18.01.2016

CampusMum: Ruth


In der Reihe CampusMum stelle ich euch Frauen vor, die neben Kind und Kegel noch ein Studium meistern. Ich frage sie nach ihrem wie, was und warum.


Ich freue mich heute sehr, euch eine weitere tolle Frau im Rahmen der CampusMum Interviews vorstellen zu können! Die 24-jährige Ruth hat mir vor einiger Zeit eine Email geschrieben und sich mir vorgestellt: Sie studiert auch in Mainz, liebt Paris und hat einen Sohn, der am selben Tag geboren ist wie Anton. Zufälle gibt's. Bei so vielen Gemeinsamkeiten wollten wir uns natürlich kennenlernen. Ruth ist im letzten Jahr ihres Studiums und ich bewundere sie sehr, wie sie es schafft, all ihre Aufgaben unter einen Hut zu bekommen. Sie nimmt ihren Sohn Levi (eigentlich Levent) überall mit hin und er ist immer mit dabei. Wenn Levi aber am Wochenende bei seinem Papa ist, dann verbringt sie ihre freie Zeit gerne mit Freunden, liest oder näht, kocht oder geht auf Flohmärkte. Sie engagiert sich zusätzlich noch in der Kita, in die Levi geht und betreut ehrenamtlich eine Frau aus Eritrea, die mit ihrem kleinen Sohn als Flüchtling nach Deutschland kam. Jetzt bin ich aber gespannt, was sie uns berichtet und lasse sie zu Wort kommen.


Liebe Ruth, ich freue mich sehr, dass du mir heute meine Fragen beantwortest! 

Hallo liebe Bettina! Ich freue mich sehr, bei deiner Reihe CampusMum mitmachen zu dürfen und etwas über mein Leben als alleinerziehende, studierende Mutter erzählen zu können.


Erzähl’ uns doch bitte zunächst, welchen Studiengang du an welcher Hochschule belegst.

Ich studiere Soziale Arbeit an der katholischen Hochschule in Mainz. 


Wie teilst du deine freie Zeit zum Lernen ein? Empfindest du es gerade als sehr stressig?

Momentan finde ich es tierisch stressig. Ich stehe kurz vor der Beendigung meines Studiums. Ende des Monates warten noch zwei Klausuren auf mich, eine Hausarbeit schiebe ich seit Wochen vor mir her und dann steht das letzte große Projekt – die Bachelorthesis an. 

Leider bin ich nach wie vor oft sehr undiszipliniert. Wenn ich mal freie Zeit habe, fallen mir 10000 andere Dinge ein, die ich anstelle von lernen und Hausarbeit schreiben machen kann. 

Ich hätte beispielsweise in den letzten Semesterferien sooooo viel vorarbeiten können – doch stattdessen hatten wir einen traumhaften Sommer voll mit Schwimmbad, Festivals, Unternehmungen – und das ist gut so. Ich war schon immer jemand, der alles auf den letzten Drücker gemacht hat. Ich hatte gehofft, dass sich das mit Levi ändert, mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben und werde nun die letzte Zeit auch noch so schaffen –  gestresst aber zum Glück in der Regel erfolgreich.


Wie ist deine typische Zeiteinteilung und euer normaler Tagesablauf?

In diesem Semester habe ich nur an 2 Tagen Veranstaltungen an der Hochschule. An diesen Tagen bringe ich Levi um acht in die Krippe, besuche die Lehrveranstaltungen und hole ihn anschließend wieder ab.

An den anderen Tagen bringe ich ihn um neun und habe dann EIGENTLICH Zeit, etwas fürs Studium zu tun. Viel zu oft habe ich aber andere Termine, gehe einkaufen, oder oder oder. 

An meinen freien Tagen hole ich Levi zwischen 14 und 15 Uhr aus der Krippe. Die Nachmittage verbringen ich immer mit ihm. Wir treffen Freunde, gehen auf den Spielplatz, sein Papa kommt vorbei, wir unternehmen viel.

Nach dem Abendessen bringe ich Levi gegen 19:30 ins Bett. Das dauert leider oft relativ lange. Bis dann die Küche aufgeräumt und das gröbste im Haushalt gemacht ist, bin ich meistens so müde, dass ich mich oft gar nicht mehr an den Schreibtisch setze.


Wie ist die Betreuung von Levi organisiert?

Levi besucht, seitdem er sieben Monate alt ist, eine super tolle Krippe. Diese ist als Elterninitiative organisiert und ich freue mich jeden Tag, wenn ich ihn an diesem warmen, herzlichen Ort abgeben darf. 

Leider wird mein Studiengang an meiner Hochschule nur einmal im Jahr angeboten. Ich hätte also ein komplettes weiteres Jahr pausieren müssen, wenn ich Levi erst später in die Krippe gegeben hätte.

Theoretisch kann er in der Krippe von 8-16 Uhr betreut werden. Ich versuche aber, ihn nie länger als 6 Stunden dort zu lassen – was zum Glück meistens klappt. 

1-2 Nachmittage in der Woche und zusätzlich zwei Wochenenden im Monat verbringt Levi mit seinem  Papa. Die Nachmittage verbringen wir meistens zu dritt, an den Wochenenden nimmt Levis Papa Levi mit zu sich in den Rheingau.

Darüber hinaus habe ich einige liebe Freundinnen, die gerne einspringen und auch meine Eltern kommen ab und zu aus Bonn um mich zu unterstützen. 

Seit Anfang letzten Jahres bin ich eng mit einer anderen alleinerziehenden Mama befreundet – unsere Söhne sind in einem ähnlichen Alter und besuchen die gleiche Krippe und es ist toll, sich gegenseitig unterstützen zu können.


Du engagierst dich auch noch in eurer Kita. Welche Aufgaben übernimmst du dort?

Levis Krippe ist eine Elterninitiative. In unserem Fall bedeutet das unter anderem, dass wir im Falle von Personalmangel und Krankheit der ErzieherInnen an ca. 2 Tagen im Monat die Aufsicht übernehmen, also mit in der Gruppe sind und die Kinder mit betreuen. An diesen Tagen haben wir die Möglichkeit, Projekte mit den Kindern durchzuführen, im Sommer habe ich zum Beispiel mit den Kindern Erdbeeren gepflanzt. Außerdem kochen alle Familien einmal im Monat für alle Kinder und ErzieherInnen. Das war anfangs etwas stressig wegen der großen Mengen, macht mittlerweile aber total Spaß.

Im Prinzip helfen die Eltern an allen Stellen mit, dazu gehört zum Beispiel auch die Gartenarbeit.

Ich bin darüber hinaus im Dezember zum zweiten mal in den Elternausschuss gewählt worden. Wir treffen uns einmal im Monat, entscheiden, welche Kinder aufgenommen werden und besprechen Organisatorisches. Außerdem sind wir Ansprechpartner für die Eltern.

In meiner Funktion als Mitglied des Personalgremiums führe ich außerdem zusammen mit anderen die Bewerbungsgespräche und darf mitentscheiden, wer in der Krippe als ErzieherIn arbeitet.


Wie finanzierst du das Studium?

Ich bekomme Bafög, Wohngeld, Kindergeld und Unterhalt für Levi. Darüber hinaus unterstützen mich meine Eltern ein wenig.


Wie stemmst du denn den Haushalt, das Studium und die Familie? Hast du auch „me-time“?

Ich habe es gerne ordentlich bei uns – deshalb geht mehr Zeit für den Haushalt drauf als vielleicht nötig wäre. Und immer wieder, wenn ich Besuch von anderen Mütter bekommen, sind die ganz verwundert, wie aufgeräumt es bei uns ist – aber ich brauche das. Levi binde ich immer mit ein – und ihm macht es Spaß. [Anmerkung der Red. Bei dir ist es sooo super ordentlich! :) ]

An drei Tagen der Woche habe ich keine Veranstaltungen fürs Studium. An diesen Tagen versuche ich die Zeit, in der Levi in der Krippe ist, einigermaßen sinnvoll für Haushalt, Studium und andere Aktivitäten aufzuteilen – klappt mal mehr, mal weniger. 

Wie schon gesagt, mache ich alles auf den letzten Drücker. In den Prüfungswochen war Levi bisher (seitdem er ca. ein Jahr alt ist)  immer für mehrere Tage bei seinem Papa. An diesen Tagen lerne ich dann bis zu 14 Stunden bis tief in die Nacht – und bin dann so so so erleichtert, wenn die Klausuren geschafft sind. 

Zeit für mich habe ich für eine Mutter relativ viel, denke ich. Levis Papa kommt unter der Woche an 1-2 Nachmittagen. Die Nachmittage verbringen wir dann zwar zusammen, wir haben aber die Regelung, dass er Levi an diesen Tagen ins Bett bringt. Ich kann mich dann also an den Schreibtisch oder die Nähmaschine setzen oder nochmal raus, um Freunde zu treffen. 

Zusätzlich ist Levi an 4-6 Nächten im Monat bei seinem Papa. So kann ich ausschlafen und mal zwei Tage am Stück einfach nur das machen, worauf ICH Lust habe – das ist toll!

Bis vor kurzem habe ich noch ehrenamtlich beim Frauennotruf Mainz mitgearbeitet – ein interessanter Ausgleich. Diese Arbeit habe ich allerdings auf Eis gelegt, bis ich die Bachelorthesis fertig habe. 


Weißt du schon, wie es nach deinem Studium weitergehen wird?

Wie es bei mir weiter geht, ist noch nicht ganz klar..

Ich habe lange überlegt, sofort im Anschluss an den Bachelor den Master zu machen, mich nun aber dagegen entschieden. Ich freue mich gerade einfach sehr darauf, nicht mehr für Prüfungen lernen zu müssen und keine Hausarbeiten mehr zu verfassen. Ich kann mir vorstellen, den Master irgendwann zu machen, aber momentan ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt. Ich werde in den nächsten Wochen anfangen, mich für den Sommer zu bewerben. Ich bin noch nicht festgelegt, Bereiche die mich sehr ansprechen sind aber die Flüchtlingsarbeit und die Arbeit mit Mädchen und Frauen.


Hast du vielleicht praktische Tipps, wie bei dir die Alltagsorganisation abläuft?

Es ist wichtig, ein gutes Netzwerk zu haben. Freunde, die bei Krankheit oder Terminen am Abend mal einspringen können, sind unbezahlbar!

So undiszipliniert ich in Bezug auf die Erledigungen von Dingen fürs Studium bin, desto disziplinierter und organisierter bin ich in vielen anderen Bereichen des Lebens. Ohne meinen Kalender bin ich nichts, ich versuche alles weit im voraus zu planen und bin die Königin der To-Do-Listen. Ich versuche nichts liegen zu lassen, räume Sachen sofort weg, gehe nicht schlafen ohne gespült zu haben usw.. Mittlerweile bin ich da sehr routiniert und es ist gar nicht so zeitaufwendig, eine aufgeräumte Wohnung zu haben, wie es vielleicht manchmal scheint. 

Trotzdem ist es mir wichtig, spontan zu bleiben – sodass natürlich auch hier mal was liegen bleibt.


Und zum Abschluss: was sollten studierende Eltern beachten, wenn sie sich für ein Kind im Studium entscheiden?

Baut euch ein gutes Netzwerk auf und kümmert euch frühzeitig um einen Betreuungsplatz!

Macht euch nicht zu viel Druck – es ist nicht schlimm, wenn ihr zwei Semester länger braucht, um das Studium zu beenden.

Gebt nicht auf, auch wenn es mal nicht gut läuft, die Kinder in Prüfungsphasen krank werden und ihr das Gefühl habt, nicht mehr zu können. Setzt euch nicht zu hohe Ziele - eine 2.3 in einer Klausur ist auch gut!! Scheut euch nicht, Klausuren zu schieben, Hausarbeiten nicht am ersten Termin abzugeben! Es gibt immer die Möglichkeit, nachzuholen.

Führt euch immer wieder vor Augen: Es lohnt sich! Das Gefühl (fast) fertig zu sein ist so toll!!!

Macht euch frei von Kritik Anderer – ich habe Levi bewusst sehr früh in die Betreuung gegeben – und es nie bereut. Es war gut und wichtig so – für uns beide!
Etwas disziplinierter zu sein als ich kann sicher nicht schaden – aber lasst euch Freiräume, seid spontan, genießt das Leben mit euren Kindern/eurem Kind – sie werden so schnell groß!



Liebe Ruth, ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit für uns genommen hast! Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft und Energie für die letzen Monate und weiterhin so eine wunderbare Zeit mit Levi.


Ruth findet ihr auf Instagram unter dem Namen pymotchka.




Alle bisherigen Interviews der Reihe CampusMum findet ihr hier. Und hier kommt ihr zu allen Artikeln, die sich mit dem Thema Studieren mit Kind beschäftigen.

14.01.2016

Stören Kinder im Museum? Wie mein Kind meine Ausstellungsbesuche bestimmt.


Mit Kindern ins Café?

Vor einigen Tagen unterhielt ich mich mit einer Freundin darüber, wie schwierig es manchmal sein kann, sich mit kinderlosen Freunden zu treffen. Normalerweise geht man ja einfach in ein Café und quatscht dort stundenlang über das Leben. In den ersten eineinhalb Jahren mit Anton funktionierte das auch wirklich gut. In den Wochen aber, in denen Anton eher kratzbürstig angelegt ist oder sich nicht gut fühlt, wenn es regnet oder wir sowieso schon viel unterwegs sind, dann lade ich meine Freundinnen gerne zu uns ein. Anton merkt zwar, dass meine Aufmerksamkeit nicht ganz bei ihm liegt, aber es gibt Kuchen und er kann sich überall austoben.

Meine Freundin erzählte dann von ihrer Freundin, die mit ihr in ein Café gehen wollte. "Ich gehe doch nicht mit E. in ein Café!" war daraufhin ihre Antwort. Ich musste schmunzeln, weil ich zunächst nicht das Problem sah. Anton und ich sind doch ständig im Café. Es gibt aber Mütter, die sich eher nicht trauen oder es sich nicht zumuten wollen, gemeinsam mit ihrem Kind ins Café zu gehen. Für mich bedeutet es einfach zu viel und deshalb lehne ich solche Angebote selten ab. Aber diese Aussage ließ mich über ein anderes Problem nachdenken.

Ich hatte mir immer vorgenommen, dass ich auch mit Anton ins Museum und auf Ausstellungen gehen würde. Natürlich gehören Kinder ins Museum! Und davon bin ich nach wie vor überzeugt. Aber warum war dann Anton schon seit Monaten nicht mehr mit mir im Museum?


Ein krankes Kind im Museum

Ich habe Anton schon lange nicht mehr auf eine Ausstellung mitgenommen. Ich glaube, es war im Sommer, als ich das letzte Mal gemeinsam mit meinem Sohn in einem Ausstellungsraum war. Vielleicht vergesse ich jetzt eine kleine Ausstellungseröffnung von Freunden, in denen sich Anton zwischen all den Gästen durchwuselte oder den Clown spielte. Aber das liegt eventuell auch noch weiter zurück.

Tatsächlich war unser letzter gemeinsamer Ausstellungsbesuch im Juni. In der letzten Ausstellungswoche hatte ich das dringende Bedürfnis, nun doch endlich die große Monet-Ausstellung im Städel zu sehen. Eine Freundin mit Baby schloss sich uns an und ich freute mich riesig auf diesen Tag. Schon im Zug merkte ich jedoch, dass Anton ganz und gar nicht gut drauf war und ich hoffte sehr, dass er vielleicht doch noch einschlafen würde. Später, dann im Museum, trennten wir uns relativ schnell, weil ich mich um Anton kümmern musste. Er hatte Fieber und ihm ging es gar nicht gut. Den Rest der Zeit verbrachte ich also mehr oder weniger im Museumscafé. An diesem Tag nahm ich kaum ein Kunstwerk wahr. Und wenige Tage später, am allerletzten Ausstellungstag (wer macht den sowas?!) durfte ich noch einmal alleine meine Stunden im Museum verbringen. Es war ein Sonntag und mein Freund passte auf Anton auf.


Verändertes Verhalten

Vielleicht war dieser letzte gemeinsame Ausstellungsbesuch mit Anton ein Knackpunkt. Momentan hüte ich mich davor, mit ihm ins Museum zu gehen. Dabei geht es mir weniger darum, dass er vielleicht wieder krank sein könnte - das kann ich ja in den meisten Fällen ganz gut abschätzen. Aber seit dem Sommer hat sich Antons Schlaf- und Spielverhalten verändert. Mein Sohn macht eigentlich keinen Mittagsschlaf mehr, sodass ich am Nachmittag nicht damit rechnen kann, in dieser Zeit in Ruhe eine Ausstellung zu sehen und ihn dabei einfach mitnehme. Gleichzeitig ist er in dem Alter, dass er herumlaufen will, die Räume erforschen möchte und dabei aber eben nicht unbedingt von der Mutter kontrolliert werden will. Das ist natürlich in Ausstellungsräumen schlichtweg unmöglich. Entweder müsste er an meiner Hand laufen (das klappt ganze 10 Sekunden) oder im Kinderwagen sitzen bleiben (das klappt im Ausstellungsraum vielleicht eine halbe Stunde).

So bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als dieses Jahr in den meisten Fällen alleine ins Museum zu gehen, günstige Augenblicke zu erhoffen und auf den dritten Geburtstag zu warten. Denn dann gibt es in den meisten Ausstellungshäusern ein Begleitprogramm für Kinder.

Es ist verrückt, wie stark also doch das Alter und der Charakter des Kindes eine Rolle auf unseren Alltag haben. So, wie unsere Cafébesuche mit Freundinnen eher weniger werden und dafür die Kuchenzeiten zu Hause mehr (Familienzeit im Café klappt erstaunlicherweise immer), so ergeben sich für mich immer mehr Chancen, auch alleine in eine Ausstellung zu gehen. Sobald ich das Gefühl habe, dass Anton "bereit" für ein Museum ist, wenn er zufällig im Kinderwagen einschläft und ausnahmsweise nicht unbedingt seine Spielzeit zu Hause oder auf dem Spielplatz braucht, werde ich wieder einen Versuch starten. Ansonsten warte ich einfach auf den November.


Unter dem Label Kulturkind findet ihr alle Artikel zum Thema Museum mit Kind. Hast du schon meine 9 Tipps für einen Ausstellungsbesuch mit Kleinkind gelesen? Und stören Kinder im Museum? Die Rolle der Eltern.

Wie machen eure Kinder mit? Könnt ihr sie für Kunst begeistern? Oder geht ihr gerade auch lieber alleine in die Ausstellung?

11.01.2016

Geschenkideen für (Neu-)Mamas: schnelltrocknender Nagellack


Bis zur Geburt von Anton hatte ich eigentlich so gut wie immer rot lackierte Fingernägel. Selbst in der Schwangerschaft nahm ich mir trotz Nestbautrieb und Abiturprüfungen die Zeit, nicht nur meine Nägel zu pflegen, sondern sie auch noch schön und akkurat anzumalen. Und wie ihr euch nun sicher denken könnt, riss es irgendwann in der Stillzeit ein. Es fiel mir schwer, neben dem Stillen, Bäuerchen machen, Windel wechseln, Wäsche und Flaschen waschen, das Baby anschauen und ins Bett bringen die einzelnen Schichten der Nagellacke wirklich trocknen zu lassen und so sahen meine lackierten Nägel immer katastrophal aus.

Viele Monate später konnte ich nun wieder den roten Lack etablieren und weiß ganz genau: jeder einzelne Lack muss schnelltrocknend sein. Für alle 5-free-Befürworter habe ich also nicht die passenden Beispiele, aber für alle Frauen, denen es genauso schnell gehen muss wie mir. Ich bin immer wieder überzeugt von den Nagellacken von L'Oréal und Essie. Die Bürsten sind super, die Fläschchen von L'Oréal klein genug, sodass ich sie tatsächlich mal aufbrauchen und nachkaufen kann und die einzelne Farbschicht hält mehrere Tage. Ich nehme dazu immer erst einen Unterlack (momentan den Klarlack von L'Oréal), trage dann eine Farbschicht auf und versiegle die Farbe mit dem Topcoat von Essie. Wenn ich die Muse habe, bin ich tatsächlich in einer knappen Viertelstunde fertig.

Geht doch ganz fix, oder? Ich liebe rote Fingernägel und fühle mich meistens gleich ein wenig schicker. Verschenkt doch mal euren (schnelltrocknenden) Lieblingsnagellack an eine Freundin!




06.01.2016

Buchtipp: Der kleine Maulwurf. Fensterbuch.


Manche Bücher erhalten einen besonderen Wert durch die Menschen, die sie verschenkt haben. Das Fensterbuch vom kleinen Maulwurf war ein Geschenk von einer Familie, die sehr musikalisch ist. Und die wir viel zu selten sehen. 

Der Maulwurf ist mit seinen Freunden (die sich alle prima von kleinen Kindern aufzählen lassen, nämlich die Maus, der Frosch, der Vogel, der Igel, der Hase usw.) draußen in der Natur und erlebt schöne Momente. Sie spielen am Wasser, sie musizieren, planschen im Wasser, gärtnern und spielen im Garten und essen zum Schluss leckere Wassermelone. 

Die Geschichte ist simpel und mit jeweils zwei Zeilen pro Seite erzählt. Doch sind in diesem Buch vor allem die verschiedenen Fenster die Besonderheit, die den Kindern Spaß bereitet. Der Frosch springt auf einigen Seiten umher, die planschende Maus fügt sich auch in jede Szene rein. Das Buch hat so viele kleine Details, die von eineinhalb bis vielleicht dreijährigen Kindern entdeckt werden können, sodass wir lange Freude an dem Buch haben werden.