25.04.2016

Paris mit Kind: Aktivitäten / Teil 2




Eis essen

Welches Kind isst nicht gerne Eis?! Nachdem ich Anton schon zu Hause versprochen hatte, dass wir in Paris ein (!) Eis essen würden, fragte er immer wieder danach. An einem sonnigen Nachmittag fanden wir das sehr angemessen und freuten uns über einen gemeinsamen Becher Vanille-Himbeer-Schoko-Eis bei Amorino in Saint-Germain-dés-Près. (Es gibt aber auch weitere Filialen, zum Beispiel im Marais.) Es gibt natürlich dort noch soo viele andere leckere Sorten.

Diese Eisdiele ist aber nicht die einzige Kult-Eisdiele von Paris. Auf der Insel Saint-Louis (die Kathedrale Notre-Dame liegt auf der größeren Insel in der Seine) steht auch die bekannteste Eisdiele von Paris mit dem Namen Berthillon
Aber letzten Endes geht es ja nur um den Becher Eis. :)


Palais Royal

Das Palais Royal liegt sehr zentral und ist mit der Métro, mit dem Bus oder zu Fuß wirklich gut erreichbar. (z.B. M7: Palais Royal - Musée du Louvre). In diesem Stadtpalast lebten einst Kardinal Richelieu und später auch der Duc d’Orléans, der eine der größten Kunstsammlungen Frankreichs im 17. Jahrhundert aufbaute. Heute ist das Kultusministerium und der Verfassungsrat dort untergebracht. Richtig spannend ist der Palais Royal aber wegen seines tollen Gartens und Innenhofes. Im ersten Teil stehen die berühmten Säulen des Künstlers Daniel Buren. Sie sind ein beliebtes Fotomotiv und ich war selbst schon ganz gespannt, wie diese Arbeit live wirken würde. Und ich bin total begeistert. 

Aber auch Anton hatte seinen Spaß. Er kletterte auf die tiefstehenden Säulen und übte das Springen. Und wie gut er das machte! Der Vorhof ist ein Paradies für Kinder, die hier herumtoben, klettern und springen können.

Es folgen zwei Brunnen mit verspiegelten Kugeln und Tauben, die sich dort erfrischen. Sogar hier blieb Anton immer wieder stehen und war begeistert von seinen runden Spiegelbildern. Geht man in den Garten, gibt es auch hier Raum zum Entdecken und Herumtoben. Für die Eltern empfehle ich den sehr guten Cortado im Café Kitsuné. (So ein Cliché!)  







Le Bon Marché

Und noch ein Ziel, das zwar nicht nachmittagsfüllend ist, aber von dem vielleicht Eltern UND Kind etwas haben. Das Bon Marché ist ein sehr großes Kult-Einkaufshaus. Normalerweise mag ich so große Geschäfte nicht, doch dieses Haus ist definitiv einen Besuch wert.

Im linken Haus befindet sich die Grand Épicerie de Paris, in der man allerlei Köstlichkeiten aus der ganzen Welt kaufen kann. Schaut euch hier mal die Pasta- oder die Smoothieabteilung an. Ich lief mit wässrigem Mund und großen Augen durch die Gänge und konnte mich für nichts entscheiden. Im rechten Haus werden vor allem hochpreisige Kleidung, Accessoires und Kosmetik verkauft. Hier gibt es aber auch eine wundervolle Papeterieabteilung und ein tolles Café.

Im rechten Haus befinden sich auch die berühmten Rolltreppen. Und hier war der Clue: während ich (natürlich so schnell wie möglich :-) ) durch die Abteilungen stöberte, fuhren mein Freund und Anton pausenlos die Rollentreppen hoch und runter. Anton hatte so einen Spaß und fordert nun in jedem Geschäft eine Rolltreppenfahrt ein. 


Tauben auf dem Vorplatz von Notre-Dame

Die Kathedrale Notre-Dame ist eine der vielen Touristen-Highlights von Paris. Und obwohl ich schon so oft dort war, ist sie für mich auch immer noch ein Anziehungspunkt. Vor allem, wenn die Sonne gerade untergeht. Dann wird die Kirche in die schönsten, warmen Farben getaucht.

Dieses Mal beabsichtigten wir gar nicht, sie uns anzusehen, doch führte unser Weg von Saint-Germain-dés-Près auch an der Ile de la Cité vorbei (das ist die Insel, auf der Notre-Dame steht). Auf dem Vorplatz gehen drei Männer auf und ab, die wohl jeden Tag die unzähligen Tauben füttern und eine Touri-Attraktion darstellen. Wenn man möchte, bekommt man Körner in die Hand (oder auf den Kopf…) und plötzlich fliegen alle Tauben auf einen zu. Was ich eher beängstigend finde, mögen manche Leute sehr gerne und so schart sich immer eine Menschenansammlung um diese drei Männer und die vielen Tauben. 

Anton konnte hier losrennen und Tauben „jagen“. Ihm war die Masse an Tauben auch nicht immer geheuer, aber nach dem langen Spaziergang freute er sich sehr, wieder loslaufen zu können. 



Place des Vosges

Von den Pariser Parks und Spielplätzen erzählte ich euch schon. Neu war mir, dass auf dem Place des Vosges im Stadtteil Marais ein Sandkasten und ein Klettergerüst (für etwas größere Kinder) stehen. Auf unserem Heimweg hielten wir noch kurz ein, saßen am Brunnen und genossen das warme Wetter. 

An einer Stelle wurde ein tiefer Sandkasten eingelassen, was mich total freute. Wir hatten zwar nicht mehr allzu viel Zeit, doch konnte Anton ein wenig mit den französischen Kindern im Sand spielen.


Karussell fahren

Leider schafften wir es in diesen Tagen nicht, auf ein schönes, altes Karussell aufzusteigen. Irgendwie stimmten die Augenblicke nicht oder wir hatten schon etwas anderes Tolles vor. Die Karusselle von Paris sehen unglaublich schön aus und stehen überall in der Stadt verteilt, beispielsweise auch im Jardin des Tuileries. 


Jardin des Tuileries

Auch in den Jardin des Tuileries haben wir es nicht mehr geschafft. Ich liebe diesen Park sehr, der sich zwischen dem Louvre und der Place de la Concorde erstreckt. Er ist auch ein toller Ort, um sein Kind einfach laufen und toben zu lassen.

Neben den tollen Springbrunnen und den grünen Stühlen, die überall verteilt stehen, soll es hier auch noch Trampoline geben, auf denen die Kinder kostenlos springen können. Anton hätte daran sicher seine Freude gehabt. Doch wird das ein Ziel für unseren nächsten Urlaub bleiben müssen.


Métro und Bus fahren

Es gibt noch eine Sache, die so einfach ist, die aber Kindern (und vor allem Anton) unglaublich viel Spaß machen: Métro und Bus fahren!

Die Nachteile des Métrofahrens und die Vorteile des Busfahrens werde ich euch bald noch erläutern, aber hin und wieder ist man auf die Verkehrsmittel angewiesen und dann ist es doch gut, dass solche Fahrten sehr spannend für die Kinder sind.

Die Métrolinie 1 zum Beispiel wird komplett automatisch betrieben. Man kann also ganz vorne, direkt an der Scheibe fahren. Glücklicherweise fährt sie auch viele beliebte Stationen in der Innenstadt an. Auch an den Métrostationen fand Anton es wie an jedem anderen Bahnhof auch unglaublich interessant, dass Züge ein- und ausfuhren. Einmal blieben wir sogar mehrere Minuten und stiegen in keine Métro ein, sodass Anton einfach nur schauen und sich freuen konnte. 

Auch das Busfahren funktioniert sehr gut. Anton hatte seinen eigenen Platz und schaute aus dem Fenster. Er saugt dann förmlich alles auf, was er sieht und kommentiert es. 

Ich bin sehr froh, dass wir mit diesen Fahrten im wahrsten Sinne des Wortes vorankamen und Anton gleichzeitig damit kindgerecht für eine gewisse Zeit beschäftigen konnten.


Das sind doch schon eine ganze Menge Aktivitäten, die man gemeinsam mit Kind machen kann, oder? Zu kurz kam definitiv das Bummeln und Shoppen, doch das hatten wir bereits zu Beginn der Reise einkalkuliert und deshalb war das auch völlig in Ordnung für mich. Die meiste Zeit verbrachten wir auf Spielplätzen - in einer unglaublich schönen Umgebung.

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