04.05.2016

Ask a friend: eine Frage - sechs Antworten


Ooh, manchmal bin ich ganz aufgeregt, wenn ich „im Geheimen“ etwas plane und sich nach und nach ein festes Bild ergibt. Wenn nach Wochen des Reifens und Überlegens, Wiederverwerfens und Ausarbeitens eine Idee Form annimmt und ich sie euch letztlich auch präsentieren darf. Heute ist genau so ein Moment, an dem Gedanken, die irgendwann klitzeklein angefangen haben, mit euch geteilt werden können.

In den nächsten sechs Wochen wird es auf une vie magnifique eine neue Reihe geben: Ask a friend. Jeden Dienstag stelle ich eine Frage rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und sechs Freundinnen geben mir ihre Antworten.

Und wie ich mich freue, dass diese sechs wundervollen Frauen mitmachen! Mit jeder von ihnen habe ich eine eigene, ganz wunderbare Geschichte. Mit allen ist aus irgendeiner Art von Internetfreundschaft eine echte Freundschaft geworden. Jede ist ganz einzigartig und jede unterscheidet sich von der anderen. Doch ist mir jede einzelne Frau sehr wichtig. Was mich mit diesen tollen Frauen natürlich auch verbindet sind unsere Kinder. Während ich manche von ihnen noch kinderlos kannte, lernte ich andere erst durch diese Verbindung kennen.

Ich bin selbst ganz gespannt, wie meine Freundinnen antworten werden. Und bevor es nächsten Mittwoch mit der ersten Fragerunde losgeht, möchte ich euch diese sechs bezaubernden Frauen vorstellen. Ihr sollt sie ja schließlich auch so ins Herz schließen wie ich. ;-)


Die Frau, die einen so schönen außergewöhnlichen Namen trägt, (den ich partout nicht mit einen Spitznamen abkürzen kann), ist eine meiner erster Bekanntschaften in Mainz gewesen. Als ich vor sechs Jahren nach Mainz zog und mich neu orientieren musste, war sie anfangs ein nettes Cafédate, das ganz schnell zu eine meiner engsten Freundinnen wurde. Von Beginn an teilten wir die Liebe zur Kunst und für Paris. Sie hat mich in manch einer schlechten Phase mit guten Gedanken sehr unterstützt und weiter gebracht als sie es vielleicht ahnt. 

Tetyana arbeitet als selbständige Hochzeits- und Portraitfotografin. Ich habe ihren Weg in die Selbstständigkeit als Freundin mitbekommen und bin total stolz auf sie, dass sie das macht, was sie liebt. "Fotografie ist meine große Leidenschaft, auch privat schleppe ich immer eine Spiegelreflexkamera mit, um die Momente des Lebens festzuhalten. Der beste Zeitvertreib und Inspirationsquelle für mich ist das Reisen. Ich habe mir vorgenommen, auch mit meinem Kind viel zu reisen und gemeinsam die Welt zu entdecken. Bisher sind wir ganz schön weit gekommen, bis nach Australien." So treibt es sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn immer wieder in die Ferne. Glücklicherweise bleibt die Basis Mainz und wir haben die Möglichkeit, uns regelmäßig mit oder ohne unseren Jungs zu treffen. 

Als Vollzeitmutter in Elternzeit arbeitet Tetyana selbstständig an Projekten und macht Shootings. Ihr Sohn Leo ist das ausgeglichenste Kind, das ich kenne. Mit Tetyana kann man über Alltägliches und Besonderheiten sprechen, die entspanntesten Frühstücksdates haben, sie macht den schönsten Lidstrich und hat immer ein offenes Ohr.


Seitdem ich Mutter bin, habe ich viele, sehr unterschiedliche Lebenskonzepte kennen- und auch schätzen gelernt. Sicher bin ich toleranter geworden und kann versuchen, mich in andere Systeme einzudenken und sie auch als sehr gut wahrzunehmen. Denn ich muss schon gestehen, dass ich zunächst das, was wir machen, als den besonders guten Weg gesehen habe. Sonst würden wir ihn ja nicht bestreiten. Aber er ist eben für uns der richtige und besonders gute Weg. Es gibt natürlich noch so viele weitere Möglichkeiten, zu entscheiden und zu wählen und jede Familie findet für sich selbst die beste Lösung.

Die Begegnung mit Lisa war für mich sehr wertvoll. Sie ist nämlich überzeugte Vollzeitmutter. Ich bewundere sehr, wie bewusst sie sich für diesen Weg entschieden hat und mit wie viel Liebe und Selbstverständlichkeit sie diesen geht. Sie ist gerade noch in Elternzeit und hat auch vor, beim zweiten Kind drei Jahre zu Hause zu bleiben. Ich habe sie noch nie klagen gehört, dass ihr der Alltag zu viel wird. Dabei bin ich manchmal schon mit dem halben Tag überfordert. ;-)

Ihr wunderschöne Tochter Frieda (hier fällt mir gerade auf, dass alle anderen Freundinnen Jungs haben!) steckt gerade mitten in der Eingewöhnung in einer Spielgruppe, die an zwei Vormittagen pro Woche stattfindet. Den Großteil ihrer Zeit verbringt Lisa mit Frieda und ihrem Mann: Sie treffen (Kinder-)Freunde, gehen auf den Spielplatz oder machen Ausflüge. "Ich liebe es gerade einfach, Frieda beim Aufwachsen zuzusehen", erzählt sie. Wenn dann noch etwas Zeit bleibt und sie nicht zu müde ist, näht sie gerne. Anton liebt die Hose, die "Mama Fieda" gemacht hat. Lisa wohnt mit ihrer Familie in einer bezaubernden Altstadtwohnung und ich habe sie als sehr besonnene und liebevolle Frau und Mutter kennengelernt.


Nicole und ich kennen uns schon einige Jahre und wir haben bereits manch einen Kummer und vor allem ganz viele besondere Momente miteinander geteilt. Ich bewundere sie für ihren unabkömmlichen Drang, weiterzumachen, egal was gerade los ist. Man kann sich herrlich mit ihr über guten Kaffee, Frauen im Beruf, Literatur und Theater unterhalten. Und ich habe sie als eine Frau mit Fernweh und Ehrgeiz kennengelernt, die total wissbegierig ist. Nicole ist gerne draußen, zeichnet und liest viel im Internet. Sie lernt unglaublich gerne neue Dinge dazu, zum Beispiel gerade html auf codeacademy. Und wenn es ihre Zeit erlaubt, bloggt sie auch unter freufreu und plumeetlettre. Vielleicht erinnern sich manche an das CampusMum Interview, bei dem sie "damals" noch als studierende Mama mitgemacht hat.

Ihr Sohnfreu L. ist das erste und einzige Kind, das ich jemals gebabysittet habe und das war für mich eine große Ehre. Er ist so ein Strahlemann. Während Nicole nun arbeitet, wird er von der Kita, Omi oder dem Papa betreut. 


In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass es für Freundschaft sehr viele unterschiedliche Definitionen gibt. Es gibt Menschen, die man häufig sieht und mit denen man Alltäglichkeiten austauscht. Und es gibt Menschen, mit denen hat man ein Blind Date, nachdem man monatelang via Instagram den Alltag und die Gedanken mitverfolgen konnte. Es funkt, man ist sich genauso oder noch viel mehr sympathisch als bisher und führt seitdem eine Whatsapp- und Telefonfreundschaft, mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. 

Ich bin so dankbar, dass ich Caro kennengelernt habe. Sie wohnt leider viel zu weit weg, als dass wir uns regelmäßig sehen könnten, aber sie ist mit dem Herzen so nah dran, dass sie mir näher als manch eine Mainzer Bekanntschaft ist. Caro arbeitet als Buchherstellerin in einem Verlag und ist die Mama von Willi. Willi ist ein ganz wunderbarer Blondschopf mit einem bezauberndem Lächeln, das mir schon einige Mal das Herz schmelzen ließ. Er wird in einem Kinderladen betreut, in dem sich die Familien sehr gut miteinander verstehen und wo er bis 15 bzw. 16 Uhr bleiben kann.

Sie erzählt von sich selbst: "In meiner (wenigen) Freizeit habe ich gerne Zeit ganz für mich alleine und ich genieße dann einfach die Ruhe. Aber ich bummel auch gern mit Freundinnen über Flohmärkte, schaue mit meinem Freund Filme, lese, nähe und bastel ein bisschen. Ich glaube, ich bin ein sehr strukturierter, harmoniebedürftiger und nachdenklicher Mensch, der viel gibt. Ich möchte am liebsten allen gerecht werden (meinem Sohn, meinem Freund, meinen Freunden), was aber natürlich total utopisch und eigentlich auch okay ist." Besonders schön finde ich es, dass es Caro und ihrem Freund regelmäßig gelingt, exklusive Pärchenzeiten in ihren Alltag einzubauen. An ihrem Alltag lässt sie uns auf Instagram unter dem Namen carikarotti teilhaben.


Lisa kenne ich schon, seitdem ich 14 oder 15 bin. Aber kennen ist natürlich ein weiter Begriff. Ich wusste, dass es da im Norden irgendwo eine Lisa gibt, die die gleichen Freunde hatte wie ich. Viele Jahre später bekam ich eine Mail von eben dieser Lisa, die nun schwanger war und mit ihrem Mann eine Reise nach Paris machen wollte. Und seit dieser Email sind Jahre vergangen und wir sind echte Freunde geworden.

Lisa ist seit über drei Jahren verheiratet und ist die Mama von Levi. Levi ist Antons Freund - die beiden verstehen sich prima und Anton blickt immer zu dem ein paar Monate älteren Buben auf. Ganz happy hat mich die Nachricht gemacht, dass Lisa nun auch zum zweiten Mal schwanger ist. Wie wunderbar ist das denn? Gemeinsam mit Freunden schwanger zu sein! 

Lisa ist sehr gerne unterwegs. Sie und Levi verbringen sehr viel Zeit draußen, aber auch in Cafés sind sie nicht selten anzutreffen. Levi wird von ihr betreut. Sie sagt: "Ich habe mich dafür entschieden Vollzeitmutter zu sein, da es schwer in meinem erlernten Beruf ist, mit Kindern Fuß zu fassen."
In ihrer freien Zeit liest sie sehr gerne, am liebsten Krimis oder auch Thriller. Sie ist eine treue Seele, mit der man sich toll über alles Mögliche unterhalten kann und die sich stets ihre eigene Meinung bildet.


Maren kennt ihr vielleicht schon aus der CampusMum Interview Reihe, die ich ein Mal im Monat veröffentliche. Auch sie hatte mir vor einiger Zeit beantwortet, wie sie ihren Studienalltag mit Kind wuppt. Mittlerweile hat sie das Studium abgeschlossen und ist im Referendariat. Ich bin ganz beeindruckt, wie sie als Familie es gemeistert haben, in den ersten beiden Jahren ohne externe Betreuung auszukommen. Sie erzählt aber, dass das Timing perfekt war. "Tilo kam genau zum Beginn der Semesterferien auf die Welt, so brauchte ich gar keine Elternzeit nehmen. Da mein Studiengang relativ flexibel war und die meisten Lehrer absolut entspannt, konnte ich ihn bereits im September mit in die Hochschule nehmen. Für uns war das perfekt so."

Seit einem halben Jahr geht ihr Sohn Tilo in den Kindergarten (in RLP beginnt der Kindergarten mit 2 Jahren). Lange konnte Maren es sich nicht vorstellen, ihn so früh abzugeben. Einen früheren Betreuungsplatz haben sie sogar ausgeschlagen, weil sie das Gefühl hatten, dass Tilo noch nicht bereit ist. Jetzt sind sie glücklich mit der Entscheidung und haben eine Einrichtung mit sehr flexiblen Abholzeiten gefunden.

"Neben Referendariat und Familienzeit bleibt mittlerweile leider nur noch sehr wenig Zeit für andere Interessen, darum habe ich mir einfach welche gesucht, die sich gut mit Tilo vereinbaren lassen. Ich höre und mache unheimlich viel Musik, durch alle Stile und viele Instrumente.
Seit der Schwangerschaft nähe ich auch sehr viel und es entspannt mich unheimlich und macht mich jedes Mal stolz, wenn ich etwas selbst gemacht habe und es sieht toll aus. Neben meinen Männern gehört meine große Liebe Frankreich und ich freue mich, dass wir jetzt, wo Tilo ein bisschen selbstständiger ist, diese Leidenschaft teilen können und gemeinsam Musik hören, sprechen und reisen. Und essen ;-)" Ihren Alltag teilt sie auf Instagram unter dem Namen augustinchen und ihre Nähwerke auf ihrem gleichnamigen Blog.  



Das ist doch eine wunderbare Gruppe an Frauen, die uns in den nächsten Wochen bereichern wird, oder? Ich bin so begeistert, dass sie mitmachen und dass jede eine ganz eigene Geschichte erzählen wird. Verheiratet und unverheiratet, Söhne und eine Tochter, berufstätig und Hausfrau: ein ganz bunter Haufen toller Mütter. Seid ihr auch schon so gespannt?! Nächsten Mittwoch stelle ich die erste Fragerunde und werde die Frage nach den Schwangerschaftsbeschwerden aufwerfen. Seid gespannt! 

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