13.07.2016

Ask a friend: Bettis Antworten // Teil 1

Bei der Reihe ask a friend habe ich in den letzten Wochen jeden Mittwoch Fragen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett gestellt und sechs Freundinnen antworteten uns darauf. Wer diese sechs tollen Frauen sind? Hier könnt ihr sie kennenlernen.

Zum Abschluss dieser Serie möchte ich selbst diese Fragen beantworten. Für mich war es in den letzten Wochen sehr spannend, wie meine Freundinnen ihre Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett erlebt haben. Gerade in der zweiten Schwangerschaft, in die ich bereits eigene Erfahrungen einbringe, lese ich wenig im Netz, sondern verlasse mich noch ein wenig mehr auf mein eigenes Bauchgefühl und den Erzählungen meiner Freundinnen.


Hattest du in der Schwangerschaft Beschwerden und was hat dir dagegen geholfen?

Ohja, ich hatte Einiges! Ich würde beide Schwangerschaften als komplikationsfrei und gut bezeichnen, doch wenn ich ehrlich bin, gab es doch so viele Wehwehchen, die immer wieder auftraten, die mir manchmal auch viel Kraft abverlangten, die aber im Gesamten gesehen nicht wirklich schlimm waren.

Bei Anton zum Beispiel waren meine Fußschmerzen sehr ärgerlich. Ich bekam Plattfüße, weil das zusätzliche Gewicht auf die Füße drückte und ich nur noch humpeln konnte. Was mir dagegen geholfen hat? Schonen, Füße hochlegen, Einlegesohlen vom Sanitätshaus und nur noch Schuhe mit ordentlichem Fußbett. Seit diesen Wochen habe ich keinerlei Beschwerden mehr. Auch in dieser Schwangerschaft gibt es dieses Problem nicht. Ein Glück.

Zu den Beschwerden in der aktuellen Schwangerschaft habe ich hier und hier schon etwas geschrieben. Auch den aktuellen Wehwehchen widme ich bald einen eigenen Post.

Welche fünf Anschaffungen für das Kind findest du sinnvoll?

Die Babywippe haben wir schon sehr früh genutzt. Gerade wenn ich duschen wollte oder irgendetwas im Haushalt machte, konnte Anton sicher liegen und alles beobachten, anfangs schlief er darin auch noch häufig.
Unser Kinderwagen ist Gold wert. Es gibt zwar auch einige Kinder, die lieber nur getragen werden möchten und ganz ungern im Kinderwagen liegen, aber Anton war schon immer ein Kinderwagenkind. Und dieser war nicht nur eine Babybeförderungsmaschine, sondern gleichzeitig auch Transportsystem für jeden Einkauf.
Auch der Tripp Trapp mit dem Babyaufsatz war eine tolle Investition. Anton konnte so immer bei uns dabeisitzen, wenn wir am Tisch aßen. Auch der Tripp Trapp ohne Aufsatz wird immer noch genutzt.
Spucktücher konnten wir nie genug haben und haben sie für alles Mögliche genutzt, als
Bei uns war die elektrische Milchpumpe auch sehr sinnvoll. Anton hatte keine Saugverwirrungen mit Flaschen, Schnuller und Brust und die abgepumpte Milch verschaffte mir schon früh erste Freiheiten und dem Papa die Möglichkeit, auch das Baby zu füttern.
Hast du eine Betreuung durch eine Hebamme in Anspruch genommen? Welche Erfahrungen hast du mir ihr gemacht?

In der ersten Schwangerschaft stand ich zunächst ein wenig ratlos da. Wie findet man denn überhaupt eine Hebamme? Weil ich bis dahin keine Mutter in Mainz kannte und somit auf keine Empfehlungen zurückgreifen konnte, googelte ich nach Hebammenpraxen und schaute, welche mir am sympathischsten war. Vor drei Jahren hatte ich Glück, dass die Hebammen noch mehr freie Kapazitäten hatten und so wurde ich einer Hebamme zugewiesen, die ich dann einige Wochen später im Geburtsvorbereitungskurs kennenlernen konnte. Auch wenn ich ihr ihre Kompetenzen überhaupt nicht absprechen kann und eine Freundin mit ihrer Betreuung sehr zufrieden war, war ich leider mit der Nachsorge nicht ganz glücklich. Sie hat auf jeden Fall ihren Job gemacht, aber irgendwie scheint es mir, dass wir nicht ganz kompatibel waren. Mit einer außerordentlich tollen Hebamme im Rückbildungskurs hatte ich das entsprechende Pendant gefunden und wusste, dass es tatsächlich harmonieren kann. In einer Phase, in der Anton sehr schlecht trank, half sie mir unglaublich gut weiter.

Im Krankenhaus lernte ich während der Geburt drei Hebammen kennen. An die erste kann ich mich kaum noch erinnern. An die zweite umso mehr. Sie war eine ziemlich harsche Person, die wenig mitfühlend mit meiner harten Nacht und meinen Schmerzen war. In einer Phase, in der ich nicht verstand, was mit mir und der Geburt geschah, hat sich mich weder aufgebaut noch unterstützt noch irgendetwas erklärt. Doch dann kam die dritte Hebamme und alles änderte sich. In kürzester Zeit öffnete sich der Muttermund und ich bekam Presswehen. Ihre Unterstützung feuerte uns an und ich hätte mir keine bessere Hebamme vorstellen können. In der entscheidenden Phase hatte ich also Glück.

Nun, in der zweiten Schwangerschaft, habe ich genauere Vorstellungen davon, was ich möchte und habe deshalb die Möglichkeit, auch aktiv etwas dafür zu tun. So habe ich bereits in der 7. SSW eine Hebamme angerufen, um sie für die Nachsorge zu "buchen". Von meiner damaligen Hebamme im Rückbildungskurs, die mittlerweile nicht mehr in Mainz wohnt, bekam ich den Tipp. Und glücklicherweise war ich so schnell dran, denn ich konnte den letzten Betreuungsplatz für August ergattern.

Diese Hebamme ist bisher ein wirklicher Segen. Wir hatten eine gute Kommunikation und sie besuchte uns für ein Vorabgespräch. Hier konnten wir uns kennenlernen und ich merkte schnell, dass die Chemie stimmt und ich ihr vertraue. Bei diesem Treffen wurden auch alle Formalia geklärt, was ich persönlich sehr sinnvoll finde. Auch beantwortete sie mir hier schon einige Fragen, die sich bis dahin angesammelt hatten. Nächste Woche werden wir uns wieder sehen, um den aktuellen Stand und neue Fragen zu besprechen. Ich finde diese Idee ganz wunderbar. Und spätestens, wenn der Minimann dann da ist, kommt sie dann regelmäßig zu uns.

Meine Tipps für die Hebammensuche:
- Rechtzeitig um eine Nachsorgenbetreuung kümmern.
- Wenn möglich, auf Empfehlungen zurückgreifen.
- Auf jeden Fall vorab ein Treffen vereinbaren.

Kommen wir zum Thema Geburt. Manche Frauen freuen sich auf dieses Ereignis und empfinden es als den schönsten Tag ihres Lebens, andere widerum haben Respekt, vielleicht sogar Angst vor diesem Moment. Leider erleben manche Frauen die Geburt auch als sehr traumatisch. 
Hattest du Vorstellungen, wie die Geburt ablaufen könnte/sollte, hattest du vielleicht sogar einen „Geburtsplan“? Was hast du von der ersten Geburt mitgenommen, was du beim zweiten Kind anders oder gleich machen möchtest, sofern das möglich ist? Nach welchen Kriterien hast du dich für den Geburtsort entschieden? 

Wie hast du die Zeit des Wochenbetts erlebt? Hast du einen Ratschlag für uns, wie die erste Zeit mit dem Kind besonders schön wird?

Ich habe bereits vor zwei Jahren über das Wochenbett geschrieben: Die erste Zeit mit Baby - das Wochenbett.

Wenn es uns gut gehen wird, werde ich das zweite Wochenbett sehr ähnlich halten. Die Familie darf den kleinen Mann als erstes kennenlernen und die Freunde dann nach und nach, je nachdem, wie wir uns fühlen und Lust darauf haben. Ich freue mich sehr darauf, wie Anton auf den kleinen Bruder reagieren wird und ob wir die Möglichkeit haben, viel gemeinsam zu kuscheln. Spannend wird auch die Eingewöhnung von Anton im Kindergarten, die nur zwei Wochen nach ET starten wird.

Anders als beim letzten Mal wird sein, dass der Papa Elternzeit haben wird. In meiner Vorstellung genießen wir noch gemeinsam den Sommer, gehen vormittags auf den Markt und kuscheln mit den Jungs. Aber ach, das wird sich alles zeigen.

Da wir den Koch schon zu Hause haben werden, koche ich nicht oder nicht viel vor, sondern fülle die Kühltruhe nur mit Fertigkuchen und -teilchen, die ich dann bei Bedarf auspacken kann.

Hier geht es zu den Antworten der sechs Freundinnen.


Nächsten Mittwoch beantworte ich auch die letzten Fragen.

Kommentare:

  1. Toll, dass du die Fragen jetzt auch selbst beantwortet hast! Oh man was bin ich froh, eine so reflektierte und informierte, gleichzeitig informierende Mama im Freundeskreis zu haben die so viel so oder so ähnlich macht, wie ich es mir auch vorstelle - da kann ja kaum noch was schief gehen wenn es bei mir mal soweit ist :)

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    1. Ach, das Tolle ist ja, das jede ihre Schwangerschaft(en) anders erlebt und das alles seine Berechtigung hat. :) Aber ich persönlich finde es ja selbst immer ganz schön und auch hilfreich, wenn man einfach vieles kennt und gehört hat und sich dann auf alles einstellen kann. :*

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