29.10.2015

The terrible twos


Uff. Kurz ausatmen. Was war denn gerade wieder bei Anton los?!

Ich fange vielleicht ein paar Monate vorher an. Als Anton ungefähr eineinhalb Jahre alt war, merkte ich, wie mit seinem wachsenden Sprachvermögen und seinem größer werdenden Verständnis für die Welt auch seine Ausdruckskraft stärker wurde. In manchen Fällen war das ganz schön, denn er zeigte mir mit Küsschen, Umarmungen und Knuddeleien, wie lieb er mich hatte. Aber es gab auch Momente, die waren "herausfordernd". Herausfordernd ist doch ein gutes Wort, um das geliebte Kind nicht als anstrengend zu bezeichnen, oder?

Was ich damals noch nicht wusste: die "richtige" Trotzphase sollte noch kommen. The terrible twos. Und nun stehe ich an manchen Tagen da, muss verschnaufen und frage mich, was denn gerade mit meinem Kind passiert ist.

Wie? Ihr Kind ist immer freundlich, freut sich über lange Warteschlangen und braucht keinen Schnuller mehr? Hereinspaziert, hereinspaziert, Sensatioooon! Von diesem kleinen Menschen kann Ihr Kind noch Einiges lernen. Sich auf den Boden werfen, schreien, bis die Tränen kommen, an den Haaren ziehen und sich so stark verbiegen, dass man Angst hat, der Kinderwagen fällt im nächsten Moment um. Das kann er. Ihr Kind nicht? Dann möge es sich doch Einiges bei meinem kleinen Wunderkind abschauen.


Drei Beispiele aus dem Alltag

Ein ganz typisches Beispiel. Ich möchte Anton morgens nach dem Frühstück wickeln. Festes Ritual, wird jeden Tag genau so gemacht. Aber der kleine Mann, der erstaunlich viel Kraft besitzt, wehrt sich, schreit und weint und ich muss ihn einfach sitzen lassen, bis er sich beruhigt hat. Was er hat? Keine Ahnung? Er möchte genau diese eine, volle Windel anbehalten. Tsss.

Ein anderes Beispiel. Anton möchte Saft trinken. Ich fülle ihm also Saft und Wasser in seinen Becher und stelle diesen dann auf einen kleinen Stuhl in die Küche. So kann Anton jederzeit trinken (und ihm Zweifelsfall können wir alles gemeinsam aufwischen). Kurze Zeit später kommt er angelaufen und ruft Miiiiiech (Milch) miiiiiiech miiiiiech. Er wird immer lauter. "Anton, hast du schon deinen Saft ausgetrunken?" Natürlich nicht. Ich erkläre ihm, dass er erst Milch bekommt, wenn der Becher leer ist. Anton schreit und ärgert sich. Wirft sich auf den Boden, strampelt und ruft ständig Miiiiiech. E i n e Stunden lang. Bis er sich überwunden hat, den Saft leer trinkt und dann natürlich seine Milch bekommt.

Und ein drittes. Ich sitze am Laptop und schreibe. Anton kommt, sieht den Laptop und will Lieder hören. Entweder ich höre mit ihm zwei, drei Lieder und beende dann unsere Lauschsession oder ich sage direkt nein - egal, wie ich es mache, es gibt immer ein verärgertes Kind, das unbedingt noch weitere Stunden vor dem Laptop sitzen und nichts anderes machend Lieder hören möchte.

Diese Beispiele ließen sich endlos aufzählen: Treppen laufen, drinnen oder draußen bleiben, Brockoli essen usw.


Und nun?

Man könnte das natürlich jetzt auch lustig finden. So ein kleiner Mann mit so einem Dickkopf und einem so starken Willen. Wie seine Eltern. Ha. Aber ganz ehrlich, so gut ich auch finde, dass er weiß, was er will, so anstrengend sind diese Wut- und Trotzanfälle. An guten Tagen finden solche Situationen nur zwei, drei Mal in ganz schwacher Form statt. An schlechten Tagen würde ich am liebsten heulen, weiß nicht mehr, wie ich an mein Kind rankomme und verstehe - genauso wie Anton - für einen kurzen Moment die Welt nicht mehr.

Ich habe aber gelernt zu begreifen, dass Anton diese Phasen nicht mit Absicht hat. Er weiß ja selbst nicht, was mit ihm geschieht und manchmal merke ich ihm seine Verzweiflung richtig an. Er steigert sich dann hinein, die ganze Welt ist doof und er fühlt sich missverstanden.

In diesen Situationen erkläre ich ihm, dass ich für ihn da bin. Ich sage ihm, dass ich verstehe, dass alles für ihn doof ist, dass ich ihm aber nicht mehr helfen kann und dass er zu mir kommen darf, wenn er bei mir sein möchte. Ich bleibe in den meisten Fällen bei ihm im Zimmer, aber lasse ihn in Ruhe und lasse ihn sich austoben.

Wenn ich merke, dass ich doch sauer auf ihn werde, weil mir auch alles zu viel wird, dann gehe ich aus dem Raum und beruhige erst einmal mich selbst. Meistens setzt ganz schnell die Erkenntnis ein, dass Anton doch eigentlich selbst nicht weiß, was er tut und ich kann mich wieder auf ihn einlassen.

Froh bin ich, wenn dann wieder alles gut ist. Oft geht das ganz plötzlich: dann hört Anton mir wieder zu, lässt sich die Welt erklären und drückt mich im nächsten Augenblick, um mir zu sagen, dass er mich lieb hat.


Und jetzt sagt mir bitte, dass ihr eure Kinder auch nicht immer versteht! Dass sie trotzen und wüten, weinen und schimpfen. Wie geht ihr damit um?


P.S. Das Bild ist während einer Trotzphase während des Urlaubs entstanden. Wir wollten zum Abendessen gehen und Anton wollte sich einfach keinen Meter von unserem Häuschen entfernen. So schön der Urlaub auch war, so sehr hatten wir mit den täglichen Strecken zu kämpfen.

27.10.2015

Anton verreist: Ausflugsziele im Norden Kretas


Unser großartiges Hotel, von dem ich schon berichtet habe, lag im Norden Kretas, zirka 100 km westlich vom Flughafen Heraklion und zwischen den beiden größeren Städten Chania und Rethymnon. Es hatte also die perfekte Ausgangslage, um Ausflüge in die Gegend zu starten.

Drei Ziele kann ich euch empfehlen. Die Stadt Rethymnon, der See Kournas und die Wasserfälle in Argiroupolis.







Die Stadt Rethymnon ist richtig gut erreichbar. Mit dem Auto fährt man knapp 20 Minuten entlang der Küste in Richtung Heraklion. Hinter einem Berg liegt dann plötzlich diese große Stadt. Die Altstadt und der Hafen sind die Highlights der Stadt. Obwohl sie sehr touristisch angelegt sind, macht es Spaß, hier zu flanieren, in die kleinen Geschäfte reinzuschauen und die besten Olivencrèmes auszutesten. Das Restaurant Lemonokipos ist besonders schön. Unter Limetten- und Granatapfelbäumen isst man griechische Speisen wie gefüllte Weinblätter, eingelegten Feta und natürlich das Tsaziki. Alles unglaublich lecker, der Service ist mehr als freundlich und die Atmosphäre ist so besonders. Kaffee trinken und Leute schauen kann man ganz gut an der Promenade. Wir hatten das Glück, dass Anton eine Stunde im Kinderwagen schlief und wir in Ruhe eine Kaffeepause hatten. Das Nuvel hat uns sehr gut gefallen. Und was sonst noch Spaß macht: In der Apotheke Pflegeprodukte einkaufen :) Korres zum Beispiel ist deutlich günstiger als in Deutschland. In Rethymnon lässt sich ganz schön ein ganzer Tag verbringen.




Der Kournas See hat mich umgehauen. Obwohl ich zunächst gar nicht so Lust auf diesen kleinen Ausflug hatte, hat sich dieser Schlenker mehr als gelohnt. Nur 4 km vom Hotel entfernt liegt dieses zauberhafte Fleckchen. So viele unterschiedliche Grüntöne habe ich noch nie in meinem Leben gesehen! Dieses Stück Land ist die schönste Natur, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Und für Familien sind die kleinen Bootsfahrten geeignet. Wir waren nur eine halbe Stunden lang Tretbootfahren, weil die Sonne zu stark schien. Die Füße ins Wasser halten, Pause machen und die Berge bestaunen.






Und ein letztes Ziel, das auch für Familien geeignet ist: die Wasserfälle in Argiroupolis. Wir waren zu faul, um dort auch noch Halt zu machen. Unsere Reiseführerin hat aber so von den Wasserfällen geschwärmt, dass ich sie unbedingt auch mit aufführen möchte. Und nachdem ich das Ziel ergoogelt habe, bin ich ja fast ein wenig traurig, dass wir diese antike Stätte nicht besucht haben.



25.10.2015

Sonnenschutz im Urlaub


Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Sonnenschutz! Denn nach vielen Sonnenstunden in der Kindheit und dem späteren, jugendlichen Leichtsinn habe ich verstanden, dass ich meine Haut wirklich gut schützen muss. Also verziehe ich mit in den Mittagsstunden unter dem Schirm, crème ständig nach und kaufe Sonnencrèmes mit hohem Lichtschutzfaktor. 

Antons Sonnenschutz sah im Wesentlichen so aus: in der Mittagssonne eher drinnen als draußen bleiben (Mittagsschlaf), beim Burgenbauen ein Tshirt anziehen, draußen eingecrèmt sein und immer eine Kopfbedeckung tragen.


Wer könnte Sonnenschutz besser als die Griechen, die in ihrem Alltag deutlich höhere Temperaturen und mehr Sonneneinstrahlung als wir Deutschen erleben? So entschied ich mich dafür, in diesem Urlaub Produkte von Korres auszuprobieren. (Ich bin ja schon von den Pflegeprodukten so begeistert.) Ich habe meinen Körper in den sieben Tagen ordentlich mit der Yoghurt Sonnenemulsion eingecrèmt. Ooh, riecht die gut. Ein bisschen klebrig ist sie auf der Haut, aber das störte mich nicht. Die Hände schnell abgewaschen, war ich bereit, auf dem Liegestuhl mein Buch zu lesen. Und weil der Lichtschutzfaktor so hoch ist, habe ich auch Anton immer wieder damit eingesprüht. Er fand es ziemlich lustig, dass die Crème aus der Sprühflasche kommt. Und ich ließ unseren Alverde Baby Sonnenbalsam getrost im Koffer liegen. Sie ist so zähflüssig, dass Anton danach immer wie ein kleiner Schneemensch aussieht. Familientauglicher ist die Sonnenemulsion in der Sprühflasche. Wohingegen mein Freund ja auf den Testsieger von Stiftung Warentest setzte: die Sonnenmilch von Rewe. Pff, ein bisschen was für's Auge brauche ich schon. :)


Mit dem hohen Lichtschutzfaktor und der nicht zu heißen Oktobersonne wurde ich glücklicherweise vor einem Sonnenbrand verschont. Aber nach dem vielen Baden und Duschen brauchte meine Haut wieder viel Feuchtigkeit. Die After Sun Moisturizing Body Milk, die so herrlich frisch nach Aloe Vera riecht und sich auch ganz frisch anfühlt, versorgte mich nach dem Sonnenbad mit der nötigen Feuchtigkeit. 


Mein Haare sind zum ersten Mal nicht beschädigt vor lauter Sonne. Natürlich schütze ich die Haare mit Tüchern oder meinem schönen, großen Sonnenhut, doch nehme ich die Kopfbedeckungen vor allem in den Momenten, in denen ich ruhig in der Sonne sitze. Sobald ich aber unterwegs bin oder ins Wasser springe, sind meine Haare der direkten Sonne ausgesetzt. Das Red Vine Hair Sun Protection Spray kann in nasse oder trockene Haare gesprüht werden und duftet - wer hätte das gedacht - auch ganz wunderbar. Der Duft hält den halben bis ganzen Tag an und hat meine Haare sehr weich gemacht. Sogar einige Tage nach Gebrauch des Sprays waren meine Haare noch ganz seicht. Und ich weiß, dass das nicht an dem griechischen Leitungswasser, einem anderen Shampoo oder dem Meerwasser liegen kann. In den meisten Urlauben sind meine Haare eine Katastrophe und ich trage sie in einem Dutt und zusammengesteckt. Seitdem ich das Spray nutze wirken meine eher trockenen Haarspitzen etwas erholt und die Haare lassen sich gut durchkämmen. Ich werde es also auch in den kommenden Monaten weiter benutzen. (Oder einfach noch einmal in den Urlaub und in die Sonne fahren!) Ansonsten massiere ich auch abends oder vor dem Haarewaschen immer etwas (Gesichts-)Öl in die Spitzen, um ihnen eine kleine Kur zu verpassen. Momentan sind es meistens das Nuxe Huile Prodigieuse oder das Argan Gesichtsöl von Melvita.


23.10.2015

Geschenkideen zum 2. Geburtstag



Ticktack macht Anton, wenn er uns die Uhr erklärt. Die Zeit, die unaufhörlich ticktackt. Die Zeit, die an uns vorbeirast. Und schwuppsdiwupps ticktack ist Anton ZWEI Jahre alt.

Ich schwelge noch nicht in Erinnerungen, sondern freue mich auf die Familienfeier, die gerade geplant werden will. Schon seit ein paar Wochen werden wir immer wieder gefragt, was einem Zweijährigen denn geschenkt werden kann. Oh, da habe ich einige Ideen.


1 // Memory. Diesen Wunsch habe ich uns schon selbst erfüllt und im Sommer ein schönes Tier-Memory von Haba gekauft. So ganz hat er das Spiel noch nicht verstanden, aber ihm macht es unheimlich viel Spaß, die passenden Tiere zu finden. Auch, wenn dann fast alle Karten gleichzeitig aufgedeckt liegen.

2 // Holztiere. Wie wunderwunderschön ist denn bitte dieses Set? Leider möchte Anton mit seinen paar Tieren nicht spielen, dabei finde ich die Holztiere einfach nur cool. Ich kenne nur ein Kind (W.), das wirklich mit ihnen spielt. Was meint ihr? Trotzdem schenken, oder? :)

3 // PosterDieses mag ich auch sehr. Antons Zimmer könnte etwas Erneuerung gebrauchen. Seit Anfang dieser Woche bin ich im Aufräum- und Umgestaltungswahn. Ein Alphabet Poster fehlt uns noch.

4 // Kran. Anton liebt Baustellen (bartadelle). Zu seinem Kipplaster und seinem Bagger vom letzten Jahr soll sich nun auch ein Kran gesellen. Ich glaube, das wird der große Hit.

5 // Garage. Diese mag ich auch. Anton spielt so gerne mit seinen Autos. Jetzt kann er seine imaginäre Auto-Welt erweitern.

6 // Brio Bahn. Die über 35 Jahre alten Schienen und Züge, mit denen Anton spielt, könnten ein paar Extras vertragen. Eine Ampel, ein paar neue Waggons, noch mehr Schienen.

7 // Kuschelmäuse. Wir haben genug Kuscheltiere und Anton interessiert sich überhaupt nicht für sie. Außer für Maus und Mäuschen (was für kreative Namen). Er würde sich sicher über Zuwachs in der Mäusefamilie freuen.

8 // Spielteppich. Noch eine Erweiterung für seine Autowelt. Diesen und diesen Teppich finde ich aber auch ganz gut. Und ein wunderschöner schwarz-weißer Teppich von H&M Home war leider bereits ausverkauft. Letzten Endes ist es ein Teppich aus dem Ikea geworden.


Und was ich sonst noch gut finde:

Siku Autos. Je mehr desto besser. Anton liebt sie, ich nehme sie immer mit und auf dem neuen Teppich lassen sie sich bestimmt richtig gut fahren.

Tisch und Stühle. Wir haben in Antons Zimmer eine kleine Malecke eingerichtet und uns für eine günstige Alternative entschieden.

Puzzle. Für andere Kinder habe ich sie schon gekauft, aber meinen Sohn dabei immer vergessen. Huch.

Anhänger. Für das Bobbycar. Oh, wie Anton das Bobbycar liebt. Dann könnte er auch seine Autos und Steine und Gräser transportieren.

Bücher. Ganz viele Bücher. Für große Jungs. Zum Beispiel Freunde von Eric Carle oder Herr Tiger wird wild von Peter Brown.

Knete. Für den kreativen Teil. (Und weil ich sie nicht selbst herstellen möchte.)

Schlitten. Ich bin kein großer Fan von Schnee und Kälte. Aber wenn der Winter kommt und es schneien wird, dann müssen wir ja trotzdem aus dem Haus. Ehrlich gesagt kann ich aber überhaupt nicht einschätzen, ob Anton Spaß am Schlittenfahren haben wird oder nicht.

Windrad. Weil Anton das Wort so schön findet und wir kein Windrad zu Hause haben, habe ich ihm ein schönes Windrad gekauft.

Duplo. Wir brauchen dringend eine Erweiterung für unser Basis-Set. Um noch mehr Häuser, Straßen und Tunnel zu bauen.

Lernuhr. Mit einem ticktack schließe ich meine Ideenliste ab. Anton entdeckt jede Uhr der Stadt und um ihm die Möglichkeit zu geben, eine Uhr selbst zu "bedienen", ist diese Lernuhr perfekt.


Habt ihr noch mehr Ideen?

19.10.2015

Anton verreist: das Pilot Beach Resort in Georgioupolis auf Kreta


Als ich die Blogposts über unsere Reise plante, war ich zunächst etwas überfordert. Obwohl wir nur eine Woche unterwegs waren, haben wir viel erlebt. Wie also das Wichtigste an euch weitergeben? Deshalb ist dieser Artikel vielleicht etwas speziell: ich möchte euch nämlich das Hotel, in dem wir gewohnt haben, weiterempfehlen.

Die Suche nach dem "perfekten" Hotel gleicht bei uns immer der Suche nach der "perfekten" Wohnung. Und ich finde es furchtbar. Das Suchen kostet so viel Zeit und ich bin völlig überfordert von all den Webseiten, Angeboten und Möglichkeiten. Dieses Mal hatte mein Freund das Hotel online gefunden und es gab nur zwei Haken: es lag etwas über unserem geplanten Budget und die Transferzeit betrug 90 Minuten. Aber weil es perfekt eben nicht gibt, schlugen wir zu, setzten einen Mietwagen oben drauf und waren gespannt, wie uns unsere Entscheidung gefallen würde.

Was hätte man auch bei einem Hotel, das auf allen Bewertungsportalen eine Weiterempfehlungsrate von mehr als 90 % hat, erwarten sollen? Für mich persönlich war es also perfekt. Perfekt auch für Familien.


Ein perfektes Hotel für Familien

Das Besondere ist nämlich, dass das Pilot Beach Resort in Georgioupolis (Kreta) zwar kein ausgewiesenes Familienhotel, sondern ein ganz normales, aber total familienfreundliches Hotel ist.


Das Hotel stellt ganz selbstverständlich Kinderbettchen, Babyphon, zusätzliche Handtücher usw. zur Verfügung.

In den Essräumen gibt es ausreichend Plastikstühle für Babys und hohe Kinderstühle aus Holz für Kleinkinder.

Das Essen ist sehr vielfältig. Es gibt alles, was man sich wünschen kann. Von Landesküche bis selbstgemachten Pommes alles. Anton wurde immer satt und hatte genug Auswahl.

Obwohl (in der Nebensaison) sehr viele Familien eingebucht waren, waren Wege, Restaurants und Pools weder zu voll noch war es zu laut.

Jedes Zimmer hat einen direkten Zugang zu einem der vier Außen- oder des Innenpools. Und jeder Außenpool hat einen markierten Bereich für Kleinkinder. (Bei jedem Pool sitzt ein Bademeister.)

Es gibt zusätzlich noch einen eigenen Kinderpool mit Rutschen.

Daneben befindet sich ein kleiner Spielplatz mit Wippen, Rutschen und Schaukeln.



Die Kinderanimation ist sehr vielfältig. Obwohl wir das nicht direkt genutzt haben, beobachtete ich immer wieder, wie sehr sich die Mitarbeiter reingehängt haben. Von 10 bis 22 Uhr werden die Kinder bespaßt. Am Strand, im Mini Club oder in den Pools.

So einen Mini Club habe ich noch nie gesehen. Man konnte dort malen, basteln, es gab ein Bällebad und viele Klettergerüste. Abends gibt es einen Kinderfilm. Ich habe während einer Wartezeit mit Anton dort gemalt. Der Raum ist schön gestaltet und auf die Kinder wird gut eingegangen.

Die Mini Disco war der Oberhammer für Anton. muuuuchiiik dazen (Musik! tanzen) rief er bereits beim Essen. Eine dreiviertel Stunde lang gab es deutsche, englische und französische Bewegungslieder, die die Kinder im Kreis gemeinsam tanzten. Alle hatten wirklich Spaß. Und ich habe mich jeden Abend kaputt gelacht, dass wir nun auch zu den Eltern gehören, die vorne wippend mit ihrem Kind zur blöden Musik tanzen.

Eine kleiner Bimmelbummelbahn fährt jeden Abend ein Mal durch das Hotelgelände.

Gegen Aufpreis hätte man auch einen Babysitter engagieren können oder im Spa Bereich eine Behandlung für Kinder buchen können.

Die Restaurants und öffentlichen Toiletten sind alle mit Kinderwagen gut erreichbar und die Wege und Räume breit genug. Wickelplätze gibt es auch.

Es gibt einen direkten Zugang zum Strand. Der Sand ist sehr fein und man hat genug Platz, um zu toben und zu bauen.

Die Freundlichkeit der Mitarbeiter ist großartig. Egal, ob wir Eis für Antons Bienenstich brauchten, nach noch mehr Trauben fragten oder Anton wütend das Essen auf den Boden warf, das Personal war immer hilfreich und freundlich.


Viele dieser Punkte findet man auch in anderen Hotels. Aber in dieser Gesamtheit habe ich das tatsächlich noch nie erlebt. Obwohl es sehr viele Familien gab, war es sehr entspannt und man hatte genug Raum für sich.

Ich kenne viele Familien, die es total spießig finden, Pauschalurlaub zu machen. Ich war schon zelten, habe in Hotels und Pensionen übernachtet oder im Apartment selbst gekocht. Für uns bedeutet aber Entspannung im Sommer, nicht selbst kochen zu müssen, nicht jeden Tag mehrere Male den Tisch aufräumen zu müssen usw. Solltet ihr also ein schönes Hotel auf Kreta suchen, schaut unbedingt im Pilot Beach Resort vorbei!











Studieren mit Kind Kolumne auf Campus Mainz: Wenn Semesterferien nur vorlesungsfreie Zeiten sind



Semesterferien? Fehlanzeige. Höchstens "vorlesungsfreie Zeit". Ich erzähle über den arbeitsintensiven Sommer und die Probleme, die mit der Kinderbetreuung einhergehen können.

Schon im Laufe des vergangenen Semesters hörte ich immer wieder von Kommilitonen und Kommilitoninnen, wie sehr sie sich auf die Ferien freuten. Denn das Tückische am Sommersemester sind nicht die vielen Bazillen, die durch die Gegend fliegen, sondern das schöne, warme Wetter, das mich von freier Zeit, farbenfrohen Drinks und Sandstränden träumen lässt. Als Studierende stellt man sich jedoch darauf ein, zunächst einmal bis Mitte Juli durchzupowern. Aber auch ich freute mich riesig über die Semesterferien. Das vergangene Semester war nämlich ziemlich anstrengend. Ich hatte viel zu viele Kurse belegt und stand permanent unter Strom. 

Ein voller Stundenplan

Weißt du, wie ein typischer Unitag bei mir aussieht? Nach dem schnellen Frühstück ziehe ich Anton an und wir müssen Punkt 08:17 Uhr draußen an der Bushaltestelle stehen, damit wir nicht den Bus verpassen. Denn der nächste Bus hat immer Verspätung. Ich bringe Anton also zur Tagesmutter, sage tschüss und eile wieder zur Bushaltestelle. Dann kann ich mich während der Busfahrt zum ersten Mal meinem Handy widmen.

Nach drei Veranstaltungen hintereinander laufe ich wieder zügig zur Bushaltestelle, um den ersten Bus zu bekommen, der mich direkt zur Tagesmutter bringt. Anton wird abgeholt und wir verbringen den Tag meistens auf dem Spielplatz. Abends essen wir gemeinsam mit dem Papa, der dann heim gekommen ist und ich mache daraufhin den Haushalt. In dieser Zeit spielt Anton mit meinem Freund, der ihn auch ins Bett bringt. Und dann setze ich mich auch schon an den Tisch und lerne oder bereite die nächsten Stunden vor.

Richtig viel Freizeit hatte ich also nicht. Im vergangenen Semester gab es aber auch noch eine weitere Herausforderung. Ich hatte nicht nur einen vollen Stundenplan und war somit die komplette Betreuungszeit von Anton an der Uni, sondern habe auch noch angefangen, Lateinkurse zu belegen. In meinem Hauptfach gibt es ein Sprachmodul und ich bin auf die glorreiche Idee gekommen, in eineinhalb Jahren Latein zu lernen. Von den abendlichen Lernstunden gingen also fast täglich ein bis zwei Stunden für Latein drauf.


Studienleistungen

Meine Bilanz des vergangenen Semesters: sechs Referate, drei Prüfungen oder Klausuren, zwei Hausarbeiten.

Schon als ich den Stundenplan erstellte, war mir bewusst, dass es viel werden würde. Aber die Veranstaltungen waren sehr spannend, teilweise wollte ich die Pflichtveranstaltungen abhaken und ich hatte auch einfach richtig Lust auf die Uni. Aber während des Semesters merkte ich, dass mir die Zeit fehlte, um Latein gründlich zu lernen. Ich konzentrierte mich immer auf die nächste Studienleistung und setzte Prioritäten. Als die sechs Referate endlich geschafft waren, setzte ich mich an den Prüfungsstoff, um auch die Klausuren sehr gut zu bestehen. Ich freute mich deshalb riesig auf die Semesterferien. Dann würde endlich wieder etwas Ruhe einkehren. Und keine Nachtschichten mehr!

Aber Pustekuchen. Ich hatte eine freie Woche im Juli und werde ab Oktober wirklich Zeit haben. Diese Semesterferien sind keine Ferien, sondern tatsächlich nur "vorlesungsfreie Zeit".


Wenn die Kinderbetreuung in Ferien geht

Und in dieser vorlesungsfreien Zeit wurde ich noch mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert. Schon in den ersten beiden Wochen hatte unsere Tagesmutter Urlaub. Das war zunächst ganz in Ordnung und ich konnte das in meine Pläne einkalkulieren. In der ersten Woche verschanzten Anton und ich uns also bei meinen Eltern, wo Anton viel spielen konnte und ich Zeit zum lernen fand. Denn in der ersten Woche standen noch zwei Klausuren an. Nachdem ich beide meisterte und glücklich darüber war, diese Fächer endlich abzuhaken, konnte ich in der zweiten Wochen richtig entspannen. Das hieß, abends mal wieder einen Film zu schauen, Freunde einzuladen und nicht jeden Tag Bücher lesen zu müssen. Die Ferien taten mir sehr gut und ich musste mich nach dieser Woche stark überwinden, um mit Elan die Hausarbeiten anzugehen.

Aber das klappte dann ganz gut. Für die Hausarbeiten hatte ich schon während des Semesters einiges vorbereitet, weil ich bereits für die Referate viel recherchiert hatte. Und an einem freien Vormittag lässt sich ja dann doch so Manches schreiben.

Im August kündigte unsere Tagesmutter an, dass sie noch einmal vier Tage Urlaub nehmen wollte, weil ihr Patenkind getauft wurde. Puh, damit hatte ich nicht gerechnet. Wieder eine Woche, die drauf ging. Ich nutzte die Tage, um wirklich abzuschalten und Pause zu machen. Wir machten Ausflüge, trafen Freunde und hingen manchmal auch einfach nur zu Hause ab. Auch das tat gut. Aber so langsam rannte mir die Zeit davon. Zwischendurch hatte Anton auch mal einen schlechten Tag und wollte zu Hause bleiben.

Doch dann kam die kleine Katastrophe. Kurz vor Abgabe wurde die Tochter der Tagesmutter krank. Sie hatte nicht nur eine Erkältung, sondern eine Magen-Darm-Grippe. Wenn ich jetzt Anton zur Tagesmutter schickte, wäre er daraufhin eine ganze Woche krank. Und unser Urlaub fängt schon bald an. Ich lasse also Anton zu Hause. Zwar habe ich beide Hausarbeiten inhaltlich fertig geschrieben, aber ich muss noch einige Korrekturen vornehmen, sehr viel kürzen und die Quellen überarbeiten. Hallo Nachtschichten! Hallo Kaffee! Denn so schön die Tage mit Anton auch sind, möchte ich auch endlich diese beiden Hausarbeiten abschließen. Tagsüber schläft Anton nicht mehr. Ausgerechnet diesen Sommer sucht er sich aus, um seinen Mittagsschlaf abzuschaffen. Die letzten Zähne kommen auch gerade durch und die Trotzphase hat ihren Höhepunkt. Und der Freund ist außerdem für vier Tage auf Geschäftsreise.


Prioritäten setzen schafft Erleichterung

So schlimm ist es dann aber doch nicht. Ich habe im vergangenen Semester nämlich nicht nur die verschiedenen literaturtheoretischen Ansätze und die unterschiedlichen Ausprägungen des Kubismus gelernt, sondern auch, wie ich meine Prioritäten so setze, dass ich glücklich bin.

Es gab da eigentlich noch eine dritte Hausarbeit, die ich in der vorlesungsfreien Zeit hätte schreiben sollen. Für diese Hausarbeit hätte ich nicht einmal zwei Wochen Zeit gehabt. Bestimmt hätte ich das irgendwie hingekriegt, mit vielen Nachtschichten und schlechter Laune. Aber mich erleichtert es sehr, dass ich diesen Plan aufgegeben habe. Nun bekomme ich im nächsten Semester die Möglichkeit, mich voll auf diese Hausarbeit zu konzentrieren und sie gut zu machen.

Und das ist es, was ich im vergangenen Semester gelernt habe. Die meisten Dinge kommen anders, als wir sie planen. Die vielen zusätzlichen Tage, an denen wir nun keine Betreuung hatten, sind sicherlich zum Großteil dafür verantwortlich, dass ich mein Pensum nicht geschafft habe, aber gleichzeitig bin auch ganz froh drum. Ich habe diese Tage sehr bewusst mit Anton genossen, konnte Pause machen und Kraft für das nächste Semester tanken. Und noch eines habe ich gelernt: im nächsten Semester habe ich nicht mehr so einen vollen Stundenplan. Ich konzentriere mich auf etwas weniger Veranstaltungen, lerne fleißig Latein und genieße das Leben.



Dieser Artikel erschien in Kooperation mit Campus Mainz, der Informationsplattform der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, für die ich regelmäßig die Kolumne Studieren mit Kind schreibe.

17.10.2015

Geschenkideen für (Neu-)Mamas: Home Spa


Es ist einfach viel, viel zu kalt! Bei mir kommt vor lauter Bibbern leider keine romantische Herbst-Stimmung auf. Aber das Bibbern geht bei einem heißen Bad schnell wieder weg. Und auch Entspannung und Ruhe stellen sich wieder ein.

Lange verpöhnte ich das Baden. Ich fand's völlig unsinnig und langweilig. Aber dann wurde ich schwanger und mit dem Schwangersein veränderte sich sowieso ziemlich Vieles. Also genoss ich auch die Bäder und schnupperte mich durch die verschiedensten Badezusätze. Mittlerweile bade ich regelmäßig in den Herbst- und Wintermonaten und kann diese Zeit wirklich genießen.

Aber: länger als 7 Minuten halte ich es nicht aus. Doch diese wenigen Minuten reichen aus, um mir etwas Ruhe zu verschaffen. Ich bin mir sicher, dass es jeder (Neu-)Mama gut tut, einfach mal kurz abschalten zu können. Sich eine Weile in eine Stillezone zurückzuziehen, vielleicht kurz die Augen zuzumachen und den Duft von ätherischen Ölen einzuatmen.

So kann bei mir Entspannung aussehen. Vielleicht möchte man dazu noch Musik hören, eine Zeitschrift durchblättern oder an einem Glas (alkoholfreiem) Sekt nippen. Für mich ist das alles schon zu viel. Mir reichen Kerzen, die im ganzen Badezimmer verteilt sind.

Wenn ihr also eine Geschenkidee für eine (Neu-)Mama sucht, dann wären vielleicht das Moor Lavendel Bad von Dr. Hauschka oder die Ruhepause von Dresdner Essenz ein Anfang. Ich mag beide Badezusätze sehr gerne und liebe den wunderbaren Lavendelduft, der mich direkt entspannen lässt. Ein bisschen Home Spa im eigenen Badezimmer. Die Badezusätze machen sich natürlich super mit neuen Handtüchern, hübschen Kerzen, Zeitschriften oder einer Flasche (alkoholfreier) Sekt. Oder einem Babysitter-Gutschein für diesen kurzen Zeitraum.


14.10.2015

Anton verreist: Kreta als Urlaubsziel für Familien


Kaliméra! Wir sind wieder zurück von unserem Familienurlaub auf Kreta und ich bringe euch die griechische Sonne mit. Habt ihr Lust auf eine Verlängerung des Sommers? Brr... der deutsche Herbst ist ja wirklich ganz schön kalt.

Bei mir beginnt jede Reise mit einer guten Planung. Selbst wenn alles schief laufen sollte und man kurzfristig auf Plan B oder C ausweichen muss, bin ich jedes Mal froh, wenn ich mich vorher ein bisschen in das Thema eingefuchst habe. Deshalb habe ich kurz vor der Reise noch einmal in meinem Archiv gestöbert und geschaut, wie unsere letzte Flugreise verlaufen ist. Da Anton damals noch unter einem Jahr war, sind manche Tipps völlig hinfällig. Deshalb - und weil Kreta so wunderschön ist - werde ich in den nächsten Tagen einige Artikel veröffentlichen, die sich mit der Reise beschäftigen.


Die Suche nach dem Urlaubsort

Als wir nach unserem Urlaubsort suchten, fragten wir uns wie auch im letzten Jahr: wie lang soll die Anreise sein? Was können wir Anton (und uns) zumuten? Da wir erst in der ersten Oktoberwoche Urlaub machen konnten, schied für uns Mallorca aus. Mallorca ist schon lange ein Wunschziel von mir (kurze Flugzeit, interessante Städte, kinderfreundliche Strände), aber laut Wetterprognosen ist die Regenwahrscheinlichkeit dort Anfang Oktober etwas hoch. Wir entschieden uns daher, etwas länger und weiter zu fliegen und nach Kreta zu reisen. (Im Nachhinein stellte sich heraus, dass in diesen Tagen auf Mallorca das Wetter sogar besser war als bei uns. Meine Eltern machten dort Urlaub und erzählten von hohen Temperaturen.) Unsere Urlaubsziele, wenn man das so nennen möchte, waren Sonne und Entspannung.

Kreta war für uns definitiv die richtige Entscheidung. Der Flug dauert knapp drei Stunden und bei gutem Wetter hat man währenddessen eine spannende Aussicht auf die Gebirge, Seen und Inseln der überflogenen Länder.


Unser Must-Have: ein Mietwagen

Da der Transfer ins Hotel eineinhalb Stunden dauern sollte, wollte ich unbedingt eine weitere Stressquelle vermeiden. Mein Gedanke war: Anton über fünf Stunden unterwegs (Anreise zum Flughafen, Check-In, Flug, Gepäckausgabe) und ihn dann, völlig zappelig, mit dem Bus fahren lassen? Nein, das wollte ich nicht unbedingt riskieren. Glücklicherweise fanden wir ein tolles Angebot für einen Mietwagen und schlugen zu. Anton liebt Autofahren und er hat keine Probleme mit Kindersitzen. Da wir keinen eigenen Kindersitz mitnahmen, mussten wir uns darauf verlassen, dass der Mietservice uns einen passenden stellte. Grundsätzlich hat das auch geklappt, aber in Griechenland gelten doch ganz andere Standards. Anton schlief auf unserer Autofahrt ein und wachte erst wieder auf, als wir ihn in sein Reisebettchen im Hotelzimmer legten.

Und warum ein Mietwagen auch noch so sinnvoll ist: Egal, ob man im Hotel nächtigt oder sich ein Apartment gemietet hat, man ist mit dem Auto einfach gut unterwegs. An der Nordküste liegen die einzelnen Städte weit auseinander und die Busfahrten sind langwierig. Natürlich hätte man daraus auch kleine Abenteuer machen können, aber ich war wirklich froh um den Komfort und den Luxus mit dem eigenen Wagen. Wir konnten regelmäßig in die klitzekleinen Supermärkte fahren, uns an verlassenen Stränden absetzen oder ganz bewusst Ausflüge machen.


Kreta als Urlaubsziel für Familien

Warum Kreta für uns das richtige Ziel war? Nicht nur weil die Anreisezeiten für einen einwöchigen Urlaub ganz passabel und die Wetterprognosen gut waren, sondern auch, weil die Insel wunderschön ist. Die teilweise grün bebäumten Berge, das klare, blaue Wasser, die vielen Oliven-, Limetten- und Granatäpfelbäume, sehr viel Kahl- und Kargheit und überall verstreut schöne, kleine Häuser.

Die Strände sind breit und man kann sich gerade in der Nebensaison total austoben. Der Sand ist sehr, sehr fein und die Sandkuchen gelingen immer. Man kann hübsche schwarze und weiße bis orangefarbene Steine sammeln und manchmal auch kleine Muscheln finden.

Und es gibt viele Tiere zu entdecken. Allein schon in der Hotelanlage sahen wir Eidechsen, Schnecken, Schmetterlinge und Vögel. Sogar eine kleine Maus saß am Wegesrand und ließ sich von Anton bestaunen. Auf den Autofahrten und Ausflügen sahen wir natürlich Katzen und Hunde, aber auch Schildkröten, Enten, Schafe und Ziegen. Könnt ihr euch unsere Autofahrt vorstellen? Bäääähhh. Bäääääh.


Beim nächsten Reisebericht erzähle ich euch mehr von unserem großartigen Hotel. Alle Artikel zum Thema Reisen findet ihr hier!

12.10.2015

CampusMum: Steffi



In der Reihe CampusMum stelle ich euch Frauen vor, die neben Kind und Kegel noch ein Studium meistern. Ich frage sie nach ihrem wie, was und warum.


Ich freue mich riesig, euch heute Steffi vorzustellen! Steffi ist 22 Jahre alt und wohnt mit ihrem dreijährigen Sohn Anton Felix in München. (hach dieser Name...) Ich kenne sie noch aus den Zeiten, als sie selbst bloggte und lese nun fleißig ihre kleinen Texte und Bilder auf Instagram mit. Sie fotografiert gerne, am liebsten Menschen, geht in Ausstellungen und schwimmt ihre Runden, wenn sie dafür Zeit findet. Aber auch nähen und backen zählen zu ihren Alltagsbeschäftigungen. Im Interview erzählt sie uns, wie Tonis Betreuung organisiert ist, wie sie einen Ausgleich findet und warum man immer weitermachen sollte.


Liebe Steffi, ich freue mich sehr, dass du beim Interview mitmachst und uns heute von deinem Leben mit Kind und Studium berichtest. Erzähl’ uns doch bitte, welche Fächer du in welchem Semester studierst und in welcher Hochschule du eingeschrieben bist.

Liebe Bettina, vielen Dank, dass ich bei dieser tollen Serie mitmachen darf. 
Ich studiere im 5. Semester Tourismusmanagement an einer Universität in München.  


Wie sieht ein typischer Uni-Tag bei dir aus? Wie war dein letztes Semester?

Ich bringe Toni je nach Vorlesungsbeginn zwischen acht und neun Uhr in den Kindergarten und gehe dann zur Uni. Wenn ich Pech habe, gehen die Vorlesungen länger als 15:30 Uhr, sodass ich jede Woche nachmittags jemanden für Toni finden muss. Wenn keine Vorlesungen sind, lerne ich oder mache den Haushalt etc. Aber meistens ist die ganze Woche gut voll.

Mein letztes Semester war ziemlich stressig, da ich 5 Monate lang (fast) Vollzeit in einem Hotel gearbeitet habe. Da lernt man wirklich gutes Zeitmanagement. (Bei uns ist das Praxissemester verpflichtend.)  


Wann nimmst du dir Zeit zum Lernen oder für Recherche?

Recherchiert wird abends, sofern nötig, gelernt wird leider immer erst kurz vor Präsentationen und Klausuren. Ich bemühe mich aber jedes Semester, früher mit lernen anzufangen.  


Wie findest du einen Ausgleich zum Unialltag? Hast du (brauchst du) manchmal Zeit für dich? Und wann nimmst du dir diese?

Ein schöner Ausgleich ist z. B. nachmittags unser festes "Date" mit unseren Freunden aus dem Kindergarten. Ich backe mit Toni auch mindestens einmal die Woche, das entspannt mich total, ebenso wie zu nähen. Zeit für mich gibt es leider viel zu wenig, aber ich kenne es auch nicht anders. Von daher ist es nicht schlimm.


Wie war das Studium in der Schwangerschaft? Hast du irgendwelche besonderen Erfahrungen gemacht? Hast du ein Urlaubssemester genommen oder sogar ohne Pause weiterstudiert?

Ich habe mein Studium erst angefangen, als Anton 9 Monate alt war. Davor habe ich es (auch schon in der Schwangerschaft) mit einem Fernstudium versucht, aber das war nicht meins.  


Du bist wie schon einige andere Mädels, die ich für CampusMum befragt habe, alleinerziehend. Wie finanzierst du dein Studium, das Leben und das Kind? Arbeitest du neben dem Studium?

Aus zeitlichen Gründen schaffe ich es leider nicht zu arbeiten, obwohl es sooo gut wäre. Aber da ich abends nie weg kann und tagsüber keine Zeit übrig habe, geht das leider nicht. 

Ich bekomme selbst noch Unterhalt für mich und für Anton, und zum Glück haben wir eine sehr gute und günstige Wohnung gefunden.  


Wie ist denn Antons Betreuung geregelt? Welche Rolle spielt Tonis Papa dabei?

Toni geht jeden Tag in den Kindergarten während ich in der Uni bin. Sein Papa arbeitet leider zu unregelmäßigen Zeiten und kann ihn daher nicht flexibel nehmen. Das erschwert Einiges und lässt mich mit dem Organisieren alleine.  


Welche Erfahrungen hast du an deiner Universität in der Rolle als Mutter gemacht? 

Mit den Professoren habe ich überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Die meisten freuen sich, wenn Toni mal mit dabei ist in der Uni, und sollte ich einmal die Anwesenheitspflicht (z. B. in den Sprachen) nicht erfüllen können, ist das kein Problem. Es gibt aber gerade in den wirtschaftlichen Studiengängen oft Studenten, die das "Konzept Kind" nicht verstehen können (mal nett ausgedrückt). Aber irgendwann ist einem das egal. :) 


Ich habe einmal zwei Studierenden beim Vorbeigehen zugehört, die sich über eine Mutter aus ihrem Kurs unterhalten hatten. Sie waren auch nicht gerade nett. Das hat mir aber vor Augen geführt, dass manche jungen Leute wirklich einfach nicht verstehen können, was es heißt, Mutter oder Vater zu sein. Dass sich damit das Leben teilweise komplett ändert und dass man eben eine ganz große Verantwortung trägt. Wir können nur mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, wie gut Elternschaft und Studium funktionieren und all die doofen Kommentare vergessen :)
Gibt es etwas, dass eure Uni verändern könnte/Unis verändern könnten, damit es Studierende mit Kindern leichter haben?

Es gibt bei uns Wickelräume, gratis Essen für die Kinder in der Mensa, bevorzugte Seminarwahl etc. Von daher ist meine Uni schon sehr kinderfreundlich. Aber: Ich habe Monate gekämpft, dass ich mein Praxissemester nicht Vollzeit als Alleinerziehende machen muss, und da kam mir leider niemand entgegen. Das hat mich sehr enttäuscht und sollte für solche Ausnahmefälle geändert werden. (Man muss dazusagen, bei uns hat fast niemand der Studenten Kinder.)  


Da fehlen mir die Worte. Leider ist die Bürokratie manchmal ein großer Feind! 
Empfindest du das Studium als einen guten Zeitpunkt, um ein Kind zu bekommen? 

Grundsätzlich ja, aber es kommt natürlich auf die Umstände und den Studiengang an. 
Man ist im Studium einfach viel flexibler und kann auch mal daheim bleiben, sollte das Kind krank oder das Wetter wunderschön sein.   


Und zum Abschluss: hast du für unsere LeserInnen und für mich ein paar Ratschläge, die das Studium mit Kind betreffen? Welche Tipps sollte man beherzigen? 

Immer weitermachen, egal wie schwer es gerade ist. Es lohnt sich und jedes abgeschlossene Semester macht so stolz! 

Und ein gutes Netzwerk sowohl mit anderen Mamas als auch Studenten zu haben, ist sehr von Vorteil!  


Liebe Steffi, danke für deine Antworten und die Zeit, die du dir genommen hast. Hab viel Freude und Erfolg in deinem Studium und eine wunderbare Zeit mit Toni.


Steffi findet ihr übrigens auch auf Instagram unter dem Namen tonimamaroni.



Alle bisherigen Interviews der Reihe CampusMum findet ihr hier. Und hier kommt ihr zu allen Artikeln, die sich mit dem Thema Studieren mit Kind beschäftigen.