18.07.2016

Das dritte Trimester: kleine Wehwehchen, Hilfsmittel und Gelüste



Ich habe euch schon im ersten sowie im zweiten Trimester erzählt, welche Wehwehchen mich plagten, welche Hilfsmittel mir halfen und welchen Gelüsten ich fröhnen musste. Jetzt bin ich am Ende der Schwangerschaft, im letzten Trimester und möchte euch erzählen, was sich verändert hat und aktuell ist. 


Die kleinen Wehwehchen und ein paar Hilfsmittel dagegen

In der ersten Hälfte des dritten Trimesters ging es mir im Großen und Ganzen sehr gut. Aber vor allem in der zweiten Hälfte hatte ich mit vielen kleinen Wehwehchen zu kämpfen.

Ich bin eigentlich ziemlich fit, an vielen Tagen geht es mir einfach nur gut, ich kann mich hin und her bewegen, Kleinigkeiten vom Boden heben, den Haushalt machen, mit Anton toben und tanzen.

Aber an Tagen, an denen es viel zu heiß war oder ich viel gelaufen bin, merke ich es erst am Abend, wie platt ich doch bin. Ich muss dann meine Füße hochlegen und mache am liebsten gar nichts.

Mein Eisenwert war bei einer Vorsorgeuntersuchung zu niedrig und so muss ich seitdem Eisentabletten einnehmen. Jeder, der schon einmal Eisentabletten zu sich nehmen musste, kann wahrscheinlich ein Lied davon singen, wie unangenehm es ist. Da jedoch meine Eisenwerte nach der Aufnahme wieder auf einen normalen Wert gestiegen sind, nehme ich die Tabletten natürlich weiterhin ein.

Fast jeden Tag habe ich Wehen und ich finde es ganz spannend, dass ich nun die Anzeichen für den Endspurt so stark fühle. Die Übungswehen waren einfach nur da, vor allem, wenn ich mich überanstrengt habe. Die Senkwehen aber sind teilweise sehr schmerzhaft. Manchmal muss ich stehen bleiben oder wache sogar davon auf.

Anfangs habe ich noch Magnesium Tabletten eingenommen. Weil es mir aber ehrlich gesagt zu stressig ist, die Einnahme immer mit der Einnahme der Eisentabletten abzustimmen

An manchen Abenden habe ich Sodbrennen.
Dagegen tue ich nichts, weil das meistens nicht lange anhält.

Bei gutem, scharfem Essen rebelliert der kleine Mann doch ganz schön stark. Es tut zwar nicht weh, aber das Rumpeln ist doch sehr stark.

Ich merke, wie stark er im Becken ist. Manchmal fällt das Laufen schwer, weil er so drückt.


Allmählich wird es schwierig, die Schuhe oder die Leggins anzuziehen. Der große Bauch ist dann doch immer störend im Weg und das Bücken wird schwieriger. Andererseits klappt es mit der Pediküre doch noch irgendwie. 

Ich habe keine Kurzatmigkeit, keine Übelkeit, der Druck auf die Blase ist zwar stärker als im Normalfall, aber lange nicht so schlimm wie bei Anton, ich habe trotz riesigem Bauch (noch) keine Schwangerschaftsstreifen, keine Wassereinlagerungen und auch nachts kann ich fast immer gut schlafen. (Das ändert sich leider seit ein paar Tagen.)



Schwangerschaftsgelüste

Ähnlich wie in den ersten Monaten esse ich das, was ich sowieso schon gerne esse, nun liebend gerne. Im Gesamten habe ich aber den Eindruck, dass ich mich etwas gesunder ernähre als bei der ersten Schwangerschaft. Was wirklich gut ist!

Fehlen dürfen aber dennoch nicht die Cini Minis, die Teilchen vom Bäcker und Paninis.

Ich esse gleichzeitig unglaublich viel Obst. Die Erdbeerzeit wurde von den besten Sommerfrüchten abgelöst.

Ganz neu ist für mich, dass ich Lust auf Kokos-Schoko-Riegel habe. Die leckeren von Alnatura. Könnte ich jeden Tag essen, kaufe sie aber bewusst nur selten.



Entspannung und Gelassenheit

Mir ist in dieser Schwangerschaft sehr bewusst geworden, wie wichtig Entspannung und Gelassenheit sind. Nachdem ich um die 20. SSW so starke Übungswehen hatte und manchmal auch Probleme hatte zu laufen, musste ich einen Gang runterschalten. 

Wenn ich tagsüber schon viel unterwegs bin oder viele Veranstaltungen in der Uni habe, dann versuche ich, mich mit Anton erstmal hinzulegen und was Ruhiges zu machen, wenn wir nach Hause kommen. Er ist dadurch eine echte Kuschelmaus geworden und fragt nun häufig von sich aus, ob wir es uns nicht gemütlich machen wollen. :-)

Ich vereinbare auch viel seltener Treffen und habe einfach nicht mehr so einen vollen Kalender. Auf manche Strecken verzichte ich, verlege die Aktivitäten zu uns und bemühe mich, meine Energie gut aufzuteilen. 

Ich bin mir sicher, dass es so wichtig ist, auf seinen Körper zu hören und das Leben zu entschleunigen. 



Wie geht es euch Schwangeren zur Zeit? Welche kleinen und großen Wehwehchen plagen euch? Was hilft euch dagegen? Und auf was habt ihr gerade besonders viel Hunger?

Kommentare:

  1. Liebe Bettina!
    In vielen Dinge kann ich da sehr gut mit dir mitfühlen - mich quält starkes Sodbrennen (egal was ich esse..) und hab auch Probleme mit den Eisen/Magnesium-Tabletten-Einnahmezeiträumen *haha*
    Alles Gute für deinen Endspurt!
    Sonnige Grüße,
    Ricarda

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    1. Liebe Ricarda,
      ohje, da wünsche ich dir, dass das Sodbrennen bald aufhört. Sobald das Baby tiefer rutscht, wird es bestimmt einfacher!
      Hab auch alles Gute für deine Schwangerschaft.
      Bettina

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