenes soziales Umfeld haben und darin ihre Eltern nicht unbedingt brauchen. Schwierig wird es für mich persönlich, wenn selbst in den Ferienzeiten lange Ferienlager für die Kinder angeboten werden und somit nur an den Wochenenden für die Familie Zeit bleibt.

Joeres trifft immer wieder Aussagen, die für mich etwas zu wenig reflektiert scheinen. Bei kleinen Kindern sind meiner Meinung nach manche Dinge anders zu bewerten. Weil sie erst in der Welt ankommen müssen, weil sie mehr Nähe brauchen und gerade in der ersten Zeit so viel lernen. Ich denke, dass die Deutschen sicher lernen müssen, dass die Über-Mutter nicht das perfekte Ideal ist und den Müttern eigentlich viel mehr schadet. Und garantiert lässt sich noch Einiges von den Franzosen lernen: die Lässigkeit, dass sie einfach machen, sich selbst treu bleiben und nicht das Gefühl haben, ihr Leben völlig zu verlieren. Mir gefällt sehr, dass Kinder als autonome Menschen betrachtet werden, die ihre Rechten und Pflichten haben. 

Ich kann das Buch Vive la famille wirklich empfehlen. Denn Joeres' Beobachtungen (und an dieser Stelle kann ich sagen, dass es sich hauptsächlich um Beobachtungen aus ihrem Umkreis handelt und hin und wieder nur um von Forschern belegte Aussagen) sprechen viele Situationen an, die in Deutschland besser gehandhabt werden können. Beim Lesen hinterfragte ich immer wieder, in wie weit ich zustimmen kann und was unsere Erziehung eigentlich ausmacht. 

Die einzelnen Themen könnten nun breit diskutiert werden. Es geht ja um die Erziehung der Kinder! Mich würde deshalb stark interessieren, ob ihr das Buch schon gelesen habt und wie eure Meinung zum Buch und zum französischen Erziehungsstil ist. Ich bin gespannt.



25.09.2015

Spielplatz Outfits für den Herbst für Jungs und Mädchen


Bei uns gibt es keinen Tag ohne Spielplatzbesuch. Wenn ich nicht mit Anton auf den piiepatch gehe, habe ich ein übel gelauntes Kind zu Hause, das seine Energie an mir auslässt. Also packe ich uns beide ein und es geht los zu einem der Spielplätze der Stadt, meistens mit einem Kaffeebecher in der Hand.

Was ich am liebsten im Herbst auf dem Spielplatz anziehe, davon habe ich letztens geschrieben. Und was zieht ein zweijähriges Kind an, das auf die Klettergerüste klettert, durch den Sand stapft und den gesamten Spielplatzbereich abrennt? Am besten was Bequemes. Und doch freue ich mich dann, wenn Anton dabei etwas anhat, das ich auch gerne mag und in dem er besonders cool aussieht. Momente, in denen wir mit Freunden unterwegs sind, gibt es genug und somit viele Gelegenheiten für tolle Kinderkleidung. Und genauso, wie ich persönlich auch (nicht-flatternde) Röcke gerne anziehe, wenn ich auf dem Spielplatz gehe, würde ich einem Mädchen wohl auch Röcke anziehen. Hier sind also ein paar Herbst-Favoriten für Jungs und Mädchen in Antons Alter.

Was zieht ihr denn euren Kindern an, wenn ihr gemeinsam auf dem Spielplatz seid?

Für die Boys:



Für die Girls:



23.09.2015

Studieren mit Kind: Linkliste


Und wieder eine neue Reihe mit Links zum Thema Studieren mit Kind. Momentan passiert einfach viel. Lesestoff für eine ganze Woche!



Und, was machst du so? Von geplatzten Träumen und neuen Chancen.

"Aber ich habe gelernt, dass man manchmal einen Traum aufgeben muss, Platz zu machen für Neues. Für neue Ideen, große Pläne, für ein anderes Leben."

Die liebe Johanna kennen sicher die meisten von euch. Sie hat einen sehr persönlichen Text auf ihrem Blog pinkepank über ihren beruflichen Werdegang geschrieben. Davon, dass sie jahrelang auf ein Ziel hingearbeitet hatte und dann schließlich doch ihr Studium abbrach. Dadurch kam sie aber auch zu neuen Wegen und zu neuen Projekten. Ein toller Text, der zeigt, dass das Leben nicht immer gradlinig verläuft, dass man aber so vielleicht viel eher seine Träume verwirklichen kann. Viel Erfolg Johanna, du machst das ganz richtig!


Vereinbarkeit von Kind und Karriere

"Irgendwie hat das alles funktioniert, irgendwie haben wir funktioniert."

Sarah hatte mir ein paar Links geschickt, nachdem ich die letzte Linkliste veröffentlicht hatte. Sie bloggt selbst auf Mamaskind immer wieder über die Themen Vereinbarkeit und Arbeiten mit Kind. Sie und ihr Mann haben mit Kind ihren Uniabschluss gemacht und arbeiten momentan beide bei dem selben kulanten Arbeitgeber. Sie beschreibt im Artikel die Schwierigkeiten, die ihre Familie überwinden musste. Lange Pendlerrouten und eine schlechte Betreuung. Aktuell ist sie, als eingefleischte Arbeitnehmerin, mit dem zweiten Kind in Elternzeit und bereitet sich auf die Zeit danach vor.

Zwei Lesetipps fügt sie im Anschluss auch noch an. Ein Bericht zur Vereinbarkeit bei Mamamania und MeWorkingMom.




"Ich renne und renne und renne und komme doch irgendwie nie pünktlich irgendwo an. Ich versuche es wirklich mir Zeit für mich zu erlaufen, aber selbst das Yoga fühlt sich falsch an, wenn man ständig auf die Uhr schauen muss."

Frau Manthey vom Blog Große Köpfe schreibt, dass sie nicht zur Ruhe kommt. Obwohl sie schon einmal den Ausstieg aus ihrem persönlichen Hamsterrad geschafft hat, merkt sie, wie schnell man wieder nur am Rennen ist. Wie kommt man da wieder raus? Häufiger um Hilfe fragen? Ich bin gespannt, zu welcher Lösung sie kommt.



"Kind und Karriere - dieses Thema betrifft und berührt viele Menschen. Deshalb möchten wir gerne noch einmal diejenigen zu Wort kommen lassen, die diesen Drahtseilakt jeden Tag meistern."

Xing ist bekannt als Kommunikationstool für's Business. Xing Spielraum ist das Blog mit Artikeln rund um die Arbeitswelt. Xing ruft zur Blogparade auf. Schreibt über eure Situation, die Kompromisse und das Glück, über die Betreuung und die Arbeitszeiten. Wer also bei der Blogparade mitmachen möchte, kann seine Beiträge bis zum 17.11. mit den Hashtags #KindUNDKarriere und #xingspielraum verlinken.



"Kürzlich war ich drei oder vier Tage mit dem kleinen Sohn allein, er ist 13 Monate alt. Es war schön, aber es war auch anstrengender als alles, was der Journalismus an Herausforderungen bereithält. Jede Person, die sich täglich um ein Kleinkind kümmert, lacht, wenn sie diese Sätze liest."

Harald Martenstein schreibt im Zeit Magazin über eine Situation, in der er eigentlich für ein Interview nach London hätte reisen sollen, aber eigentlich viel lieber bei seiner Familie geblieben wäre. Wie er aus diesem Konflikt herauskommt und was er womöglich politisch Unkorrektes gesagt hat, solltet ihr unbedingt selbst lesen.



"So schön es auch ist, als Selbstständiger viele Freiheiten zu haben und Flexibilität im Leben, so wichtig ist es auch, sich eine Struktur zu geben."

Amélie von den amazed-Mädels schreibt fünf Tipps, wie die Selbstständigkeit und Teamarbeit gelingt. Weil Selbstständigkeit auch viel mit Homeoffice zu tun hat und somit auch für Mütter relevant ist, die zu Hause lernen oder arbeiten, lege ich euch auch diesen Artikel ans Herz.



"Auch hier ist Routine für mich persönlich mein Zauberwort, denn durch die Tatsache, dass ich immer gleiche Abläufe befolge (die ich mir selbst gesetzt habe), muss ich nicht darüber nachdenken, mit welchen Dingen ich mich als nächstes beschäftige. Ergo = Zeit gespart."

Maria beschreibt in diesem Artikel, wie sie mit vollen, aber nicht zu vollen To-do-Listen, mit Pausen und effizienter Zeiteinteilung ihren Tag optimal einteilt. Zeitmanagement ist für alle Homeofficler ein wichtiges Thema!



"Ich habe eine große Veränderung an mir gemerkt, seitdem ich meine Prioritäten so bewusst gesetzt habe. Ich bin entspannter geworden. Im Bezug auf den Alltag und im Bezug auf die Zukunft."

Ich weiß nicht, wer von euch auch meinen persönlichen Blog betsi mitliest. In der letzten Woche habe ich dort einen Text veröffentlicht, der davon erzählt, warum ich gerade ziemlich glücklich bin. Obwohl das Leben und das Studium mit Kind nicht immer leicht sind, habe ich einen Weg gefunden, der mich glücklich und zufrieden macht.



Und auch noch ein Artikel von mir. Habt ihr schon gesehen? Ich schreibe jetzt auch regelmäßig bei Campus Mainz mit. Zur ersten Kolumne Studieren mit Kind geht's hier lang.


Und was habt ihr in der letzten Woche gelesen? Viel Spaß beim Lesen.


21.09.2015

Bettis schnelle Küche: Kürbiscrèmesuppe


Letzte Woche, als es so grausig kalt war und rund um die Uhr regnete, hatte ich richtig Lust auf eine warme Suppe. Sobald der Herbst kommt, beginnt einfach die Suppenzeit. Perfekt, dass meine Mutter mir erst letztens einen Kürbis aus eigenem Anbau mitgegeben hatte.

Und weil eine Kürbiscrèmesuppe so schnell zubereitet ist, ist sie perfekt für Mütter wie mich, die nicht allzu lange in der Küche stehen wollen. Ich habe schon einige Rezepte ausprobiert (z. B. mit Apfel oder Karotten) und diese Suppe - eine Version mit Kokosnussmilch - schmeckt mir momentan am besten.


Rezept für die Kürbiscrèmesuppe

Zutaten

1 Hokkaido Kürbis (mit Schale in kleine Stücke geschnitten)
ca. 300 ml. Wasser
1 EL Butter oder Öl zum Braten
1 Zwiebel (geschnitten)
1 Knoblauchzehe (gepresst)
1 Zitrone
1 kleine Chilischote
3 kleine Cayenne-Blätter und 1 Limonenblatt oder alternativ geriebener Ingwer
1-2 TL Gemüsebrühe
1/2 Dose Kokosnussmilch
Pfeffer und Salz


Zubereitung

Den Kürbis in fingerbreite Stücke inklusive Schale schneiden und in einen Kochtopf geben. Zirka 300 ml Wasser hinzugeben (so, dass alle Kürbisstücke gerade so mit Wasser bedeckt sind) und ca. 15 Minuten köcheln lassen (bis die Stücke so weich sind, dass sie auseinandergehen, sobald man mit der Gabel hineinsticht). Die Cayenne-Blätter und das Limonenblatt hinzugeben und mitköcheln lassen.

Parallel dazu die grob geschnittenen Zwiebel glasig in der Pfanne braten und die gepresste Knoblauchzehe sowie die klein gehackte Chilischote hinzugeben.

Wenn der Kürbis weich genug ist, die gebratenen Zutaten in den Topf geben und anschließend ungefähr die halbe Dose Kokosnussmilch einfüllen sowie 1-2 Teelöffel Gemüsebrühe einrühren. Dann alles zusammen pürieren, bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist und gegebenenfalls noch Kokosnussmilch hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Topping passen beispielsweise geröstete Kürbiskerne oder etwas Saure Sahne.


Wie mögt ihr denn am liebsten eure Kürbiscrèmesuppe?
Guten Appetit!



17.09.2015

Studieren mit Kind auf Campus Mainz


Oooh, ich bin ja ein wenig aufgeregt, euch heute von tollen Neuigkeiten berichten zu können.


Dass Thema Studieren mit Kind ist mir wirklich wichtig. Als ich schwanger wurde und ich gerade noch für mein Abi lernte, war ich völlig ziemlich verzweifelt, wie es denn weiter gehen sollte. Wie sollte ich denn mit Kind studieren?! Es geht, und das auch ziemlich gut. Weil ich mit jedem Semester mehr über mich selbst lerne, weil ich meine Lernstrukturen verbessert habe und weil meine Familie toll ist. Und weil es geht, möchte ich darüber sprechen. Das Kind sollte nicht der Grund sein, nicht (weiter-) studieren zu können. Und ich möchte Mut machen, dass man seine Träume realisiert, auch wenn man vielleicht eine Pause auf dem Weg dorthin einlegen muss.

Ich bin so froh, mein Herzensthema nun auch auf einer anderen Plattform teilen zu dürfen. Auf der Kommunikations- und Informationsseite Campus Mainz der Universität Mainz werde ich in Zukunft regelmäßig in der Studieren mit Kind Kolumne über meine Höhen und Tiefen im Studierendenalltag schreiben.


"Mein Sohn ist im November geboren. Hochschwanger habe ich im Oktober aus reinster Neugier noch einige Veranstaltungen des Wintersemesters besucht und mir die Literaturlisten angesehen. Fünf Monate später hatte ich im Sommersemester die Möglichkeit, für drei Veranstaltungen an die Uni zu gehen. Ich war also endlich Studentin. So lange hatte ich darauf hingearbeitet und nun ging es endlich los."

Im ersten Artikel stelle ich mich also vor und erzähle, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass ich mit Familie studiere. Kennt ihr eigentlich schon die Geschichte? Manche, die hier schon lange mitlesen, vielleicht sogar das Blog betsi oder mich persönlich kennen, die wissen von meinen ganz und gar nicht gradlinigen Weg und verstehen daher sicher auch, wie wichtig es mir ist, dass ich beides haben kann: Studium und Familie.

Habt ihr viel Spaß beim Lesen!

16.09.2015

one tiny little story


Eins, dei, drei, bier, füf, sechs, sees, sieben, ach, noin, zehn.
Anton und ich zählen gemeinsam.

Anton sitzt auf der Rutsche und wartet darauf, dass ich loszähle. Grinsend, mit der süßen Zahnlücke zwischen seinen beiden Vorderzähnen, sitzt er oben. Eins, zwei, drei, loooooos! Und Anton landet im Sand.

Anton hält sich die Augen zu. Er will sich verstecken. Dei, bier, füf. Dann macht er die Augen wieder auf und lacht sich kaputt, dass ich ihn gefunden habe.


14.09.2015

CampusMum: Lisa



In der Reihe CampusMum stelle ich euch Frauen vor, die neben Kind und Kegel noch ein Studium meistern. Ich frage sie nach ihrem wie, was und warum.


Wie ich mich freue, euch heute Lisa vorstellen zu dürfen! Lisa ist eine tolle Frau, die ich persönlich an einem verregneten Nachmittag in einem Eltern-Kind-Café vor sehr vielen Monaten kennenlernen durfte. Lisa lebt mit ihrem Freund und ihrem Sohn Henri, der bald zwei Jahre alt wird und die coolste, tiefe Stimme hat, die ich jemals bei einem Kind gehört habe, in einem Vorort von Mainz und studiert hier. Ich finde es großartig, dass sie meiner Einladung gefolgt ist und nun im Rahmen dieses Interviews Teil des Blogs wird. Dadurch habe ich sogar ein paar neue Dinge über sie gelernt. Das finde ich so spannend daran. Lisa erzählt uns, warum sie für eine Trennung zwischen Arbeit und Familie ist, wie sie und ihr Freund ihren Alltag finanzieren und warum man im Jetzt leben sollte. Seid gespannt!


Liebe Lisa, ich freue mich sehr, dass du dir die Zeit genommen hast, um meine Fragen zu beantworten. Erzähl’ uns doch bitte, welche Fächer du in welchem Semester studierst und in welcher Hochschule du eingeschrieben bist.

Gern, ich freue mich auch sehr in der CampusMum-Reihe mitmachen zu dürfen und von meinen Erfahrungen zu berichten. Ich studiere Deutsch und Philosophie/Ethik auf Gymnasiallehramt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und komme jetzt ins 11. Semester, bzw. ins 3. Mastersemester.


Wie sieht ein typischer Uni-Tag bei dir aus? Wie war dein letztes Semester?

Normalerweise bin ich ungefähr an drei Tagen pro Woche an der Universität und besuche Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht. Im letzten Semester waren das zum Beispiel insgesamt sechs Seminare, d.h. 12 Semesterwochenstunden. Vereinzelt kommen dann noch Vorlesungen, Tutorien oder Lerngruppen hinzu. Am Ende des letzten Semesters haben mich so vier Prüfungsleistungen erwartet. Bei der zeitlichen Planung bin ich natürlich an die Betreuungszeiten von Henris KiTa gebunden. Wir bringen ihn morgens zwischen 9:00 Uhr und 9:30 Uhr in die Betreuung, meine Seminare starten dann um 10:15 Uhr. Gegen 16 Uhr wird er dann wieder abgeholt. Manchmal habe ich aber auch Seminare bis um 17:45 Uhr, dann muss mein Freund einspringen.


Wann nimmst du dir Zeit zum Lernen oder für Recherche?

Ich versuche alle Lerntätigkeiten und Unirecherchen in die Betreuungszeit zu legen, um außerhalb dessen noch genügend Zeit für Familie, Freunde, Haushalt und Erledigungen zu haben. Natürlich muss man in der Prüfungszeit auch mal auf den Abend, den Mitagsschlaf oder das Wochenende ausweichen, aber in der Regel bin ich für eine klare Trennung von Arbeit und Freizeit. Eine Einstellung, die ich auch mit ins Berufsleben nehmen möchte.


Diese Trennung versuche ich auch umzusetzen. Wie findest du denn einen Ausgleich zum Unialltag? Hast du (brauchst du) manchmal Zeit für dich? Wann hast du Zeit für dich? Und ihr für euch als Paar?

Seit ich studiere, habe ich leider kaum Zeit und Motivation für sportliche Aktivitäten gefunden. Für mich war es neben Lernstress und Nebenjobs schon immer ein befriedigender Ausgleich, ganz in Ruhe "häuslichen" Aktivitäten nachzugehen. Für manch einen mag das vielleicht albern klingen, aber ich liebe es zu dekorieren und alles schön ordentlich zu haben. Flohmärkte und die Jagd auf Secondhandschnäppchen sind dabei zu einem richtigen Hobby geworden, in diesem Sinne hatte ich schon immer einen "Nestbautrieb" ;-). Außerdem treffe ich mich oft mit Freunden. Der gegenseitige Austausch über Themen aller Art ist mir sehr wichtig und bringt mir immer neue und wertvolle Denkanstöße, auch abseits des Mama- und Studentenseins. Da die Großeltern leider weiter weg wohnen, haben wir jedoch weniger Zeit für uns als Paar. Im Grunde nur die Abende mit Wein und leckerem Essen auf dem heimischen Sofa. Wenn Henri dann aber mal für mehrere Tage bei Oma und Opa ist, nutzen wir die Zeit voll aus und unternehmen sehr viel zu zweit, so wie früher. Die Vorfreude auf das Wiedersehen ist dann aber auch wieder riesig, darin besteht wohlmöglich die Antinomie des Elternseins...

Haha, das kenne ich nur zu gut. Immer diese Gegensätze von Zeit-für-sich-haben-wollen und Ich-vermisse-ihn. 
Wie war das Studium in der Schwangerschaft? Hast du irgendwelche besonderen Erfahrungen gemacht? Und hast du ein Urlaubssemester genommen oder sogar ohne Pause weiterstudiert?

Während der Schwangerschaft mit Henri habe ich mein letztes Bachelorsemester absolviert und die Bachelorarbeit geschrieben, in der 38. Schwangerschaftswoche habe ich diese dann abgegeben. Manchmal wünschte ich, ich hätte die Schwangerschaft stattdessen mehr genossen, auf der anderen Seite bin ich aber auch unheimlich stolz auf meine Leistung. Grundsätzlich waren die Reaktionen auf meine Schwangerschaft positiv, wenn mir auch gesagt wurde, dass ich als Schwangere in der Seminarsvergabe nicht bevorzugt ausgewählt wurde. Dabei macht es doch nur Sinn, so kurz vor dem Abschluss und der Geburt des Kindes nach Möglichkeit alle Pflichtveranstaltungen zu besuchen. Noch heute ärgert mich teilweise diese sinnlose Unibürokratie, aber na gut... Nach der Geburt habe ich dann eigentlich nicht wirklich pausiert, nur habe ich in dieser Zeit Veranstaltungen ohne Anwesenheitspflicht belegt und die Inhalte über den Onlinereader abgerufen. Als Henri 5 Monate alt war, habe ich ihn dann stundenweise zu einer Tagesmutter gebracht, um zwei Seminare zu besuchen.


In eurer Familie studierst nicht nur du, sondern auch dein Freund. Wie finanziert ihr euer Studium, das Leben und das Kind? Arbeitet ihr neben dem Studium?

Zum Glück erhalte ich seit meinem Studienbeginn 2010 Bafög, das ja auch noch seit Henris Geburt 2013 durch den Kinderbetreuungszuschlag aufgestockt wird. Dazu kommen meinerseits noch Kindergeld und die Einkünfte aus meinem Nebenjob als Vertretungskraft an einem Gymnasium. Da sich mein Freund bereits in einem Zweitstudium befindet, hat er leider keinen Anspruch auf Bafög und finanziert sich deshalb durch einen Studienkredit und bis zu vier Nebenjobs. Man kann sich ja vorstellen, dass die Miete für unsere 3-Zimmerwohnung die meisten Kosten ausmachen, aber trotzdem geht es uns nicht schlecht mit dem Geld, was uns zur Verfügung steht. Nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus ideologischen Gründen kaufen wir fast alles Secondhand, bei den Lebensmitteln greifen wir oft auf regionale Anbieter und Foodsharing zurück.


Nun habe ich noch eine Frage zu einem anderen Thema: Wie ist denn die Betreuung eures Sohnes geregelt?

Wie schon erwähnt haben wir das Glück, für Henri einen Betreuungsplatz an der Uni-KiTa zu beanspruchen. Diese hat regulär von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet, wovon Henri etwa 6 Stunden dort verbringt. Den Nachmittag verbringen wir meistens zusammen. Sehr gerne hätten wir trotzdem so etwas wie Leih-Großeltern, die im Falle eines KiTa-Streiks oder bei Krankheit die Betreuung übernehmen könnten. Aber das bleibt wohlmöglich auch auf lange Sicht gesehen nur ein Wunsch.


Welche Erfahrungen hast du an deiner Universität in der Rolle als Mutter gemacht? Hattest du z. B. schon einmal Probleme, eine Frist aufgrund von Krankheiten bei den Kindern einzuhalten oder an manchen Veranstaltungen nicht teilnehmen zu können?

Eigentlich thematisiere ich meine Mutterrolle vor Dozenten eher selten, es sei denn es geht um eine Abgabefrist für eine Studienleistung. Hier sind die meisten sehr kulant. Auch wenn ein akuter Notfall (Streik usw.) eintritt habe ich keinerlei Scheu, meinen Sohn mit in die Veranstaltungen zu nehmen. Anders als später im Klassenzimmer sehe ich im Vorlesungssaal gar keine Probleme, mein Kind mitzubringen. Bisher bin ich als Mutter nur an einer Stelle angeeckt und zwar, als es mal wieder um einen Seminarswunsch ging. Die Planung unseres Semesters hängt von vielen Faktoren ab und wir müssen als Eltern unsere Stundenpläne wie Nebenjobs akribisch aufeinander abstimmen. Alternativen sind da so gut wie ausgeschlossen, weshalb wir auf eine manuelle Eintragung in die Kurse angewiesen sind. Normalerweise wird nämlich gelost. Dafür hat scheinbar nicht jeder Studienmanager Verständnis. Glücklicherweise gibt es an unserer Uni für solche Fälle das Familienservicebüro, welches ich sofort mit Erfolg konsultiert habe. Solche Vorfälle sind aber eher selten.


Gibt es etwas, dass unsere Uni verändern könnte/Unis verändern könnten, damit es Studierende mit Kindern leichter haben?

Ich denke, dass die Anwesenheitspflicht in Seminaren für viele Eltern eine große Last ist. Gerade jetzt beginnt wieder die Erkältungszeit und die trifft dann oft nicht nur das Kind, sondern die ganze Familie. Zwei Fehltermine sind da ziemlich eng kalkuliert. Und auch sonst fänd ich es toll, wenn es in jedem größeren Fachbereich einen Eltern-Kind-Raum gäbe. Bisher gibt es an der Uni Mainz nur zwei Räume, die sehr weit auseinander liegen. Ich finde die Idee einfach super und würde mehr von solchen Räume begrüßen.


Empfindest du das Studium als einen guten Zeitpunkt, um ein Kind zu bekommen? 

Diese Frage wird mir oft gestellt und ich kann sie nur ausdrücklich bejahen. In den ersten zehn Monaten nach Henris Geburt hat mein Freund noch gearbeitet, die Entscheidung für das Zweitstudium war auch eine Entscheidung für mehr Familienzeit und dafür, das eigene Kind aufwachsen zu sehen - jeden Tag und nicht nur an den Wochenenden. Wenn wir finanziell auch Abstriche machen müssen, so ist die Zeit mit dem Kind nicht käuflich und ich weiß auch, dass sie nach Abschluss des Studiums nicht mehr dieselbe sein wird.


Und zum Abschluss: hast du für unsere LeserInnen und für mich ein paar Ratschläge, die das Studium mit Kind betreffen? Welche Tipps sollte man beherzigen?

Ich rate meinen Kommilitonen oft (ob mit oder ohne Kind ist hier völlig egal), das Studium nicht allzu ernst zu nehmen. Das ist im Lehramtsstudium leichter gesagt als in einem Medizinstudium, schon klar. Aber erst, seitdem ich Mutter bin, habe ich gelernt, was wirklich zählt im Leben. Das ist nicht Karriere, das Leben für die Zukunft, sondern das Leben im Jetzt. Mutter zu sein ist überhaupt schon eine Leistung, aber Akademikerin und Mutter zu sein, das verlangt wirklich viel ab. Deshalb kann ich nur raten, das Wesentliche dabei nicht aus den Augen zu verlieren. In der heutigen Zeit muss man allem gerecht werden, aber am ehesten doch sich selbst und seinen Liebsten. Ebenso sollte man sich Vorurteile und Belehrungen durch Fremde nicht zu Herzen nehmen. Heutzutage wird man allzu oft als Mutter verurteilt, sei es weil man nicht stillt oder weil man sein Kind mit 10 Monaten in die Krippe gibt. Das ist alles Quatsch und jeder will doch nur das Beste für sein Kind und seine Familie. Und ebenso wie der Job erfordert auch das Studium gewisse Entscheidungen, die jeder selbst am besten zu treffen weiß.


Lisa, das sind die besten Abschlussworte. Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht. 
Ich danke dir sehr für's Mitmachen und wünsche dir für die Semester im Master noch viel Motivation, gute Dozenten und einen erfolgreichen Endspurt.


Lisa findet ihr übrigens auch auf Instagram unter dem Namen labeauvoirienne.



Alle bisherigen Interviews der Reihe CampusMum findet ihr hier. Und hier kommt ihr zu allen Artikeln, die sich mit dem Thema Studieren mit Kind beschäftigen.

08.09.2015

Studieren mit Kind: Linkliste


Auch in den Semesterferien lässt mich das Thema Studieren mit Kind nicht los. An den Vormittagen schreibe ich an der Hausarbeit und an manchen Wochenenden arbeite ich. Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familie sowie den eigenen Interessen bleibt also ständig ein aktuelles Thema. Ich habe wieder die interessantesten Artikel zusammengestellt, die sich mit diesen Inhalten beschäftigen.



Die Tücken der Vereinbarkeit

"Vereinbarkeit hört nicht an der Kita-Eingangstür auf. Es bedeutet so viel mehr und es ist nicht leicht."

Philinsmom thematisiert die Vereinbarkeit und spricht vor allem davon, dass Vereinbarkeit nur dann gelingt, wenn sich frau nicht alleine darum kümmern muss. Ihre Aufgabe bestehe darin, ihrem Partner mehr Vertrauen im Alltag entgegenzubringen und sich selbst einzugestehen, dass sie nicht alles alleine machen muss, sondern Unterstützung annehmen kann.

"Es ['Alles unter einen Hut bekommen'] hinterlässt Stress, schlechte Laune, Zündstoff in der Beziehung und viel verloren gegangene Zweisamkeit. Kurz gesagt, die Harmonie geht verloren, weil wir zu sehr damit beschäftig sind, alles schaffen zu wollen. Wir wollen nach außen die starke Frau sein, die selbststädngie und emanzipierte Frau, die allein für sich und ihren Nachwuchs sorgen kann, wenn es darauf ankommt."



"Achtung, ich bin Mutter"

"Meine Kinder sind auch meine Schwachpunkte, sie könnten meine beruflichen Pläne jederzeit kippen."

Anne-Lu Kitzerow erzählt von einer Situation in ihrem Arbeitsleben. Beim Mittagstisch mit ihren Kollegen springt die Unterhaltung zum Thema Kinder, weil eine schwangere Kollegin mit dabei sitzt. Anne-Lu soll nun als Mutter Fragen beantworten, weil ihre schwangere Kollegin noch nichts von dem Alltag mit Kindern erzählen kann. Die anderen Kollegen und Kolleginnen haben keine Kinder.

Sie schreibt dann über die Schwierigkeiten, die ihr im Arbeitsleben begegnen. Dass ihre Kinder schon oft der Grund dafür waren, eine Stelle nicht bekommen zu haben. (Ich finde es ja immer noch unheimlich krass, dass sowas ein Grund gegen eine Bewerberin sein kann.) Sie stellt wichtige Fragen, die andeuten, wie kompliziert die Situation für Mütter sein kann. Sie zeigt die Dinge, wie sie sind und kommt trotzdem zu einem positiven Ergebnis: dass sie sich darauf freut, nach der Arbeit einen zweiten Tagesbeginn mit ihrer Familie zu erleben.

"Ich könnte ihr erzählen, dass es schwierig werden kann, dass es einen zerreißt, im Job und zu Hause immer sehr gut sein zu wollen, dass man als Frau eben doch oft den doppelten Einsatz bringen muss.
Dass man Vereinbarkeit überall lesen kann und sich trotzdem manchmal fragt, was das genau sein soll."




Jessika vom Blog Herz & Liebe erzählt die ereignisreiche Geschichte ihres Arbeitslebens. Eine richtige Powerfrau, die sich mit viel Engagement und Eigeninitiative zu tollen Positionen in den Betrieben hochgearbeitet hat. Als Hauptverdienerin ihrer vierköpfigen Familie nahm sie auch hohe Stundenzahlen in Kauf und hatte Spaß an ihrer Arbeit. Bis sie gekündigt wurde.

"Bis zu dieser sehr schmerzhaften Erfahrung wusste ich nicht, wie tief das Loch sein würde, in das ich falle. Als ich während meines Urlaubs besagte Email bekam, fiel ich in eine Art Schockstarre. Ich saß regungslos da und zwang mich, äußerlich ruhig zu bleiben, während ich innerlich wie ein Kartenhaus zusammenfiel."

Nun ist sie auf der Suche nach einem neuen Job und wird ständig mit den Schwierigkeiten als berufstätige Mutter konfrontiert. Die absurdesten Fragen werden gestellt, die keinem potenziellen Arbeitgeber irgendetwas angehen. Ich bin ziemlich fassungslos, wenn ich solche Zeilen lese.

Es ist ein persönlicher Text, der unter die Haut geht. Die Antwort, wie es weiter geht, bleibt aus, weil Jessika es selbst gar nicht weiß. 

Liebe Jessika, ich wünsche dir von Herzen sehr viel Glück und Erfolg, aber auch - wenn irgendwie möglich - Gelassenheit.



Vereinbarkeit im Job mit Kind? Träum weiter

"... denn die Wege von ehrgeizigen, festangestellten Müttern (in Vollzeit) scheinen ähnlich zu sein: Die Kinder sind im Weg!"

Dani vom Blog Butterflyfish antwortet mit ihrem Artikel auf den oben genannten, sehr persönlichen Text von Jessika. Sie musste 2009/10 Ähnliches erleben: Trennung vom Partner, Insolvenz der Firma. Dani beschreibt die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert wurde. Die Arbeitszeiten und Betreuungszeiten passten zum Beispiel nicht zusammen. Und nach Monaten voller Planung und Gehetze

"ging's nicht mehr. Ich hatte meinen Job als Programmierer zwar noch, aber ich konnte nicht mehr schlafen. Ich stand unter Strom, ständig und immer. Frisch getrennt, Zukunftsangst und mein Hirn voller Zeitpläne."

Sie schrieb einen Businessplan, kündigte ihren alten Job und baute ihr eigenes Business auf. Damit ist es ihr nun möglich, ihre Berufung und ihre Familie zu vereinbaren.



Und was habt ihr in den letzen Wochen gelesen? Was denkt ihr über Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

03.09.2015

Muttis Spielplatz-Outfits für den Herbst


Es ist schon ein bisschen frisch geworden, oder? Trotz des langen, heißen Sommers ist der Sommer erst in meinem Kopf angekommen, als er auch schon wieder vorbei war. So dürfen allmählich also wieder die Hosen und Pullover au dem Schrank herausgekramt werden. Für mich ist das allerdings gerade das allerbeste Wetter. Die Sonne scheint, es ist aber nicht zu heiß, es weht ein frisches Lüftchen und ich kann wieder abwechselnd meinen Trenchcout, die Röcke bei nackten Beinen oder Hüte tragen. Das, auf was ich gerade Lust habe. 

Ich habe mich umgeschaut, was Mütter auf den Mainzer und Wiesbadener Spielplätzen tragen. Und bis auf wenige Ausnahmen ist das eher ernüchternd (mich mit eingeschlossen). Vielleicht bräuchte ich mal wieder Input aus anderen Städten! Bei smallable gibt es mittlerweile sogar Kleidungsstücke für die Mamas und ich klickte mich letztens durch, um zu sehen, was die neue Saison bringt. Herausgekommen sind zwei einfach Outfits, die ich am liebsten genau so tragen möchte. Schwarze Jeans im Sandkasten sind zwar erfahrungsgemäßig nicht so sinnvoll, weil ich dann ständig den Staub abklopfen muss. Und auch Röcke können beim Rumrennen ganz schnell hochfliegen. Aber trotzdem finde ich diese beiden Teile bequem, was für mich das Wichtigste ist. 

Jetzt würde ich mich ja riesig darüber freuen, wenn ihr erzählt, was ihr auf dem Spielplatz anzieht! Jeans und T-Shirt, große oder kleine Tasche, Flipflops oder Boots?!


Filzhut von Soeur / Armband von Polder / Paris Pullover von Soeur / Matrosenpullover von Soeur / Rock von Soft Gallery (Hier habe ich geschummelt. In der Recherche habe ich leider die Größen nicht beachtet. Den Rock gibt es nämlich nur in Größen bis 14 Jahre.) / Jeggins Ella / Tasche von Soeur / Boots von Anniel