19.05.2016

Ask a friend: Welche fünf Anschaffungen für das Kind findest du sinnvoll?

Bei der Reihe ask a friend stelle ich jeden Mittwoch Fragen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und sechs Freundinnen antworten uns darauf. Wer diese sechs tollen Frauen sind? Hier könnt ihr sie kennenlernen.

Nachdem ich letzte Woche gefragt habe, von welchen Wehwehchen sie in der Schwangerschaft geplagt wurden und was ihnen dagegen geholfen hatte, stelle ich heute die zweite Frage:

Welche fünf Anschaffungen für das Kind findest du sinnvoll?


 "Babybay, Babytrage, Nasensauger und Schlafsack; mehr fällt mir leider nicht ein."


"Ein Baby braucht wirklich nicht viel. Das sind die Dinge, die für mich sinnvoll waren: 
  • Ein Tragetuch und/oder eine gute Trage aus Tragetuchstoff: Nicht nur zum Spazierengehen ideal, es erleichtert einem auch oft den Alltag, z. B. beim Kochen mit Baby oder wenn das Baby Schwierigkeiten hat, in den Schlaft zu finden. Unseren Kinderwagen haben wir so gut wie nie benutzt. Hier lohnt sich auch eine gute Trageberatung nach der Geburt. 
  • Ein Wolloverall zum Tragen im Winter (aber auch für alle Kinderwagenkinder) ist so schön kuschelig und nicht so steif wie ein Schneeanzug. Die Kinder können darin schön strampeln.
  • Ein Beistellbett am Elternbett oder einfach ein großes Familienbett machen das nächtliche Stillen einfacher, weil man nicht aufstehen muss. Außerdem kann man dort so schön kuscheln! ☺ Auch hier muss man kein teures Babybay kaufen. Man kann aus einem günstigen Ikea Gitterbett ganz leicht ein Beistellbett bauen. Da passt das Baby dann auch mindestens zwei Jahre rein. 
  • Wolle/Seide Kleidung finde ich ganz toll. In den ersten Monaten hält sie schön warm, aber auch jetzt haben wir im Winter meistens eine Schicht Wolle/Seide an. Sie ist schmutzabweisend und man muss sie viel seltener waschen. Außerdem fühlt sie sich nicht nass auf der Haut an. Das hat den Vorteil, dass ein Schwitzkind im Sommer im Tragetuch nicht immer umgezogen werden muss. Und auch wenn nachts etwas Pipi aus der Windel läuft, ist das Umziehen nicht unbedingt nötig. Das hat uns schon viele Tränen erspart! 
  • Ein Lammfell: Viele mögen es nicht, aber ich mag es sehr. Am Anfang, wenn das Baby auf dem Boden liegt, ist es immer schön warm. Wir haben es auch zum Schlafen benutzt. 

Eine Sache möchte ich bei Baby Nummer zwei gerne ausprobieren: eine Federwiege. Frieda ließ sich nie ablegen und war ständig auf unserem Arm oder im Tuch. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Federwiege uns da geholfen hätte, daher werden wir sie diesmal testen." 


"Für uns hat sich unsere Trage sehr gelohnt (2nd Hand, Manduca), mehrere kuschelige Jumpsuits, besonders für kalte Tage, fand ich super. Eine Haube, die unser Sohn nicht immer vom Kopf gezogen hat, wie die ganzen Mützen. Kuscheldecken und als größte Anschaffung einen Kinderwagen mit einem guten Fußsack."


"Ich habe lange überlegt. ;)
  • Auf jeden Fall eine Trage. Anfangs hatten wir auch noch ein Tuch, aber damit konnte mein Freund nicht so viel anfangen. Die Trage (zuerst eine von Ergobaby, später eine von Emei) hat uns täglich begleitet, bis Willi etwa eineinhalb war. Das war die beste Investition und ich habe das Haus nie ohne Trage verlassen (und wenn sie nur im Kinderwagen lag, aber meistens brauchte ich sie dann doch).
  • Für uns ist der Wickeltisch eine sehr nützliche Anschaffung gewesen. Wir haben einen schönen, gebrauchten gefunden, auf dem wir viel Stauraum haben und der auch heute noch täglich genutzt wird. Er ist auch recht hoch, sodass keiner von uns Rückenprobleme bekommen hat. Als es draußen noch kälter war, hatten wir zudem eine Wärmelampe darüber hängen. Babys mögen diesen vertrauten Ort auch sehr gern, denke ich. Hier können sie nackig sein, sich bewegen und Grimassen mit Mama oder Papa oder wem auch immer schneiden.
  • Diverse Babydecken/Lammfelle, um das Baby auch mal auf den Boden zu legen. Manchmal waren mehrere Leute zu Besuch und so konnte man immer prima drum herum sitzen und das Baby einfach nur anschauen. Man kann dann später auch einen Spielebogen darüber stellen, wenn das Baby langsam wacher wird und alles erkunden möchte.
  • Eine kleine elektrische Milchpumpe, sodass ich „von Anfang an“ (sagen wir nach 7 oder 8 Wochen) auch mal bedenkenlos alleine einkaufen gehen konnte, was mir sehr gut tat. Mein Freund und ich konnten so auch mal bedenkenlos ins Kino oder auf eine Feier gehen. Meinen Rückbildungskurs wählte ich dann auch bewusst abends und ohne Baby aus, sodass mein Freund Zeit hatte und jeden Montagabend auf Willi aufpasste und ihm bei Bedarf die abgepumpte Milch gab. Das klappte immer hervorragend und um die 100 ml haben für eine Mahlzeit in der Regel gereicht.
  • Für uns ist zudem unser Fahrradanhänger sehr sinnvoll. Zum Einen, weil wir ohne Auto in einer Großstadt wohnen und wir so etwas Einkaufsstauraum haben. Zum Anderen, weil unser Kinderladen nicht gleich um die Ecke ist (20 Minuten, wenn man schnell läuft) und wir mit dem Rad einfach schneller dort sind. Willi liebt seinen Wagen auch sehr als Rückzugsort bei Ausflügen, macht liebend gern darin Mittagsschlaf, isst etwas, guckt sich Bücher an... Und vergangenen Sommer waren wir mit den Fahrrädern und dem Anhänger sogar im Sommerurlaub in Mecklenburg."
  • "Da ich ein Baby hatte, das sehr gerne gespuckt hat, konnte ich gar nicht genug Mullwindeln/Spucktücher kaufen. Die wurden ohne Ende gewaschen. Sollte es beim nächsten Baby genauso werden, bestelle ich auf jeden Fall noch ein paar mehr dazu.
  • Die Babywippe! Ich fand es immer schön, mein Baby in meiner Nähe zu haben, wenn ich gekocht habe. Die Wippe kann man gut auf den Esstisch oder auf den Boden stellen. Und Levi ist sogar ab und an mal darin eingeschlafen. 
  • Ein Stillkissen habe ich mir leider fürs erste Baby nicht angeschafft, ich weiß gar nicht aus welchem Grund. Wahrscheinlich habe ich gedacht dass es unnötig ist und es auch so irgendwie mit normalen Kissen klappt. Jetzt weiß ich aber, dass ich mir einige Verspannungen im Nacken erspart hätte, wenn ich ein Stillkissen gehabt hätte. Ich denke, es ist auf jeden Fall bequemer, besonders wenn das Stillen nicht so schnell und einfach klappt.
  • Ein Nachtlicht für das nächtliche Stillen, welches nicht zu hell ist. Wir hatten bei Levi eins, welches ein schrecklich grelles Licht abgegeben hat und total unpraktisch für das nächtliche Stillen war. Ich suche fürs zweite Kind schon nach etwas Besserem.
  • Eine gute Wickeltasche! Und damit meine ich: eine Wickeltasche, die formstabil ist und innen eine gute und übersichtliche Aufteilung hat. Die Wickeltasche die ich mir mal gekauft habe, war zwar schön, aber im Nachhinein habe ich immer wieder festgestellt, dass sie diese Kriterien überhaupt nicht erfüllt."
  • "Das Tragetuch! Sicher ist das abhängig vom Kind, aber bei uns wäre es ohne kaum gegangen, und ich habe es so genossen, Tilo dicht bei mir zu haben und trotzdem sehr flexibel und beweglich zu sein. 
  • Der O-Ball: angeregt von anderen Müttern habe ich auch so einen Ball bestellt. (Den nächsten würde ich aber direkt im Geschäft kaufen, da die Farbwahl zufällig war und wir gerade in dieser „Ist die aber süß“-Zeit immer einen pinken Ball dabei hatten). Das Spielzeug hat uns sehr lange begleitet, es war toll für Greifübungen, beim Zahnen, wir konnten Tücher oder Plüschtiere reinstecken und rausholen lassen...
  • Lätzchen: wir haben sehr früh sehr viele Halstücher und Lätzchen gebraucht und es hätten noch viele mehr sein dürfen. Da werde ich nächstes Mal auf jeden Fall aufstocken.
  • Tripp Trapp: anfangs fand ich den Stuhl einfach ziemlich schick und wollte gerne so einen Hochstuhl für Tilo haben, sobald er sitzen kann. Mittlerweile bemerke ich erst so richtig die Vorteile, da man ihn viele Jahre weiter nutzen und an die Größe des Kinds anpassen kann. Beim nächsten Kind werden wir uns auf jeden Fall den Newborn-Aufsatz kaufen – so kann schon das Baby am Esstisch dabei sein und die Mama kann in aller Ruhe essen. 
  • Krabbeldecken: ich fand es sehr angenehm, Tilo einfach auf dem Boden abzulegen, solange er noch nicht so richtig mobil war. Da kann am wenigsten passieren. Leider hatten wir zunächst nur die typischen 1x1m Decken. Ich finde, eine größere Decke wäre nicht verkehrt."

Welche Anschaffungen fallen euch noch ein? Ohne welche Gegenstände konntet ihr in der Anfangszeit nicht leben? 
Nächsten Mittwoch erzählen uns die Mädels, welche Erfahrungen sie mit ihren Hebammen gemacht haben.


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