06.04.2016

Das zweite Trimester: kleine Wehwehchen, Hilfsmittel und Gelüste


Ich habe euch vor ein paar Wochen bereits beschrieben, welche Wehwehchen mich im ersten Trimester plagten. Nun bin ich mitten im zweiten Trimester und Einiges hat sich verändert. Viele Wehwehchen sind weggegangen, ein paar hinzugekommen, ich habe ein paar Hilfsmittel ausprobiert und nun auch einige Gelüste entwickelt.


Die kleinen Wehwehchen

Bis auf wenige Ausnahmen geht es mir im zweiten Trimester sehr gut. Nicht umsonst schreiben alle Ratgeber: "Nach den anstrengenden Wochen fühlen Sie sich im zweiten Trimester wieder besser." Und genauso erging es mir in dieser Schwangerschaft. (Glücklicherweise ab der Schwangerschaftswoche 10.)

Meine Magen-Darm-Schmerzen plagen mich nur noch sehr selten. Ich bin nicht mehr den ganzen Tag über müde, sondern merke erst abends, dass ich auch ruhig um 21 Uhr schlafen gehen könnte. Wenn ich das nicht tue, ist es aber auch völlig in Ordnung. Morgenübelkeit habe ich überhaupt nicht mehr. Dagegen muss ich beim Zähneputzen darauf achten, dass ich an nichts Ekliges denke. Dann funktioniert das aber auch wie gewohnt. Mein ewiger Hunger hat sich gelegt und ich könnte zwar ständig etwas essen, aber eher aus Spaß daran.

Leider hinzugekommen sind starke Kopfschmerzen am Abend. Bestimmt lag das an einer schlechten Sitzhaltung beim allabendlichen Lateinlernen und einem großen Kind, das manchmal etwas anstrengend war. Im Vergleich zur ersten Schwangerschaft merke ich in solchen Situationen, dass mir die Pausen fehlen. Glücklicherweise ist aber die Kopfschmerzphase (momentan) überwunden und ich hoffe, dass sie nicht so bald wiederkommt.

Mittlerweile leide ich jeden Abend nach dem Abendessen an Kurzatmigkeit. Der kleine Mensch muss sich dann wohl seinen Platz suchen und schnürt mir die Luft etwas ab.

Und der Bub liegt auch gerne auf meiner Blase. Ich muss sogar pipi machen, nachdem ich einen Apfel gegessen habe.

Allmählich merke ich auch, dass sich nicht immer eine gute Schlafposition finden lässt. Mit Stillkissen funktioniert das dann meistens nach ein paar Mal Hin-und Herdrehen oder ich schlafe auf dem Rücken ein. (Ich schlafe eigentlich NIE auf dem Rücken.)

Und der Bauch juckt hin und wieder.

Ein Nebeneffekt, den die Hormone mit sich bringen, ist erst vor kurzem aufgetaucht: ich habe manchmal sehr extreme Stimmungen. Wenn ich gelassen bin, dann richtig. Doch auch Momente der Verzweiflung oder der Angst sind deutlich stärker geworden. (Ich freue mich, wenn sich das wieder normalisiert!)

Ansonsten geht es mir momentan sehr gut und ich bin sehr dankbar dafür! Natürlich zwickt's mal hier und da oder ich muss mich hinsetzen, um meine Schuhe anzuziehen, aber das bewegt sich noch alles im Rahmen des Normalen.



Hilfsmittel gegen die Wehwehchen

Ich habe in den letzten Wochen einige Hilfsmittel ausprobiert und möchte sie an euch weitergeben. Vielleicht hilft es ja auch einer von euch.

Gegen meine üblen Kopfschmerzen half eigentlich nichts richtig. Wenn ich sehr früh ins Bett ging, brummte mir am nächsten Tag oft noch der Kopf. Weil ich gegen Tabletten in der Schwangerschaft bin, nahm ich also keine Paracetamol. (Meine Frauenärztin erklärte mir, dass ich das bis zum dritten Trimester selten nehmen könnte. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich nicht gut auf Paracetamol reagiere und wollte nun auch keinen Versuch starten.) Kurzzeitig hat mir aber geholfen, dass ich unglaublich viel Wasser getrunken habe. Außerdem habe ich, sobald ich nur merkte, dass es im Kopf pocht, das Rollon Klarer Kopf von Primavera auf die Schläfen getan. Diese Kombination half jedes Mal für eine kurze Zeit.

Als ich einmal auf Instagram fragte, welche Hilfsmittel es gäbe, wurde mir dieses Pfefferminzöl von vielen Frauen empfohlen. Außerdem bekam ich noch viele weitere Tipps, die bei mir jedoch nicht wirkten, aber bei euch vielleicht schon: Kopf-Entspannungstee von Bad Heilbrunner, Schwarzer Tee, an die frische Luft gehen, Gesicht kalt abbrausen, Espresso, Espresso mit Zitrone, Magnesium, Cola, frische Ananas und das homöopathische Mittel Nux Vomica C30.

Ich danke euch an dieser Stelle nochmal für die vielen Tipps, ihr seid wunderbar!

Meine Hebamme gab mir dann außerdem noch sehr gute Hinweise. Sie meinte, dass es natürlich hormonell bedingt sein könnte. Dann müsse ich zur Frauenärztin. Oder es sei durch eine verspannte Körperhaltung ausgelöst. (Das war sicher bei mir der Fall.) Dann helfe Akupunktur (Aaaaangst!!) oder ein Osteopath, der auf Frauenkörper spezialisiert sei.


Gegen meine Übelkeit in den ersten Wochen half leider auch nichts direkt. Ich versuchte kleinere Einheiten über den ganzen Tag verteilt zu essen, trank unglaublich viel Ingwer-Zitronentee und aß nicht zu fettig oder süß. Aber letztlich musste ich die Übelkeit einfach aushalten. Isabel von littleyears empfahl den Süßholztee mit Minze von Cupper. Aber davon wurde mir nur noch mehr schlecht, weil er so süß ist.

Gegen den juckenden Bauch helfen natürlich Öle! Von meinen drei liebsten (Schwangerschafts-)Ölen habe ich bereits berichtet.


Schwangerschaftsgelüste

Da es mir seit vielen Wochen deutlich besser geht, ist mein normaler, gesunder Appetit glücklicherweise wieder zurückgekehrt.

Damit hängt leider auch zusammen, dass ich wieder Lust auf Schokolade habe. Nachdem ich wochenlang höchstens mal ein Stück Kuchen aß, bin ich nun wieder auf meinem normalen Schokopegel zurück.

Insgesamt esse ich gerade sehr gerne. Die Lebensmittel, die mir schon immer schmeckten, schmecken mir nun noch besser. Darunter fallen Cini Minis und Pizza, aber eben auch Avocado und Salat.

Nach langer Abstinenz habe ich während einer Kursphase wieder angefangen, Kaffee zu trinken und liebe jetzt meine zwei täglichen Minitassen wie eh und je.

Und es gibt zwei Dinge, die ich wirklich als Gelüste bezeichnen würde: Ich liebe zur Zeit Erdbeeren und nach dem ersten schlechten Gewissen genieße ich sie jetzt nur noch. Sie schmecken jetzt auch schon richtig gut. Außerdem habe ich mir schon ein paar Packungen Neapolitaner Waffeln gekauft. Zuletzt hatte ich sie wohl in meiner Kindheit gegessen.


Wie geht es euch Schwangeren zur Zeit? Welche kleinen und großen Wehwehchen plagen euch? Was hilft euch dagegen? Und auf was habt ihr gerade besonders viel Hunger?

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