26.02.2016

Die ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft: was ich genau gleich machen möchte


Es gibt einige Dinge aus der ersten Schwangerschaft, die sehr sehr gut liefen, die mich glücklich gemacht haben und die ich immer wieder genauso machen würde.


1. Kurse besuchen

Auch wenn ich eine Geburt schon erlebt habe und meinen Freundeskreis mit Müttern und Kindern erweitert habe, möchte ich auch dieses Mal einen Geburtsvorbereitungskurs belegen. In unserem Ort gibt es eine tolle Hebammenpraxis, die einen fortlaufenden Kurs anbietet, an dem man immer mal wieder teilnehmen kann. Die Themen sind ganz unterschiedlich. So geht es nicht nur um den Geburtsvorgang an sich, sondern auch um Fitness und Entspannungsübungen. Glücklicherweise liegen die Termine auch so, dass ich Anton bei meinem Freund lassen kann und dann mich tatsächlich nur auf das Baby konzentrieren kann. Mein Freund wird dann an zwei Abenden mit dabei sein.

Auch einen Rückbildungskurs werde ich unbedingt nochmal machen. Mir tat es damals sehr gut, unter Anleitung Übungen zu machen, die die Muskeln wieder aktivierten und auch meinen Post-Babybauch allmählich kleiner werden ließen. Da die wunderbare Hebamme, die ich vor zweieinhalb Jahren hatte, mit ihrer Familie weggezogen ist, werde ich den Kurs wohl auch in der oben geannten Praxis machen. (Die Termine stehen noch nicht fest.)


2. Hebamme suchen

Glücklicherweise habe ich noch den letzten August-Platz bei meiner gewünschten Hebamme für die Nachsorge bekommen! Ich war dieses Mal sehr früh mit der Anmeldung dran, in der 5. oder 6. Woche. Ich bin so gespannt, sie im März kennenzulernen (sie ist gerade selbst in Elternzeit) und hoffe, dass die Chemie stimmt. Aber davon gehe ich aus. Sie wurde mir außerdem auch wärmstens empfohlen.

Ob ich eine Beleghebamme für die Geburt im Krankenhaus möchte, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich finde des Gedanken sehr schön, dass uns jemand begleitet, der unsere Wünsche kennt und der sich Zeit für uns nimmt. Aber von den beiden in Frage kommenden Krankenhäusern bietet nur ein Krankenhaus Beleghebammen an. Und das ist nicht die Klinik, in der ich Anton entbunden habe. Mit dieser Entscheidung muss ich mir also noch Zeit lassen (auch wenn ich wahrscheinlich gar keine Zeit dafür habe).


3. Nestbautrieb

Ich bin ja ganz froh, dass mein Nestbautrieb noch nicht begonnen hat. Irgendwie ist ja auch schon alles da und wir müssen kaum Einkäufe tätigen. Das Baby wird anfangs sowieso bei uns im Zimmer sein und der Wickelplatz steht in Antons Zimmer auch immer noch. Und ich bin wirklich dankbar, dass ich mich nicht darum kümmern muss.

Ich freue mich aber gleichzeitig darauf, alle Kisten von Antons Spielsachen und Kleidungsstücken aus dem Keller zu holen und die Sachen durchzusehen. Vielleicht müssen wir manche Teile aussortieren oder neu kaufen, vieles muss gewaschen werden und dann kann ich einen neuen Platz in Anton Zimmer dafür finden.

Ich freue mich auch darauf, manche Spielsachen zu erneuern und ihnen ein zweites oder drittes Leben zu schenken. So werde ich beispielsweise den Spielebogen neu streichen und neue Rasselteile daran befestigen.

Und ich freue mich natürlich auch, neue Kleidungsstücke für unser Baby zu kaufen. Wir hatten in den ersten Monaten sehr viele Kisten mit geliehenen Klamotten, sodass nun für das Baby gar nicht mehr so viele Kleidungsstücke vorhanden sind. Jippie :) So ein guter Grund, um Babysachen zu kaufen oder sich schenken zu lassen.


4. Second Hand

Auch bei Baby Nr. 2 wird vieles wieder Second Hand gekauft. Ich freue mich auf die Kindersachenbasare in den nächsten Wochen.


5. Bauch einölen

Bei der ersten Schwangerschaft habe ich täglich den Bauch mit den besten Ölen eingerieben und das Ritual sehr genossen. Auch jetzt denke ich fast immer nach dem Duschen dran und mag diese Extra-Streichelheit für den Bauch. Aber es ist tatsächlich so, dass es bei einer zweiten Schwangerschaft etwas zu kurz kommt.


6. Essen einfrieren

Die Spaghetti Bolognese, die wir am Abend unserer Rückkehr vom Krankenhaus (5 Tage nach der Entbindung) aßen, wird für immer und ewig in meinem Gedächtnis bleiben. Ein besseres Nudelgericht habe ich noch nie gegessen. Es war einfach perfekt. Denn: vorher vom Mann gekocht und dann eingefroren und innerhalb kürzester Zeit aufgetaut und gegessen, war die Mahlzeit einfach perfekt für unseren ersten Abend zu Hause als Familie.


7. Zeit genießen

Die Zeit als Dreier-Familie ist so wichtig und kostbar. Und ich genieße sie so sehr. Auch wenn der Alltag oft dazwischen kommt. Ich möchte nochmal als Familie und als Paar in den Urlaub fahren und ganz ohne Alltagsstress die Ruhe genießen.

Und auch noch ausnutzen, dass Anton gerne für ein oder zwei Nächte betreut werden kann, dass wir ihn abends mit ins Restaurant nehmen können oder gemütlich durch die Stadt bummeln können. Wer weiß, wie sehr das Baby unseren Familienalltag auf den Kopf stellt? Ob es auch so gut schläft wie Anton? Oder auch kein Problem damit hat, bei Oma und Opa irgendwann zu übernachten?

Jetzt sind wir gut eingespielt und das möchte ich noch ausnutzen, bevor das Baby seinen eigenen Rhythmus fordert.


8. Ausnahmezustand genießen

Viele Frauen, die mit dem zweiten Kind schwanger sind, erzählen, dass die Schwangerschaft viel mehr "nebenbei herläuft" als beim ersten Kind. Das ist ja auch völlig normal. Man muss sich auf die Arbeit oder das Studium konzentrieren, verbringt die Nachmittage mit seinem Kind und hat ganz normale Verpflichtungen und einen Alltag. Aber während dieses "Nebenbei" bei den Sorgen ganz toll ist, möchte ich mir trotzdem nicht nur abends in Erinnerung rufen, dass ich schwanger bin und dass wir bald ein Familienzuwachs erwarten. Ich möchte diese Schwangerschaft feiern und den Ausnahmezustand genießen. Mit Fotos, mit Streicheleinheiten, mit besonderen Klamotten.


Im nächsten Blogpost erzähle ich euch, was ich dieses Mal anders machen werde.

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