25.05.2016

Ask a friend: Hebammenbetreuung

Bei der Reihe ask a friend stelle ich jeden Mittwoch Fragen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und sechs Freundinnen antworten uns darauf. Wer diese sechs tollen Frauen sind? Hier könnt ihr sie kennenlernen.

Nachdem ich letzte Woche gefragt habe, welche fünf Anschaffungen für das Baby sie sinnvoll finden, stelle ich heute die dritte Frage:

Hast du eine Betreuung durch eine Hebamme in Anspruch genommen? Welche Erfahrungen hast du mit ihr gemacht?


"Ich hatte das Glück, eine Hebamme gefunden zu haben. Das war gar nicht einfach, weil ich erst in der 16. SSW angefangen habe, nach einer zu suchen. Die Besuche und Ratschläge der Hebamme in den ersten Wochen waren wirklich sehr hilfreich. Wichtig fand ich auch, dass sie immer ein offenes Ohr für alle meine Bedenken, Ängste und Unsicherheiten auch nach der Wochenbettzeit hatte."


"Ja und ich finde die Hebammenbetreuung unglaublich wichtig. Frieda sollte im Geburtshaus geboren werden, daher haben wir die Vorsorgeuntersuchungen im Wechsel mit der Hebamme gemacht. Diese Termine habe ich immer sehr genossen und fand sie sehr bereichernd. Mit den Ärzten habe ich leider nicht so gute Erfahrungen gemacht: wir hatten einige blöde (Fehl-) Diagnosen in der Schwangerschaft, die mir viele Sorgen und schlaflose Nächte bereitet haben. Die Hebammen konnten mich aber immer wieder beruhigen. Es herrscht dort einfach eine viel schönere Atmosphäre, es gibt mehr Zeit zum Reden, sie kommen ja auch oft nach Hause. Ich habe mich bei den Hebammen immer sehr, sehr wohl gefühlt. 

Das neue Baby wird daher, wenn alles läuft wie geplant, mit einer Beleghebamme zur Welt kommen. Auch diesmal mache ich die Vorsorgen wieder im Wechsel und auch diesmal habe ich leider wieder eher schlechte Erfahrungen mit den Ärzten und nur gute mit den Hebammen gemacht. 

Schwierigkeiten bei der Suche hatte ich nicht. Allerdings habe ich mich auch schon in der 8. Woche darum gekümmert und bekam dann den letzten freien Platz zur Wochenbettbetreuung bei meiner Wunschhebamme. 

Nicht so gut gefallen hat mir die Arbeitsweise der Hebammen im Krankenhaus, in dem Frieda dann doch leider zur Welt kommen musste. Wenige Information, wenig Zeit, viel Stress und viele Interventionen. Aber das liegt nicht an den Hebammen selbst, sondern am System Krankenhaus."


"Ich hatte bei der Suche nach einer Hebamme leider etwas Pech. Ich habe in der Mitte meiner ersten Schwangerschaft niemanden mehr gefunden, der freie Kapazitäten hatte und so wurde mir im Endeffekt jemand zugeteilt. Das war auch irgendwie in Ordnung und ich habe sie fachlich auch geschätzt, aber so hundertprozentig hat es nicht gepasst und unsere Hebamme (die ich nur für die Nachsorge hatte) hat sich am Ende leider gar nicht mehr gemeldet. Das war sehr schade, denn ich hätte mir ein abschließendes Treffen schon gewünscht. 

Im Geburtsvorbereitungskurs hatten wir eine liebe, sehr junge Hebamme, die selbst noch keine Kinder hatte, was mich zu dem Zeitpunkt irgendwie verunsicherte. Heute denke ich, dass das vielleicht Quatsch war, aber damals (Sommer 2013) konnte ich sie nicht so richtig ernst nehmen. 

Dafür habe ich das große Glück, eine Hebamme in meinem Freundeskreis zu haben. Sie wohnt zwar in einer anderen Stadt, aber sie war (und ist) Tag und Nacht via Handy (und etwa 3x im Jahr persönlich) für mich da, von Beginn der Schwangerschaft an bis heute. Dafür bin ich sehr dankbar. 

An die Hebammen unter der Geburt habe ich leider nicht mehr viele Erinnerungen. Aber zukünftig würde ich mir auf jeden Fall wieder eine Hebamme suchen, diesmal auch für die Vorsorge, denn ich schätze die Hebammenarbeit sehr. Wahrscheinlich muss man sich darum kümmern, sobald man einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hält."


"Wir haben einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht. Das war im Nachhinein eher was für die Psyche, zur Beruhigung und war so auch ganz ok. 

Im Krankenhaus hatte ich eine Beleghebamme, die mich bis kurz vor den Presswehen begleitet hat. Sie war schon älter und eher empathielos. Fand ich jetzt aber nicht schlimm. Die Hebamme die unseren Sohn dann begrüßen durfte, war dafür umso herzlicher. 

Anschließend hatte ich eine Hebamme zur Nachsorge, die ich schon vom Geburtsvorbereitungskurs kannte. Auch hier, sie hat ihre Arbeit gemacht, wir hatten aber keinen großen Draht zueinander. Da ich auch dahingehend keine zu großen Erwartungen hatte, fand ich das auch nicht weiter schlimm. Ich habe mich gut betreut gefühlt und war froh, dass sie zu Beginn jeden Tag bei uns war." 


"Ich hatte und habe wieder das Glück, eine wunderbare Hebamme zu haben. Sie ist schon etwas älter und ihr Beruf ist ihr Leben. Sie liebt ihren Job und das merkt man auch. Mir wurde sie von vielen Freundinnen und Bekannten empfohlen und ich kann mich nicht beschweren. Sie weiß auf alles eine Antwort und konnte mir bei fast allen Wehwehchen etwas empfehlen oder Tipps geben. 

Auch der Rückbildungskurs war gut, wofür ich im Nachhinein echt dankbar bin. Wie oft hört man, dass die Rückbildung eher ein Kaffeekränzchen ist und keine richtigen Übungen gemacht werden. 

Währen meiner Geburt hatte ich drei verschiedene Hebammen. Wirklich erinnern kann ich mich nicht mehr an sie, aber ich habe auch keine negativen Erinnerungen an sie."


"Zur Geburtsvorbereitung haben wir nur einen Wochenendkurs gemacht. Im Nachhinein fand ich das nicht so toll. Ich denke, der Austausch der Frauen unter sich über einen längeren Zeitraum hätte mir besser gefallen. Beim Wochenendkurs waren eben alle „Paare“ und hatten ihren Gesprächspartner dabei – ein großes Kennenlernen gab es da nicht. 

Nach der Geburt hatten wir eine Nachsorgehebamme, eine ganz erfahrene, ältere Dame. Sie war einfach großartig, direkt und ehrlich! Sie hat mich von allen Ängsten befreit und nie groß ums Thema drum herum gesprochen. Das mochte ich gerne."

Wie sind eure Erfahrungen mit den Hebammen, die ihr kennengelernt habt? 
Nächsten Mittwoch erzählen uns die Mädels, welche Erfahrungen sie mit der Geburt gemacht haben.

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