08.09.2015

Studieren mit Kind: Linkliste


Auch in den Semesterferien lässt mich das Thema Studieren mit Kind nicht los. An den Vormittagen schreibe ich an der Hausarbeit und an manchen Wochenenden arbeite ich. Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familie sowie den eigenen Interessen bleibt also ständig ein aktuelles Thema. Ich habe wieder die interessantesten Artikel zusammengestellt, die sich mit diesen Inhalten beschäftigen.



Die Tücken der Vereinbarkeit

"Vereinbarkeit hört nicht an der Kita-Eingangstür auf. Es bedeutet so viel mehr und es ist nicht leicht."

Philinsmom thematisiert die Vereinbarkeit und spricht vor allem davon, dass Vereinbarkeit nur dann gelingt, wenn sich frau nicht alleine darum kümmern muss. Ihre Aufgabe bestehe darin, ihrem Partner mehr Vertrauen im Alltag entgegenzubringen und sich selbst einzugestehen, dass sie nicht alles alleine machen muss, sondern Unterstützung annehmen kann.

"Es ['Alles unter einen Hut bekommen'] hinterlässt Stress, schlechte Laune, Zündstoff in der Beziehung und viel verloren gegangene Zweisamkeit. Kurz gesagt, die Harmonie geht verloren, weil wir zu sehr damit beschäftig sind, alles schaffen zu wollen. Wir wollen nach außen die starke Frau sein, die selbststädngie und emanzipierte Frau, die allein für sich und ihren Nachwuchs sorgen kann, wenn es darauf ankommt."



"Achtung, ich bin Mutter"

"Meine Kinder sind auch meine Schwachpunkte, sie könnten meine beruflichen Pläne jederzeit kippen."

Anne-Lu Kitzerow erzählt von einer Situation in ihrem Arbeitsleben. Beim Mittagstisch mit ihren Kollegen springt die Unterhaltung zum Thema Kinder, weil eine schwangere Kollegin mit dabei sitzt. Anne-Lu soll nun als Mutter Fragen beantworten, weil ihre schwangere Kollegin noch nichts von dem Alltag mit Kindern erzählen kann. Die anderen Kollegen und Kolleginnen haben keine Kinder.

Sie schreibt dann über die Schwierigkeiten, die ihr im Arbeitsleben begegnen. Dass ihre Kinder schon oft der Grund dafür waren, eine Stelle nicht bekommen zu haben. (Ich finde es ja immer noch unheimlich krass, dass sowas ein Grund gegen eine Bewerberin sein kann.) Sie stellt wichtige Fragen, die andeuten, wie kompliziert die Situation für Mütter sein kann. Sie zeigt die Dinge, wie sie sind und kommt trotzdem zu einem positiven Ergebnis: dass sie sich darauf freut, nach der Arbeit einen zweiten Tagesbeginn mit ihrer Familie zu erleben.

"Ich könnte ihr erzählen, dass es schwierig werden kann, dass es einen zerreißt, im Job und zu Hause immer sehr gut sein zu wollen, dass man als Frau eben doch oft den doppelten Einsatz bringen muss.
Dass man Vereinbarkeit überall lesen kann und sich trotzdem manchmal fragt, was das genau sein soll."




Jessika vom Blog Herz & Liebe erzählt die ereignisreiche Geschichte ihres Arbeitslebens. Eine richtige Powerfrau, die sich mit viel Engagement und Eigeninitiative zu tollen Positionen in den Betrieben hochgearbeitet hat. Als Hauptverdienerin ihrer vierköpfigen Familie nahm sie auch hohe Stundenzahlen in Kauf und hatte Spaß an ihrer Arbeit. Bis sie gekündigt wurde.

"Bis zu dieser sehr schmerzhaften Erfahrung wusste ich nicht, wie tief das Loch sein würde, in das ich falle. Als ich während meines Urlaubs besagte Email bekam, fiel ich in eine Art Schockstarre. Ich saß regungslos da und zwang mich, äußerlich ruhig zu bleiben, während ich innerlich wie ein Kartenhaus zusammenfiel."

Nun ist sie auf der Suche nach einem neuen Job und wird ständig mit den Schwierigkeiten als berufstätige Mutter konfrontiert. Die absurdesten Fragen werden gestellt, die keinem potenziellen Arbeitgeber irgendetwas angehen. Ich bin ziemlich fassungslos, wenn ich solche Zeilen lese.

Es ist ein persönlicher Text, der unter die Haut geht. Die Antwort, wie es weiter geht, bleibt aus, weil Jessika es selbst gar nicht weiß. 

Liebe Jessika, ich wünsche dir von Herzen sehr viel Glück und Erfolg, aber auch - wenn irgendwie möglich - Gelassenheit.



Vereinbarkeit im Job mit Kind? Träum weiter

"... denn die Wege von ehrgeizigen, festangestellten Müttern (in Vollzeit) scheinen ähnlich zu sein: Die Kinder sind im Weg!"

Dani vom Blog Butterflyfish antwortet mit ihrem Artikel auf den oben genannten, sehr persönlichen Text von Jessika. Sie musste 2009/10 Ähnliches erleben: Trennung vom Partner, Insolvenz der Firma. Dani beschreibt die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert wurde. Die Arbeitszeiten und Betreuungszeiten passten zum Beispiel nicht zusammen. Und nach Monaten voller Planung und Gehetze

"ging's nicht mehr. Ich hatte meinen Job als Programmierer zwar noch, aber ich konnte nicht mehr schlafen. Ich stand unter Strom, ständig und immer. Frisch getrennt, Zukunftsangst und mein Hirn voller Zeitpläne."

Sie schrieb einen Businessplan, kündigte ihren alten Job und baute ihr eigenes Business auf. Damit ist es ihr nun möglich, ihre Berufung und ihre Familie zu vereinbaren.



Und was habt ihr in den letzen Wochen gelesen? Was denkt ihr über Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Kommentare:

  1. Hi Betsi,
    das Thema Vereinbarkeit begleitet mich durch viele kleine Etappen: im Studium, im Job, nach der Elternzeit. Es ist schwer und geht nicht ohne Kompromisse.
    Darüber schrieb ich auch:
    http://mamaskind.de/unser-kind/vereinbarkeit-von-kind-und-karriere/
    und hier http://mamaskind.de/unser-kind/kind-und-karriere-xing-fragt-nach/
    Auch A-Lu schrieb auf großekoepfe.blogspot.de heute dazu.
    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Liebe Sarah, ich danke dir, dass du mir die Links geschickt hast. Ich schreibe gerade (endlich mal wieder voller Elan) an einer Hausarbeit. Sobald wieder eine Phase der Prokrastination einsetzt, werde ich die Artikel lesen. :)
      Ich glaube auch, dass es nicht ohne Kompromisse geht. Das ist mir anfangs noch sehr schwer gefallen, mittlerweile habe ich Einiges akzeptiert, mir manche Freiräume geschaffen und mir anderes besser eingeteilt.
      Ich freue mich über die Lektüre und wünsche einen schönen Abend!

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